Mercer wurde bei den „IPE Awards“ zum Vorsorgeberater des Jahres 2008 gewählt. Die Leser der Zeitschrift Investment and Pensions Europe (IPE) wählten Mercer zum Gewinner des Gold-Awards für die beste Beratungsleistung. Der Preis in der Kategorie „Berater“ wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Mit der jährlichen Verleihung dieses Preises will IPE in der Verwaltung der Pensionskassen in Europa den Branchenmassstab für exzellente Leistungen setzen.
Aktuarielles
Hewitt: Vorsorgeeinrichtungen in der aktuellen Finanzkrise
«Die Vermögensverluste haben in den letzten Wochen das finanzielle Gleichgewicht von Vorsorgeeinrichtungen erheblich beeinträchtigt. Die obersten Führungsorgane und Geschäftsleitungen sind deshalb zurzeit aufgefordert, die Auswirkungen der Finanzkrise auf die eigene Pensionskasse zu ermitteln und bei den Beschlussfassungen in den nächsten Wochen zu berücksichtigen», schreibt Hewitt in einer Medienmitteilung.
Hewitt
Futuristischer Beitrag zur Umwandlungssatz-Debatte
Sieben Verschleissstellen hat Aubrey de Grey beim Menschen identifiziert: Vom Zerfall von Zellen bis zur Anhäufung von schädlichem Abfall in ihrem Inneren. Gelingt es, die daraus resultierenden Schäden zu beheben, gibt es laut Aubrey de Grey keinen Grund, warum der Mensch nicht ewig leben sollte. De Greys Vertrauen in den Fortschritt der Wissenschaft ist unerschütterlich: «Die Chance beträgt 50 zu 50, dass wir in 25 Jahren all diese Reparaturmechanismen gleichzeitig beherrschen», sagt er. Gegenüber der BBC hat er einmal erklärt, der erste Mensch, der 1000 Jahre alt werde, sei heute bereits 60.
NZZamSonntag
Erich Peter: Das IKS in der beruflichen Vorsorge
«Art. 728 a Obligationenrecht (OR) – in Kraft seit 1. Januar 2008 – verlangt, dass die Revisionsstelle bei Aktiengesellschaften unter anderem auch die Existenz eines internen Kontrollsystems (IKS) prüft und bestätigt. Diese Bestimmung ist auf Vorsorgeeinrichtungen nicht anwendbar. Entsprechend kann auch der neue Prüfungsstandard (PS) zur Prüfung der Existenz des IKS (PS 890) auf Vorsorgeeinrichtungen nicht unbesehen angewendet werden. Daraus zu schliessen, dass Vorsorgeeinrichtungen deshalb über kein System interner Kontrollen verfügen müssen, wäre hingegen falsch», schreibt Erich Peter, Chef des Amts für Berufliche Vorsorge des Kt. Zürich in einem Beitrag im Treuhänder 09/2008.
Und als Fazit hält er folgerichtig fest, dass sowohl registrierte wie nicht registrierte Vorsorgeeinrichtungen «über ein geeignetes System interner Kontrollen verfügen (müssen), da dies zwingend zu einer sachgemässen Organisation gehört. Die sachgemässe Organisation ist als Teil der rechtmässigen Geschäftsführung von der Revisionsstelle zu prüfen und in der Bestätigung der Rechtmässigkeit der Geschäftsführung enthalten.» Womit offenbar die fehlende gesetzliche Vorschrift wettgemacht wäre.
Beitrag Treuhänder
Treuhänder: ALM-Studien bei Vorsorgeeinrichtungen


Asset und Liability Management (ALM) bei Vorsorgeeinrichtungen ist zurzeit aufgrund der geplanten gesetzlichen Änderungen (Strukturreform) in aller Munde. Der Beitrag im Treuhänder 09/2008 von Ludmila Bertschi, Peter Zanella und Nathalie Munaretto (Watson Wyatt) schafft einen Überblick über die in der Praxis angewandten ALM-Modelle. Zudem wird den Pensions- kassenverantwortlichen eine Checkliste als Instrument zur Überprüfung und Verifizierung von ALM-Studien in die Hand gegeben.
