CS Pensionskassen-Index: Performance 2007 unter Mindestzins
Die ersten Berechnungen des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index ergeben eine Jahresperformance der Schweizer Pensionskassen für 2007 von knapp 2.10 %. Aufgrund einer negativen Performance im 3. (- 0.2 %) und vor allem 4. Quartal (-1 %), ist im gesamten Jahr die BVG Mindestrendite von 2.5 % nicht erreicht worden. Dies obwohl per Mitte 2007 die Performace noch 3.3 % betragen hatte. Die detaillierte Auswertung des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index erscheint in rund zwei Wochen.
Avadis lanciert 100-Millionen-Fonds für Private Equity
Die Avadis Anlagestiftung hat die jüngste Anlagegruppe Private Equity Welt VI erfolgreich lanciert. Die investierten Pensionskassen haben Gelder in der Höhe von rund CHF 110 Millionen zugesagt. Private Equity Welt VI ist das siebte und – gemessen am Volumen – grösste Gefäss, das Avadis bisher für Private Equity aufgelegt hat. Die Anleger investieren damit während einer Laufzeit von bis zu 12 Jahren in zirka 15 Beteiligungsgesellschaften; diese platzieren das Geld in 150 bis 300 Unternehmen rund um den Erdball. Das Portfolio investiert breit diversifiziert in verschiedene Regionen, Industrien oder Phasen (Buyout, Venture Capital und Spezialsituationen). Geografisch liegt das Hauptgewicht der Anlagen in den USA, dem grössten Markt für Private Equity.
Presseportal: Avadis
Ethos: Stimmrechtsrichtlinien 2008 erschienen
Die Ethos Stiftung veröffentlicht die diesjährige Ausgabe ihres Referenzwerks für Corporate Governance. Das Dokument ist neu in zwei Teile gegliedert: einerseits die Grundsätze zur Corporate Governance welche die Anforderungen von Ethos im Rahmen der Best Practice definieren, andererseits die daraus folgenden spezifischen Richtlinien für die Ausübung der Aktionärsstimmrechte.
Richtlinien_zur_Ausbung_der_Stimmrechte_.pdf (application/pdf-Objekt)
UK: Pension deficits treble in a month
The aggregate deficit of UK occupational pension funds, as measured by the Pension Protection Fund, more than trebled in December compared with November in spite of stronger equities markets, underscoring the sensitivity of retirement funds to adverse movements in interest rates.
FT.com / Companies / Pension deficits treble in a month
NZZ: Gehrig zum Kauf von AWD durch Swiss Life
Bruno Gehrig, Präsident der Swiss Life, und CEO Rolf Dörig verteidigen den Kauf des Finanzberaters AWD. Die Verbreiterung der Spitze des Versicherungskonzerns halten sie für notwendig.
«Gemischtes Doppel» (Startseite, NZZ Online)
Le Temps: Le «rendement absolu» gagne le 2e pilier
La tendance à la gestion non benchmarkée, à savoir ne suivant pas des indices de référence, pourrait être en hausse cette année.
Le Temps – Finance
NZZaS: Dösende Wächter
» Der Frust ist gross. Die Schweizer Börse SWX hat in den letzten zehn Jahren den Behörden in Bern über 450 Fälle gemeldet. Der Verdacht: Verletzung der börslichen Meldepflichten. Passiert ist – bis auf einen Fall – nichts. 2003 büsste das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) einen Vermögensverwalter mit 50 000 Fr., weil er die Meldepflicht eventualvorsätzlich verletzt hatte. Der Betroffene war ein Wiederholungstäter, erst sein drittes Vergehen wurde geahndet.»
Dösende Wächter (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)
Parlament: Die Zusammensetzung der Kommissionen
Das Bundeshaus hat die neue Zusammensetzung der parlamentarischen Kommission publiziert.
ko-zusammensetzung.pdf (application/pdf-Objekt)
VPS-Horizonte: Die Trends von gestern
PW. Zu ihrer diesjährigen Einladungsveranstaltung «Horizonte & Trends» hat der Verlag VPS zwei in die Jahre gekommene «68er» eingeladen. Thomas Held, Direktor von avenir suisse, bekennender Konvertit zum marktwirtschaftlichen Glauben sowie Thomas Heilmann vom denknetz und unbeirrter Anhänger linken Gedankenguts. In einzelnen Punkten durften beide Referenten durchaus mit Zustimmung der Zuhörer rechnen, etwa wenn Held bemängelte, dass die grossen demografischen Herausforderungen in der Schweiz noch kaum andiskutiert würden oder wenn Heilmann das BVG als «gesetzgeberisches Monster» bezeichnete. Wenn es aber um die praktischen Vorschläge ging, wurden von ihnen Positionen eingenommen, die wohl nicht einmal mehr als Provokation dienen können. Held zauberte die uralt Forderung nach freier Pensionskassenwahl aus dem Hut, Heilmann entwickelte die Idee eines Fonds für nachhaltige Anlagen, notabene mit (staatlicher?) Zinsgarantie. Beides keine Themen, welche eine intensivere Diskussion auslösen könnten und wohl weder neue Horizonte noch aktuelle Trends aufzeigen.
