Euro ‚crisis‘ now part of portfolio strategy
Two years after the initial bailout of Greece was announced in May 2010 and following a crucial election this month in which Greeks effectively decided to stay in the eurozone, the crisis is morphing from a short-term factor into a long-term consideration for portfolio managers.
âIt’s hard to continue to describe this as a crisis, it’s beginning to become status quo,â said Dan Morris, executive director and global strategist at J.P. Morgan Asset Management (JPM), London. Peter Halligan, co-head of multiasset research at Aon Hewitt, London, said managers âcertainly have had to consider issues they haven’t been presented in quite this way before.â
Initially, many investors took a short-term opportunistic approach to investing in the eurozone, following a pattern of buying cheap assets with the expectation that government intervention is around the corner, then exiting shortly after the policy announcement. âThere’s now a migration away from this opportunistic approach,â Mr. Halligan added.
Beobachter: Verlustscheine und WEF
Frage: Ich möchte eine Wohnung kaufen. Das Eigenkapital kann ich aus der Pensionskasse vorbeziehen. Nun gibt es aber Verlustscheine aus Âeinem Konkurs vor zwölf Jahren Âgegen mich. Sind die ein Problem?
Der Beobachter meint ja. âMit dem Vorbezug geht das Pensionskassenkapital in Ihr freies und somit pfĂ€ndbares VerÂmögen ĂŒber. Die gegen Sie ausgestellten Verlustscheine verjĂ€hren erst nach 20 Jahren. Bis dahin können GlĂ€ubiger jederzeit die Betreibung einÂleiten.â
Postulat Badran: Verteilung der Vermögen in der 2. Säule
Eingereichter Text: Der Bundesrat wird gebeten zu prĂŒfen, wie die angesparten Vermögen im BVG interpersonell verteilt sind und welche Auswirkungen diese Verteilungen haben.
BegrĂŒndung: Zur Zeit sind verschiedene Anstrengungen da, das BVG zu revidieren. Da die Vermögensverteilung innerhalb der beruflichen Vorsorge (BVG) unklar ist, fehlen die objektiven Grundlagen fĂŒr gewisse nötige Entscheidungen. Die Verteilung der Vermögen hat nĂ€mlich unter anderem Implikationen auf die Verteilung des erwirtschafteten Gewinns (Verzinsung, ĂberschĂŒsse) und somit auf die Kapitalbildung. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Ausgestaltung des umstrittenen Rentenumwandlungssatzes.
Die Verteilung soll wenn möglich und sinnvoll nach Altersklassen und Dezilen ausgewiesen werden.
Fragestunde: 2. Säule, Fahrplan
Frage Bruno Pezzatti, 11.6.2012.
Eingereichter Text: GemÀss Jahreszielen des Bundesrates 2012 sah der Bericht zur Zukunft der zweiten SÀule eine Agenda der notwendigen Reformen vor.
– Wie sieht der Fahrplan der BVG-Reform konkret aus?
– Wann kann mit einer Auswertung der Anhörung gerechnet werden?
Alain Berset, conseiller fĂ©dĂ©ral: L’Ă©valuation des avis exprimĂ©s dans le cadre de l’audition Ă propos du rapport sur l’avenir du deuxiĂšme pilier est en cours. Les rĂ©sultats seront publiĂ©s cet automne. Les rĂ©sultats constitueront une base importante pour la rĂ©forme de la prĂ©voyance vieillesse que le Conseil fĂ©dĂ©ral entend mener dans une perspective d’ensemble qui consiste Ă rĂ©examiner l’interdĂ©pendance entre le premier et le deuxiĂšme pilier. Il s’agira de mener des rĂ©flexions globales sur l’ensemble de notre rĂ©gime de prĂ©voyance vieillesse. Le DĂ©partement fĂ©dĂ©ral de l’intĂ©rieur prĂ©pare actuellement une stratĂ©gie globale sur la consolidation de nos rĂ©gimes de retraite. ConformĂ©ment Ă ses objectifs 2012, le Conseil fĂ©dĂ©ral a prĂ©vu de fixer les axes de la rĂ©forme de la prĂ©voyance vieillesse jusqu’Ă la fin de l’annĂ©e.
