In der Handelszeitung wurde Sarasin-Konzernchef Strähle nach den Plänen der Bank im Pensionskassengeschäft befragt:
Sie haben die Bank Sarasin klar aufs internationale Private Banking
ausgerichtet. Wann verkaufen Sie das Pensionskassen-Geschäft? Das wäre der nächste logische Schritt …
Strähle: Da bin ich anderer Ansicht. Das institutionelle Geschäft bietet insbesondere im Asset Management viele wertvolle Synergien, vor allem aber auch ein sehr interessantes Wachstumspotenzial. So entstehen auch in den Schwellenländern immer mehr Pensionskassen. Hinzu kommt, dass wir sehr stark im Bereich der nachhaltigen Anlagen tätig sind. Das ist gerade für institutionelle Investoren ein zentrales Thema. Trotzdem haben Sie im Januar Teile des Brokerage-Geschäfts veräussert, das auch auf institutionelle Kunden ausgerichtet war.

Im Zentrum der neusten Ausgabe der «Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten» steht das Thema «Retrozessionen» und die neuen Regelungen, welche einerseits mit den Weisungen des BSV an die ihm in der Aufsicht unterstellten Pensionskassen sowie mit der geplanten «Strukturreform» verbunden sind. Ueber das Ausmass dieser Retros bestehen allerdings bloss Vermutungen und auch ihre Verwendung ist nirgends statistisch erfasst. Das gibt Raum für gewagte Spekulationen – und Anschuldigungen. Auf der Website der SPN wird die Summe auf jährlich «knapp 1 Mrd. Franken» geschätzt, in einem Interview mit Marco Betti (PK-Berater) geht dieser von einem Betrag von «500 bis 600 Mio. Franken» aus, verbunden mit der Vermutung, dass diese bei den Vermögensverwaltern verbleiben. Man wünschte sich, eine solche Aussage würde etwas präziser belegt und nicht bloss mit Angaben über «typische Retrozessionen in Höhe von 5 bis 30 Basispunkten». Zumindest die grossen Pensionskassen haben heute bereits klare Regelungen bezüglich der Verwendung solcher Gelder. Zweifellos wird der Zwang zu mehr Transparenz die Finanzbranche in der Schweiz ebenso betreffen wie die Vorsorgeeinrichtungen.
Die Oktober-Ausgabe 2007 von IPE beschäftigt sich intensiv und in mehreren Artikeln mit der BV in der Schweiz. Zur Sprache kommen die Neuregelung der Aufsicht (vor dem Hintergrund von «Swissfirst»), die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Kassen, der Mindestzins, Anlagevorschriften und Anlagestiftungen sowie die Chancen ausländischer Anbieter als Vermögensverwalter. 
Nur eine Woche, nachdem Blick und Sonntagsblick sich bei Thomas Matter für die Angriffe im Rahmen der Swissfirst-Berichterstattung entschuldigten, folgte nun die Entschuldigung an die Adresse von Jürg Maurer, Anlagenverantwortlicher bei der Rieter-Pensionskasse, der während Wochen vom Blick als «frechster Pensionskassenverwalter» durch den Sumpf gezogen wurde. Der Blick hält fest: «Es gibt keinen Anlass, Jürg Maurers Qualitäten als Portfolio-Manager der Rieter-Pensionskasse in Frage zu stellen und ihm dubioses oder fragwürdiges Verhalten vorzuwerfen sowie ihn als frechsten Pensionskassenverwalter der Schweiz zu bezeichnen. Unzutreffend waren vor allem die Unterstellungen, Jürg Maurer habe sich zu Lasten der Rieter-Pensionskasse oder des Volksvermögens persönlich bereichert oder sein Vermögen auf dubiose Art erwirschaftet».