Die drei Autoren verweisen in ihrem Beitrag aber auf damit verbundene Probleme. Sie halten fest: «Die in der Praxis erstellten ALM-Studien variieren stark in Abhängigkeit vom Anlass, der Pensionskasse und dem jeweiligen Anbieter. Eine Verifizierung und Überprüfung einer ALM-Studie ist nur möglich, wenn das verwendete ALM-Modell, die verwendeten Parameter und Grundlagen, sowie die Berechnungsmethode in der Studie offengelegt werden. Es wäre wünschenswert, wenn ein Fachgremium, im Sinne einer Selbstregulierung, verbindliche Vorgaben zur Offenlegung herausgeben würde.»
Treuhänder
Times: "When it doesn’t pay to be old and affluent"
Pension savers who live in wealthy neighbourhoods could lose thousands of pounds of retirement income after a move by one of the country’s biggest insurers. Prudential has joined Norwich Union and Legal & General in calculating annuity rates according to where you live, because people in affluent areas tend to live longer. Advisers say that Prudential has gone a step further than its rivals with potentially bigger cuts to income.
Retirees with a postcode that places them in an affluent area such as Kensington or Wandsworth in west London, Roger-stone near Newport, or Saffron Walden in Essex are likely to see their incomes drop by up to an estimated 5%. According to its figures, a single man of 60 living in Kensington would receive £6,721 a year from a £100,000 fund under the new regime, compared with an annual payment of £7,181 for a man in the same circumstances but living in Dundee and a current rate of £6,881.
Times online
Tribune: Un expert genevois prescrit un remède de cheval
L’an prochain, la rémunération minimale des avoirs vieillesse liés à la part obligatoire de la prévoyance professionnelle subira probablement une baisse. André Reuse, de LPP Gestion SA, propose même sa suppression.
Tribune de Genève: Comment justifier la fin d’une rémunération minimale?
Reuse: Si je recommande la suppression d’un minimum légal, cela ne signifie pas qu’il ne faut pas rémunérer les avoirs vieillesse. Au contraire! En allégeant les contraintes imposées aux gestionnaires d’actifs, leurs performances seront optimisées d’office. Du coup, les rémunérations s’avéreront nettement supérieures à tous les minima légaux. D’autant plus que le 0% renforcera la concurrence entre les assurances. Commercialement elles ne pourront plus se référer à un quelconque minimum légal.
Tribune de Genève
NZZ: Diskussion um Sterbetafeln bei Pensionskassen
Ein Referat von Olivier Deprez an der diesjährigen AWP-Tagung war Anlass zu einem Beitrag in der NZZ über Bedeutung und Konsequenzen der von den Pensionskassen verwendeten Sterbetafeln. Pensionskassen wenden heute die sogenannten Perdiodentafeln, welche die dynamische Entwicklung der Sterblichkeit der Versicherten nicht berücksichtigen. Zur Korrektur werden laufend Rückstellungen vorgenommen, welche aber nur die bereits aufgelaufene Zunahme der Lebenserwartung berücksichtigen. Von einzelnen Experten wird deshalb der Wechsel zu Generationentafeln empfohlen, auch vom Büro Deprez, das im Artikel zitiert wird. Etwas irreführend sind Titel und Lead des Beitrags, welche die Problematik in ein falsches Licht stellen. Die eigentlichen Ausführungen zeigen aber anschaulich die Problematik auf, der sich die Vorsorgeeinrichtungen gegenüber sehen und welche Lösungsmöglichkeiten heute auch aufgrund der zur Verfügung stehenden elektronischen Datenverarbeitung gegeben sind.
