Der Präsident des SVV und Verwaltungsratspräsident der Helvetia, Erich Walser, legte an einer Medienveranstaltung des Schweiz. Versicherungsverbandes dar, die meisten Unternehmen der Branche seien aus verschiedenen Gründen diesmal nicht in jene Falle getreten, die ihnen im Zeitraum 2001–2003 einen substanziellen Aderlass beschert hatte.
Medien
NZZaS: Gemini-Untersuchungsbericht für Januar versprochen
Die NZZ am Sonntag zitiert in einem Artikel über die Gemini-Sammelstiftung den mit der Untersuchung der Vorfälle beauftragten Basler Anwalt Christoph Degen mit der Aussage über den Stand der Arbeiten. «Wir haben eine sehr umfangreiche und vertiefte Untersuchung vorgenommen.» Dabei stütze man sich auf bereits vorhandene Dokumente wie auch auf eigene Abklärungen. Nun sei man aber weit fortgeschritten: «Wir werden noch im Januar dem Bundesamt einen Entwurf unseres Untersuchungsberichtes zustellen.» Zitiert wird auch der neue SR-Präsident der Gemini, Hans Ender, zur Gemini Personalvorsorge AG. «Ein Kauf der Gemini Personalvorsorge ist vertraglich zugesichert, wäre aber nicht mehr nötig, wenn die Entschädigungen direkt erfolgen würden. Wir müssen lediglich dafür sorgen, dass den Versicherten jenes Geld ausbezahlt wird, das ihnen zusteht». Laut NZZaS wird die Gemini in den nächsten Tagen von der Gemini Personalvorsorge AG eine Teilzahlung der 5 Mio. Fr. fordern, welche vom Versicherer an diese geflossen sind.
SonntagsZeitung: Ungenügende Kapitalerträge für die garantierten Renten
Meinrad Ballmer ruft in der SonntagsZeitung den Lesern vor dem Hintergrund der herrschenden Krise auf den Finanzmärkten diverse unangenehme Fakten in Erinnerung: die politisch gesetzten technischen Parameter in der beruflichen Vorsorge stimmen nicht mit den Realitäten überein, die Zeche bezahlen müssen die Aktiven, welche die bei der Pensionierung entstehenden Finanzierungslücken decken müssen. Die aktuelle Börsenentwicklung hat diese Tendenz noch verschärft.
Ballmer schreibt: In den letzten Wochen mussten die Pensionskassen an den Börsen massive Verluste einstecken. Seit Mitte Juli 2007, als die Kreditkrise ausbrach, haben die Vorsorgeeinrichtungen über 30 Milliarden verloren. Damit die PK ihre Verpflichtungen erfüllen können, müssen sie auf den Vorsorgegeldern der Aktiven 3,3 Prozent, auf den Kapitalien der Rentner sogar mindestens 4,5 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaften. Fast alle PK verdienten deutlich zu wenig, andere haben gar nichts verdient oder fuhren happige Verluste ein. Auch der AHV-Fonds erreichte im letzten Jahr beim Anlageergebnis nur eine rote Null.
In den letzten Wochen sind auch die Kapitalmarktzinsen drastisch gefallen. Inzwischen liegt die Rendite fünfjähriger Bundesobligationen wieder unter 2,4 Prozent. Das verschärft ein seit langem ungelöstes Problem: Die Pensionskassen rechnen in ihren Kalkulationen mit Renditen, die sich mit sicheren Anlagen am Markt gar nicht erzielen lassen. «Die falschen Rechnungsgrundlagen verschleiern seit mehr als zehn Jahren die zunehmende Aushöhlung der beruflichen Vorsorge», kritisiert Finanzmarktprofessor Martin Janssen.
Bei Renten, die zu den heute geltenden Bedingungen neu zu laufen beginnen, entstehen den Pensionskassen Deckungslücken in der Höhe von 17 bis 23 Prozent des vorhandenen Altersguthabens. Der Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Yves Rossier, sagt dazu: «Es wäre richtig, vernünftig und notwendig, die Rentenumwandlungssätze auf 6,4 Prozent zu senken, wie das der Bundesrat dem Parlament beantragt hat.»
Treuhänder: Die Fachrichtlinien der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten
Die von der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten erlassenen Fachrichtlinien ergänzen und konkretisieren die gesetzlichen Bestimmungen der Aufgaben des Experten für berufliche Vorsorge. Sie werden jeweils zu Einzelthemen erlassen. Aktuell sind gemäss Darstellung von Parick Spuhler drei Fachrichtlinien in Kraft sowie zwei in Ausarbeitung:
- FRP 1: Deckungsgradberechnung gemäss der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVVZ) Art. 44 BVV2 (13. 3. 2006);
- FRP 2: Vorsorgekapitalien und technische Rückstellungen (13. 3. 2006);
- FRP 3: Teilliquidation (23. 1. 2007);
- FRP 4: Sicherheit gemäss Art. 53 Abs. 2 a BVG (offen);
- FRP 5: Technischer Zinssatz (offen).
