SGK-N will Umwandlungssatz aus dem BVG nehmen
Volksabstimmungen wie 2010 über die Höhe des Umwandlungssatzes bei Pensionskassen soll es nach dem Willen der Sozialkommission des Nationalrates (SGK) nicht mehr geben. Die Kommission will die Festlegung des Satzes aus dem Gesetz entfernen.
Mit 14 zu 8 Stimmen hiess die Kommission eine parlamentarische Initiative von Toni Bortoluzzi (svp., Zürich) gut, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Er verlangt, dass der Mindestumwandlungssatz und Mindestzins aus dem Gesetz gestrichen werden. Damit wäre ein Referendum gegen Änderungen des Satzes nicht mehr möglich.
Wegen der gesetzlichen Bestimmungen zum Umwandlungssatz müssten die Pensionskassen Leistungen ausrichten, die nicht gedeckt seien, hält Bortoluzzi zur Begründung seines Vorstosses fest. Das gehe auf Kosten der heutigen Beitragszahler.
Griffige Regeln seien angesichts der Grösse der zweiten Säule zwar nötig. Heute hinke die Politik dem Kapitalmarkt aber wegen der rigiden Regeln permanent hinterher. Zudem sei das BVG generell überreguliert. Es solle der Wettbewerb zwischen den Anbietern von Vorsorgelösungen spielen.
Da es sich um eine parlamentarische Initiative handelt, geht das Geschäft nun an die Schwesterkommission des Ständerats. Stimmt diese ebenfalls zu, kann die nationalrätliche Kommission einen Entwurf ausarbeiten.
Li: Haftungsfragen bei Pensionskasse prüfen
Im Zusammenhang mit dem 313-Millionen-Loch bei der staatlichen Pensionskasse Liechtensteins stellen sich auch haftungsrechtliche Fragen. Die Regierung erwägt, hierzu ein Rechtsgutachten erstellen zu lassen, worin auch die Prozessaussichten aufgezeigt werden sollen. Der bereits erstellte Swisscanto-Bericht eignet sich nicht dafür.
BVK: Kriens lehnt Bauprojekt ab
Die Zürcher BVK kann ihr Hochhausprojekt in Kriens (LU) nicht wie geplant realisieren. Der Gemeinderat hat das Projekt gestoppt, weil wichtige Fragen nicht beantwortet seien. Vorgesehen war eine Überbauung mit zwei 68 und 56 Meter hohen Hochhäusern, einer Hotelfachschule, einem Dienstleistungsgebäude und einem Hotel. Die Gesamtkosten werden auf 200 Millionen Franken geschätzt. Der Einwohnerrat war mit 19 zu 14 Stimmen aber nicht auf die Ortsplanungsrevision eingetreten, die für die Realisierung der Überbauung nötig ist.
Anwohner hatten die Hochhäuser bekämpft, weil sie ihre Aussicht gefährdeten und den Wert ihrer Liegenschaften verminderten. Der Einwohnerrat hatte 2011 eine Volksmotion gegen die Hochhäuser noch abgelehnt und sich damit hinter das Vorhaben gestellt.
BE: Neue Sanierungs-Varianten des Parlaments
Für die Beratung des Pensionskassengesetzes bringt die vorberatende Kommission des bernischen Grossen Rates eine eigene Variante ins Spiel. Der Vorschlag stösst auf Kritik von allen Seiten, schreibt die Berner Zeitung.
Die Kommission ist für einen Wechsel zum Beitragsprimat und will die Kassen innert 20 Jahren sanieren. Die Idee der Kommission ist, dass die Bernische Pensionskasse BPK und die Bernische Lehrerversicherungskasse BLVK zunächst teilkapitalisiert geführt werden sollen. Innert 20 Jahren sollen die Pensionskassen einen Zieldeckungsgrad von 100 Prozent erreichen und danach in eine Vollkapitalisierung überführt werden. Bis zur Vollkapitalisierung müsste der Kanton für beide Kassen eine Staatsgarantie gewähren. Danach wird die Staatsgarantie aufgehoben, wenn genügend Wertschwankungsreserven vorhanden sind.
Die Regierung sprach sich für eine Teilkapitalisierung mit einem Zieldeckungsgrad von 80 Prozent aus.