Beitrag NZZ
Erich Peter, Lukas Roos: Technische Rückstellungen aus rechtlicher Sicht

Im Beitrag des Treuhänders (Ausgabe 7/8 2008) von Erich Peter und Lukas Roos (Zürcher BVG-Aufsicht) werden die Zulässigkeit technischer Rückstellungen beleuchtet; Grundlagen und Fundstellen werden genannt, und es wird auf Bundesgerichtsentscheide verwiesen. Zudem geben die Autoren Erläuterungen zum Rückstellungsreglement und befassen sich mit der Überprüfung konkreter Rückstellungen im Rahmen einer Teilliquidation.
Unter anderem wird festgehalten: Grundsätzlich dürfen technische Rückstellungen nur für künftige Leistungspflichten vorgesehen werden. Für freiwillige Leistungen sind sie nur dann zulässig, wenn die entsprechenden Leistungen mit einer gewissen Regelmässigkeit erbracht werden. Andere technische Rückstellungen sind nicht zulässig. Im Fall einer Teilliquidation sind bestehende technische Rückstellungen nach Art und Umfang auf ihren Bedarf zu überprüfen. Nicht mehr benötigte Rückstellungen sind aufzulösen. Allenfalls sind zusätzliche Rückstellungen zu bilden, wenn dies aufgrund der veränderten Risikostruktur der Vorsorgeeinrichtung notwendig ist. Solche Rückstellungen bedürfen keiner Grundlage im Rückstellungsreglement.
Beitrag im Treuhänder 7/8 2008
Le Temps: "La fixation du taux minimal du 2e pilier fâche tout le monde"
Premier constat, si le taux minimal retenu est de 2%, il couvrira à peine l’inflation. Il sera en outre de 1,2 point (120 points de base!) inférieur au taux actuel des emprunts à 10 ans de la Confédération, placement réputé sans risque. Quant aux 2,75% offerts cette année, ils ne devraient permettre qu’un maigre rendement réel de 0,25%, car le renchérissement moyen devrait être de 2,5%.
Cette prudence apparaît donc extrême, du moins de prime abord. Parmi les experts en caisse de pension, personne ne remet en effet fondamentalement en cause le fait que les marchés financiers ne permettent en principe pas de donner plus que les taux prévus cette année.
Jacques de Saussure: «Il est plus facile de niveler le rendement par le bas»
Le Temps: Faut-il supprimer le taux minimal?
Jacques de Saussure, associé de Pictet & Cie: Le défaut du système, tel que je le comprends, est que ce taux minimal est valable pour tous et qu’il ne doit pas poser de problème. Si l’Etat impose un minimum, celui-ci ne peut pas être ambitieux et doit tenir compte du fait que certaines caisses peuvent être moins bonnes que la moyenne. Il est plus facile de demander un rendement un peu trop bas plutôt que de risquer de voir un petit pourcentage de caisses devant faire l’objet d’un assainissement. Par conséquent, on nivelle par le bas. Et par là, on induit un comportement peu ambitieux des acteurs. C’est cela qui est un peu dommage.
Réforme totale proposée
«Il faut entièrement revoir le système des retraites», estime Ulrich Grete, qui officiait jusqu’à fin 2007 comme président du Fonds de compensation de l’AVS. Partant du constat que la rente assurance vieillesse moyenne est actuellement de moins de 2000 francs par mois, il remarque que de nombreuses personnes âgées ne disposent aujourd’hui pas du minimum vital, évalué à 3000-3300 francs par mois. Et cela même avec le complément que leur assure le 2e pilier.
Ulrich Grete préconise par conséquent de porter les rentes AVS à 3000 francs au moins, «car le rôle de l’Etat est d’assurer le minimum à ses citoyens», a-t-il expliqué au Temps. Le 2e pilier deviendrait du même coup facultatif.
Le Temps – Finance
New York Times: "Actuaries Scrutinized on Pensions"
By firing its actuarial consultant last week, the New York State Legislature shone a light on one of the public sector’s deepest secrets: All across the country, states and local governments are promising benefits to public workers on the basis of numbers that make little economic sense.
