Pourquoi ne pas considérer des systèmes de retraite plus performants? Le système chilien? A sa création en 1981,1e quart des salariés avait choisi de changer et de préférer le nouveau système élaboré par José Pinera. Trente ans plus tard, 99% des salariés l’ont adopté. Ce n’est pas de l’idéologie: «Lorsqu’on laisse le choix aux salariés sur les placements nécessaires pour financer leur retraite, la majorité fait confiance au marché, même sur un thème central comme la sécurité sociale», écrit l’auteur de cette réforme dans le dernier ouvrage de l’Institut Libéral (Sackgasse Sozialstaat; Altemativen zu einem lrrweg, Christian Hoffmann, Pierre Bessard, Edition Liberales Institut, 2011, 216 pages).
pwirth
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Arbeitgeber zur VV-Studie
Der Schweiz. Arbeitgeberverband hält in einer Stellungnahme zu den Ergebnissen der Studie zu den Kosten der Vermögensverwaltung in der 2. Säule fest:
Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst, dass mit der vorgestellten Untersuchung mehr Transparenz in die Diskussion über die Vermögensverwaltungskosten der 2. Säule kommt. Die Tatsache, dass bisher nur ca. ein Viertel der effektiven Kosten offen ausgewiesen wurde, ist unbefriedigend und schadet der Glaubwürdigkeit der beruflichen Vorsorge.
Die publizierten Resultate müssen die Führungsorgane der Vorsorgeeinrichtungen veranlassen, eine umfassende Überprüfung der von ihnen zu verantwortenden Vermögensverwaltungskosten vorzunehmen. Sie müssen vor allem im Bereich der bisher «unsichtbaren» Kosten nach Optimierungsmöglichkeiten suchen und gegebenenfalls aus Anlagen mit tiefen Nettorenditen aussteigen. Bei einem Durchschnittswert von 0,56 Prozent und einer Bandbreite von 0,18 bis 1,86 Prozent darf behauptet werden, dass in vielen Fällen ein erhebliches Kostensenkungspotenzial besteht, das im Interesse der Versicherten unbedingt ausgeschöpft werden muss.
VV-Kosten Studie: “Gegenwind für Hedge-Funds”
Die NZZ kommentiert in der Rubrik “Reflexe” Ergebnisse der vom BSV bei c-alm in Auftrag gegebene Studie zu den Vermögensverwaltungskosten. Dort heisst es u.a.: “Einen Skandal deckt die Studie nicht auf. Im internationalen Vergleich erscheinen die Kosten für die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen laut dem Papier als gemässigt. Denkanstösse gibt es dennoch. Vor allem für die Pensionskassen selbst, die angesichts des statistischen Zusammenhangs – je höher die Vermögensverwaltungskosten, desto tiefer die Nettorenditen – in den Spiegel schauen müssen. Besonders «Alternativanlagen» wie Hedge-Funds und Private Equity haben Rechtfertigungszwang: Sie machten in den erfassten Vorsorgeeinrichtungen nur etwa 6% der Vermögen aus, produzierten aber einen Drittel der Vermögensverwaltungskosten. Je grösser ihr Anteil im Untersuchungszeitraum 2005 bis 2009 war, desto tiefer lag die Gesamtrendite der Pensionskassen. Es geht nicht um Kleinkram. Eine jährliche Renditedifferenz von 0,5 Prozentpunkten kann nach 40 Jahren die Rente um über 10% steigern oder drücken.”
AHV-Statistik 2010
Die Ausgaben der Alters- und Hinterlassenenversicherung beliefen sich im Jahr 2010 auf 36,6 Mrd. Franken. Die Renten machten mit 35 Mrd. Franken den Hauptteil der Leistungen aus. Weitere Ausgaben waren die Hilflosenentschädigungen (449 Mio.) und die Beiträge an Hilfsorganisationen für betagte Menschen (118 Mio.). Zur Finanzierung haben die beitragspflichtigen Einkommen 27,5 Mrd. oder 71 % der gesamten Einnahmen (38,5 Mrd.) beigetragen. Der Bund als zweite bedeutende Finanzierungsquelle hat 7,2 Mrd. (19 %) überwiesen. Der Anteil am Mehrwertsteuerprozent zu Gunsten der AHV hat einen Betrag von 2,2 Mrd. Franken (5,8 %) erbracht. Die neue AHV-Statistik gibt weitere Auskünfte über diese Zahlen und geht insbesondere auf die Struktur der Renten-Bezüger nach verschiedenen Kriterien ein.