Die Erwerbsbeteiligung der Frauen in der Schweiz: Teilzeitarbeit und familienbedingte Rückzüge
Der Bericht des Bundesamts für Statistik (BFS) zur Gleichstellung von Frau und Mann im internationalen Vergleich zeigt für die Schweiz ein gemischtes Bild. Die in der Schweiz relativ hohe Erwerbsquote der Frauen ist unter anderem auf einen hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigten zurückzuführen. Eine weitere Besonderheit in der Schweiz ist der vorübergehende Rückgang der Erwerbsquote bei den Frauen in der Phase der Familiengründung. Dieser Knick ist in anderen Ländern weniger deutlich erkennbar.
www.news.admin.ch
Aufsicht: Erste Schritte zur Regionalisierung in der Westschweiz
Wie am Rande der ASIP-Mitgliederveranstaltung zu erfahren war, wurden nun auch in der Westschweiz in Sachen Regionalisierung der Aufsicht erste Schritte eingeleitet. Die Kantone Genf, Waadt und Neuenburg haben dazu Gespräche aufgenommen. Auslöser bildete offenbar der Rücktritt von Carla Renzi von der BVG-Aufsicht im Kanton Genf. Nachdem die Ostschweizer Aufsicht auf 1. Januar ihre Tätigkeit aufgenommen hat und auch in der Nordwestschweiz ( Basel-Stadt, Baselland und Solothurn) Abklärungen im Gange sind, dürfte die Regionalisierung der Aufsicht sich endgültig durchgesetzt haben und der Strukturreform in dieser Frage im Parlament kaum mehr Widerstand erwachsen.
Vital Stutz verlässt Angestellte Schweiz
Der bisherige Geschäftsführer der Angestellten Schweiz, Vital G. Stutz, wird sich beruflich neu orientieren und verlässt den Verband auf Mitte 2008. Stutz hat den Verband Angestellte Schweiz seit 1995 wesentlich geprägt, wie es in der Mitteilung des Verbands heisst. Angestellte Schweiz ist seit 2006 eine Mehrbranchen-Arbeitnehmerorganisation, die aus den Verbänden Angestellte Schweiz VSAM (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) und VSAC (Chemie und Pharmaindustrie) hervorgegangen ist. In den letzten zehn Jahren konnte ein Zuwachs von nahezu 25 Prozent auf heute rund 25 000 Mitglieder erreicht werden. Ein neuer Geschäftsführer wird noch gesucht. Die operative Geschäftsführung übernimmt ad interim Thomas Feierabend mit Kadermitgliedern der Geschäftsstelle.
Vital Stutz engagiert sich in diversen Funktionen für die berufliche Vorsorge. Er ist Präsident des Stiftungsrats des Sicherheitsfonds BVG, Arbeitnehmervertreter im Stiftungsrat der Auffangeinrichtung und Mitglied der BVG-Kommission. Er ist auch Mitglied des Verwaltungsrats der Suva sowie in weiteren Gremien vertreten.
Angestellte Schweiz – Mitteilung
PKRück: Hanspeter Tobler neuer CEO
Die Lebensversicherungsgesellschaft PKRück hat Hanspeter Tobler zum neuen operativen Leiter (CEO) ernannt. Tobler ist seit Mai 2007 als Mitglied der Geschäftsleitung bei der PKRück tätig. Er übernimmt per 1. Januar 2008 die operative Leitung der Gesellschaft von Peter Eugster, der zukünftig als Verwaltungsrat für die Unternehmensentwicklung und Strategie verantwortlich sein wird. Hanspeter Tobler ist Aktuar SAV und Vizepräsident der Schweizerischen Aktuarvereinigung (SAV). Mitte 2002 wurde ihm die Verantwortung für das Life & Health Geschäft von Swiss Re in den nordischen Ländern, Zentral- und Osteuropa und im östlichen Mittelmeerraum übertragen.
Mitteilung PKRück
SGK-S berät bundesrätliche Botschaft zur Strukturreform
Die Sozialkommission des Ständerates hat an ihrer Sitzung vom 9.1.08 die Botschaft zur Strukturreform beraten. in der Medienmitteilung heisst es dazu: » Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen bildete die Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Strukturreform, 07.055 s). Diese schlägt eine Stärkung der Aufsicht durch Kantonalisierung der direkten Aufsicht sowie eine Stärkung der Oberaufsicht durch Schaffung einer eidgenössischen Oberaufsichtskommission vor. Ausserdem sollen zusätzliche Verhaltensregeln für die Verwaltung von Vorsorgeeinrichtungen geschaffen werden, wie sie auf dem Hintergrund der Vorgänge rund um die Fusion von Swissfirst mit der Bank am Bellevue im Herbst 2005 allerseits gefordert wurden. In diesem Zusammenhang wird die Kommission auch Teil 3 des Publica-Gesetzes (Bundesgesetz über die Pensionskasse des Bundes. Totalrevision, 05.073 n) beraten, der die Offenlegungspflicht der mit der Anlage und Verwaltung von Vorsorgevermögen betrauten Personen betrifft. Die Diskussion um eine Offenlegungspflicht analog den Regeln im Bankenwesen hatte sie erstmals am 8./9. Januar 2007 geführt, nachdem diese Frage aus der Beratung des Publica-Gesetzes herausgenommen und in einen Teil 3 verschoben worden war. Die Kommission ist auf die Vorlage eingetreten und wird an ihrer Sitzung vom 18. Februar 2008 Anhörungen durchzuführen.»
