Dutch pension funds lose billions of euros on their investments
Dutch pension funds lost billions of euros on their investments in the second quarter of 2015 because of the difficult conditions on the stock exchange, news agency ANP reports. A combination of bond market swings, uncertainty over interest rates and fears of a Grexit hit the pension funds particularly hard, ANP says.
Civil service pension fund ABP, which is one of the biggest in the world, lost more than €16bn, or 4.3%, while healthcare fund PFZW lost 6.6%, or €11.5bn. Engineering funds PMT and PME saw their investment porfolios shrink by 8.3% and 7.2% respectively.
André Egli neues VR-Mitglied bei Balmer-Etienne
André Egli nimmt per 1. Juli 2015 Einsitz in den Verwaltungsrat von Balmer-Etienn. Altershalber aus dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung ausgeschieden ist Markus Winkler, der sich allerdings weiterhin in der Kundenberatung engagieren wird. Andre Egli, wohnhaft in Wolhusen LU, ist vor rund 20 Jahren bei Balmer-Etienne eingetreten. Dank seines fundierten Fachwissens im Bereich BVG leitet er seit 1. Juli 2008 die Vorsorge-Prüfung und -Beratung der Business Line Wirtschaftsprüfung und ist seit 2012 Partner der Balmer-Etienne Holding AG. Anré Egli ist Revisor des Vorsorgeforums. Herzliche Gratulation deshalb auch unsererseits zur Berufung.
BVK: VPOD prüft aufsichtsrechtliche Beschwerde
Der VPOD-Zürich wendet sich scharf gegen die von der BVK beschlossene Statutenrevision. Auf ihrer Website schreibt die Gewerkschaft u.a.:
Der VPOD anerkennt, dass es mit Blick auf die Längerlebigkeit der Versicherten und der Unsicherheiten bei den Anlageerträgen gute Gründe gibt, Anpassungen vorzunehmen. Dabei wären aber in erster Linie die Arbeitgeber gefordert. Würden diese ihre früheren Schulden gegenüber der BVK begleichen, hätte die BVK heute einen Deckungsgrad von 110% und könnte allfällig nötige Massnahmen zu Gunsten der Versicherten ausfinanzieren.
Mit dem jetzt beschlossenen Abbau ist eine Rente von 60% des letzten versicherten Lohnes infrage gestellt. So wird die BVK kein Vertrauen bei ihren Versicherten schaffen. Falls die BVK nicht mit sich über ihre Beschlüsse verhandeln lässt, prüft der VPOD aufsichtsrechtliche Schritte bei der BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich.
Im weiteren hat die BVK heute mitgeteilt, dass sie auf rechtliche Schritte gegen den Kanton zur Begleichung der Korruptionsschäden von bis zu 1,5 Milliarden Franken aus der Ära des Finanzchefs Daniel Gloor nun definitiv verzichtet. Damit macht sie einen Kniefall vor dem grössten versicherten Arbeitgeber. Den Preis dafür bezahlen die Versicherten.
Es ist offensichtlich, dass die Pensionskassen generell ihre Leistungsversprechen immer weniger halten, obschon sie immer höhere Beiträge von ihren Versicherten verlangen. Diese Grundtendenz wird durch die aktuellste Pensionskassenstatistik des Bundesamts für Statistik bestätigt: Die Renten sinken seit einigen Jahren anhaltend, obwohl sich die Zweite Säule immer noch in der Aufbauphase befindet (siehe Seite 30, 2. Spalte). Deswegen ist ein Ausbau der sicheren AHV, wie ihn der Schweizerische Gewerkschaftsbund und der VPOD verlangt, immer dringender.”
L’enquête de vie sur les fonctionnaires retraités perturbe
Genève (CPEG) à ses pensionnés d’apporter la preuve qu’ils ne sont pas décédés a suscité de nombreuses réactions et produit quelques effets. Le flux de retraités en quête d’un certificat de vie auprès de la Ville de Genève a ainsi subitement augmenté hier. Ce n’est guère étonnant puisque le courrier a été adressé à 16’700 personnes en Suisse et à 3300 à l’étranger.