BLPK: “Staatsangestellte werden geschont”
Bei den PensionskassenbeitrĂ€gen und zwei weiteren zentralen Punkten hat die Baselbieter Regierung das Reformpaket ĂŒberarbeitet. Nach der Vernehmlassung habe der Regierungsrat die Vorlage fĂŒr die Reform der Basellandschaftliche Pensionskasse (BLPK) im Sinne eines «fairen und ausgewogenen Pakets optimiert», sagte Finanzdirektor Adrian Ballmer vor den Medien. Die Vorlage geht nun an den Landrat.
Entgegengekommen ist die Regierung den Kantonsangestellten auf Druck der Arbeitsgemeinschaft der Baselbieter PersonalverbĂ€nde (ABP) bei den PensionskassenbeitrĂ€gen. Die aktiven Versicherten werden wĂ€hrend der Dauer der Amortisation ĂŒber eine temporĂ€re Erhöhung ihrer PensionskassenbeitrĂ€ge von bisher 40 auf neu 45 Prozent an den Kosten beteiligt (Beitrag Arbeitgeber: neu 55 Prozent). Geplant war ursprĂŒnglich, dass sich der Kanton und das Personal die BeitrĂ€ge teilen. Der Kanton, der bisher 60 Prozent trug, ĂŒbernimmt nun aber kĂŒnftig 55 Prozent. Damit steigt die durchschnittliche Mehrbelastung der Kantonsangestellten statt um 2,6 nur um 1,4 Prozent an.
Der Kanton hingegen will seinen Anteil von 1,1 Milliarden Franken nicht auf einmal einzahlen, sondern ĂŒber 40 Jahre amortisieren. Bei einer Einmalzahlung bestehe die Gefahr, dass ein grosser Teil des Geldes je nach Entwicklung der FinanzmĂ€rkte in kurzer Zeit wieder verloren gehe, hiess es an der Medienkonferenz. Festgehalten hat die Regierung trotz Kritik in der Vernehmlassung am Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat, das der BLPK zu mehr FlexibilitĂ€t und einfacheren AblĂ€ufen verhelfen soll. Schon heute gelte bei 20 Prozent der rund 240 der Pensionskasse angeschlossenen Institutionen das Beitragsprimat, darunter die BLKB und die FHNW.
Das Reformpaket sieht auch eine Erhöhung des Rentenalters von 64 auf 65 Jahre bei gleichzeitiger Flexibilisierung vor. So können sich Kantonsangestellte kĂŒnftig frĂŒhestens mit 58 pensionieren lassen. SpĂ€testens mit 70 kommt der Ruhestand. Die BLPK mit 22’000 Versicherten und 7500 Rentnern wies 2011 bei einem Deckungsgrad von 76,8 Prozent eine DeckungslĂŒcke von 1,6 Milliarden Franken auf. KĂŒnftig soll die Pensionskasse im System der Vollkapitalisierung gefĂŒhrt werden. Zudem wird die Pensionskasse in eine Sammeleinrichtung umgewandelt.
Basler Zeitung / Mitteilung BL
OAK-BV “mit voller Agenda”
Die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge orientiert mit einer Medienmitteilung ĂŒber Arbeit, GrundsĂ€tze und Entscheide. In der Mitteilung werden u.a. folgende Themen aufgegriffen: UnabhĂ€ngigkeit des VR von kantonalen Aufsichtsbehörden; Transparenz: Vorgaben bezĂŒglich Verwaltungs- und Vermögensverwaltungskosten, Ausfinanzierung öffentlicher VE; Governance: Minder- und Nullverzinsung bei VE ohne Unterdeckung.
Sonntags-Zeitung: Kostenvergleich bei Sammelstiftungen
Die Kostendifferenzen bei den Pensionskassen sind enorm. FĂŒr die gleichen Leistungen bezahlt man bei der Kasse mit den teuersten PrĂ€mien ĂŒber 2,5-mal mehr als bei der Billigsten. Dies zeigt der grosse Pensionskassenvergleich, der das Beratungsunternehmen Weibel Hess & Partner AG im Auftrag der SonntagsÂZeitung zum siebten Mal in Folge durchgefĂŒhrt hat.