Treuhänder – Der Schweizer Treuhänder – L’Expert Comptable Suisse
NZZ: Steigende Sozialausgaben
Viele Sozialversicherungen konnten in jüngster Zeit wieder mit positiven Ergebnissen aufwarten. Die Zahl der IV-Neurenten ist rückläufig. Die Einnahmen der AHV übertrafen die Ausgaben um fast 3 Milliarden Franken. Die Krankenkassenprämien steigen nächstes Jahr im Durchschnitt nur um 0,5 Prozent. Ein etwas anderes Bild vermittelt die soeben erschienene Sozialversicherungsstatistik 2007. Das auf 260 Seiten ausgebreitete Zahlenmaterial bildet für die 10 Sozialversicherungen die relevanten Trends ab und relativiert einmalige Ausschläge, die in der Politik oft unter- oder überbewertet werden.
Steigende Sozialausgaben (Schweiz, NZZ Online)
Soziale Sicherheit CHSS 6/2007: Umsetzung 5. IV-Revision
Die Ausgabe 6/2007 der Zeitschrift «Soziale Sicherheit CHSS ist schwerpunktmässig der 5. IV-Revision gewidmet. Der Inhalt kann mit unten stehendem Link herunter geladen werden.
BSV – Soziale Sicherheit CHSS 6/2007: Umsetzung 5. IV-Revision
SPN: Feiert mit Nr. 6 ihr "Einjähriges"
Die SPN Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten können mit Ausgabe Nr. 6 «Winter 2007» ihr einjähriges Bestehen feiern. Zentrales Thema bildet das ALM. Daneben äussern sich in diversen Beiträgen u.a. Prof. Zimmermann über «Illusionen der kapitalgedeckten Vorsorgesysteme» und Marcel Berlinger von der ASGA über seine Kasse.
Winter 2007 – Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten
IPE: Swiss funds to get governance index
Swiss Pensionskassen are not as bad as their reputation, according to Andreas Zingg, a researcher at the university of St. Gallen who is looking into pension fund governance.
Zingg – who working at the institute for banks and insurances at the university, headed by professor Manuel Ammann – has launched a survey of Pensionskassen to investigate various aspects of administration, decision-making and communication.
Swiss funds to get governance index , Meldung Vorsorgeforum
Schweizer Personalvorsorge: Kollektivversicherung
Die Schweizer Personalvorsorge Nr. 12-07 beschäftigt sich mit dem Thema «Kollektivversicherung». Ausgehend von der Tatsache, dass rund die Hälfte der Destinatäre in der 2. Säule bei Sammelstiftungen versicherten sind, sollen die damit verbundenen Fragen vertieft behandelt werden, wobei hier die Lösungen und Probleme der Assekuranz im Vordergrund stehen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass nach einhelliger Ansicht die Pensionskassen sehr viel grössere Reserven anlegen müssten, wenn auch für sie der neue Solvency-Test zur Anwendung gelangen würde, wie dies (und auch in der EU) bereits vorgeschlagen wurde. Allerdings lässt Olivier Deprez in einem Interview durchblicken, dass in einer «abgespeckten» Form der SST auch für die Vorsorgeeinrichtungen durchaus Sinn machen und das Bewusstsein für die bestehenden Risiken stärken könnte. Die Frage wird gegenwärtig von einer Arbeitsgruppe der Experten-Kammer behandelt.
Schweizer Personalvorsorge / Prévoyance Professionnelle Suisse
Stocks: Frohe Botschaft fürs Alterssparen
Strukturierte Produkte in der steuerbegünstigten Vorsorge werden 2008 einen Innovationsschub erleben, wie die «Stocks»-Umfrage zeigt.
Verlagsgruppe Handelszeitung
BSV Mitteilungen zur Beruflichen Vorsorge Nr. 103
Die Mitteilungen über die berufliche Vorsorge Nr. 103 des BSV behandeln u.a. Fragen der Säule 3a; die neue AHV-Nummer; für die BV wichtige Änderungen der AHV-Verordnung; das Kreisschreiben Nr. 17 der EStV zur WEF. Stellungnahmen werden abgegeben zu den Sollzinsen auf dem Vorbezug für den Erwerb von Wohneigentum und zur Weiterversicherung in der Säule 3a. Hinzu kommt die Behandlung diverser Rechtsfälle. Festgehalten wird, dass die Grenzbeträge in der BV für 2008 keine Änderung erfahren.
