Axel Weber: “Falsche Anreize für PKs”
Die NZZ hat ein Interview mit Axel Weber, VR-Präsident der UBS, geführt. Dabei kamen auch die Negativzinsen zur Sprache:
Wie wirken sich denn die Negativzinsen in der Schweiz auf Ihr Geschäft aus?
Wir haben für Firmenkunden und institutionelle Anleger mit sehr grossen Barbeständen individuelle Gebühren eingeführt, planen aber im Moment nicht, die Negativzinsen an Kleinanleger weiterzugeben. Das bedeutet, dass es zu einer Quersubventionierung kommen muss. In der Schweiz passiert das beispielsweise, indem die Margen für langfristige Immobilienkredite steigen. Was mich jedoch vor allem sorgt, sind die falschen Anreize für Sparer und Pensionskassen. Die niedrigen, teilweise sogar negativen Zinsen treiben diese in riskantere Anlagen. Früher war null Ertrag auf Bargeld die absolute Untergrenze. Wenn Preise wie heute fallen, ist Bargeld plötzlich gar keine so schlechte Anlage mehr. Wir befinden uns in einer Welt, in der alles auf dem Kopf steht. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.
Halten Sie denn die Entscheidung der SNB für falsch?
Die Aufgabe der vorübergehenden Kursuntergrenze halte ich für richtig. Die Kosten, den Franken weiter zu schwächen, um die Schwäche Europas nachzuvollziehen, wären zu hoch geworden. Negativzinsen können in einer Übergangsphase sicher bei der Abwehr kurzfristiger spekulativer Geldzuflüsse helfen, aber es sollte sich nicht der Eindruck verfestigen, dass dieser Zustand lange anhalten werde. In erster Linie muss Europa seine strukturellen Probleme lösen, dann wird auch der Druck auf den Franken wieder abnehmen.
Deux syndics fribourgeois sous enquête administrative
Une enquête administrative vise la syndique de Villars-sur-Glâne (FR) Erika Schnyder et le syndic de Corminboeuf (FR) Albert Lambelet. La procédure vise à déterminer s’ils ont fauté dans le cadre de la débâcle d’une institution de prévoyance fribourgeoise.
Comme déjà annoncé fin 2014, le Fonds de prévoyance de l’Association des communes de la Sarine pour les services médico-sociaux (ACSMS), en proie à des difficultés financières, a dû être liquidé. Le Fonds avait confié en 2009 un mandat de gestion de fortune à la société Hope Finance: 45 millions de francs (80% de sa fortune) se sont volatilisés dans des placements risqués à l’étranger.
Ältere Arbeitnehmer: Schweiz vorbildlich
Die Schweiz kann sich gemäss der jüngsten OECD-Arbeitsmarktstudie bei der Integration von älteren Arbeitnehmern ins Erwerbsleben mit den Besten messen. Dies muss der Schweizerische Gewerkschaftsbund bei der Lektüre der OECD-Analyse übersehen haben. Nur so ist zu erklären, dass die Gewerkschaft im Alleingang vorprescht und Massnahmen fordert, die bloss süsses Gift sind, schreibt der Arbeitgeberverband in einer Mitteilung.
Die Leistungsfähigkeit des Arbeitsmarkts lasse sich in einer Beschäftigungsquote ablesen, die mit 70,5 Prozent im internationalen Vergleich als sehr gut zu werten sei. Lediglich vier Länder – Island, Neuseeland, Schweden und Norwegen – können mit noch eindrücklicheren Werten auftrumpfen. Die Erwerbsquote der 55 bis 64 Jährigen Schweizer ist mit 74 Prozent (2013) sogar noch höher als Schweizer Gesamtdurchschnitt. Das sei ein schlagendes Argument für eine äusserst wirkungsvolle Integration von älteren Personen ins Erwerbsleben, wie auch der Bundesrat in einer Stellungnahme zu einem Postulat im Juni 2014 zurecht festgehalten hat.
Angesichts dieser unstrittigen Fakten seien die an der Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds empfohlenen Medikamente nicht mehr als süsses Gift. Der Schweizerische Arbeitgeberverband lehnt eine weitergehende Regulierung des Kündigungsschutzes und ein sogenanntes Diskriminierungsverbot für ältere Beschäftigte ebenso ab wie eine zunehmend staatlich gelenkte Aus- und Weiterbildung. Ins Leere greifen darüber hinaus die gewerkschaftlichen Vorschläge zum Kündigungsschutz, denn das Seco weist nach, dass gerade auch der bessere Gesundheitszustand der älteren Bevölkerung ursächlich zu einer steigenden Erwerbsquote führt.