BFS: Pensionskassenstatistik 2011
Die Publikation zur Pensionskassenstatistik 2011 basiert auf der für dieses Geschäftsjahr durchgeführten Befragung. Nebst der Konzeption der Erhebung orientiert der erste Teil über die Struktur und die Entwicklung der beruflichen Vorsorge (obligatorischer und überobligatorischer Teil), d.h. über den aktuellen Stand der Vorsorgeeinrichtungen, die aktiven Versicherten und Leistungsbezügerinnen und -bezüger sowie über die Bilanz und Betriebsrechnung. Abgeschlossen wird diese Publikation mit einigen ausgewählten Aspekten der beruflichen Vorsorge und wichtigen Eckwerten der Sozialversicherungen.
BFS, Statistik der Schweiz, Neuchâtel 2013, 51 Seiten, Fr. (exkl. MWST) 26.-, Bestellnummer: 135-1101 / ISBN: 978-3-303-13145-9, Erschienen am 25.04.2013.
Publikation komplett (PDF, 3101 KB)
Jürg Brechbühl zu variablen Renten
Jürg Brechbühl, Direktor des BSV, äussert sich in einem Blick-Interview zur Diskussion um variable Renten, wie sie derzeit bei den SBB geprüft werden, sowie zu weiteren Fragen rund um das BVG. Auszüge:
BLICK: Was halten Sie vom Rentenmodell, wie es die SBB diskutieren?
Jürg Brechbühl: Kommentieren will ich das nicht. Wichtig ist, dass sich die Pensionskasse Gedanken macht, wie sie sich auf eine solide finanzielle Grundlage stellt. Es ist Sache des Stiftungsrats zu entscheiden, ob das diskutierte Modell dem Vertrauen der Versicherten in die Pensionskasse förderlich ist.
Sie drücken sich um eine konkrete Antwort. Nochmals: Was halten Sie vom SBB-Modell?
Unser Bundesamt ist für das BVG-Obligatorium zuständig. In diesem Bereich ist dieses Modell sicher kein gangbarer Weg. Denn es hat einen grossen Nachteil: Die Rentner haben weniger Sicherheit. Doch das Vertrauen in die Rente ist für die Pensionierten ganz entscheidend.
Und für das Überobligatorium gilt dieser Grundsatz nicht?
Doch. Die Sicherheit ist zentral! Daran muss jeder Stiftungsrat denken, bevor er einen solchen Entscheid fällt. Es kommt aber auch sehr auf die einzelne Kasse an. Bei einer Kasse mit sehr guten Leistungen ist ein solches Modell eher denkbar.
Was passiert, wenn die SBB-Lösung scheitert?
Dann werden die SBB wohl den Umwandlungssatz senken, wie sie bereits angedeutet haben.
Also genau die Lösung, die Sie und SP-Bundesrat Alain Berset beim BVG-Obligatorium in der geplanten Altersvorsorge-Reform anstreben.
Um eine Senkung des Umwandlungssatzes kommen wir tatsächlich nicht herum. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Eine Senkung ist schlicht notwendig, weil sich sowohl die Lebenserwartung wie auch die Zinserwartung verändert haben. Damit die Pensionskassen den heute geltenden Umwandlungssatz von 6,8 Prozent finanzieren könnten, müssten sie pro Jahr im Schnitt 4,5 bis 5 Prozent Rendite erzielen. Das gab es in den letzten zehn Jahren nicht.
Radio SRF: Hanspeter Konrad zu variablen Renten
Die Pensionskasse der SBB, mit 56’000 Versicherten eine der grössten der Schweiz, prüft gemäss Blick ein neues Rentenmodell: Demnach würde ein Teil der Rente wie bisher fix ausbezahlt. Der andere Teil der Rente wäre variabel, und zwar je nachdem wie gut die Kasse geschäftet.
Konkret wäre der Deckungsgrad der Kasse ausschlaggebend. Wenn dieser unter 100 Prozent sinkt, würde auch die Rente sinken. Analog dazu würde die Rente steigen, wenn sich der Deckungsgrad erhöht. Was ist Sinn und Zweck eines zweiteiligen Rentensystems? SRF 4 News fragte Hans Peter Konrad, den Geschäftsführer des Pensionskassenverbandes ASIP.
