Kassensturz: Maklerprovisionen
Der Kassensturz beschäftigt sich mit dem Thema Broker und ihren Provisionen. Auf der Website SRF heisst es zur Sendung: “Recherchen des «Kassensturz» zeigen, dass in der 2. Säule pro Jahr mehrere Hundert Millionen Franken an Provisionszahlungen fliessen. Betroffen von den Zahlungen sind diejenige Betriebe, die sich einer Sammeleinrichtung einer Versicherung oder eines anderen Anbieters angeschlossen haben. Rund zwei Millionen Arbeitnehmer sind in der Schweiz insgesamt bei Sammel- oder Gemeinschaftseinrichtungen versichert.
Bei der Wahl der Pensionskasse lassen sie sich viele KMU von einem Makler oder Broker beraten. Die Pensionskasse zahlt dem Makler Provisionen, wenn das KMU mit ihr einen Vertrag abschliesst. Nicht nur beim Vertragsabschluss kassiert der Broker, sondern jährlich, bis ans Vertragsende.”
OAK: Anerkannte TER-Konzepte
Die OAK BV hat die «Richtlinie zur Berechnung und Offenlegung der Kosten von Fonds für Privatmarktanlagen» der Swiss Private Equity & Corporate Finance Association (SECA) anerkannt. Sie hat zudem eine aktuelle Liste der anerkannten TER-Kostenquoten-Konzepte für Kollektivanlagen publiziert. Sie gilt für Geschäftsjahre, die in der Periode 21.12.13 bis 30.11.14 enden.
SR: Postulat Gutzwiller, dezentrale Lösung statt Pool
Felix Gutzwiller hat in einem Postulat die Prüfung einer dezentralen Abfederung der Auswirkungen einer Senkung des Umwandlungssatzes gefordert. Gutzwiller will damit Alternativen zur Pool-Lösung schaffen, wie sie offenbar dem Bundesrat vorschwebt. P.Rechsteiner hält davon nichts und erwartete nur Nachteile für Versicherte in schwachen Kassen. BR Berset glaubt ebenfalls, dass eine solche Lösung nicht für alle Kassen gangbar wäre. Das Postulat wurde mit 27:8 Stimmen angenommen.
SR: Motion Schwaller, Kapitalbezüge
Der Ständerat behandelte die Motion Schwaller zu “Datenerhebung über Kapitalbezüge in der 2. Säule”. Der Bundesrat hat in seiner Antwort die Ablehnung beantragt und ausgeführt, es sei ein Forschungsprojekt zum Thema geplant. In der Ratsdebatte fand die Motion breite Unterstützung. Sie wurde angenommen.
Investition in nichtkotierte KMU
Die Anlagestiftung Renaissance KMU hat für ihre kürzlich aufgelegte 4. Anlagegruppe von Schweizer Pensionskassen bereits mehr als 65 Millionen CHF zugesichert erhalten. Ziel sind 100 Millionen CHF. Die Anlagegruppe konzentriert sich auf die Finanzierung nichtkotierter schweizerischer Industrie- und Technologie-KMU mit hoher Wertschöpfung und ermöglicht damit den Pensionskassen eine attraktive Diversifikationsmöglichkeit in der Schweiz.
Migros PK: Bauprojekt durch Pro Senectute blockiert
Die Basellandschaftliche Zeitung berichtet über den Fortgang der Auseinandersetzung der Migros PK mit der Pro Senectute über ein Bauprojekt in Liestal. Die Zeitung schreibt: “Das Bauinspektorat habe die Einsprache der Pro Senectute beider Basel gegen das Bauprojekt der Migros-Pensionskasse mit Auflagen abgelehnt, sagte letzte Woche der Liestaler Stadtpräsident Lukas Ott im bz-Interview zum Bahnhofareal. Wer nun glaubte, das sei nach bald zweijähriger Blockade der Durchbruch, dass die Migros mit dem Bau ihrer zwei geplanten Gebäude mit 42 Wohnungen und über 2000 Quadratmetern Büro- und Verkaufsfläche direkt vis-à-vis des Liestaler Bahnhofs beginnen könne, liegt aber falsch.
Dabei stehen Pro Senectute zwei Optionen offen: Entweder zieht sie die vorsorgliche Einsprache zurück oder sie liefert eine schriftliche Begründung nach, wieso sie den Entscheid des Bauinspektorats anficht. Auf der Gegenseite, wo man gestern von der erneuten rechtlichen Intervention der Pro Senectute noch nichts wusste, macht sich ungläubiges Staunen breit. Thomas Weilenmann, bei der Migros-Pensionskasse Leiter des Notariats, sagt: «Ich weiss nicht, was Pro Senectute jetzt noch will. Wir haben unser Projekt zwischenzeitlich so abgeändert, dass wir kein Näherbaurecht brauchen.»
