Vorsorgeforum
Das Portal zur beruflichen Vorsorge der Schweiz
RSS
  • BVG-Aktuell
  • Themen
    • BVG-Reform 21
      • Sozialpartner-Kompromiss zur BVG-Revision
      • Vernehmlassung zur BVG-Revision
      • Botschaft und Parlament
      • Umfragen zur BVG-Revision
    • AHV Revision 2021
    • Rentenalter
    • Die OAK und ihre Kompetenzen
    • Fachrichtlinie 4 – Technischer Zins
    • Diskussion um Broker-Provisionen
  • Termine
  • No Comment
  • Links
  • Mitglieder
  • Über uns
    • Kontakt
    • Vorstand
    • Mitglied werden
    • Abo Newsletter
    • Werbung

Einbussen im Kollektivgeschäft der Versicherer

20. Januar 2010 By pwirth in Assekuranz

Erich Walser Anlässlich seiner Jahres-Medienkonferenz orientierte der Schweizerische Versicherungsverband über alle die Branche betreffenden Themen. Zum Gang des Kollektivgeschäfts im Jahr 2009 machte Verbandspräsident Erich Walser folgende Aussagen: “Der Rückgang um 3,5% in der Kollektivlebenversicherung mag auf den ersten Blick viel erscheinen, ist auf den zweiten Blick aber kein Grund zur Sorge. 2009 herrschte im Kollektivgeschäft ein Treten an Ort, was die Konkurrenz zwischen (teil)autonomen Pensionskassen und den vollständig rückgedeckten Sammelstiftungen der Lebensversicherer betrifft. Wir erinnern uns: Ende März wiesen sechs von zehn Pensionskassen eine Unterdeckung auf. Betriebe, die einer solchen Kasse angeschlossen waren, hätten beim Wechsel zu einer Sammelstiftung der Lebensversicherer ihr Vorsorgewerk ausfinanzieren müssen oder aber die Unterdeckung den überobligatorischen Altersguthaben der Versicherten belasten müssen – angesichts der schwierigen Wirtschaftslage für viele ein Ding der Unmöglichkeit.

Dabei wären sicher viele Arbeitgeber gerne in eine Vollversicherungslösung mit ihren umfangreichen Garantien gewechselt. Ein Beleg dafür sind die wenigen Abgänge von Betrieben zu (teil-)autonomen Pensionskassen. Es ist vielmehr dem Wettbewerb der Versicherer untereinander und den Zugeständnissen bei den Prämien zuzuschreiben, dass die wiederkehrenden Prämien 2009 um 0,9% sanken. Die Einmalprämien im Kollektivleben-Geschäft gingen um 5,9% zurück. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass infolge der Wirtschaftskrise Diensteintritte und freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse abgenommen haben.”

  Referat Walser

Ein Ja zur UWS-Senkung ist ein Nein zur Abschaffung der 2. Säule

20. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

Monika Bütler Monika Bütler, Dozentin an der Uni St. Gallen, nimmt in einem Beitrag auf batz.ch (Blog zur Schweizer Wirtschaftspolitik) Stellung zu einem Artikel im Vorwärts der PdA. Dort heisst es u.a. über die Abstimmung vom 7. März: “Ausschlaggebend ist für uns, was die Abschaffung der Pensionskassen beschleunigt. Dies ist eindeutig ein NEIN; wird der Umwandlungssatz nicht gesenkt, kommen die Pensionskassen schneller in unlösbare Probleme und ihre Abschaffung wird möglich.”

Bütler fast nüchtern zusammen: “Diese Analyse von Vorwärts ist richtig: Ein zu hoher Umwandlungssatz führt zu einer wachsenden Deckungslücke. Eine Deckungslücke von beispielsweise 20% (das heisst ein Deckungsgrad von 80%) heisst aber nichts anderes, als dass rund 20% der Renten aus den laufenden Beiträgen der aktiv Beschäftigten gedeckt werden müssen. Und nun haben die Aktiven ein Problem: Ihre künftigen Renten wären selbst bei einem versicherungstechnisch korrekten Umwandlungssatz nur zu 80% gedeckt. Bei einem zu hohen Umwandlungssatz fällt die Deckung der Renten der Aktiven sogar deutlich unter 80%. Die Pensionskasse muss in Zukunft einen stets wachsendenTeil ihrer Verpflichtungen mit den laufenden Beiträgen ihrer aktiv Versicherten finanzieren.

