Lampart: Zinsperspektiven und UWS
Auf seinem Blog glaubt Daniel Lampart, Ökonom des SGB, aufzeigen zu können, dass ein Umwandlungssatz von 6% wie vom Bundesrat in der AV2020 vorgeschlagen, keine Berechtigung hat. Dabei geht er aus vom Finanzplan des Bundesrates, wo mit Zinsen auf den 10jährigen Obligationen von 3,5% gerechnet wird. Die aktuelle Realität sieht anders aus. Und Lampart verschweigt, dass die PKs reihenweise heute schon Sätze um 6% anwenden und das mit Zustimmung der AN-Vertreter und der vertretenen Gewerkschaftsmitglieder. Zu verweisen wäre pro memoria noch auf die Tatsache, dass es sich um einen Mindestsatz handelt.
Laufend neue Aufgaben für Pensionskassen
Claude Chatelain sinniert in der Berner Zeitung über die Idee des Bundesrats, die Pensionskassen bei der Sicherstellung von Alimentenzahlungen einzubeziehen. Eine entsprechende Vernehmlassung wurde zu Jahresbeginn durchgeführt; ihre Resultate sind noch nicht bekannt gegeben worden. In Chatelains Artikel heisst es: “Das ist überhaupt nicht nach dem Gusto der Pensionskassen: «Auch wenn es in der Praxis zweifellos zu stossenden Fällen kommen kann, werden den Pensionskassen mit diesem Vorschlag vorsorgefremde Aufgaben übertragen», erklärte der Pensionskassenverband Asip in der Vernehmlassung. Noch ist nicht bekannt, wann der Vernehmlassungsbericht und allenfalls die Botschaft veröffentlicht wird.
Auch der Regierungsrat des Kantons Bern hält nichts vom Vorschlag: «Mit den hier vorgeschlagenen Bestimmungen zur Sicherung von Unterhaltsansprüchen werden den Vorsorgeeinrichtungen und Freizügigkeitsstiftungen artfremde Aufgaben überbunden, welche nichts mit der beruflichen Vorsorge zu tun haben.» Auch Appenzell Ausserrhoden, Baselland, Glarus, Luzern, Jura, Obwalden, Uri und das Tessin stehen den geplanten Gesetzesanpassungen kritisch gegenüber oder lehnen sie «dezidiert» ab. (…)
Diese Neuerung wäre keine Schlagzeile wert, wenn den Vorsorgeeinrichtungen nicht laufend neuer administrativer Kram aufgebürdet würde: «Die Pensionskassen sind nicht zuständig für sämtliche gesellschaftlichen Probleme, welche eine äusserst kleine Minderheit verursacht», erklärt Martin Freiburghaus, der langjährige Geschäftsführer der Veska-Pensionskasse, welcher 90 Betriebe aus dem Gesundheitswesen angeschlossen sind. In den letzten 20 Jahren seien den PK laufend neue und teilweise systemfremde Aufgaben angehängt worden:
- steuerliche Aufgaben, indem sie jeden Vorbezug der Steuerbehörde melden müssen,
- Wohneigentumsförderung,
- Ausgleich bei Scheidung,
- Pensen bei verschiedenen Arbeitgebern,
- unregelmässige Arbeitsverhältnisse,
- Wechsel ins Ausland,
- vergessene Pensionskassenguthaben,
- Überprüfung der Echtheit von Unterschriften.
UK considers Dutch-style collective pensions
Recent proposals from Steve Webb, the UK’s pensions minister, to pool employer-sponsored defined contribution pension schemes in an attempt to improve retirement income could be fraught with risk for members.
The approach, which would be similar to collective defined contribution (CDC) schemes, already well established in the Netherlands, would pool the schemes of big employers. This would create economies of scale, reducing costs and fees along the investment chain.
The proposals come as many trustees face a yawning gap between assets and liabilities and many defined benefit (DB) pension schemes are closing.
Risiko-Einschätzung für PKs nach Scheitern der Lex USA
Die Lex USA ist gescheitert, die Folgen sind ungewiss. Bussen oder gar eine Anklage von Banken sind nicht auszuschliessen. Im Rahmen der Führungsverantwortung und Risikokontrolle empfiehlt PPCmetrics den zuständigen Gremien, die daraus resultierenden Risiken zu analysieren. Im Dokument „Mögliche Risiken nach dem Scheitern der «Lex USA»“ werden eine Einschätzung der Risiken vorgenommen sowie Empfehlungen bezüglich zu treffender Massnahmen abgegeben.