Pour éviter toute attente, la CPEG suggère aux personnes qui le peuvent de se rendre simplement aux guichets de la caisse avec une pièce d’identité (le délai de réponse a été reporté du 31 juillet au 31 août). Elles seront reçues au 38, boulevard de Saint-Georges, de 8h30 à 12heures et de 13h30 à 17heures. «C’est la procédure la plus simple pour accomplir la démarche; et elle est gratuite», précise Fabienne Bouvier, chargée de communication à la CPEG.
Towers Watson: IAS Pensionsverpflichtungen rückläufig
Im zweiten Quartal wurde der kontinuierliche Rückgang des Diskontierungssatzes, der im Vorquartal einen historisch niedrigen Stand erreicht hatte, beendet. Dank des Anstiegs des Diskontierungssatzes um fast 30 Basispunkte gingen die Pensionsverpflichtungen entsprechend zurück. Diese gute Nachricht für Unternehmen wird jedoch zum Teil durch die negative Anlagerendite des Benchmark-Portfolios getrübt. Insgesamt stieg der Deckungsgrad (d. h. das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen) um 2,0 Prozentpunkte, wie aus dem Towers Watson Pension Index hervorgeht, der von 95,0 per 31. März 2015 auf 97,0 per 30. Juni 2015 kletterte.
«Die aktuelle Entwicklung der steigenden Diskontierungssätze ist sowohl für die Vorsorgepläne als auch für die Unternehmen als Plansponsoren längst überfällig und vielversprechend», kommentiert Peter Zanella, Head of Retirement Solutions bei Towers Watson in Zürich. Er fügt hinzu: «Dies könnte jedoch nur eine kurze Atempause darstellen. Angesichts der laufenden Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Griechenland herrscht noch erhebliche Unsicherheit über die künftige Entwicklung der Aktien- und Anleihemärkte sowie der Entwicklung des EUR/CHF-Wechselkurses, die ebenso wichtig für die Schweiz ist.»
Der in den vorausgegangenen Quartalen zu beobachtende Trend kehrte sich um. Im letzten Quartal wurden steigende Anleiherenditen und negative Anlagerenditen verzeichnet. Die Schweizer Renditekurve stieg über verschiedene Durationen hinweg um durchschnittlich etwa 20 Basispunkte. Damit sank der Wert der Pensionsverpflichtungen, da diese zu einem geringeren Satz abgezinst wurden. Der Rückgang der Pensionsverpflichtungen wurde durch die Minderung des Anlagewerts des Benchmark-Portfolios teilweise ausgeglichen, da die Rendite der von den Schweizer Pensionskassen üblicherweise gehaltenen Anlageklassen negativ war (gemäss BVG-40 plus Index von Pictet, der im Quartal um 2,4% sank). Insgesamt wirkt sich aber der Rückgang der Pensionsverpflichtungen stärker als die schwachen Anlageergebnisse aus, und führt damit zu einer Erhöhung des Deckungsgrads im letzten Quartal. Wenn sich der kurzfristige Trend steigender Zinsen bis zum Jahresende fortsetzt, könnten die Unternehmen geringere Pensionsverpflichtungen in ihren Jahresabschlüssen ausweisen.
Der Pensionsplanindex wird vierteljährlich von Towers Watson in deren Swiss Pension Finance Watch veröffentlicht und basiert auf den International Accounting Standards (IAS). Der Index stellt die quartalsweise Entwicklung des Ausfinanzierungsgrads dar, statt den sonst typischen Deckungsgrad der schweizerischen Pensionspläne anzugeben.
Swisscanto PK-Monitor: Deckungsgrade fallen
Mit einem geschätzten vermögensgewichteten Deckungsgrad von 110,8% sanken die Wertschwankungsreserven der privatrechtlichen Pensionskassen gegenüber dem Niveau des Vorquartals. Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung, wo der Deckungsgrad nun 100,7% beträgt. Per 30. Juni 2015 befinden sich 23% der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung in Unterdeckung. Bei den öffentlichen-rechtlichen Kassen mit Teilkapitalisierung entwickelte sich die vermögensgewichtete Deckung im zweiten Quartal von 84,2% auf 81,7%.
Die Risikofähigkeit der meisten öffentlich-rechtlichen Kassen bleibt weiterhin eingeschränkt, da die notwendigen Schwankungsreserven noch nicht wieder aufgebaut werden konnten.