CS PK-Index: Markanter Rückgang der Liquidität
Credit Suisse hat die bekannte Grafik mit dem Verlauf ihres Indexes mit Bezug auf die BVG-Mindestverzinsung publiziert und zeigt damit aktuell einen Stand, wie er seit Beginn im Jahre 2000 noch nie erreicht wurde. Also alles paletti? möchte man fragen. Oder bloss eine potemkinsche Kulisse, hinter der sich die eigentliche Problemlage verbirgt?
Interessant die Zahlen zur Asset Allokation. Die CS stellt fest: “Die Anlageallokation per 31. März 2015 zeigt eine unveränderte Aktienquote im Vergleich zum Vorquartal. Dies gilt sowohl für die Aktien Schweiz (13,4% als auch für die Aktien Ausland (17,8%). Während sich der Anteil der Obligationen Fremdwährung um 0,4 Prozentpunkte auf 7,9% reduzierte, erhöhte sich der Anteil der Schweizer-Franken-Obligationen um 0,4 Prozentpunkte auf 25,3%.
Der Anteil an Liquidität sank um 0,6 Prozentpunkte auf 5,9% und erreicht damit den tiefsten Stand seit der Messung des Credit Suisse Pensionskassen Index, was infolge der eingeführten Negativzinsen der SNB nicht überrascht. Bei den weiteren Anlageklassen stieg die Immobilienquote um 0,5 Prozentpunkte auf 21,0 %, und die Hypothekenquote veränderte sich nur leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1%.”
Gesamtrechnung Soziale Sicherheit 2012
Eine neue Publikation zur Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit (GRSS) geht unter anderem der Frage nach, inwieweit die Leistungen der sozialen Sicherung Einkommenseinbussen infolge des Rückgangs der Wirtschaftsleistung auffangen. Die Methodik des „Europäischen Systems der integrierten Sozialschutzstatistiken (ESSOSS)“ erlaubt den Vergleich der Resultate mit anderen europäischen Staaten. (KKS=Kaufkraftstandard).
Darüber hinaus werden neu die Resultate von zwei Weiterentwicklungen der GRSS vorgestellt und länderübergreifend verglichen: Einerseits wird die Anzahl der Bezüger/innen von mindestens einer Rentenleistung berechnet (Modul Rentenbezüger/innen) und andererseits wird geschätzt, wieviel von den Sozialleistungen tatsächlich für die Empfänger/innen übrig bleibt, nachdem die obligatorischen Abgaben wie Steuern und Sozialbeiträgen abgezogen wurden (Modul Nettosozialleistungen).
FT: Swiss pension schemes ‘bankrupt in 10 years’
Swiss pension schemes will be bankrupt within 10 years unless Switzerland’s government wins public support for a radical overhaul of the retirement system, experts have warned.
The pressure on Switzerland’s occupational pension system, which accounts for SFr800bn ($840bn) of assets, has intensified this year due to recently imposed charges on cash accounts and shrinking government bond yields.
Martin Eling, professor of economics at the University of St Gallen, estimated that occupational pension funds will face a SFr55bn hole in their funding by 2030 if the government does not overhaul the system.
Occupational pension funds are legally required to pay retirees an annuity equivalent to 6.8 per cent of their total savings on an annual basis. This conversion rate is considered unsustainable given that it was devised in 2003 when life expectancy was lower and performance expectations were higher.
Mr Eling said: “This is not a sustainable situation. If we continue like this for 10 years the pension funds will be bankrupt and the companies [that pay into them] will have to be involved [in their rescue].”
TA: “Geiseln der Demografie”
Der Tages-Anzeiger schreibt: “Die Überalterung ist ein Kernproblem unseres Landes, wenn nicht sein ärgstes überhaupt. 2030 hat laut Bundesamt für Statistik jeder vierte Schweizer das Pensionsalter erreicht oder überschritten. Und fast jeder zehnte wird dann ein Greis von über 80 Jahren sein.
Doch die Alten sind im Wahljahr 2015 sakrosankt, bei Rechten wie Linken. Die SP will der AHV über die Erbschaftssteuer gerade weitere Milliarden zufliessen lassen. Politisch weitgehend akzeptiert ist, dass die steigenden Gesundheitskosten, die in erster Linie durch die Vergreisung verursacht werden, auf die jungen Prämienzahler abgewälzt werden.