Der Bericht enthält eine Vielzahl aufschlussreicher Tabellen und Grafiken, die einen interessanten Einblick geben nicht nur in die Verhältnisse bei der AHV, sondern auch in die aktuelle gesellschaftliche Situation der Schweiz bezüglich Geschlecht und Alter, Anteil Ausländer, Zivilstand etc.
La résistance des frontaliers au fisc français
La France veut imposer le capital du deuxième pilier. Unia a mobilisé les salariés à la vallée de Joux.
VV-Kosten: Reaktion des ASIP
Der Pensionskassenverband hat in einer Mitteilung eine erste Stellungnahme zur Studie des BSV zu den Vermögensverwaltungskosten abgegeben. Er hält darin fest: “Die Studie ist ein sehr begrüssenswerter Schritt, um die Transparenz im Bereich der Vermögensverwaltungskosten zu verbessern. Es hat sich gezeigt, dass die berufliche Vorsorge auch bezüglich der Kosten für die Versicherten ein vorteilhaftes System darstellt. Nichtsdestotrotz gilt es, das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer kosteneffizienten, Pensionskassenführung zu schärfen.” Er stellt aber auch fest: Die Studie zeigt, dass die durchschnittlichen Kosten der kollektiven Vermögensverwaltung in der 2. Säule deutlich tiefer sind (rund 2/3 ), als was Private in ihrer privaten Altersvorsorge dafür zahlen müssen. Es hat sich somit bestätigt, dass die kollektive Altersvorsorge für die Versicherten nicht nur bezüglich des Risikotransfers, sondern auch bezüglich der Kosten der Vermögensverwaltung vorteilhaft ist.
Studie zu Vermögensverwaltungskosten: Mehr Transparenz, geringer Handlungsbedarf
Im Rahmen einer Pressekonferenz hat das BSV die Publikation der von ihm bei c-alm in Auftrag gegebenen Studie über die Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule lanciert. Die Untersuchung bringt erstmals Klarheit in den Bereich der Kosten von Kollektivanlagen und zeigt deren grosse und wohl meist unterschätzte Bedeutung auf. In der Tat umfassen die in den Betriebsrechnungen erfassten und in der PK-Statistik dargestellten Kosten nur ein gutes Viertel der Gesamtkosten. Die Untersuchung hat aber keine grundsätzlichen Missstände oder grössere Mängel bei der Vermögensverwaltung der Kassen zu Tage gebracht.
Die offizielle Pensionskassenstatistik weist lediglich aus, was in den Betriebsrechnungen der Vorsorgeeinrichtungen tatsächlich abgebildet ist: 795 Mio. Franken für 2009. Die Rechnungen der Lebensversicherer weisen zudem 286 Mio. Franken aus. Gesamthaft ergibt dies Kosten von rund 0.15 Prozent des gesamten Vorsorgevermögens. Die Studie ermittelt hingegen Vermögensverwaltungskosten von durchschnittlich 0,56 Prozent.
Grundlage der Daten bilden die Angaben von 73 Vorsorgeeinrichtungen mit einer Bilanzsumme von 230 Mrd. Franken für den Zeitraum 2005-09. Die mit der Kostendefinition in der Stichprobe erhobenen Vermögensverwaltungskosten liegen in einem Bereich zwischen 0.15% und 1.86% des Vorsorgevermögens. Der volumengewichtete Durchschnittswert beträgt 0.45%. Darin nicht enthaltene Kosten betreffen in erster Linie Gebühren und Transaktionskosten, die innerhalb von kollektiven Anlagegefässen anfallen. Zur Beurteilung der Frage, inwieweit die Vorsorgeeinrichtungen in der Produktauswahl den verfügbaren Wettbewerb spielen lassen, wurden zusätzlich die Staffeltarife der in diesem Segment marktführenden Produktanbieter in allen relevanten Anlagekategorien respektive Umsetzungsarten erhoben. 28 Vermögensverwalter haben an der Kostenerhebung teilgenommen. Die Autoren vermerken nicht ohne Genugtuung, dass eine ähnliche Studie bisher weder im In- noch im Ausland bisher je durchgeführt wurde.
Für die Messung der Vermögensverwaltungskosten wurde im Rahmen dieser Studie eine grundlegend neue Kostendefinition entwickelt. Diese erfasst neben den fakturierten Aufwendungen auch die nicht fakturierten Vermögensverwaltungskosten. Die Kostendefinition unterscheidet die drei Kostenaggregate Total Expense Ratio (TER), Transaktionskosten & Steuern (Transaction and Tax Cost TTC) sowie übrige Kostenbestandteile (Supplementary Cost SC). Dieses dreiteilige Kostenkonzept wird so weit als möglich in allen Anlagesegmenten beziehungsweise Durchführungswegen der Vermögensanlage verwendet.
