Werner Enz berichtet in der NZZ über “den Niedergang” der Freizügigkeitsstiftung Continua und deren Konsequenzen für die Destinatäre. Enz stellt fest: “Der «Fall Continua» wirft ein grelles Schlaglicht auf das Institut Freizügigkeitspolice, das im BVG-Sparen zwar einen wichtigen Stellenwert hat, aber hinsichtlich der Aufsichtspraxis zumindest bis 2011 ziemlich lax gehandhabt wurde. Wer BVG-Sparen unter diesem Titel mit Sicherheit und Schutz dank einer professionellen Aufsicht verbindet, kann sein blaues Wunder erleben”.

Obschon Prozessrisiken bestanden, sah sich Noventus, eine Tochter der Ecofin Holding, Ende 2013 ermutigt dazu, die Continua zu übernehmen. Im Verlauf des Jahres 2014 wurde die Continua in Noventus Passage umfirmiert und völlig renoviert. Geschäftsführer Hansueli Edelmann räumt ein, man habe zwar damals von Prozessrisiken Kenntnis gehabt, diese aber unterschätzt.

Enz kommt zum Schluss: “Letztlich schützt das Bundesgericht die Ansprüche der BVG-Versicherten, doch fragt sich, wie NoventusPassAge dereinst alle wird zufriedenstellen können. Es wurden umfangreiche Abklärungen getroffen, beispielsweise ein Kapitaleinschuss, eine Garantieleistung oder die Rettung durch den Sicherheitsfonds. Letzterer wies auf die Gesetzeslage hin, wonach Freizügigkeitsstiftungen keine Vorsorgeeinrichtungen sind. So blieb am Ende nichts anderes übrig als der Gang zum Konkursamt, wobei noch offen ist, wer wirklich die Zeche bezahlen muss.”

 NZZ