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BVK: Kritik von der Personalvertreterin
In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger bemüht sich die Personalvertrerin in der Verwaltungskommission (analog Stiftungsrat) in der BVK, allfällige Schuldzuweisungen an ihre Adresse abzuwenden. Cécile Krebs, die gleichzeitig Präsidentin der Vereinigten Personalverbände im Kt. Zürich ist, führte u.a. aus: “Die Verantwortung für die BVK trägt einzig und alleine die Regierung. Wir haben unsere Verantwortung und Aufgabe sehr ernst genommen und alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die uns zur Verfügung standen. Doch geht es jetzt nicht um Schuldzuweisungen, sondern um die restlose Aufklärung der Vorfälle.”
Rückblick auf die Fachmesse 2. Säule
Zur Fachmesse 2. Säule ist wiederum ein umfangreicher und reich bebilderter “Rückblick” erschienen. Der von der Bank Wegelin gesponserte Band enthält Berichte von den unzähligen Begleitveranstaltungen – Eventtage, Arenen, Vorsorge up dates, Führungswerkstatt, Messeapéros etc. – mit Fotos der Referenten und Diskussionsteilnehmer zusammen mit Stimmungsbildern der Messe. Hier ist nachzulesen, was man selber gesehen oder halt zwangsläufig verpasst hat.
PKZH: Jürg Tobler wird Nachfolger von Vera Kupper
Der Tages-Anzeiger schreibt zum bereits früher bekannt gewordenen Rücktritt von Kupper bei der PKZH: “Die Anlagechefin der Pensionskasse der Stadt Zürich (PKZH), Vera Kupper Staub, wird Ende Jahr ihren Job abgeben. Sie wolle sich nach gut zehn Jahren bei der Pensionskasse eine Auszeit von etwa einem Jahr gönnen, bevor sie eine neue berufliche Herausforderung annehme,erklärte Kupper dem TA. Ihr Rücktrittstehe in keiner Weise im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal in der kantonalen Pensionskasse BVK. Die PKZH ist so organisiert, dass Mandatsvergaben jeweils von einer paritätischen Kommission abgesegnet werden müssen. Neuer Anlagechef wird der bisherige Stellvertreter Jürg Tobler.”
Handelszeitung: Swiss Life gewinnt neue Kunden
Da sich die 2. Säule kaum noch rentabel betreiben lässt, hat Swiss Life ihr Geschäftsmodell angepasst.Dank einer neuen Sammelstiftung trägt sie weniger Risiken. Das Modell bewährt sich, schreibt die Handelszeitung. Eine erste Hürde hat Swiss Life mit der Neuausrichtung bereits genommen. Das webbasierte System hat die Feuerprobe bestanden. «Seit April konnten wir über unser neues Offertsystem rund 6000 Offerten für 2000 Kunden ausstellen», sagt Ivo Furrer, CEO Swiss Life Schweiz. Und von den gemachten Offerten konnten 200 Abschlüsse generiert werden. Dabei fand auch die neu gegründete Sammelstiftung bei den Kunden Anklang. «Rund 20% dieser Abschlüsse sind auf das Konto der Business Invest Sammelstiftung zu verbuchen», sagt er. Die restlichen Kunden hätten sich wiederum für die Vollversicherung entschieden.
Obwohl sich der Druck auf die Vollversicherung weiter erhöht, will Furrer dem Modell treu bleiben. «Rund 150000 Kunden in der Schweiz wünschen eine Vollversicherung. Sofern sich die Rahmenbedingungen nicht dramatisch verändern, ist an diesem Modell festzuhalten.» Umso wichtiger sei es, die Marktsituation – insbesondere das tiefe Zinsniveau – zu beobachten und die Kosten zu senken. «Die Situation ist derzeit aber in keiner Weise lebensbedrohlich.»
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2010
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Juni 2010 144’473 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 6’601 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 3,8% im Mai 2010 auf 3,7% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 4’220 Personen (+3,0%).
EU hält Rente mit 70 für notwendig
Die Deutschen gehen heute mit 62 in Rente, die Niederländer mit 61 und die Franzosen gar schon mit 59 Jahren. Nach Ansicht des EU-Sozialkommissars László Andor ist dies in Zukunft nicht mehr bezahlbar. In einem Strategiepapier wird Rentenalter 70 empfohlen.