Mehrheit der Europäer befürchtet Altersarmut
Die Mehrheit der Europäer sorgt sich um ihre finanzielle Absicherung im Alter. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage in elf europäischen Ländern, die YouGov im Auftrag von „Investmentfonds. Nur für alle.“ durchgeführt hat. Demnach sind 78 Prozent der gut 11’000 befragten Europäer besorgt darüber, ob der Staat ihre Rente später noch bezahlen kann. 69 Prozent aller Befragten gaben an, Angst vor Altersarmut zu haben. Zwar fühlt sich mehr als die Hälfte (57 Prozent) ausreichend über die private Altersvorsorge informiert. Eine deutliche Mehrheit von 79 Prozent ist aber der Ansicht, mehr privat vorsorgen zu müssen, um den individuellen Lebensstandard im Alter halten zu können. Dennoch würde nur rund ein Viertel (27 Prozent) der europäischen Sparer zusätzliches Einkommen für die private Altersvorsorge zurücklegen.
OAK: Weisung zu den Vermögensverwaltungskosten
Die Oberaufsichtskommission BV hat die mit einiger Spannung erwartete Weisung zum Ausweis der Vermögensverwaltungskosten publiziert. Im einzelnen behandelt werden die Themen Kostentransparenz, TER-Kostenquote und –kennzahl, Ausweis in der Jahresrechnung und Verantwortlichkeiten. Bezüglich Jahresrechnung wurde in Punkt 5 festgelegt:
5.1 Betriebsrechnung
Auf Stufe Einrichtung (1. Ebene) sind die Kosten von kostentransparenten Vermögensanlagen voll-ständig in der Betriebsrechnung als Vermögensverwaltungskosten auszuweisen. Dies umfasst die TER-, die TTC- und die SC-Kosten.
Zusätzlich sind die TER-Kosten von kostentransparenten Kollektivanlagen (2. und allenfalls 3. Ebene) gemäss Vorgaben dieser Weisungen zu berechnen und ebenfalls in der Betriebsrechnung als Vermögensverwaltungskosten auszuweisen. Die Erträge der jeweiligen Kategorien von Vermögensanlagen sind entsprechend zu erhöhen. Die Position „Nettoergebnis aus Vermögensanlage“ bleibt dadurch unverändert.
5.2 Anhang
Im Anhang der Jahresrechnung sind mindestens folgende Angaben offen zu legen:
- Summe aller Kostenkennzahlen in CHF für Kollektivanlagen,
- Total der in der Betriebsrechnung ausgewiesenen Vermögensverwaltungskosten in Prozenten der kostentransparenten Vermögensanlagen,
- Kostentransparenzquote.
Die OAK hält in ihrer Mitteilung zur Publikation fest: “Die Massnahmen können von den Pensionskassen mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden. In die Pflicht genommen werden hingegen die Produkteanbieter, indem ihre Produkte künftig als intransparent qualifiziert werden, falls sie die geforderten Kosteninformationen nicht liefern.”
Weisung / NZZ /
Mitteilung OAK
Sorry About Your Pension: Scotch? Cheese? Or Golf?
Faced with the gaps between the assets and the liabilities of its pension fund, the New York Times reports that Diageo, the maker of Johnnie Walker whisky, has transferred $645 million worth of maturing whisky to its pension fund. Meanwhile, the State of Alabama is stocking its pension system with something even more leisurely: eleven golf courses.
And on Friday, the New York Times reported that Dairy Crest, one of Britain’s biggest producers of dairy products, has made a major new breakthrough: it is adding $92 million worth of Cheddar cheese to its pension fund. Stocking pension funds with whisky, cheese and golf courses? What could possibly go wrong here?
Diageo and Dairy Crest and Alabama are not alone. According to a report from the International Monetary Fund (IMF) issued last week, these moves are part of an alarming trend: pension funds are increasingly “gambling on resurrection.”
What’s that? Gambling on resurrection is what happens when a fund or a business or even a government starts running into financial trouble. The responsible thing for financial managers in such situations would be to face up to the problem with investors or constituents and discuss what to do, accepting the possibility that they may be held accountable for creating the problem.
The trickier thing to do is the opposite. You gamble on resurrection. You play down the problem and bet big with a high-risk/high-return strategy; if your bets pay off, you’re solvent, and if not, well, what the hell? You’re already insolvent. And it’s not your money that you’re playing with. With any luck, you’ll be out of there long before the problems are obvious.