Fazit: Jede Senkung des Deckungsgrades auf unter 100% kommt einer (stillschweigenden) Einführung eines Umlageverfahrens im Ausmass der Deckungslücke gleich. Eine schleichende Einführung der Volkspension ist gleichzeitig eine klare Missachtung des Volkswillens. Vorschläge zu einer Volkspension wurden in der Vergangenheit mit rund 80% Nein Stimmen abgelehnt, die Einführung einer (kapitalgedeckten) Beruflichen Vorsorge hingegen mit über 70% gut geheissen.”

  batz.ch

Fairness gegenüber den Jungen

20. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

 image

NR Christa Markwalder, FDP, erklärt in einem Interview auf Cash, weshalb faire technische Parameter für die Festlegung des Umwandlungssatzes auch ein Gebot der Fairness gegenüber den Jungen sind.

  Cash

SGK-S: 80 Prozent Deckung für Kassen mit Staatsgarantie

19. Januar 2010 By pwirth in Gesetzgebung

Pensionskassen von Kantonen und Gemeinden sollen sich nicht zu 100 Prozent ausfinanzieren müssen. Geht es nach der Sozialkommission des Ständerats (SGK) müssen öffentlich-rechtliche Pensionskassen in 40 Jahren nur einen Deckungsgrad von 80 und nicht von 100 Prozent erreichen, schreibt die Handels-Zeitung (AWP).

Wie Kommissionspräsident Alex Kuprecht (SVP/SZ) an einer Medieninformation erklärte, fiel der Kommissionsentscheid zugunsten eines tieferen Mindestdeckungsgrades mit 9 gegen 2 Stimmen bei einer Enthaltung. Mit dieser Variante können Kantone und Gemeinden mit nicht ausfinanzierten Pensionskassen in den nächsten 40 Jahren viel Geld für andere Zwecke einsetzen. Der Vorschlag der Ständeratskommission kostet 9,9 Mrd. Franken. Die vom Bundesrat vorgeschlagene volle Ausfinanzierung würde 30 Mrd. Fr. kosten. Nur eine Minderheit der SGK unterstützte diesen Vorschlag. Eine zweite Minderheit wollte gar keine konkreten Zieldeckungsgrade vorschreiben.

Laut Kuprecht entschied die SGK im weiteren, dass Vorsorgeeinrichtungen mit einem Deckungsgrad von heute über 100 Prozent, nicht mehr unter die Grenze von 100 Prozent fallen dürfen. Der Ausgangsdeckungsgrad dürfe nicht unterschritten werden. Öffentlich-rechtliche Pensionskassen, die auf dem Weg zum 80-Prozent-Ziel bis Anfang 2020 noch einen Deckungsgrad von weniger als 60 Prozent ausweisen, sollen diese Unterdeckung verzinsen müssen. Gleiches gilt für Pensionskassen, deren Unterdeckung Anfang 2030 noch unter 75 Prozent liegt. Zudem schlägt die SGK dem Ständerat vor, dass die Vorsorgeeinrichtungen einen Finanzierungsplan vorlegen müssen. Darin müssen sie aufzeigen, wie das finanzielle Gleichgewicht langfristig gesichert werden kann.

In der Gesamtabstimmung hiess die SGK die Vorlage mit 6 gegen 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen gut. Sie gelangt nun in der Frühjahrs-Session in den Ständerat.

  Handels-Zeitung

Online Präsentation: “Wer bezahlt für den überhöhten Umwandlungssatz”

19. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

image

Die technischen Parameter für den Umwandlungssatz zeigen unmissverständlich auf: Der Umwandlungssatz muss gesenkt werden. Daran führt kein Weg vorbei. Wird die Anpassung unterlassen, muss irgendwer die entstehenden Pensionierungsverluste bezahlen. Ein Punkt, der von Linksparteien und Gewerkschaften den Versicherten schamhaft verschwiegen wird.

Stephan Gerber, Präsident der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten, hat am Mediengespräch des Vorsorgeforums in seinem Referat klar darauf hingewiesen. Seine Präsentation kann jetzt auch online auf unserer Website verfolgt werden. Dazu hier der Link.