Es ist offenkundig: Unsere Politiker sind zu Geiseln der Demografie geworden. Die Wähler werden älter und älter, und ältere Wähler wählen zuverlässiger als jüngere.”
Bevölkerung wächst weiter und wird älter
Ende 2014 belief sich die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz auf 8’236’600 Einwohner, was im Vergleich zu 2013 einem Anstieg von 96’900 Personen (+1,2%) entspricht. Aktuell sind in der Schweiz jede fünfte Frau und jeder sechste Mann über 64 Jahre alt. Die Zahl der Hundertjährigen und Älteren ist gegenüber 2013 um 4,1 Prozent gestiegen. Dies die provisorischen Ergebnisse der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte des Bundesamtes für Statistik (BFS).
SNB: Keine Ausnahme mehr für die Publica
Die Schweizerische Nationalbank schreibt in einer Mitteilung:
Die Nationalbank (SNB) hat ihre Überprüfung der Ausnahmeregelungen abgeschlossen und den Kreis der nicht den Negativzinsen unter stellten Girokonto-Inhaber deutlich verkleinert.
Konkret werden künftig die Girokonten bundesnaher Betriebe bei der SNB ebenfalls den Negativzinsen unterstellt, unter anderem die Pensionskasse des Bundes Publica. Die betroffenen Kontoinhaber erhalten den Minimal-Freibetrag von 10 Mio. Franken, auf denen kein Negativzins geschuldet ist. Ausserdem werden die Konten der Kantone Genf und Zürich sowie der Stadt Zürich aufgelöst. Die drei Konten hatten kaum noch Verwendung gefunden und die Konteninhaber sind nicht mehr Teil des aktuellen Geschäftskreises der Nationalbank. Ebenfalls dem Negativzins unter stellt wird das Konto der Pensionskasse der SNB.
Künftig werden nur noch die Girokonten der zentralen Bundesverwaltung und der Ausgleichsfonds AHV/IV/EO nicht den Negativzinsen unterliegen. Die SNB wird die Entwicklung der Giroguthaben auf diesen Konten aber weiterhin beobachten.
Die neue Gefahr: Illiquide Bond-Märkte
Die NZZ schreibt “Die Zeichen der Verzweiflung mehren sich” und “Die Welt” behandelt “Die geheime Gefahr für Ihre Altersvorsorge”. Hintergrund: Die Zinsen sinken weiter, obwohl das kaum mehr vorstellbar ist. Was zur Folge hat, dass die Bondmärkte zunehmend illiquid werden.
In der NZZ heisst es: “Das Umfeld mit den unglaublich tiefen Zinsen verleitet Anleger dazu, qualitativ hochwertige Papiere kaum noch zu verkaufen. Einzelne Phänomene machen das Ausmass des von den Zentralbanken ausgehenden Anlagenotstands deutlich. So mussten Investoren Spanien am Dienstag erstmals dafür bezahlen, dass sie dem Land trotz seiner strukturellen Probleme Geld für drei Monate zur Verfügung stellen dürfen. Die europäischen Geschäftsbanken sind sogar so verzweifelt, dass sie ihren Konkurrenten etwas draufzahlen, wenn diese ihnen einen Teil der Überschussliquidität für drei Monate abnehmen: Der Drei-Monate-Euribor ist erstmals in den negativen Bereich gefallen.”
In der Welt wird über eine aktuelle BIZ-Studie berichtet. Dazu heisst es. “So warnte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), eine Art Thinktank der Zentralbanken mit Sitz in Basel, Ende März in einer umfassenden Studie vor gefährlichen Verschiebungen am Anleihenmarkt. "Viele Marktteilnehmer sagen, dass es schwieriger geworden ist, eine größere Anzahl von Anleihen zu handeln", schreiben die Autoren. Die Liquidität konzentriere sich zudem zunehmend auf nur noch einige wenige Anleihen.
Dieser Befund wird durch eine aktuelle Umfrage der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) gestützt, einer Berufsvereinigung von Finanzanalysten. Demnach bewerten 58,6 Prozent der Investmentprofis die Liquidität an den Märkten für Unternehmensanleihen inzwischen als problematisch oder sehr problematisch. Ralf Frank, der DVFA-Generalsekretär, warnt schon vor einem regelrechten "Austrocknen des volkswirtschaftlich bedeutenden Markts für Unternehmensanleihen".