Taschenstatistik Sozialversicherung 2013
Die Taschenstatistik liefert aktuelle Angaben über die einzelnen Zweige und die Gesamtrechnung der Sozialversicherungen. Gedruckte Gratisexemplare sind verfügbar ab 10. Juli 2013. Bestellung via Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), Vertrieb Publikationen, CH-3003 Bern, Fax 031 325 50 58, www.bundespublikationen.admin.ch. (Bestellnummer: 318.001.13D). Die Taschenstatistik „Sozialversicherungen der Schweiz Die Statistik liegt auch in englischer Sprache vor. Weitere vom Bundesamt für Sozialversicherungen publizierte Statistiken sind im Internet abrufbar: www.bsv.admin.ch/statistiken.
EL zu AHV und IV 2012
181 500 Personen erhielten im Dezember 2012 eine Ergänzungsleistung (EL) zur Altersversicherung. Das sind 5800 Personen mehr als Ende 2011, doch der Anteil der Personen mit einer Altersrente, die auf eine EL angewiesen sind, liegt damit weiterhin bei rund 12 Prozent, also auf dem gleichen Niveau wie in den letzten 10 Jahren. 110’200 Personen bezogen Ende 2012 eine EL zur Invalidenversicherung. Das sind 1700 Personen mehr als im Vorjahr. Der Anteil der IV-Rentner mit EL erhöhte sich um 1,3 Prozentpunkte auf rund 41 Prozent.
Die EL-Ausgaben stiegen im Jahr 2012 um 3,7 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken. Die Kosten für die existenzsichernden EL betrugen 2,1 Milliarden Franken. Fünf Achtel dieser Kosten, also rund 1,3 Milliarden Franken, trägt der Bund, den Rest tragen die Kantone. Die heimbedingten Mehrkosten sowie die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten im Rahmen der EL betragen zusammen 2,3 Milliarden Franken. Diese beiden Kostenarten wer-den vollständig von den Kantonen gesteuert und getragen.
Motion: Erhebung von Boden- und Immobilieneigentum
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, periodisch die Eigentümerschaft nach Eigentümerarten (Private, Pensionskassen, Immobilienfonds, Börsenkotierte Immobiliengesellschaften, Staat, Genossenschaften etc.) von Boden und Immobilien, in der Schweiz zu erheben und auszuweisen.
Umfrage: IV-Studie 2013
Das Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen unternimmt in Zusammenarbeit mit der PKRück eine Studie zur Entwicklung der Invalidität in der Schweiz. Neben rechtlichen Aspekten bilden versicherungsökonomische Besonderheiten und Faktoren sowie Wiedereingliederungsmassnahmen und die Versicherungsmedizin die Schwerpunktthemen. Ziel ist es, diese Aspekte umfassend anhand einer breitangelegten Online-Umfrage zu analysieren. U.a. sind Pensionskassen aufgerufen, sich an der Umfrage zu beteiligen. Die Umfrage kann bis zum 22. Juli 2013 online unter IV-Studie Studie 2013 beantworten. Die Antworten werden anonym ausgewertet.
Silver lining on the interest rate cloud
June’s global markets quake suggests little positive in a rising interest rate environment but the flip side is significant relief for pension funds that may itself may provide a stabilising mechanism into the bargain.
Bedarfsabhängige Sozialleistungen 2011 – Ausgaben von 1544 Franken pro Einwohner
Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) stiegen die Ausgaben für bedarfsabhängige Sozialleistungen im Jahr 2011 um nominal 5,9 Prozent auf 12,3 Mrd. Franken an. Im Vorjahr lag die Zunahme noch bei 8,1 Prozent. Rund 70 Prozent der Ausgaben wurden für die Krankenkassenprämienverbilligung und die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV getätigt. Ebenfalls weiter angestiegen sind die Ausgaben für Sozialhilfe.
Konferenz der Aufsichtsbehörden: Wechsel im Vorstand
Im Vorstand der Konferenz der kantonalen Aufsichtsbehörden sind diversen Änderungen zu verzeichnen. Im Verlauf des Geschäftsjahrs ist Erich Peter nach dem Ausscheiden als Amtsleiter der Aufsicht Zürich aus dem Vorstand ausgetreten. Andreas Fahrländer ist zurückgetreten, weil nach dem Zusammenschluss der beiden Basler Aufsichtsbehörden
zwei Vertreter derselben Behörde im Vorstand waren. Neu in den Vorstand gewählt
wurde Roger Tischhauser, der neue Direktor der BVS Zürich. Neuer Präsident wurde Dominique Favre, der Leiter der Westschweizer Aufsicht. Er folgt auf das Präsidium von Christina Ruggli. Sie war vor sechs Jahren zur Präsidentin gewählt worden und verstand es, wie es Peter Schnider in Vorsorge-Aktuell formuliert, das Schiff der Aufsichtsbehörden in Zeiten des strukturellen Umbruchs souverän zu lenken.