Werden die in der Stichprobe gemessenen Kosten den mit den Vermögensanlagen über den Zeitraum 2005-2009 erzielten Nettorenditen gegenübergestellt, so zeigt sich ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen den gemessenen Vermögensverwaltungskosten und der über die Jahre 2005 bis 2009 realisierten Nettorendite: je höher die Kosten, desto tiefer die realisierte Nettorendite. Es zahlt sich gemäss den Autoren also aus, in der Vermögensanlage Kostendisziplin walten zu lassen.
Bei der Hochrechnung wurde insbesondere der Tatsache Rechnung getragen, dass die Stichprobe eine Konzentration in den grossen Bilanzvermögen aufweist. Mit der Bereinigung dieses Grösseneffekts resultieren auf Stufe der 2. Säule Vermögensverwaltungskosten von 0.56% (Stichprobe 0,45%) des verwalteten Vermögens. Bei der Hochrechnung wurde mit 698 Mrd. Franken die gesamte Bilanzsumme der 2. Säule berücksichtigt – also die Summe der Anlagevermögen bei den Vorsorgeeinrichtungen (599 Mrd.) sowie der Aktiven aus Versicherungsverträgen (99Mrd.). Damit resultiert für die gesamten Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule ein Betrag von CHF 3,9 Mrd. Franken.
Während der Vertreter der c-alm an der Pressekonferenz den schweizerischen Gesetzgeber dazu aufforderte, die Anbieter von Finanzprodukten zu vermehrter Transparenz zu verpflichten, vertrat Martin Kaiser vom BSV die Meinung, mit den in der Strukturreform resp. den Verordnungen vorgesehenen neuen Regelungen würden die bestehenden Lücken beseitigt.
Studie Download / Pressemitteilung / Liste der genannten Teilnehmer
CalPERS bouncing back after torrential years
CalPERS has clawed back $70 billion of losses since its low point in 2008. With a fund now valued at $230 billion, it only has $30 billion more to go to reach its high point of $260 billion in 2007. On the savings front, CalPERS cut costs by close to $1 billion in 2010, according to a staff report, largely by removing high-cost hospitals from its health benefits program, expanding lower-cost health plans and reducing outside management fees. Stausboll said she is looking to make $287 million worth of additional savings this year. CalPERS‘ "funding status" – the ratio of its assets to projected benefit obligations – has risen to 70 percent, up from 60 percent during the depths of the recession, though still far from the 102 percent CalPERS enjoyed in 2007.
BFS: Indikatoren zur Alterssicherung
Der demografische Wandel macht auch vor der Schweiz nicht halt. War 1960 nur jede zehnte in der Schweiz lebende Person 65 Jahre und älter, hat 48 Jahre später bereits jede sechste Person diese Altersschwelle überschritten. Das wirkt sich auch auf die auf dem Umlageverfahren basierenden Alterssicherungssysteme (AHV) aus: Derzeit kommen rund dreieinhalb Erwerbstätige auf eine Person im Rentenalter, vor 20 Jahren betrug das Verhältnis noch annähernd vier zu eins. Das sind zwei Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik (BfS) erstmals veröffentlichten Indikatoren zur Alterssicherung in der Schweiz 2008. Die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (Sake) sowie die Gesundheitsbefragung (SGB) lieferten das Datenmaterial für das BfS, schreibt die NZZ zur Analyse des BFS.
NZZaS: Obligationen–PKs in der Falle
“Rund 40 Prozent der für die Altersvorsorge angelegten Gelder sind in Obligationen parkiert. Ein schneller Zinsanstieg wird den Kassen grosse Buchverluste bringen, Gegenmittel gibt es kaum, schreibt Marc Fischer in der NZZ am Sonntag vom 22.5.11. «Hohe Zinsen sind momentan die grösste Sorge von Pensionskassenmanagern», sagt Michael Brandenberger vom Pensionskassenberater Complementa. Die Wertberichtigungen, welche die Pensionskassen zu verbuchen hätten, könnten schnell einmal in die Milliarden gehen. «Bei einem Zinsanstieg um 2 Prozentpunkte in einem halben Jahr resultiert bei einem durchschnittlichen Obligationenportfolio mit einer Duration von fünf Jahren ein Verlust von 10 Prozent», rechnet Brandenberger vor. Weil andererseits mit neu allozierten Geldern eine um 2 Prozent höhere Rendite erzielt werden könnte, beliefe sich der Nettoverlust in den Obligationenportfolios grob geschätzt auf rund 8 Prozent. Gemessen am Gesamtbestand von 240 Milliarden Franken, beliefe sich der Buchverlust demzufolge auf 20 Milliarden Franken. Das Dilemma der Kassen: Sie können eigentlich nichts dagegen unternehmen.