CS: Zoom-Newsletter für Institutionelle, gegen Furcht vor Alternativen
Der Credit Suisse Newsletter Zoom befasst sich mit den Folgen der SNB-Politik auf die Pensionskassen. Steffen Graf schreibt: “Eine naheliegende Massnahme ist die Umschichtung der Geldmarktanlagen und CHF-Anleihen: Gemäss dem Schweizer Pensionskassen-Index der Credit Suisse halten die Vorsorgeeinrichtungen immer noch rund 6,5 % Liquidität und 24,9 % Obligationen in CHF.
Bei einer langfristigen negativen Renditeerwartung für Geldmarktanlagen in CHF von –0,5 % und für Obligationen in CHF von –0,1% pro Jahr resultiert aus diesen Anlagen statt eines Beitrags an die Erreichung der Sollrendite ein jährlicher Verlust von sechs Basispunkten. Dies mag in absoluten Zahlen vernachlässigbar erscheinen, tatsächlich erhöht sich jedoch der Renditedruck auf die übrigen 68,6 % des Gesamtvermögens, indem diese Anlagekategorien die gesamte Sollrendite erwirtschaften müssen.”
Zum Thema Umschichtung hält Graf fest: “Insbesondere im Obligationenbereich kann es sich durchaus lohnen, bei der anzustrebenden, breiteren Diversifikation möglichst unvoreingenommen gegenüber regulatorischen Kategorisierungen vorzugehen. Mit anderen Worten: Anlageformen mit Nominalwertcharakter, beispielsweise Senior Loans oder auch verbriefte Anleihen, sollten nicht per se ausgeschlossen werden, nur weil sie aufgrund der BVV2-Richtlinien als alternative Anlagen zu kategorisieren sind.”
NZZ: “UBS – Mehr Zuneigung für das institutionelle Stiefkind”
Die UBS hat sich für die institutionelle Vermögensverwaltung, auch als Asset-Management bekannt, hohe Ziele gesetzt. Der Chef der Sparte, Ulrich Körner, sieht Wachstumschancen für das lange Zeit wie ein Nebenschauplatz behandelte Geschäft, schreibt die NZZ.
Ueli Mettler: “Der Sachwertstandard”
Im Januar hat die Nationalbank ihren bisherigen Kurs betreffend Aussenwertstabilisierung des Frankens über Nacht aufgegeben und durch das Negativzins-Experiment ersetzt. Wir haben im Newsletter des Vorsorgeforums bereits Ende letzten Jahres als Alternative die Idee eines Staatsfonds nach norwegischem Vorbild lanciert. Den Vorschlag war nicht ganz neu und auch nicht so exotisch, wie oft kritisiert. Ueli Mettler (C-alm) hat in einem Kommentar den Gedanken konkretisiert und mit technischen Überlegungen zur Verwendung der vorhandenen Reserven erweitert. Mettler schreibt in seiner Kolumne für 10×10:
Wieso machen wir es nicht wie die Norweger? Konkret könnte die SNB zur Wahrnehmung ihres geldpolitischen Auftrages mit einem Dotationskapital von 150 Milliarden Franken beziehungsweise einem Toleranzbereich von 100 bis 200 Milliarden Franken ausgestattet werden. Für den neu zu gründenden – und unabhängig von der SNB und deren fortlaufendem Leistungsauftrag zu konstituierenden – Staatsfonds verbleibt damit aktuell ein Startkapital von immerhin 420 Milliarden Franken. Bewegt sich die Bilanzsumme aus dem Toleranzbleich, so wird das Dotationskapital der SNB mittels Transfers zwischen SNB und Staatsfonds auf die Zielgrösse von 150 Milliarden Franken zurückgeführt.
Der Staatsfonds soll auf Ertragserwirtschaftung ausgerichtet werden, womit sachwertorientierte Vermögensanlagen im Vordergrund stehen. Dem Staatsfonds können bezüglich der Ausrichtung der Vermögensanlage neben dem primären Ziel zusätzliche Rahmenbedingungen auferlegt werden (wie Nachhaltigkeit und Standortförderung). So wären Initiativen wie aktuell die Motion «Zukunftsfonds Schweiz» in der 2. Säule beim Staatsfonds wohl besser aufgehoben. Im Rahmen des Zukunftsfonds sollen Pensionskassen dazu veranlasst werden, ihre Gelder nicht einfach brach liegenzulassen, sondern in die Innovationskraft der Schweiz zu investieren. Im Detail sollen Startups, die hierzulande oftmals mit Finanzierungsschwierigkeiten zu kämpfen haben, unterstützt werden. Aktuell beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe des Bundes damit den gesetzlichen Rahmen für den Zukunftsfonds zu schaffen.