Die Verteilung der Vorsorgeeinrichtungen nach Deckungsgrad-Bandbreiten per 30. Juni 2015 zeigt gegenüber den Durchschnittszahlen aufschlussreiche Details für die öffentlich- und privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen. «Über dem Strich» – mit einer Deckung von 100% und mehr – finden wir 96,3% der privatrechtlichen Kassen und 76,5% der öffentlich-rechtlichen mit Vollkapitalisierung. Jenseits der Schwelle von 110%, welche beim Aufbau von Schwankungsreserven einem erfreulichen Stand entspricht, wurde ein Anteil von 64,0% der privaten und 21,2% der öffentlichen Kassen mit Vollkapitalisierung errechnet.
Die nach der Struktur des Vermögens (Asset Allocation) errechnete Performance ergibt für die erfassten Vorsorgeeinrichtungen für den Zeitraum 1. Januar 2015 bis 30. Juni 2015 eine geschätzte vermögensgewichtete Rendite von -1,1%.
Die negative Performance für das erste Halbjahr ist hauptsächlich auf die Einbussen bei den Obligationen Fremdwährungen (unhedged) und Aktien Welt (unhedged) zurückzuführen aufgrund des Entscheides der SNB am 15.1.2015 den Euro-Mindestkurs aufzuheben.
Die Berechnungen basieren auf der Vermögensallokation der Vorsorgeeinrichtungen per 31.12.2014 und gehen von der Annahme aus, dass während des Jahres keine wesentlichen Änderungen in der Allokation vorgenommen wurden.
Stefan Stumpf neuer Direktor der Ostschweizer BVG-Aufsicht
Stefan Stumpf wird neuer Direktor der Ostschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht. Der 34-jährige Jurist folgt auf Bernhard Kramer, der im November pensioniert wird. Stumpf beaufsichtigt 450 Pensionskassen und 1150 Stiftungen in der Ostschweiz und im Tessin. Stumpf ist derzeit als Fachspezialist bei der Ostschweizer Aufsicht tätig.
Die Ostschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht übt in den Kantonen Glarus, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Thurgau und Tessin die Aufsicht über die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge aus. In St. Gallen, im Thurgau und im Tessin überwacht sie zudem die klassischen Stiftungen.
UBS PK-Barometer im Juni 2015
Die UBS schreibt zu den Ergebnissen des PK-Barometers: Die Schweizer Vorsorgewerke mussten im Juni 2015 mit –1,6% eine negative Monatsrendite hinnehmen, die fast an das schlechte Ergebnis des vergangenen Januars mit seinen Verwerfungen an der hiesigen Aktienbörse und der Frankenaufwertung heranreicht. Im Berichtsmonat waren die Performanceunterschiede zwischen den Peer-Gruppen allerdings kleiner als Anfang Jahr.
Für die untersuchten Vorsorgewerke beträgt die annualisierte Rendite seit Dezember 2009 im Durchschnitt 4,5%. Pensionskassen mit einem Vermögen über CHF 1 Mrd. erzielten 4,8% p.a., solche mit einem Vermögen unter CHF 300 Millionen 4,3% p.a. und die Vergleichsgruppe dazwischen im Mittel 4,5% p.a. Da im Juni 2015 die kleineren Vorsorgeeinrichtungen erneut die schlechteste Performance aufweisen, ist ihr allgemeiner Performancerückstand zu den anderen Peer-Gruppen wieder grösser geworden.
Alle Anlageklassen, selbst die Immobilien mit einer roten Null, wiesen aus Sicht des CHF-Anlegers im Juni 2015 eine negative Monatsrendite aus. Besonders stark litt die Schweizer Aktienbörse. Der USD schloss im Monatsvergleich schwächer, aber die anderen Weltwährungen wie JPY, GBP und – trotz Griechenland- Krise – der EUR erstarkten. Standard and Poor’s 500, FTSE 1000, Dax, CAC-40, Nikkei – sie alle verloren in Lokalwährung. Die oft gescholtenen Hedge Funds erzielten im Juni 2015 eine bessere Rendite als die CHF-Obligationen, denen die Zinserhöhungen am langen Ende zusetzten. Die Zinskurven von deutschen «Bunds», französischen OAT, italienischen BTP und spanischen Bonos wurden merklich steiler als diejenige der «Eidgenossen», was zum noch schlechteren Ergebnis der Fremdwährungsanleihen beitrug.