Derzeit stehen in der EU zehn Arbeitnehmer vier Rentnern gegenüber. Wegen
einbrechender Geburtenraten und der steigenden Lebenserwartung sei eine Anhebung des tatsächlichen Renteneintrittsalters bis 2040 auf zunächst 67 Jahre, ab 2060 auf 70 Jahre notwendig, um dieses Verhältnis zu wahren, heisst es in der EU-Statistik. Bliebe das tatsächliche Renteneintrittsalter stabil bei rund 60 Jahren, müssten in 50 Jahren zehn Arbeitnehmer Beiträge für acht Rentner einzahlen.
BSV: Ausschreibung Forschungsauftrag Verwaltungskosten in der 2. Säule
Das Forschungsprojekt soll die Problematik der allgemeinen Verwaltungskosten im Rahmen der 2. Säule beleuchten. Um das Ziel der Kostenmessung ohne umfassende statistische Erhebung zu erreichen, wird vorgeschlagen, die allgemeinen Verwaltungskosten der 2. Säule standardisiert zu messen, indem verschiedene Aufgaben/Ereignisse innerhalb einer beschränkten Stichprobe von Unternehmen und Vorsorgeeinrichtungen untersucht werden. Das Forschungsprojekt bedient sich der Methode des Standardkostenmodells (SKM). Eingabefrist für die Offerten ist der 3. August 2010.
BVK: Die Staatsanwaltschaft informiert
Die von der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich wegen Bestechung des ehemaligen Anlagechefs BVK Personalfürsorge des Kantons Zürich geführte Strafuntersuchung wurde auf inzwischen acht angeschuldigte Personen ausgedehnt. Zwei Personen befinden sich in Untersuchungshaft.
In der Mitteilung der Staatsanwaltschaft heisst es dazu: “In den letzten Wochen hat die Staatsanwaltschaft III in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Zürich 17 Hausdurchsuchungen durchgeführt und Beweismaterial in der Grössenordnung von
über 2000 Bundesordnern sowie zahlreiche elektronische Datenträger sichergestellt. Es wurden 12 Personen als Angeschuldigte oder Auskunftspersonen befragt, teilweise mehrmals. Das Verfahren richtet sich derzeit neben dem ehemaligen Anlagechef BVK gegen sieben weitere Personen. Bei diesen Angeschuldigten handelt es sich um Vertreter externer Mandatsträger der BVK und Organe von Beteiligungsgesellschaften, in welche die BVK investiert hat. Der ehemalige Anlagechef BVK sowie der Gründer und CEO der BT&T-Gruppe befinden sich wegen Verdunkelungsgefahr nach wie vor in Untersuchungshaft. Heute morgen ist eine weitere Person wegen Korruptionsverdachts verhaftet worden.
Gemäss aktuellem Ermittlungsstand besteht der dringende Verdacht, dass sich der ehemalige Anlagechef BVK bereits ab 1997 und – wie sich erst vor kurzem ergeben hat – bis ins Jahr 2010 von verschiedenen Personen wiederholt korrumpieren liess. Erstellt ist, dass er vom Gründer und CEO der BT&T-Gruppe mehrfach Bargeld in insgesamt sechsstelliger Höhe angenommen hat. Der länger zurückliegende Zeitpunkt und der Hintergrund dieser Geldübergaben sind Gegenstand der laufenden Untersuchung.”
BVK: Prof. G. Müller untersucht Organisation
Die Finanzdirektorin, Regierungsrätin Ursula Gut, hat beschlossen, die Administrativuntersuchung zu den Verfehlungen des früheren Anlagechefs der BVK aufzuteilen. Der Rechtswissenschafter Prof. Georg Müller wird die Organisation der BVK durchleuchten. Dabei geht es unter anderem darum herauszufinden, welche organisatorischen Voraussetzungen allenfalls eine Korrumpierung des langjährigen Anlagechefs begünstigt haben könnten und welche organisatorischen Verbesserungen möglich oder nötig sind. Der 67-jährige Jurist hatte von 1979 bis 2006 einen Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Zürich inne und ist Verfasser mehrerer Rechtsgutachten für Bund, Kantone und Gemeinden, darunter auch zu Organisationsfragen bei Institutionen der öffentlichen Hand.
Mit dem anderen Teil der Administrativuntersuchung wird die Finanzdirektorin in den nächsten Wochen eine Revisionsgesellschaft beauftragen. Eine erste Eingrenzung der in Frage kommenden Unternehmen hat bereits stattgefunden. Vordringliche Aufgabe der beauftragten Revisionsgesellschaft wird es sein, bestehende Geschäftsbeziehungen, vor allem in der Vermögensanlage, zu überprüfen.