Actuaries Scrutinized on Pensions – New York Times
Demographie und Staatsfinanzen: Massnahmen erforderlich
Im Laufe der kommenden 20 Jahre wird die «Baby-Boom-Generation» pensioniert, gleichzeitig steigt bei tiefer Geburtenrate die Lebenserwartung. Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) zeigt erstmals in einem umfassenden Bericht die Folgen für die Haushalte von Bund, Kantonen, Gemeinden und Sozialwerken bis im Jahr 2050 auf. Fazit: Je früher Massnahmen ergriffen werden, desto geringer fallen die notwendigen Korrekturen aus und desto gerechter können die Lasten zwischen den Generationen verteilt werden (Vergrösserung mit Legende durch Click auf Grafik).
EFD – Langfristperspektiven der öffentlichen Finanzen
TSF-Report: "Demographic Change and Financial Services"
The 8th International Sustainability Leadership Symposium was dedicated to the topic of “Demographic Change and Financial Services: a Short List of Threats – a Long List of Opportunities? Business Leaders, Policy Makers and Researchers in Dialogue”. Some 140 participants gathered on 27 and 28 September 2007 at the Swiss Re Centre for Global Dialogue in Rüschlikon. The present report summarises the symposium’s keynotes, panels and working group discussions and draws some key conclusions from one and half days of stimulating debate.
The Sustainability Forum Zurich (TSF)
Pension schemes raise life expectancy assumptions
Pension schemes have increased their life expectancy assumptions for members by an average of half a year over 2007, equating to an average increase of two per cent, or £8bn, on the liabilities for the firms in the FTSE 350.
The data is reported in Mercer’s latest pension funding research, which looked at funding positions for FTSE 350 companies. It also showed that scheme funding levels on an IAS19 basis have improved over the first quarter of 2008, with an aggregate FTSE 350 surplus of £14bn, compared to a deficit of £14bn at 31 December 2007.
pensions age magazine
Kammer der Pensionskassen-Experten: Stephan Gerber neuer Präsident
An der Mitgliederversammlung der Kammer der Pensionskassen-Experten ist turnusgemäss Urs Bracher (CS Pensionskasse) als Präsident zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger gewählt wurde Stephan Gerber (Abcon), Bild links. Ebenfalls gemäss Turnus aus dem Vorstand ausgeschieden ist Jürg Walter (Libera); sein Nachfolger ist Stephan Wyss (Swisscanto Vorsorge AG). Der Vorstand setzt sich damit zusammen aus Stephan Gerber (Präsident), Urs Bracher, Olivier Vaccaro (Hewitt) und Stephan Wyss.
PW. Gerber tritt sein Amt in einem Zeitpunkt an, in dem die von der Kammer erstellten Fachrichtlinien eine immer grössere Bedeutung erlangen. Es hängt nicht zuletzt von der Akzeptanz dieser Fachrichtlinien ab, inwiefern der Gesetzgeber von stets weiter gehenden Eingriffen in Durchführungsfragen der beruflichen Vorsorge abgehalten werden kann. Im Rahmen der Strukturreform werden sie noch stärker als Gestaltungselement Verwendung finden. Die wachsende Bedeutung hat aber auch innerhalb der Kammer die Diskussion um deren Inhalte verschärft. Es scheint nicht mehr so zu sein, dass die vom Vorstand erarbeiteten Richtlinien (nach einer in der Regel wenig benützten Vernehmlassung) ohne weiteres akzeptiert werden. Es zeigen sich auch grundsätzliche Unterschiede zwischen Deutschschweiz und Romandie in zentralen Fragen. Eingriffe in eine bisher diskussionslos akzeptierte Praxis stossen auf Widerstand. Das macht das Präsidentenamt anspruchsvoller, aber auch interessanter. Der eloquente und fachlich unbestrittene Gerber dürfte für die Aufgabe der richtige Mann im richtigen Zeitpunkt sein.