Indikatoren zur Alterssicherung
Wie viele Personen sind in der Schweiz frühpensioniert ? Welche Personen erhalten eine Leistung aus der zweiten Säule? Wie viele Rentnerinnen und Rentner sind über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus erwerbstätig? Um diese und weitere Fragen über die Personen rund um das Pensionierungsalter zu beantworten, hat das Bundesamt für Statistik ein System von knapp 50 Indikatoren erarbeitet. Diese betrachten die Situation der älteren Bevölkerung aus mehreren Blickwinkeln und schliessen u. a. Aspekte wie Lebensform, Gesundheit, Einkommenssituation und soziale Integration mit ein. Ziel ist es, umfassende und regelmässig aktualisierte Informationen über diese Bevölkerungsgruppe zur Verfügung zu stellen. Im Hinblick auf eine Gesamtschau des Alterssicherungssystems sind zwölf Schlüsselindikatoren ausgewählt worden.
BVK bereitet sich auf schwierige Zeiten vor
Die BVK – Pensionskasse des Kantons Zürich – hat über die Senkung von technischem Zins und Umwandlungssatz, der Wechsel zu den Generationentafeln sowie über Stand und Abschluss des Korruptionsfalls orientiert. In der Mitteilung der Kasse wird ausgeführt:
"Der Stiftungsrat der BVK hat beschlossen, die versicherungstechnischen Grundlagen auf den 1. Januar 2017 anzupassen. Die BVK wechselt auf die «Generationentafeln». Gleichzeitig senkt die BVK auf 2017 den technischen Zins von heute 3,25% auf 2%. Als Folge müssen auch die Renten-Umwandlungssätze nach unten angepasst werden. Die BVK stoppt mit den angekündigten Massnahmen die systemfremde Umverteilung von den Aktivversicherten zu den Rentenbeziehenden”. Diese betrug im letzten Kalenderjahr rund 450 Millionen Franken. Mit dem neuen Vorsorgeplan können die heute anfallenden Pensionierungsverluste vermieden werden. Die Lücke wird heute fast immer zu Lasten der Aktivversicherten gedeckt, indem beispielsweise deren Guthaben tiefer verzinst werden.
Damit das reglementarisch festgelegte modellmässige Leistungsniveau erhalten werden kann, müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber künftig höhere Sparbeiträge entrichten. Gleichzeitig werden aufgrund der günstigen Entwicklung die Risikobeiträge reduziert. Zur Abfederung der finanziellen Folgen plant die BVK für die am stärksten betroffenen Versicherten verschiedene Kompensationsmassnahmen. Mit der Senkung des technischen Zinses ist eine Verringerung des Umwandlungssatzes im Alter 65 von 6,2 auf 4,8% verbunden. Ein rekordverdächtiger Wert.
Zum Korruptionsfall heisst es in der Mitteilung: Der Stiftungsrat und der zuständige Ausschuss der BVK haben sich in den letzten Monaten intensiv mit der juristischen Aufarbeitung des Korruptionsfalles sowie allfälligen Verantwortlichkeits- und Haftungsfragen befasst. Die BVK hat zu diesen Aspekten auch eigene Expertisen erstellen lassen. In der juristisch massgebenden Zeit von 2003 bis 2010 konnte gemäss Expertisen kein eindeutiger, klar bezifferbarer Gesamtschaden festgestellt werden. Die Abklärungen haben hingegen ergeben, dass es bei einzelnen extern vergebenen Anlagemandaten zu Verfehlungen kam, beispielsweise in Zusammenhang mit Investitionsentscheiden in Hedge Funds. Der Stiftungsrat hat deshalb mit einem ehemaligen externen Dienstleister einen aussergerichtlichen Vergleich ausgehandelt. Gleichzeitig beschloss er, auf eine direkte oder indirekte Klage gegen den Kanton Zürich zu verzichten. Der Stiftungsrat erachtet eine Klage gegen den Kanton oder gegen ehemalige Verantwortliche des Kantons als nicht zielführend und nicht im Gesamtinteresse der Pensionskasse.