Das Streaming der Powerpoint-Präsentation (mit gesprochenem Kommentar) erfolgt im Flash-Format. Allenfalls können Firewalls bei Banken etc. ein Hindernis darstellen.

pp

 Präsentation Gerber

Stephan Gerber: «Es geht nicht um Rentenklau, sondern um Lohnklau»

19. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

image In einem Interview mit der NZZ erläutert Stephan Gerber, Präsident der Kammer der Pensionskassen-Experten, weshalb es zu einem “Lohnklau” kommt, falls der Umwandlungssatz nicht angepasst wird. Gerber: “Angenommen, der mathematisch richtige Umwandlungssatz liegt bei 6,4 Prozent, der reale politisch bestimmte aber bei 6,8 Prozent. Für 100 000 Franken Altersguthaben erhält der Rentner 6800 Franken Jahresrente, also 400 Franken zu viel. Diesen sogenannten Pensionierungsverlust bezahlen der Arbeitgeber und die Versicherten. In kleinen Betrieben mit einer Pensionskasse, die gerade das gesetzlich vorgeschriebene Minimum abdeckt, wird das unmittelbar spürbar. Wenige Mitarbeiter müssen dann hohe Pensionierungsverluste finanzieren, was meistens in solchen Pensionskassen nur über entsprechende Lohnabzüge erfolgen kann. Deshalb sage ich: Es geht hier nicht um Rentenklau, sondern um Lohnklau”.

  Interview Gerber

UWS: Aktualisierte Dokumentation des BSV, Leistungsziel nicht gefährdet

18. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

image Im Hinblick auf Volksabstimmung vom 7. März 2010 über die Anpassung des Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge hat das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) auf seiner Website die umfangreiche Dokumentation aktualisiert. Das Faktenblatt zum Leistungsziel in der beruflichen Vorsorge wurde um verschiedene Modellrechnungen ergänzt.

Dieses Faktenblatt enthält folgende Aussage: Auch wenn der Umwandlungssatz auf 6,4% fixiert wird, ergibt sich für mittlere Einkommen bis rund 54’000 Franken keine Verschlechterung, für tiefere Einkommen sogar immer noch eine Verbesserung gegenüber der Situation vor der 1. BVG-Revision mit einem Umwandlungssatz von 7,2%. Nur die höheren Einkommen stehen gegenüber der Situation vor der 1. BVG-Revision tatsächlich schlechter da. Dies zeigt die folgenden Modellrechnung (weitere Beispiele auf dem Faktenblatt:

image

  Website BSV Umwandlungssatz

Umwandlungssatz: Und jetzt die freie Pensionskassen-Wahl

17. Januar 2010 By pwirth in Medien, Umwandlungssatz

img_nzzsonntag Charlotte Jacquemart verweist in ihrem Artikel in der NZZaS vom 17.1.10 auf  die Tatsache, dass die grossen Pensionskassen mit überobligatorischen Leistungen dank der Möglichkeit zur Kompensation ihren Umwandlungssatz längst den technischen Gegebenheiten angepasst haben und dies auch weiterhin tun werden. Die Tatsache ist bekannt und wurde am Pressegespräch des Vorsorgeforums detailliert dargestellt. Um auch Neues zu bieten, entwickelt Jacquemart nun kühne, eigene Vorstellungen: “Folgerichtig und vernünftiger, als alle paar Jahre über einen neuen Satz zu streiten, wäre deshalb, diesen gar nicht mehr gesetzlich festzulegen: Pensionskassen garantieren nur noch den verzinsten Spartopf, so wie es auch bei einem Stellenwechsel der Fall ist. Geht jemand in Pension und bezieht lieber eine monatliche Rente, als sich das Kapital auszahlen zu lassen, lässt er sich von seiner Kasse eine Renten-Offerte machen. Ist er damit unzufrieden, holt er bei anderen Pensionskassen weitere Offerten ein.”

Kassen und Firmen ohne einen Hauch sozialpolitischer Verantwortung würden ein solches Vorgehen mit Begeisterung begrüssen. Der Umwandlungssatz in solchen Fällen dürfte in der Gegend von 5,5 Prozent liegen, bestenfalls. Als Richtschnur könnten die Bedingungen für Leibrenten bei Lebensversicherungen dienen. Weshalb eine Kasse unter den Voraussetzungen überhaupt noch eine Rente ausrichten sollte, bleibt Jacquemarts Geheimnis. Das Risiko liesse sich dank Auszahlung voll auf die Versicherten überwälzen, die anspruchsvolle Verwaltung von Rentnerguthaben wäre überflüssig. Gänzlich unerfindlich bleibt, weshalb eine Pensionskasse eine Offerte für eine Rente erstellen sollte.