Schliesslich soll der Staatsfonds auf Kapitalerhalt und nicht Kapitalverzehr ausgerichtet werden, da dem Anlageportfolio mit den am Markt ausgegeben Franken eine Schuld entgegensteht. De facto nehmen damit die via Staatsfonds erworbenen Sachwerte wie einst das Gold die Rolle als Sicherheit respektive Collateral für die ausstehende Geldmenge ein. Vom Goldstandard zum Sachwertstandard.
Swiss Life startet 1e-Plan
Swiss Life lanciert im April 2015 Swiss Life Business Premium als Kaderlösung für Unternehmen, die ihren Kadern mehr Eigenverantwortung in der beruflichen Vorsorge ermöglichen wollen und reagiert damit auf die aktuelle Entwicklung bei der gesetzlichen Regelung im Bereich der 1e-Pläne. Mit Swiss Life Business Premium können Versicherte für die Lohnteile über CHF 126’900 die Anlagestrategie auf der Grundlage der individuellen Risikofähigkeit selber festlegen.
Für die Anlage der Vorsorgegelder stehen vier Kollektivanlagestrategien der Anlagestiftung Swiss Life mit unterschiedlich hohem Aktienanteil zur Auswahl, daneben auch eine Sparversicherung mit Nominalwert- und Zinsgarantie (analog Vollversicherung).
Damit haben Unternehmen, die ihre Bücher nach IAS/IFRS führen, die Möglichkeit, sämtliche Vorsorgeleistungen in Kapitalform zu definieren: Sie können so die Bilanz von Vorsorgeverbindlichkeiten entlasten. Auch Unternehmen mit einer firmeneigenen Pensionskasse können die Spitzenrisiken reduzieren, indem sie für die gut verdienenden Mitarbeitenden Swiss Life Business Premium als Vorsorgelösung wählen.
Zanella: “Extrem pessimistisch”
In einem Beitrag der NZZ am Sonntag äussert sich Peter Zanella (Towers Watson) zum aktuellen Stand der BV in der Schweiz. Im Artikel von Charlotte Jacquemart heisst es:
Peter Zanella, Leiter des Pensionskassengeschäftes beim Berater Tower Watson (TW), nimmt kein Blatt vor den Mund. «Ich verkünde ungern noch mehr schlechte Nachrichten, aber die negativen Anleihenrenditen und Negativzinsen, kombiniert mit der steigenden Lebenserwartung, bringen das Schweizer Pensionskassensystem an seine Grenzen.» (…)
Das liegt weniger daran, dass negative Zinsen und Renditen auf Obligationen ein Loch in die Anlageseite von Kassen reissen, sondern dass sie die Verpflichtungen auf der Passivseite aufblähen. «Pensionskassen müssen die zukünftigen Rentenversprechen abdiskontieren. Je tiefer der dabei verwendete Zinssatz, desto höher die Verpflichtung», sagt Zanella. Noch diskontieren die meisten ihre Verpflichtungen im Schnitt mit rund 3% ab.
«Eigentlich müssten wir heute einen viel tieferen Satz nehmen beziehungsweise den risikofreien Zins, den es aber nicht mehr gibt», sagt Zanella. Unterstellt man, dass die 700 Mrd. Fr. Vorsorgeverpflichtungen mit nur schon einem Prozentpunkt weniger abdiskontiert würden, betrügen die einmaligen Mehrkosten dafür rund 30 bis 50 Mrd. Fr. – je nach Rentneranteil der Pensionskasse.
Entsprechend gross ist die Besorgnis vieler Pensionskassen trotz allgemein guten Jahresabschlüssen, sagt Zanella. Er selbst ist extrem pessimistisch. Und kritisiert die SNB: «Das Experiment mit den Negativzinsen wurde so noch nie ausprobiert.» Zwar werde immer auf die 70er Jahre verwiesen, als man schon einmal Negativzinsen erlebt hat. «Damals gab es aber noch keine obligatorische berufliche Vorsorge mit der aktuellen Kapitalakkumulation. Das ist eine völlig neue Ausgangslage für das Testen von Negativzinsen.