Auf den ersten Juli kam es zu einem Wechsel im Präsidium der BVK. Vizepräsidentin Lilo Lätzsch (Arbeitnehmervertreterin) übernahm von Bruno Zanella (Arbeitgebervertreter) turnusgemäss das Präsidium. Bruno Zanella führt für die zweite Amtshälfte das Vizepräsidium.
Charlotte Jacquemart schreibt in der NZZaS zu den Entscheiden der BVK: "So konsequent wie die Zürcher Pensionskasse BVK, der über 110 000 Versicherte angehören, war bisher keine Kasse im Lande: Die Zürcher senken die Renten im Alter 65 um satte 21%. Erhält ein 65-Jähriger momentan noch 6200 Fr. pro 100 000 Fr. Sparkapital, werden es ab 2017 noch 4870 Fr. sein. Grund für den drastischen Schritt ist die heutige Umverteilung von Jung zu Alt, die im Falle der BVK bereits 450 Mio. Fr. pro Jahr erreicht. Diese Quersubventionierung stoppt nur, wer Neurentnern keine Renten mehr (bis ans Lebensende) verspricht, die am Kapitalmarkt nicht zu finanzieren sind. Der Schritt der BVK ist ökonomisch richtig und wird im Lande Signalwirkung haben. Denn die BVK ist eine der grössten Kassen der Schweiz. Bis jetzt haben sich die Vorsorgeeinrichtungen nur an klein dosierte Rentensenkungen herangewagt.
Doch die beherzte Massnahme der BVK birgt ein beträchtliches Risiko. Nämlich jenes, dass zwischen 7000 und 8000 BVK-Versicherte, die 2016 das Alter 60+ erreichen, im nächsten Jahr vorzeitig in Rente gehen. Wer das tut, profitiert noch von den höheren Umwandlungssätzen, welche die Rentenhöhe vorgeben. Die BVK hat zwar verschiedene Abfederungen vorgesehen, um einen Exodus der 60+ und damit einen empfindlichen Abfluss an Know-how zu verhindern. So wird zum einen das Sparkapital aller über 48-Jährigen aufgestockt. Für jene Jahrgänge, die im nächsten Jahr 60 oder älter werden, fallen die Zuschüsse mit zwischen 10,5% und 16% sehr grosszügig aus. Die Zuschüsse werden den Konti allerdings nicht auf einen Schlag Ende 2016 gutgeschrieben, sondern verteilt über 5 Jahre. Ab Januar 2017 fliesst also monatlich 1/60 des versprochenen Zuschusses in den jeweiligen Spartopf. Mit dieser Lösung verhindert die BVK, dass sich jemand das Geld gutschreiben lässt, kurz darauf kündigt und sich einer anderen Pensionskasse anschliesst – mit womöglich noch höherem Umwandlungssatz."
OAK: Anhörung zur Weisung über die Anforderungen an die Revisionsstellen
Die OAK hat eine Anhörung zu einer Weisung über die “Anforderungen an die Revisionsstelle” gestartet. Sie dauert bis 31. August 2015.
Im Begleitbrief werden als Ziel der Weisung angegeben: Qualitätssicherung der Revision nach BVG; Einführung eines Rotationsprinzips für den leitenden Revisor; Konkretisierung der durch die Schweizer Prüfungsstandards (PS) und den Schweizer Qualitätssicherungsstandard (QS1) geforderten Erfahrungen aus praktischer Tätigkeit. Inhalte der Weisungen sind: Mindestanforderungen an die Unabhängigkeit, und Mindestanforderungen an die Erfahrungen aus praktischer Tätigkeit.
Bezüglich Unabhängigkeit wird gefordert: “Zusätzlich [zu Art 34 BVV2] darf bei der Revisionstätigkeit nach Art. 52a Abs. 1 BVG die Person, die die Revision leitet, das Mandat längstens während sieben Jahren ausführen. Sie darf das gleiche Mandat erst nach einem Unterbruch von drei Jahren wieder aufnehmen,
Zu den Mindestanforderungen soll festgelegt werden: “Die Revisionsgesellschaft muss innerhalb eines Kalenderjahres im Minimum 1‘000 Prüfstunden für vom Geltungsbereich erfasste Einrichtungen der beruflichen Vorsorge leisten. Diese 1‘000 Prüfstunden können dabei durch mehrere Mitarbeitende erbracht werden. Die Prüfstunden eines Mitarbeitenden sind jedoch nur insofern anrechenbar, als dass jener pro Kalenderjahr mindestens 100 Prüfstunden für diese Einrichtungen leistet. Inkrafttreten ist auf 1. Januar 2016 vorgesehen.