Aber Jacquemart hat noch einen weiteren Pfeil im Köcher: “Eine Vereinfachung des Pensionskassensystems wirkte befreiend, käme finanziell günstiger und wäre ein erster Schritt in Richtung freie Pensionskassenwahl. Diese ist in unserer globalisierten, dynamischen Arbeitswelt, in der die meisten Arbeitnehmer mehrmals im Leben den Arbeitgeber wechseln, längst überfällig.” Endlich haben wir ihn – den Link zwischen Umwandlungssatz und freier Pensionskassen-Wahl. Die grosse Freiheit in der 2. Säule, das Nirvana der Vorsorge. Es hat seinen Reiz offensichtlich noch längst nicht eingebüsst.

Fachverbände orientieren über die notwendige Anpassung des Umwandlungssatzes – Konsequenzen für Bezüger tiefer Löhne

15. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

forum An einem Pressegespräch des Vorsorgeforums orientierten Vertreter der Fachverbände über die Notwendigkeit einer Anpassung des Mindestumwandlungssatzes. Hanspeter Konrad, Direktor des ASIP machte deutlich: Der Verband setzt sich klar für die vom Parlament grossmehrheitlich beschlossene Anpassung des Umwandlungssatzes auf 6,4 Prozent ein.

Personen, die heute schon eine Rente beziehen, sind von der Anpassung nicht betroffen. Konrad hielt auch fest: Es geht um einen Mindestsatz. Vorsorgeeinrichtungen, welche finan­ziell in der Lage sind, höhere Leistungen zu gewähren, sind frei, dies auch zu tun. Dies liegt in der Kompetenz der paritätisch, aus Vertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusam­mengesetzten Stiftungsräte.

Pensionskassen mit überobligatorischen Leistungen vollziehen die geplante Anpassung schon heute, indem sie den obligatorischen Teil gemäss den gesetzlichen Vorschriften behandeln, für den überobligatorischen jedoch deutlich tiefere Sätze anwenden, um die überhöhten Anforderungen des Gesetzes zu kompensieren.

Konrads Fazit: Ein fairer Umwandlungssatz stärkt die Solidargemeinschaft, verhindert Umverteilungen, schützt vor riskanten Spekulationen auf dem Kapitalmarkt und leistet einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Stabilität der Beruflichen Vorsorge.

Marc Chuard vom Schweizerischen Versicherungsverband ging im Detail auf die endlos wiederholten Vorwürfe von Gewerkschaften und Linksparteien ein, die Versicherer wollten mit der Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes ihre Gewinne auf Kosten der Versicherten steigern. Chuard wies nach, dass die Versicherer durch eine solche Senkung keinen Rappen mehr verdienen würden. Auch die übrigen – und zahlreichen – Vorwürfe halten einer näheren Betrachtung nicht stand. Die Verwaltungskosten der Sammelstiftungen bewegen sich bei den Versicherern im Rahmen der Kosten bei autonomen Kassen. Gänzlich absurd sei der Vorwurf, die Assekuranz hätte mit spekulativen Anlagen viel Geld verloren. Aehnliches gilt für die unterstellten Eigenkapitalrenditen und die Gewinne.

Chuard verwies auf die enorme Bedeutung des Vollversicherungsmodells für die KMU in der Schweiz. Rund 150’000 Unternehmen mit über einer Million Mitarbeitern haben eine entsprechende Vorsorge bei einer Versicherungsgesellschaft, das entspricht einem Drittel der Versicherten. Sie haben dieses Modell gewählt, weil es für sie die beste Lösung darstellt. Die Vorstellung, dass damit grosse Gewinne zu machen seien, entbehrt jedoch jeder Grundlage. Seit 1985, dem Jahr der Inkraftsetzung des BVG, ist keine einzige Gesellschaft in das Geschäft neu eingestiegen, hingegen haben es mehrere aufgegeben. Gegenwärtig wird es lediglich noch von 9 von über 20 Versicherern betrieben.