Blick: Problem viele Rentner, wenig Zahler
Die Überlegungen der SBB, die Renten der Mitarbeiter in Zukunft in einen fixen und variablen Betrag aufzuteilen, haben einen Wirbel ausgelöst, schreibt der Blick. Und weiter: “Klar ist: Viele Pensionskassen kämpfen mit dem Problem, dass grosse Summen für die Renten ausbezahlt werden müssen, aber wenig aktive Beitragszahler vorhanden sind und die Erträge auf dem Kapital unsicherer geworden sind.
«Etwa 50 Prozent der Pensionskassen hätten Bedarf, solche Massnahmen zu ergreifen», schätzt Othmar Simeon, Geschäftsführer von Swisscanto Vorsorge. Es gibt erst einzelne Vorsorgestiftungen, die variable Renten zahlen. «Wenn sich die SBB dazu entscheiden, hat das Signalwirkung», so Simeon.
An der Börse lief es doch gut – wo liegt das Problem? Die Pensionskassen profitierten zwar letztes Jahr vom Börsen-Boom. Doch diese Erträge können stark schwanken. Zudem halten sie viele Obligationen von Schuldnern mit tiefem Risiko, und die werfen derzeit kaum Rendite ab.
«Das Vorsorgesystem muss auf weiterhin tief bleibenden Zinsen ausgerichtet werden», sagt Experte Alfred Bühler von der Beratungsfirma PPC Metrics. Gleichzeitig werden wir älter – die Renten werden länger bezahlt. Das Geld in der Hoffnung auf mehr Rendite risikoreicher anzulegen, ist keine Lösung: «Grössere Risiken bei der Anlage gehen auch zulasten der Aktiven», so Bühler. «Jährlich fliessen etwa 3 Milliarden Franken von den Aktiven zu den Rentnern. Diese Pensionierungsverluste kommen zustande, weil die Erträge auf dem Kapital nicht reichen, die Renten zu finanzieren», rechnet Bühler vor. Wenn dieser Zustand lange anhält, fehlt das Geld für die Zukunft: «Die ganz Jungen sind die Verlierer. Die sind schlecht vertreten und sich oft nicht bewusst, was auf sie zukommt», warnt Bühler.
Die Debatte dreht sich laut Experte Bühler zu stark um den Umwandlungssatz. «Das Problem mit den rentnerlastigen Kassen wird auf die lange Bank geschoben. Es ist zwar bekannt, aber man hat keine Lösung», so Bühler.”
CS PK-Index: Guter Jahresstart
Der Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (blaue Linie in Abbildung 1a), der zu Beginn des Jahres 2000 mit 100 Punkten lanciert wurde, ist im Anlagejahr 2013 bislang sehr erfolgreich. Im Berichtsquartal nahm der Index um 4,68 Punkte resp. 3,50 % zu und liegt per 31. März 2013 bei 138,29 Punkten. Zum positiven Resultat trugen alle drei Monate des ersten Quartals bei, wobei der Januar mit 1,46 % und der März mit 1,15 % herausragten. Der Februar lag mit 0,85 % leicht darunter, zeigte aber dennoch eine solide Entwicklung. Für den positiven Start der Pensionskassen ins Anlagejahr 2013 zeichneten insbesondere die Aktienkurse verantwortlich: Aktien Schweiz (1,75 %), Aktien Ausland (1,46 %), Obligationen Fremdwährung (0,18 %) und Immobilien (0,17 %). Die BVG-Mindestverzinsung legte im Berichtsquartal um 0,53 Punkte (resp. 0,37 %) auf den Stand von 142,07 zu, ebenfalls ausgehend von 100 Anfang des Jahres 2000. Somit halbierte sich die Differenz zwischen der BVG-Mindestverzinsung und dem Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index gegenüber dem Vorquartal erneut und liegt per 31. März 2013 bei nur noch 3,78 Punkten (Q4 2012: 7,93 Punkte). Die Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index liegt im ersten Quartal 2013 3,05 % über der BVG-Vorgabe. Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (seit 1.1.2000) beträgt per Quartalsende 2,48 %. Dem steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung von 2,69 % gegenüber.