Migros PK mit höherem Rentenalter
Mit einer deutlichen Mehrheit stimmten die Mitglieder des Genossenschaftsrates der Migros Zürich einer Vertragsänderung mit dem Migros Genossenschafts-Bund zu und erlauben diesem damit, das Rentenalter von 63 auf 64 Jahre zu erhöhen. Mit dieser Massnahme wird die Beitragsdauer verlängert und die durchschnittliche Leistungsdauer verkürzt. In seinem einführenden Referat erläuterte der Geschäftsleiter der Migros Pensionskasse, Christoph Ryter,dass diese Reglementsanpassung zu einer langfristigen Sicherstellung der finanziellen Stabilität der Kasse beitrage.
Auswanderung: Bezug aus Pensionskasse
Der Finanzmonitor beschreibt die Situation in der BV bei Auswanderung in ein EU-oder ein anderes Land.
BLVK: Kein Glück mit Hedgefonds
Verständigungsprobleme, hohe Kosten, schlechte Performance: Die BLVK, die Pensionskasse der Berner Lehrer steigt aus dem Geschäft mit Hedgefonds aus – nach einem Verlust von 11 Millionen, schreibt der Tages-Anzeiger.
Angesichts der desolaten Lage hat man sich vor drei Jahren entschieden, in sogenannte alternative Anlagen zu investieren. Die Idee war, damit die Wertschwankungen des Portefeuilles zu vermindern. Bei der BLVK ging das gründlich schief, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist: «Die Wertentwicklung konnte auch 2009 nicht überzeugen, und es musste eine Minusrendite von 0,09 Prozent ausgewiesen werden», heisst es. Dies wohlgemerkt, nachdem im Vorjahr ein Verlust von über 20 Prozent entstanden war. Gegenüber dem TA sagt BLVK-Anlage-Chef Theodor Tillmann: «Die Anlagen in Hedgefonds haben nicht die negative Korrelation mit den Aktien, die uns versprochen wurde.»
Symova nimmt Arbeit auf
Symova, the spin-off Pensionskasse for companies in the transport sector, has started operations, while Ascoop is facing liquidation. Ascoop head Urs Niklaus will run the new fund, while Ascoop asset management head Sara Gabriel will be responsible for investments. Symova, which starts operations with CHF 1.7bn has not yet made any investments, but the strategic asset allocation has been set down as 32% domestic bonds, 16% foreign equities, 8% domestic equities, 7% foreign-currency bonds (hedged), 3% cash and 2% emerging market equities.
In addition, the portfolio will contain 28% domestic real estate and 4% hedged commodities investments. As many as 60 companies have already joined the Symova industry collective fund, with 6,200 active and 3,500 retired members – most of them formerly at the heavily underfunded Ascoop fund, according to information on the new fund’s website. According to the transport union, more companies want to join Symova, but only Pensionskassen that are fully funded, or where the employer is willing to top up the fund by 2020, are allowed to join.
Ascoop is now left with a fragment of its former number of more than 140 associated companies with over 9,000 employees. Mainly retirees whose former employers have ceased to exist will stay in the fund. Should the Swiss government accept Ascoop’s application for liquidation, the Swiss insolvency protection fund will have to take these members on if no company is paying for them. In the meantime, Ascoop is still in a legal battle with 18 former member companies that had appealed the division of funds in the 2005 part-liquidation when they left Ascoop. As at year-end 2009, Ascoop was 83.2% funded after returning 11.1%, according to its annual report. Ascoop’s call for state aid, similar to that of the Swiss federal railway SBB, was rejected, as only few of its members are actually owned or partly owned by the federal government.
Motion: Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, in Analogie zur Regelung der eingliederungsorientierten Rentenrevision gemäss der Botschaft vom 24. Februar 2010 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket), eine Regelung zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen zu unterbreiten. Dabei ist insbesondere eine Anpassung des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) vorzusehen, die sowohl für die Vorsorgeeinrichtungen wie für die Sozialpartner (Arbeitgeber/Arbeitnehmer) Klarheit schafft. Das gilt speziell bei Probeanstellungen, zu Anschlussverpflichtungen an Vorsorgeeinrichtungen und zum Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Freizügigkeitsgesetz FZG). Eingereicht von Otto Ineichen.