Welches sind die Konsequenzen eines überhöhten Umwandlungssatzes? Stephan Gerber, Präsident der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten, zeigte sie drastisch auf. Sie sind nicht bei den Mitgliedern grosser und gut ausgebauter Pensionskassen zu suchen. Für sie sind die Folgen nicht direkt spürbar, weil einfach ihre Vorsorgeleistungen im überobligatorischen Teil kompensiert werden. Ganz anders sieht es hingegen bei den vielen Versicherten bei den BVG-Minimalkassen aus, welche bei der Altersvorsorge nur die Minimalleistungen erbringen. Dort müssen die unvermeidlichen Pensionierungsverluste von den Aktiven übernommen werden. “Kein Rentenklau, sondern Lohnkürzung bei den Tieflöhnen”, fasste Gerber die Sachlage hart und klar zusammen.

Umwandlungssatz: Ein Abstimmungskampf mit immer übleren Zügen

15. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

sp Am 15.1.2010 hat das Vorsorgeforum in Bern ein Mediengespräch mit Referenten der Fachverbände durchgeführt. Die SP war an der Veranstaltung nicht zugegen. Sie hat allerdings schon vor Beginn das Ergebnis gekannt. In einer Medienmitteilung schreibt die Partei: “Die Pensionskassen-Verbände biegen an ihrer heutigen Medienkonferenz erneut die Wahrheit zurecht, wenn sie die Senkung des Umwandlungssatzes mit den gesunkenen Renditen rechtfertigen. In Tat und Wahrheit will die Pensionskassen-Lobby auch ihre eigenen Pfründe sichern.”

Wären die SP-Spitzen mit einem Minimum an Anstand ausgerüstet, hätten sie an dem Gespräch teilgenommen und ihre Kritik direkt an den Mann gebracht. Aber dazu fehlt der Mumm. Man polemisiert lieber aus dem Hintergrund und macht die Pensionskassen herunter. Es ist (oder vielleicht war einst) Usus, dass man sich mit den Argumenten des Gegners in einer offenen und einigermassen fairen Weise auseinandersetzt. Dass man sich dem entzieht, indem diesem Gegner zu diffamieren versucht, ist einer Demokratie nicht würdig.

Wie viel die Argumente von SP und Unia in dieser Sache gelten, lässt sich aus dem Verhalten leicht ablesen.

  Mitteilung SP

CS PK-Index für Q4 2009

15. Januar 2010 By pwirth in Kapitalanlagen, Statistik

Die ersten Berechnungen des Schweizer Pensionskassen-Index der Credit Suisse, der das Anlageverhalten von über 100 Schweizer Pensionskassen seit dem Jahr 2000 berücksichtigt, ergeben für das 4. Quartal 2009 eine Performance von knapp 1,7 %. Während der Oktober noch eine Negativperformance (–0,4 %) aufweist, haben sich der November (+0,6 %) und vor allem der Dezember mit einem Plus von knapp 1,5 % entwickelt. Die BVG-Mindestrendite für das 4. Quartal betrug wiederum 0,5%, womit sich die Lücke des Index zur BVG-Vorgabe, gemessen seit dem Jahr 2000, weiter verkleinert und per Ende 2009 noch 12,45 Punkte beträgt.

Im Gesamtjahresvergleich legt der Pensionskassen-Index insgesamt um 10,8 % zu, was nach 2005 das zweitbeste Jahresergebnis seit Messbeginn darstellt. Trotz des guten Jahres konnte das Minus vom Vorjahr allerdings nicht wettgemacht werden. Unter Berücksichtigung der BVG-Mindestverzinsung besteht gegenüber dem Stand von Ende 2007 eine theoretische «Lücke» von 8,75 %, gegenüber Messbeginn im Jahr 2000 sind es rund 9,3%. Der Index müsste somit 2010 nochmals um rund 12,5 % zulegen, um per Ende 2010 die seit Beginn entstandene Lücke inkl. zusätzlich auflaufender BVG-Verzinsung zu schliessen.

Die Repräsentativität des CS-Index bleibt allerdings im Dunkeln, da weder die Asset Allocation noch der Umfang des erfassten Anlagevermögens und nicht einmal die genaue Zahl der erfassten VE angegeben wird.

Die detaillierte Auswertung des Schweizer Pensionskassen Index der Credit Suisse für das 4. Quartal 2009 wird in rund zwei Wochen publiziert.

Pressegespräch Vorsorgeforum zum Mindest-Umwandlungssatz: Medien-Unterlagen

14. Januar 2010 By pwirth in Allgemein

Die Unterlagen zum heutigen Mediengespräch können über die folgenden Links herunter geladen werden. Sperrfrist Freitag, 15.1.2010, 12 Uhr.