SVV zur AV2020: Stossrichtung stimmt
Der Schweizerische Versicherungsverband schreibt zur AV2020: “Die vorgeschlagene Senkung des Umwandlungssatzes von 6,8 Prozent auf 6,0 Prozent ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Finanzierung der Altersleistungen und zur Beseitigung der systemfremden Umverteilung von den Erwerbstätigen zu den Rentnern. Auch die vorgesehene Anpassung des Rücktrittalters wird begrüsst, wobei eine Erhöhung des Rücktrittsalters auf über 65 Jahren letztlich wohl unumgänglich sein wird.”
Zum Weisungsentwurf der OAK über die Unabhängigkeit der PK-Experten
In den AWP-Nachrichten 12/13 befasst sich Roger Baumann (c-alm) mit dem Weisungsentwurf der OAK zur Unabhängigkeit der PK-Experten. Er schreibt: “Es ist davon auszugehen, dass der Entwurf bewusst offensiv gestaltet wurde, um einmal mehr nach der Vernehmlassung Kompromisse einzugehen. Es stellt sich aber grundsätzlich die frage, ob ein restriktives Vorgehen letztlich zu einem besseren Resultat führt, als eine gezierte Offenlegung aller beratenden und kontrollierenden Tätigkeiten des Experten in einer Vorsorgeeinrichtung. Dieser Grundsatz gilt nicht nur für den Experten, sondern für sämtliche in die Anlage-, Verwaltungs- und Versicherungsorganisation einbezogenen Organe: Zeigt ein gut strukturiertes Funktionendiagramm, dass Abweichungen vom Grundsatz der Trennung von Ausführung und Kontrolle und damit potenzielle Interessenskonflikte entstehen können, so ist es die Aufgabe des Führungsorgans, die nötigen Massnahmen zu ergreifen. Das Zauberwort heisst einmal mehr Transparenz und nicht Verbot, denn bei einer Verbotsliste wird alles, was nicht explizit verboten ist, unreflektiert als legitim angesehen.”
Arbeitgeber: Happige Steuererhöhung statt Erhöhung des Rentenalters
Der Schweiz. Arbeitgeberverband schreibt zur Altersvorsorge 2020: “Richtigerweise schlägt der Bundesrat eine Flexibilisierung des heutigen Rentenbezugs zwischen 62 und 70 Jahren sowie die Erhöhung des Referenz-Rentenalters auf 65 Jahre für alle vor. Allerdings lässt er es fälschlicherweise dabei bewenden. Er will happige Mehrwertsteuer-Erhöhungen von 2 Prozent zugunsten der AHV. Solche einseitige Massnahmen sind aus verschiedenen Gründen abzulehnen.
Bereits heute ist ein Drittel der Menschen zwischen 65 und 69 Jahren noch erwerbstätig. Dieser Trend wird sich mit Blick auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes verstärken. Je länger die Menschen arbeiten, desto geringer wird der zusätzliche Finanzierungsbedarf für die Renten. Priorität hat deshalb die schrittweise Erhöhung des Referenz-Rentenalters. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung der demografischen Lücke kommt für den SAV nur im äussersten Notfall in Frage, wobei sie zwingend mit der schrittweisen Erhöhung des Referenz-Rentenalters bis 67 Jahre gekoppelt werden müsste. Happige einseitige Mehrwertsteuer-Erhöhungen auf Vorrat lehnt er entschieden ab.
Als zentrale Massnahme für eine gesunde 2. Säule schlägt der Bundesrat eine Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6,0 Prozent vor. Mit flankierenden Massnahmen soll das Rentenniveau gehalten werden. Der SAV begrüsst diesen längst fälligen Senkungsschritt.
Reform zielt in die richtige Richtung
Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP unterstützt die Stossrichtung der geplanten Reform der Altersvorsorge, die durch Bundesrat Berset veröffentlicht wurde. Der Verband schreibt, es handle sich um ein ganzheitliches Reformpaket, bei dem niemandem etwas weggenommen werde. Im Gegenteil gehe es um die Sicherung der langfristigen Stabilität unserer Altersvorsorge und um die Beendigung der ungerechten Umverteilung von Jung nach Alt im Bereich der zweiten Säule.
Im Sinne der schon lange in der Bundesverfassung vorgesehenen Gleichstellung sei die geplante Angleichung der Rentenalter von Mann und Frau zielführend, insbesondere auch unter Beachtung der sehr langen Übergangsfrist.