«Wir leben heute in einer Welt exponentieller Entwicklungen, da können die Zinsen in relativ kurzer Zeit auch um 200 Basispunkte in die Höhe schnellen», sagt Fabrizio Croce, Finanzanalytiker bei Kepler Capital Markets. Das Szenario der schlagartig ansteigenden Zinsen ist die dunkelste Variante für die Pensionskassen. Denn ein Zinsanstieg in relativ kurzer Zeit ist für die Kassen schwerer zu verdauen als eine kontinuierliche Anpassung über eine längere Zeit hinweg. Rezepte dagegen haben die Fachleute aber nicht.
LBB-Vorsorgestiftung: Warten auf die Herausforderung
Das Liechtensteiner Volksblatt interviewte Bruno Matt, Geschäftsführer der LBB Vorsorgestiftung, Vaduz. Auszüge:
Wie sah das 2010 bei der LLB Vorsorgestiftung aus?
Die Zahl der bei uns versicherten Arbeitnehmer steigt nach wie vor stark. Die logische Folge ist, dass damit auch die Zahl der Pensionierungen steigt. Doch liegt das Durchschnittsalter der Versicherten unverändert bei rund 40 Jahren. So gesehen ist die demografische Entwicklung noch nicht angekommen. Aber auch bei uns wird sie sich langsam aber sicher zeigen.
Ihr Umwandlungssatz von 7 Prozent ist hoch. Wie stellen Sie sicher, dass dies nicht auf Kosten der jetzt aktiven Generation geht?
Der Umwandlungssatz gilt für das angesparte und zurückgestellte Altersguthaben des Versicherten. Die wirklich kritische Frage ist, ob dieses Kapital bis ans Lebensende des Rentners reicht. Um vorzubeugen bilden wir zusätzlich technische Rückstellungen für die Langlebigkeit. Aber die Stiftungsräte von Vorsorgekassen werden sich auch mit dem Rentenumwandlungssatz beschäftigen müssen.
Sie bieten individuelle Vorsorgepläne an. Nennen Sie zwei Beispiele?
Das gesetzliche Minimum ist bei allen Pensionskassen gleich. Wir sind darüber hinaus auf Mehr-Leistungen spezialisiert. Zum Beispiel können die Risikoleistungen bei Invalidität oder Tod höher sein. Ein anderes Beispiel ist die Versicherung des vollen Lohnes, ohne Koordinationsabzug, was für Teilzeitbeschäftigte interessant ist. Meistens wird eine Kombination von beidem umgesetzt. Oft definieren Betriebe auch mehrere Personengruppen, für die es dann unterschiedliche Leistungspläne gibt.
Wo sehen Sie Wachstumspotenzial für die LLB Vorsorgestiftung?
Unser Heimmarkt Liechtenstein ist begrenzt – natürlich. Trotzdem sehe ich hier noch Potenzial, dass sich weitere namhafte Unternehmen uns anschliessen. Zudem können wir auch über die Landesgrenzen hinaus wachsen. Mit der Pensionskasse ALVOSO LLB sind wir in Lachen, im Kanton Schwyz, vertreten. Wir können also Vorsorgelösungen auch für Unternehmen in der Schweiz aus einer Hand anbieten.
NZZ: Kritik an den Kosten alternativer Anlagen
“Am kommenden Montag wird in Bern die langerwartete Studie zu den Vermögensverwaltungskosten in der beruflichen Vorsorge publiziert. Das Ergebnis der vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) in Auftrag gegebenen Studie dürfte sein, dass die Pensionskassen ein Mehrfaches an Gebühren für Finanzprodukte bezahlen, als in ihren Geschäftsberichten steht. Hohe Kosten fallen vor allem bei alternativen Anlagen wie Hedge-Funds und Private Equity an”, schreibt Michael Ferber in der NZZ.