BSV – Berufliche Vorsorge und 3. Säule – Aktuell, Mitteilungen Nr. 103
BSV Mitteilungen zur Beruflichen Vorsorge Nr. 103
Die Mitteilungen über die berufliche Vorsorge Nr. 103 des BSV behandeln u.a. Fragen der Säule 3a; die neue AHV-Nummer; wichtige, für die BV wichtige Änderungen der AHV-Verordnung, das Kreisschreiben Nr. 17 der EStV zur WEF. Stellungnahmen werden abgegeben zu den Sollzinsen auf dem Vorbezug für den Erwerb von Wohneigentum und zur Weiterversicherung in der Säule 3a. Hinzu kommt die Behandlung diverser Rechtsfälle. Festgehalten wird, dass die Grenzbeträge in der BV für 2008 keine Änderung erfahren.
BSV – Berufliche Vorsorge und 3. Säule – Aktuell, Mitteilungen Nr. 103
Ulrich Grete plädiert für Volkspension
In einem Interview mit der NZZ spricht sich der scheidende Präsident des AHV-Ausgleichsfonds, Ulrich Grete, für die Abschaffung der obligatorischen 2. Säule aus. Deren Aufgabe sollte nach seiner Meinung durch die AHV übernommen werden. Die AHV-Mindestrente könnte damit auf 3000 Fr. erhöht und gleichzeitig die jetzt freiwillige berufliche Vorsorge von vielen einschneidenden Vorschriften befreit werden.
Grete argumentiert in der NZZ u.a. wie folgt:
«Das System der obligatorischen Altersvorsorge muss als Ganzes den heutigen und zukünftigen Strukturen entsprechen und sollte dem Ziel genügen, im Alter eine wirklich den Existenzbedarf sichernde Rente zu leisten. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge kommt es immer häufiger vor, dass die angesparten Kapitalien nicht rentendeckend sind. Gesprochene Renten müssen zum Teil aus den Prämien der Erwerbstätigen bezahlt werden. Verantwortlich dafür sind die politisch definierten Eckwerte – ein zu hoher Umwandlungssatz und ein zu hoher Mindestzins – und der Staat, der seine Beiträge an öffentlichrechtliche Pensionskassen nicht laufend voll bezahlt hat. Zudem gibt es in der beruflichen Vorsorge einen Teil, der wie die AHV obligatorisch ist, und einen überobligatorischen Teil. Ich finde es nicht sinnvoll, gleichzeitig zwei verschiedene obligatorische Vorsorgesysteme zu haben. Die Versicherten zahlen die Betriebskosten doppelt. Das müsste nicht nötig sein.»
«Die Einnahmen der AHV müssten erhöht werden, dafür fielen die BVG-Beiträge für tiefere Einkommen und Einkommensteile bis etwa 45 000 Franken pro Jahr und die Ergänzungsleistungen weg. Heute sind bereits Jahreseinkommen ab 19 000 Franken BVG-pflichtig, obwohl Löhne in dieser Höhe nur zu einer geringen Pensionskassenrente führen. Das ist ein Unsinn.»
«Die berufliche Vorsorge, die nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanziert sein sollte, funktioniert heute schon zum Teil auch nach dem Umlageverfahren. Seit mehr als zehn Jahren wird das System der Kapitaldeckung der Renten schleichend korrumpiert. Alle Politiker und alle Verbände wissen genau, dass der Umwandlungssatz von 7,2 Prozent, der jetzt auf 6,8 oder 6,4 Prozent gesenkt werden soll, eigentlich 5,6 Prozent betragen müsste. Aber es fehlt der Mut, dafür einzustehen. In einer freiwilligen beruflichen Vorsorge würden die Stiftungsräte diese Sätze selbst bestimmen. Vor allem die jüngere Belegschaft könnte sich gegen unrealistische Versprechen wehren. Dadurch könnte die berufliche Vorsorge wieder zu einem echten Kapitaldeckungsverfahren zurückkehren.»
Axa Winterthur: Vorsorge 03_07
Nr. 3 (2007) des Magazins «Vorsorge» von Axa Winterthur beschäftigt sich mit dem Thema «Leistung» aus unterschiedlichen Perspektiven. So wird u.a. gefragt «Wieviel Leistung will der Kunde?» oder «Lohnt sich Leistung in der Schweiz?» Erläutert wird aber auch, wie ein PK-Ausweis zu lesen ist.
pdf-vorsorge_2007-3.pdf (application/pdf-Objekt)
NZZ: Legalquote – GPK verlangt Präzisierungen
Für die nationalrätliche Geschäftsprüfungskommission (GPK) widersprechen die vom Bundesrat und von der Verwaltung erlassenen Vorschriften zur Gewinnausschüttung der Lebensversicherungen dem Willen des Gesetzgebers nicht. Allerdings habe das Parlament die sogenannte Mindestquote seinerzeit nicht klar genug umschrieben. Aus den im Bericht zitierten Materialien lässt sich nicht eindeutig rekonstruieren, ob nun 10 Prozent des Nettoergebnisses oder 10 Prozent des Gesamtertrags an die Versicherungen auszuschütten sind, schreibt die NZZ.