 

Deutsche Texte

Liste der Referenten: http://www.box.net/shared/86arop3piq

Pressemitteilung: http://www.box.net/shared/rbn2rogy0y

Unterlagen Konrad (ASIP): http://www.box.net/shared/static/vo3scm5itb.ppt

PDF: http://www.box.net/shared/nimnadjj37

Unterlagen Chuard (SSV): http://www.box.net/shared/static/2arjmljvcy.pptx

PDF: http://www.box.net/shared/z2s51fh25y

Unterlagen Gerber (Experten-Kammer): http://www.box.net/shared/static/bn7vvu94bc.ppt

PDF: http://www.box.net/shared/tnjg3vjqv9

Unterlagen Gerber /Text: http://www.box.net/shared/pvo2c4rqab

 

Französische Texte:

Liste der Referenten: http://www.box.net/shared/m69jjtkic5

Pressemitteilung: http://www.box.net/shared/pedb2n91o8

Unterlagen Konrad (ASIP): http://www.box.net/shared/static/v30t693t8u.ppt

PDF: http://www.box.net/shared/d7nlxd9jbr

Unterlagen Chuard (SSV): http://www.box.net/shared/static/49g4c2n8mt.pptx

PDF: http://www.box.net/shared/tl0gurp5u9

Unterlagen Gerber (Kammer): http://www.box.net/shared/static/f9dytlueka.ppt

PDF: http://www.box.net/shared/n7uzysh6h3

Unterlagen Gerber / Text: http://www.box.net/shared/gc1n5j2a6r

 

 

State Street-Index: Noch keine Entwarnung

14. Januar 2010 By pwirth in Kapitalanlagen

Der von State Street Investment Analytics errechnete Schweizer PK-Index erreicht im Schlussquartal 2009 eine Rendite von 1.32 Prozent. «Die Erholung an den Finanzmärkten hat sich verlangsamt» sagt Reto Tschäppeler, Vice President. «Trotz einer Jahresrendite von 11.56 Prozent konnten die Verluste des Vorjahres nur teilweise wettgemacht werden. Viele Pensionskassen werden deshalb im Vergleich zu Ende 2008 zwar deutliche Verbesserungen hinsichtlich Deckungsgrad und Sanierungsbedarf, nicht aber Entwarnung zu vermelden haben».

Grafik State Street

State Street veröffentlichte ebenfalls ihre Transaktionskosten-Analyse für den Schweizer Markt. Transaktionskosten entstehen beim Wertschriftenhandel und machen rund zwei Drittel der Vermögensverwaltungskosten aus. Die Kosten setzen sich aus Kommissionen, Gebühren und Opportunitätskosten (market impact) zusammen. Sie reduzierten sich in der Schweiz gegenüber Ende September 2009 um 2.63 Prozent von 19.77 auf 19.25 Basispunkte, wobei sich wiederum hauptsächlich die Opportunitätskosten vorteilhaft entwickelt haben. Dies bedeutet, dass institutionelle Investoren im letzten Quartal durchschnittlich 19.25 Basispunkte für die Ausführung ihrer Transaktionen in Schweizer Aktien aufgewendet haben. Die globalen Werte sind hingegen leicht gestiegen, um 0.48 Prozent. Der Kostenblock bleibt mit durchschnittlich 35.71 Basispunkten global auf einem wesentlich höheren Niveau als in der Schweiz.

  Mitteilung State Street

UWS Abstimmung: Belastung für Wirtschaftsstandort Schweiz

13. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

“Den Kassen droht eine Finanzierungslücke von 600 Millionen Franken jährlich. Lehnt das Volk am 7. März den tieferen Umwandlungssatz ab, muss das Loch anderweitig gestopft werden – zum Beispiel mit höheren Lohnnebenkosten”, schreibt die Handelszeitung.

Hintergrund dieser Befürchtung ist eine Finanzierungslücke, die sich bei den Pensionskassen wegen der gestiegenen Lebenserwartung und der sinkenden Zinserträge auf dem Kapital abzeichnet. Sie beträgt nach Schätzung des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) jährlich 600 Mio Fr. Falls das Volk in der Abstimmung vom 7. März die Senkung des Mindestumwandlungssatzes ablehnt, «müsste das Loch anderweitig gestopft werden», wie Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer sagt. Zur Kasse gebeten würden Erwerbstätige und Arbeitgeber. Damit würden die Lohnnebenkosten steigen und die Schweiz einen ihrer Standorttrümpfe schwächen.