In diesem Jahr wurden Offerten fĂŒr drei Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen analysiert. Der Vergleich der Offerten fĂŒr das ArchitekturbĂŒro und den Schreinereibetrieb mit je 17 Mitarbeitenden zeigt, welche PensionsÂkassen einen branchenunabhĂ€ngigen Einheitstarif anwenden. Die Gefahr: Durch den Einheitstarif werden schlechtere Risiken angezogen. So bezahlen Unternehmen mit besserer Risikoeinstufung bei Pensionskassen ohne einheitlicher Tarifierung in der Regel tiefere PrĂ€mien. Dies zeigt sich deutlich beim Offertenvergleich fĂŒr den Informatikbetrieb mit 100 Mitarbeitenden. Die Pensionskassen mit Einheitstarif können bei der Offerte prĂ€mienmĂ€ssig nicht mithalten.
Die Risikokosten werden fĂŒr die Risiken Tod und InvaliditĂ€t Âerhoben. Mit den Verwaltungskosten finanzieren die Pensionskassen ihre Ausgaben fĂŒr die Administration, den Vertrieb und die Verwaltung. Bei den SammelÂstiftungen der Lebensversicherer hat Allianz Suisse fĂŒr zwei von drei Betrieben die kostengĂŒnstigste Offerte eingereicht. FĂŒr das ArchitekturbĂŒro verlangt der Versicherer 21â185 Franken und damit 21 Prozent weniger als im Vorjahr. Ob die Preispolitik nachhaltig ist, wird sich erst in den nĂ€chsten Jahren zeigen. FĂŒr den Schreinereibetrieb, mit den gleichen Leistungen, offeriert Allianz Suisse 29â534 Franken. Das sind 40 Prozent mehr als fĂŒr das ArchitekturbĂŒro. Die allerhöchsten PrĂ€mien, unter den Sammelstiftungen der Lebensversicherer, verlangt aber Baloise mit 41â007 Franken. Dies sind ĂŒber 50 Prozent höhere PrĂ€mien als was die gĂŒnstigste Vollversicherung PAX fĂŒr den gleichen Betrieb und die gleichen Leistungen verlangt.
EU-Finanzaufsicht warnt vor sinkenden Betriebsrenten
Die europĂ€ische Versicherungsaufsicht sieht wegen der niedrigen Zinsen erhebliche Risiken auf die betrieblichen Pensionskassen in der EuropĂ€ischen Union zukommen. Viele Kassen hĂ€tten mit viel zu hohen langfristigen Zinsen kalkuliert, so dass sich Arbeitnehmer auf sinkende Betriebsrenten oder steigende BeitrĂ€ge einstellen mĂŒssten, sagte Gabriel Bernardino, Chef der EuropĂ€ischen Aufsichtsbehörde fĂŒr das Versicherungswesen (Eiopa), in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche". Er forderte regelmĂ€Ăige Stresstests fĂŒr die Pensionskassen.
D: Milliarden-Lücke bei Pensionen
Es herrscht Anlagenotstand bei den deutschen Pensionskassen- und fonds. Nach Berechnungen von âŹuro-Magazin waren 2011 knapp ein Drittel der Pensionsverpflichtungen der DAX-Konzerne oder 84 Milliarden Euro nicht gedeckt. Bei der Deutschen Lufthansa ist die LĂŒcke bereits 1,3-mal so groĂ wie die aktuelle Marktkapitalisierung. Auch dem Stahlkonzern ThyssenKrupp fehlen in der Pensionskasse so viel, wie das Unternehmen derzeit an der Börse wert ist. Die Differenz zwischen Pensionsverpflichtungen und -vermögen mĂŒssen die Konzerne aus dem operativen GeschĂ€ft begleichen. Das schmĂ€lert den Gewinn und senkt den Börsenwert. Das Problem dĂŒrfte sich in den kommenden Jahren noch zuspitzen: Denn das niedrige Zinsniveau, das voraussichtlich noch einige Jahre erhalten bleibt, vergröĂert die Löcher in den rund 150 deutschen Pensionskassen mit ihren sechs Millionen Mitgliedern.
avenir suisse: Reformbarrieren überwinden
Swiss Life-Mitarbeiter mit einem politischen Mandat haben bei und mit Avenir Suisse ĂŒber die Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge diskutiert. Die Ziele der Ideen und teils visionĂ€ren Gedanken sind so eindeutig wie schwierig zu erreichen: die finanzielle Stabilisierung der 2. SĂ€ule sowie die Wiederherstellung der Generationengerechtigkeit.