Blick: PK der SBB prüft variable Renten
Der Blick schreibt: “Die Pensionskasse der SBB prüft ein neues Modell für die Festsetzung der Renten, wie Blick-Recherchen zeigen. Nur noch ein Teil soll garantiert an die Bähnler ausgezahlt werden, die künftig pensioniert werden. Der Rest soll schwanken können. Geht es der Kasse gut, erhalten die Rentner mehr – sonst weniger. Ein solches Modell wird auch als «zweiteilige Rente» bezeichnet – es sorgt derzeit für hitzige Debatten unter Pensionskassenvertretern.
Der Deckungsgrad zeigt, inwieweit das Geld in der Pensionskasse reicht, um alle Renten zu zahlen und das angesparte Kapital der Aktiven aufzuwiegen. Die volle Rente gibt es bei der PKE nur noch bei einem Deckungsgrad zwischen 100 und 120 Prozent. Sinkt er auf einen Wert zwischen 90 und 100 Prozent, gibt es 95 Prozent der Rente. Sinkt er unter 90 Prozent, gibt es nur 90 Prozent der Rente. Mehr als 100 Prozent Rente gibt es, wenn der Deckungsgrad über 120 Prozent steigt. Jedes Jahr wird der variable Teil festgelegt. Stichtag beim Deckungsgrad ist jeweils der 31. Dezember. Wer bereits vor 2014 pensioniert wurde, ist davon nicht betroffen.
Die Pensionskasse der SBB ist mit einem Vermögen von 14,5 Milliarden Franken und rund 56’000 Versicherten eine der grössten Kassen der Schweiz. Während ihr Stiftungsrat unter der Leitung von Markus Jordi noch mitten im Entscheidungsprozess steckt, haben andere die Einführung einer solchen Lösung bereits beschlossen. Etwa die PKE. Dieser Kasse sind 250 Firmen aus dem Bereich Energieversorgung angeschlossen, darunter Axpo oder Repower. Anfang Jahr wurde entschieden: Wer ab 2014 pensioniert wird, erhält nur noch 90 Prozent der Rente auf sicher. Die restlichen zehn Prozent hängen vom aktuellen Deckungsgrad der Pensionskasse ab.”
Postulat: BVG-Deckungsgrade vergleichbar machen
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, inwiefern die Vergleichbarkeit der finanziellen Lage von Schweizer Vorsorgeeinrichtungen verbessert werden kann. Um die Fähigkeit einer Vorsorgeeinrichtung auszuweisen, dass sie ihren Verpflichtungen nachkommen kann, sollen Vorsorgeeinrichtungen einen, über die verschiedenen Pensionskassen hinweg vergleichbaren, Kennwert publizieren. Als Alternative zu einem Kennwert soll auch ein Ampelsystem geprüft werden.
Begründung: Das Vertrauen der Bevölkerung in die berufliche Vorsorge ist in den letzten Jahren geschwunden und die Pensionskassen stehen in der Kritik, nicht transparent zu sein. Es ist nicht zuletzt auch für den sozialen Frieden unbedingt nötig, dass die Bevölkerung den Pensionskassen und unseren Vorsorgesystemen wieder vertrauen kann. Dafür ist insbesondere dort Transparenz unabdingbar, wenn es um die Fähigkeit einer Vorsorgeeinrichtung geht, die versprochenen Leistungen (Renten, Austrittsleistungen, etc.) zu erbringen.
Motion: Verbesserung der Altersvorsorge für Kulturschaffende
Eingereichter Text: Um Kulturschaffenden eine angemessene Rente zu sichern, wird der Bundesrat beauftragt, über den Rahmen des Kulturförderungsgesetzes (KFG) hinauszugehen und gemäss dem durch das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG, Art. 2, Abs. 4) erteilten Auftrag "die Versicherungspflicht für Arbeitnehmer in Berufen mit häufig wechselnden oder befristeten Anstellungen" zu regeln.
Begründung: Der Grossteil der Kulturschaffenden kann trotz Inkrafttretens von Artikel 8 des Kulturförderungsgesetzes (KFG) am 1. Januar 2013 noch immer nicht für seine Rente sparen.
Durch Artikel 9 des KFG wurde die Verbesserung der Altersvorsorge von Kulturschaffenden ermöglicht. So werden seit dem 1. Januar 2013, wenn die Kulturschaffenden eine Finanzhilfe des Bundes erhalten (über Pro Helvetia oder das Bundesamt für Kultur) 12 Prozent des Betrags (ohne Spesen) für die berufliche Vorsorge verwendet.