PW. Es wäre an dieser Stelle ein weiteres Mal die Frage zu stellen, was die SGK mit den «Vorgängen rund um die Swissfirst» überhaupt meint und wer «allerseits» ist, der die Verhaltensregeln fordert?
Medienmitteilung SGK-S
ASIP: Bestandesaufnahme zum Jahresbeginn
Die bereits zur Tradition gewordene Mitgliederveranstaltung des ASIP zum Jahresbeginn hat auch heuer wieder prominente Vertreter (fast) aller massgeblicher Akteure versammelt, die eine Vorschau über das «neue Vorsorgejahr» gaben. Versammelt waren Politik (SR Egerszegi), Sozialpartner (Nova und Daum), Aufsicht (Ruggli) sowie natürlich auch der organisierende Verband (Konrad).
Einzelne Statements liessen Ziel und Absichten bei der Behandlung anstehender Probleme durch die diversen Interessenvertreter abschätzen. Christine Egerszegi betonte, der Umwandlungssatz müsse gesenkt werden, schon 85 sei er zu tief angesetzt worden, es dürfe aber keine Senkung auf Vorrat geben (was wohl heisst, dass der Gesetzgeber die Forderungen der Assekuranz ablehnen soll). Sie rollte auch nochmals die epische Auseinandersetzung um die Legal Quote auf, und meinte (und widersprach damit den Erkenntnissen der GPK), dass das Parlament das Nettoprinzip gewollt habe.
Colette Nova betonte mit Blick auf die anstehende Strukturreform, dass Firstswiss das weitaus grössere Problem darstelle als Swissfirst, was aber bei der Presse offensichtlich anders gesehen worden sei. Es habe einigen Aufwand erfordert, um die hyperventilierenden Medien wieder zu beruhigen. Lobend äusserte sie sich über die Pensionskassen, welche die Anforderungen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben bemerkenswert gut gemeistert hätten. Ihre Erwartungen und Forderungen für 2008 hingegen liessen sich auf den einfachen Nenner bringen, dass die Erwartungen der Versicherer nicht erfüllt würden.
Thomas Daum nahm das Stichwort auf und betonte, dass es wenig Sinn habe, dauernd auf die Versicherer zu schiessen. Mit Blick auf die vielkritisierte Vorschriftenflut vertrat er eine differenzierte Meinung. Die «Milizler» (welche als Stiftungsräte die obersten Organe unserer Kassen bevölkern) wollten eine möglichst präzise Umschreibung ihres Ermessensspielraums, damit sie diesen auch wirklich nutzen können. Ebenso wie Nova vor ihm kritisierte er die Absicht das Bundesrates, die öffentlichen Kassen innert 30 Jahren zur Ausfinanzierung zu zwingen. Damit überschreite der Bund seine Kompetenzen. Er griff zudem das heikle Thema der Rentnergarantien auf. Rentner dürften nicht unter Heimatschutz gestellt werden. Allerdings gebe es auch keine Patentrezepte, wie sie an der Verantwortung für die PKs beteiligt werden könnten.
Christina Ruggli listete alle die Neuerungen auf, mit denen die Kassen zum Jahresbeginn konfrontiert sind. Und brach dabei natürlich eine Lanze für die neue Struktur der Aufsicht, wie sie vom Bundesrat angepeilt wird. Zum Thema «Retros» machte sie deutlich, dass jede Regelung, welche nicht auch die «Geberseite» miteinbezieht, nur bedingt wirksam sein könne. Ihre Wünsche brachte sie auf die Formel, man möge in Bern die 2. Säule auch einmal in Ruhe lassen und versuchen, die Gesetzesflut einzudämmen. Die Zeit der Konsolidierung sei gekommen.
Hanspeter Konrad, der sich für den erkrankten Christoph Ryter äusserte, war nach den vielen Kritiken, welche von allen Seiten immer wieder am «Neuen BVG»geäussert werden, bemüht, dessen Meriten ein weiteres Mal zu betonen. Trotz aller «harrschen» Worte werde der Verband daran festhalten. Es sei dies ein langfristiges Unterfangen, dass die Marschrichtung für die dauernden Revisionen vorgeben könne. Wenig freundlich äusserte er sich hingegen zu den Verfechtern, welche einen Ausbau der AHV als Ersatz für das BVG-Obligatorium vorschlügen. Dabei fiel gar das arge Wort der «Brunnenvergifter». An die Presse war der Wunsch gerichtet, die «Skandalisierung» der 2. Säule zu unterlassen. Ob’s etwas nützt?
Die ppt-Files zu den Referaten können von der Website des ASIP herunter geladen werden.