Derweilen schlummert die unschöne Brache an zentralster Lage weiterhin vor sich hin. Verzichtet Pro Senectute auf einen Weiterzug ihrer Einsprache, ist laut Weilenmann frühestens nächsten Januar Baubeginn; die Bauzeit veranschlagt er auf mindestens 18 Monate.
TGPK Sanierung
Für die Sanierung der Pensionskasse Thurgau (PKTG) und deren Entlassung in die Selbständigkeit sind rund 200 Millionen Franken nötig. Daran muss sich das Staatspersonal mit maximal 44 Millionen beteiligen.
Damit die Pensionskasse ihre Deckungslücke schliessen und in die Selbständigkeit entlassen werden kann, zahlt der Kanton maximal 159 Millionen mit einer als Teuerungszulage verstandenen Einlage (53 Mio.), einem Sanierungsbeitrag (maximal 56 Mio.) und einer Arbeitgeberbeitragsreserve mit Verwendungsverzicht (50 Mio.).
Im Gegenzug steuern die Arbeitnehmer einen Beitrag von 22 bis 44 Millionen Franken und nicht fix 44 Millionen bei. Dies geschieht, indem die Pensionskassenvermögen zwei Jahre nicht verzinst werden.
PKs im Licht des risikotragenden Deckungsgrads
PPCmetrics hat an einem Medienanlass Daten ihrer Erhebung zum risikotragenden Deckungsgrad publiziert und mit den von der OAK zur Finanzierungssituation gemachten Angaben verglichen.
Die Untersuchung umfasst über 250 Schweizer Vorsorgeeinrichtungen mit einem Gesamtvermögen von rund CHF 500 Mrd. Um höchste Datenqualität sicherzustellen, wurden sämtliche Daten auf der Basis der revidierten Geschäftsberichte einheitlich erfasst. Die Finanzierungssituation der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen hat sich im 2012 wie auch im laufenden Jahr markant verbessert. Alfred Bühler, Partner von PPCmetrics, erklärt: „Wir dürfen von einer Trendumkehr sprechen. Im Durchschnitt sind die gesetzlichen Verpflichtungen der privatrechtlichen Kassen vollständig gedeckt. Es bestehen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Vorsorgeeinrichtungen. Rund 450‘000 aktive Versicherte sind in privatrechtlichen Kassen mit einem risikotragenden Deckungsgrad von unter 100% versichert.“ Bei öffentlich-rechtlichen Kassen bestehen nach wie vor teilweise erhebliche Unterdeckungen. Weitere Informationen sind unter www.deckungsgrad.ch ersichtlich.
UBS PK-Barometer August 2013
Nach dem Juni 2013 mussten die Schweizer Pensionskassen im August erneut einen Verlust einstecken. Dieser hielt sich allerdings gemessen an der im ganzen Jahr 2013 erzielten Rendite in Grenzen. Die bislang erreichte Jahresperformance kann immer noch als ansprechend bezeichnet werden.
«La caisse du CERN sera recapitalisée d’ici à 2040»
Le CERN n’est pas seulement un centre de recherche en physique de niveau mondial. Sa caisse de pension, qui assure 3700 employés, vient d’obtenir deux récompenses pour le caractère innovateur de sa gestion. C’est un signe positif pour une caisse où les vérificateurs des comptes constatent que la «stabilité financière de l’institution n’est pas garantie» à cause de son taux de sous-couverture. Théodore Economou, 49 ans, directeur général depuis 2009, et ingénieur EPFL de formation, a commencé sa carrière chez Accenture à Zurich, puis auprès d’une multinationale (ITT). Durant la crise financière qui a fortement réduit le taux de couverture, le conseil d’administration l’a chargé d’un vaste effort de redressement. Il explique l’originalité de sa démarche.
Le Temps: Qui supporte le coût d’un assainissement de la caisse de pension du CERN en cas de besoin?
Théodore Economou: Le CERN est une organisation intergouvernementale dirigée par un conseil composé de deux représentants de chacun des 20 pays membres, qui se réunit au moins quatre fois par an. Le budget d’un peu plus d’un milliard de francs est financé par les 20 Etats membres, dont la Suisse, en fonction de leur PIB.
Le financement de la caisse est assuré par les contributions des employés et des employeurs (CERN et l’ESO à Munich). La situation de découvert que vous évoquez s’est produite en 2008. J’ai été appelé à cette époque pour y remédier, définir et mettre en œuvre un programme de restructuration à la suite du déficit.
Quelles sont les autres particularités de la caisse de pension d’une organisation internationale?
Le CERN est géré par son conseil et n’est pas soumis à la loi sur la prévoyance des pays hôtes, donc ni à la loi suisse ni à la loi française. Le conseil du CERN définit un cadre de gouvernance qui prévoit que la responsabilité incombe au conseil d’administration de la caisse de pension, une entité paritaire composée de 10 membres, dont 2 experts. Le conseil d’administration propose les statuts et règlements.