spn: Blindgänger und Pausenbelustigungen
Die spn, Ausgabe Juni 2011, stellt in der Rubrik “Köpfe” Erich Peter, Chef der Zürcher Aufsicht vor und nimmt Bezug auf ein Bild an der diesjährigen Tagung seines Amtes, in welcher ein Mann mit verbundenen Augen in die ungewisse Zukunft der Strukturreform stolpert. Peter deutet das Bild folgendermassen: “„Ich wollte mit dem Bild ausdrücken, dass die ganze Branche momentan in einer grossen Ungewissheit lebt.“ Dies habe unter anderem damit zu tun, dass „die Entwürfe des BSV für die Verordnungen in der beruflichen Vorsorge überladen sind, zweitens den Willen des Gesetzgebers nicht immer korrekt zum Ausdruck bringen und drittens ohne tatsächlichen Einbezug von Wissensträgern der Branche erarbeitet wurden“.
Weil sein Amt der Vorsorgebranche auf die Finger schauen muss, hat es immer wieder Sträusse auszufechten. Die Sammelstiftung Profond beispielsweise macht solche Auseinandersetzungen öffentlich und spart nicht mit Anwürfen. Wie geht Peter damit um? „Fundierte Kritik nehme ich sehr ernst“, sagt er. Ohne regelmässige und sachliche Kritik könne sich weder der Mensch noch die Organisation weiterentwickeln und verbessern. Oft werde aber nicht fundierte Kritik geübt: „Zu gross sind die eigenen finanziellen Interessen, die gewisse Kritiker bedroht sehen.“ Unqualifizierte Kritik nehme er hingegen locker; sie diene regelmässig zur Pausenbelustigung.
Podium der B+B Vorsorge: “Es gibt zu viele Pensionskassen”
Denkanstösse und Impulse zur Vorsorge aus der Gesamtperspektive vermittelte eine Podiumsdiskussion der B+B Vorsorge AG in Zürich, schreibt finews.ch. Katharina Prelicz-Huber, Nationalrätin der Grünen Partei und Präsidentin des VPOD, bezeichnete das Vorsorgesystem als grosse Errungenschaft der Schweiz. Es müsse sicherstellen, dass Menschen im Alter ihren gewohnten Lebensstandard fortsetzen und ohne Armut leben können. Ihres Erachtens brauche es eine Flexibilisierung, es bestehe aber keine Not für einen Abbau von Leistungen, solange der Verfassungsauftrag noch nicht vollständig erfüllt sei.
Auf die Frage, mit welcher Struktur der Kassen eine effizientere, kostengünstigere und weniger risikobehaftete Führung möglich sei, äusserte Alberto E. Romaneschi (selbständiger Finanzberater), dass er auf Seiten des Verwaltungsaufwands ein gewisses Sparpotenzial sehe. Allerdings müsse man sich viel eher Gedanken machen, ob es tatsächlich 2‘500 Vorsorgeeinrichtungen brauche, um die 600 Milliarden Franken Vorsorgevermögen zu verwalten. Er vertrat die Meinung, es seien 2‘000 Einrichtungen zu viel, vor allem wenn man bedenke, dass demgegenüber lediglich rund 300 Banken seit 200 Jahren grosse Vermögen verwalteten.
Romaneschi sieht denn auch das grösste Potenzial in einer Reduktion der Anzahl Pensionskassen, da kleinere Strukturen bei Anlageentscheiden nicht optimal seien und es dementsprechend auch weniger Berater brauche. Patrik Schaller (Ernst & Young)machte in diesem Kontext darauf aufmerksam, dass 100 Kassen 80 Prozent des Vorsorgevermögens repräsentieren. Kleineren Kassen seien mit überdurchschnittlich hohen Kosten konfrontiert.
Cash: Obligationen von Kantonen als Anlage?
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) und die Credit Suisse führen als einzige Banken ein Kantons-Bonitätsrating durch und beide zeichnen ein ziemlich übereinstimmendes Bild. An der Spitze stehen die Kantone Aargau, Nidwalden, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Zug und Zürich. Sieben weitere Kantone weisen ein AA+ mit stabilem oder sogar positivem Ausblick auf. Von den insgesamt 26 Kantonen befinden sich 22 im Segment AA oder AAA. „Im internationalen Vergleich sind die Kreditqualitäten der Stände als hoch bis sehr hoch einzustufen“, schreibt die ZKB. Und das bisherige Bild dürfte sich bis kommendes Jahr noch verbessern. Genf und Wallis haben nebst ihrem A-Rating einen positiven Outlook, was ihnen eine Höhereinstufung 2012 bringen könnte.