CS PK-Index Q2 2015: An einer Wendemarke?
Im Berichtsquartal nahm der Index um -2.52 Punkte resp. -1,63% ab und liegt per 30. Juni 2015 bei 152.01 Punkten, ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000, und hat somit um mehr als den Zuwachs des ersten Quartals nachgegeben, so dass für das erste Halbjahr 2015 eine leicht negative Rendite von -0,14% ausgewiesen wird. Nachdem der Index sich im April mit 0,12% und Mai mit -0,13% mehr oder weniger seitwärts bewegt hat, trug der Juni mit -1,62% massgeblich zur negativen Entwicklung im Berichtsquartal bei.
Der grösste Anteil am Rückgang ist mit -0,55% der Anlageklasse Aktien Ausland zuzuordnen, während Aktien Schweiz, Schweizerfrankenobligationen und Obligationen Fremdwährungen je ca. -0,30% und Immobilien mit -0,23% zur Negativperformance beigetragen haben. Der positive Renditebeitrag der Liquidität (0,17%) ist schon wie im Vorquartal vor allem auf Gewinne aus den laufenden Absicherungsprogrammen zurückzuführen.
Die BVG-Mindestverzinsung (aktuell 1,75% p.a.) stieg im Berichtsquartal, ebenfalls ausgehend von 100 zu Beginn des Jahres 2000, um 0.64 Punkte (resp. 0,43%) auf den Stand von 147.45. Die Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskasse Index liegt damit im Berichtsquartal -2,06% unter der BVG-Vorgabe.
Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (seit 01.01.2000) beträgt per 30. Juni 2015 2,74%. Demgegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, welche bei 2,54% liegt.
NZZ: Arbeit im Alter
Die Schweiz mit der hohen Lebenserwartung ihrer Bürger mit meist guter Gesundheit und abgesicherten finanziellen Verhältnissen sollte die Chance einer Weiterbeschäftigung im Alter nutzen. Es stehen dazu bereits eine Reihe von Institutionen zur Verfügung, welche arbeitswillige Rentner vermitteln. Die NZZ gibt einen Ueberblick über das Thema.
D: Jeder Zweite bezweifelt Sinn privater Vorsorge
Die Mehrheit der Erwerbstätigen in Deutschland blickt sorgenvoll auf das Thema Altersvorsorge – und zugleich kümmert sich ein Großteil nicht um die Ruhestandsplanung. Mittlerweile fragt sich jeder zweite Erwerbstätige, ob private Altersvorsorge überhaupt noch sinnvoll ist, wie der am Mittwoch in Köln vorgestellte Axa-Deutschland-Report zur Ruhestandsplanung ergab.
59 Prozent klagen demnach über eine wachsende Angst beim Thema Altersvorsorge, und bereits 39 Prozent erwarten im Ruhestand eine verschlechterte Lebensqualität. Andererseits gaben nur 60 Prozent an, dass sie mit ihrer Ruhestandsplanung begonnen hätten – bei einer gleichlautenden Axa-Befragung vor zehn Jahren waren dies noch 82 Prozent.
Offensichtlich ist dieses Versäumnis den Befragten auch bewusst: So halten die Erwerbstätigen im Bundesdurchschnitt 412 Euro als monatliche Vorsorgeleistung zur privaten Altersvorsorge für nötig. Tatsächlich bringen sie aber nur 257 Euro auf.
D: Riester-Rente für Besserverdienende
38 Prozent der Gesamtförderung bei der Deutschen Riester-Rente verteilen sich auf die oberen zwei Zehntel der verfügbaren Einkommen in der Gesamtbevölkerung, wie aus der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Freien Universität Berlin (FU) hervorgeht.
Von den 2,79 Milliarden Euro Fördergeld, die der Staat im Jahr 2010 ausschüttete, entfiel laut Studie mehr als eine Milliarde Euro auf Menschen, die mehr als 60.000 Euro netto im Jahr verdienten. Auf die unteren beiden Zehntel der Einkommensbezieher entfielen demnach nur sieben Prozent der Gesamtfördersumme.