  Handelszeitung

Untragbarer Filz zwischen TV und K-Tipp

13. Januar 2010 By pwirth in Umwandlungssatz

“Es gebe Verbindungen zwischen dem SF-Direktor Ueli Haldimann und dem Referendumskomitee in der BVG-Abstimmung, hiess es. Haldimann ist ab sofort nicht mehr Verwaltungsrat der Konsumenteninfo”, heisst es in einem Bericht auf baz online.

Die Konsumenteninfo AG ist unter anderem Herausgeberin der Zeitschrift K-Tipp, die das Referendum gegen die Senkung des Mindestumwandlungssatzes bei den Pensionskassen unterstützt und sich in der neusten Ausgabe stark im Abstimmungskampf engagiert. Die Sendungen des SF hingegen würden sich grundsätzlich bei Abstimmungsvorlagen unparteiisch verhalten und konsequent darauf achten, dass beide Seiten gleich lange Spiesse hätten.

«Mit meinem Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Konsumenteninfo AG will ich auch nach aussen sichtbar machen, dass die Redaktion des Kassensturz nichts mit dem Abstimmungskampf des K-Tipp zu tun hat», wird Haldimann in der SF-Mitteilung zitiert.

Das Komitee Ja zum fairen BVG-Umwandlungssatz hatte am vergangenen Montag den sofortigen Rücktritt von Haldimann aus dem Verwaltungsrat der K-Tipp-Herausgeberin gefordert, nachdem die Zeitung «Sonntag» am Vortag von einer Verfilzung zwischen dem Fernsehdirektor und dem Referendumskomitee berichtet hatte.

Unabhängig von der jüngsten Entwicklung fänden seit letztem Herbst Gespräche zwischen K-Tipp und Kassensturz statt, bei denen es um die Ausgestaltung der Zusammenarbeit gehe, teilte SF weiter mit. Diese Gespräche seien noch nicht abgeschlossen.

  baz online

«‹ 614 615 616 617›»

Suche

Themenliste der Meldungen

Verbände

logo_asip_400px

Schweizerischer Pensionskassenverband
asip.ch

Umfrage zum ASIP ESG-Reporting Standard 2025: Link


Interessengemeinschaft autonomer Sammel- und Gemeinschafts­einrichtungen
inter-pension.ch

logo_skpe_400px

Schweizerische Kammer der Pensionskassen-Experten
skpe.ch

Mitteilung technischer Zins per 1.10.2025

logo_asa-svv_400px

Schweizerische Versicherungsverband SVV
svv.ch

Werbung

banner vps hp 26-03 symp
Banner_ fachschule Kursprogramm_hp 25-08

Newsletter

Hier können Sie unseren kostenlosen, vierzehntäglichen Newsletter abonnieren. Und nie mehr News in der 2. Säule verpassen.

newsletter

Nr. 545 / 16.2.2026: online /PDF
Nr. 544 / 2.2.2026: online / PDF

Der nächste Newsletter erscheint am 2.3.2026

Kommentar

Rückspiegel

Politik im Vermietungsgeschäft
Die Basler PK will mit ihren Immobilien in Genf eine angemessene Rendite erzielen. Das stört die Linke. Link

OAK auf dem Holzweg
Die Oberaufsicht will sich mit der risikobasierten Aufsicht einen alten Traum verwirklichen. Experte Roger Baumann hält nichts davon. Link

Bloss keine Reform
Die SGK-N wagt mit zwei BVG-Änderungen einen neuen Reformanlauf. Der ASIP reagiert heftig. Link

inter-pension not amused
Die OAK will den Handlungsspielraum der Sammelstiftungen noch weiter engen. Ihr Verband wagt ein skeptisches Räuspern. Link

Novas Erbe
Mathieu Erb folgt auf Colette Nova im BSV. Link

Geschäftsstelle

Peter Wirth, Geschäftsführer  
4058 Basel
info@vorsorgeforum.ch

Folgen Sie uns auf Twitter

  • Über uns
  • Werbung
  • Datenschutzerklärung
Vorsorgeforum
© Vorsorgeforum 2026
Powered by WordPress • Themify WordPress Themes

↑ Back to top