Kapitalisierungsbedarf von 69‘000 Franken pro Versicherten
73% der öffentlich-rechtlichen Pensionskassen befanden sich Ende 2012 in Unterdeckung. Das zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Complementa. Diese Zahl ist weniger auf ein Missmanagement der Kassen zurückzuführen, sondern ist vielmehr das Ergebnis gesetzlicher Sonderregelungen, die solche Unterdeckungen bis 2011 ausdrücklich erlaubten. Der Finanzierungsbedarf der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen für eine Vollkapitalisierung ist beträchtlich. Gestützt auf die neuesten verfügbaren Bilanzen und ausgewiesene Deckungsgrade (per 31.12.2012) beträgt er alleine für die kantonalen Pensionskassen 30 Mrd. Fr.
BL: Knappes Ja zur Sanierung der Pensionskasse
Ein knappes Ja zur Sanierung der staatlichen Pensionskasse ergab sich in der Volksabstimmung im Baselbiet. 39’230 Stimmbürger votierten für und 36’566 gegen das Pensionskassengesetz. In den ländlichen Bezirken Laufen, Sissach und Waldenburg fiel die Vorlage durch. Mit einem Ja-Stimmen-Vorsprung von über 3’500 Stimmen gab der Bezirk Arlesheim den Ausschlag.
St.Gallen: Ja zu neuer Pensionskassen-Regelung
Die Stimmberechtigten der Stadt St.Gallen haben die neue Pensionskassen-Regelung mit 12’836 zu 5’254 Stimmen klar angenommen. Die Pensionskassen-Reform kostet 216,5 Mio. Franken. Auch dazu sagte das Stimmvolk mit 11’935 zu 5’955 Stimmen deutlich Ja.
Die Angestellten der Stadt St.Gallen werden künftig erst mit 65 Jahren pensioniert, nicht mehr mit 63. Die Pensionskasse wird verselbständigt, das Rentensystem reformiert und die bestehende Deckungslücke geschlossen. Das Ganze kostet 216,5 Millionen Franken.
Wechsel an der Ethos-Spitze
Kaspar Müller, Präsident der Ethos Stiftung und des Unternehmens Ethos Services, hat angekündigt, dass er an der Generalversammlung 2015 nicht mehr zur Wiederwahl antritt. K.Müller ist seit der Gründung von Ethos 1997 Mitglied des Stiftungsrats und seit 2007 Präsident. Gemäss Formulierung in der Ethos-Pressemitteilung “haben die beiden Räte beschlossen, den bisherigen Direktor Dominique Biedermann im Interesse der Gewährleistung einer strategischen Kontinuität als ihren neuen Präsidenten ab Frühjahr 2015 vorzuschlagen. Zu diesem Zeitpunkt wird Biedermann seinen Posten als Direktor niederlegen, um sich seiner neuen Aufgabe zu widmen. Die Räte haben nun 18 Monate Zeit zur Suche und Ernennung eines neuen Direktors an der Spitze von Ethos”.
Volkstribun Rechsteiner
Auszug aus der Rede Paul Rechsteiners zur SGB-Demonstration vom 21.9.2913: “Hier, in diesem Haus, im Bundeshaus, wird ein Anschlag vorbereitet. Der grösste Angriff auf die Renten, den es in der Schweiz je gegeben hat. (…) Die Chefetage der SBB kassiert heute weit mehr als je in der Geschichte unserer Bundesbahn. Aber ausgerechnet diese Herren mit ihren Rekordbezügen wollen die Renten unserer Eisenbahner massiv verschlechtern. Variable Renten, sogenannte Wackelrenten, heisst das Projekt. Die Leute hätten nur noch 85% ihrer Rente auf sicher. Die Wackelrenten sind ein Angriff auf die Eisenbahner, aber auch ein Angriff auf alle Lohnabhängigen. Denn was die SBB hier macht, ist ein Pilotversuch, ein Testlauf für alle Pensionskassen. Wenn die Spitze der SBB sich durchsetzt, dann kann sich in Zukunft niemand mehr auf seine Rente verlassen. Stoppen wir diese Herren, stoppen wir diese sozialpolitische Brandstiftung, bevor der Flächenbrand beginnt!
Und stoppen wir den Rentenklau, der hier im Bundeshaus vorbereitet wird. Die Leute haben ihre Renten verdient. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, der muss im Alter von der AHV und der Pensionskasse anständig leben können. Das will die Verfassung. Und das muss der Massstab für das Projekt Altersvorsorge 2020 sein. Nicht die Abbauphantasien der Versicherungskonzerne und der bürgerlichen Parteien. Darum braucht es AHVplus. Nach dem Fehlstart des Bundesrates erst recht.”