UBS PK-Barometer Mai 2012
Die UBS schreibt zu den Mai-Ergebnissen ihres Pensionskassen-Barometers: âWieder aufkeimende BefĂŒrchtungen um den Zustand der sĂŒdlichen EurolĂ€nder haben im Mai zu RĂŒckschlĂ€gen an den Aktienbörsen gefĂŒhrt. Die positiven ErtrĂ€ge der ĂŒbrigen Vermögensklassen vermochten die Verluste bei den Aktien nicht wettzumachen. Die Ertragslage bleibt damit fĂŒr die schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen unbefriedigend.â
Die seit fĂŒnf Jahren kumulierte Jahresrendite bewegt sich zwischen 1,6% bei den kleineren Pensionskassen und 4,7% bei den grösseren. Der RenditedĂ€mpfer vom letzten Mai verschlechtert somit die schon an sich nicht berauschende Gesamtperformance noch etwas weiter.
China: Huge Pension Funding Gap Looms
China is facing an 18 trillion yuan (2,8 Bio. Dollar) pension funding gap that will become larger as the country’s population ages, according to one of the authors of a new report jointly produced by a research team at the Bank of China and researchers at Fudan University. Liao Shuping (㻿·è), one of the authors of the report from the Bank of China, told Economic Information Daily that China could see a shortfall of 18.3 trillion yuan in pension funding by 2013.
The report stated that due to an aging population, Chinaâs pension system will place a very large burden on government finances. The authors of the report suggested that among other measures, the government should consider pushing back the current minimum retirement age and also push ahead with reforms to the country’s public institutions to help relieve the pressure.
At the beginning of this month, officials from the Ministry of Human Resources and Social Security said publicly that an adjustment to the age of retirement is inevitable. These officials also indicated that the ministry will put forward an official policy recommendation related to delaying the age at which people can begin to receive their pension at an appropriate time.
BLPK: Debatte über Finanzbedarf
Der Kanton habe in der Frage, wie viele Mittel er fĂŒr die Sanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) zurĂŒckstellen muss, «gravierende Fehlbeurteilungen» begangen, heisst es in der Basler Zeitung. Die Regierung, die 48 Millionen fĂŒr die BLPK reserviert hat, gehe etwa davon aus, dass 50% der Sanierungskosten von den Arbeitnehmern getragen werden, was «offenkundig nicht realistisch» sei, so die Subkommission der Finanzkommission: «Der Kanton dĂŒrfte nicht in der Lage sein, mehr als 30% auf die Arbeitnehmer zu ĂŒberwĂ€lzen.» Die Subkommission geht von einem «minimal vertretbaren RĂŒckstellungsbedarf » von 287 Millionen per Ende 2011 aus.
NZZ: “Das Ende des Korridors”
Christoph Schmutz und Beat Gigy befassen sich in NZZ Equity mit den neuen, verschĂ€rften IAS-Regelungen fĂŒr die Bilanzierung von Vorsorgeverpflichtungen. Schmutz beschreibt die Funktion des Korridors, der mit der revidierten IAS-19 jetzt wegfĂ€llt, was sich markant in den Bilanzen der Unternehmen mit IAS-Rechnungslegung auswirken wird. âLaut Lukas Marty, CFO der Beratungs- und PrĂŒfungsgesellschaft KPMG, mĂŒssen sich die Schweizer Unternehmen auf einen rund 30% bis 50% höheren Vorsorge-Aufwand in der Erfolgsrechnung einstellen.
Dies ist aber nicht die Folge der höheren Vorsorge-RĂŒckstellungen. Diese werden nĂ€mlich im sonstigen Gesamtergebnis OCI («other comprehensive income») untergebracht, das an die eigentliche Erfolgsrechnung anschliesst. Die zusĂ€tzlichen Kosten ergeben sich aus der Tatsache, dass neu sowohl auf der Vorsorgeverpflichtung als auch auf dem bereits zurĂŒckgelegten Vermögen derselbe Zinssatz anzuwenden ist, der Diskontsatz. Unter dem alten Regime konnte eine zu erwartende Rendite auf das Vorsorgevermögen gerechnet und von den Kosten in der Erfolgsrechnung entsprechend abgezogen werden. Da nun der tiefere Diskontsatz vom Aufwand in der Erfolgsrechnung abgezogen wird, resultieren höhere Kosten.â
Gigy geht auf die Tatsache ein, dass nach schweizerischem Recht eine strikte Trennung zwischen Pensionskasse und Arbeitgeberfirma vorliegt. KMU, welche nach Swiss FER bilanzieren, sind deshalb von den IAS-Ănderungen auch nicht betroffen. Allerdings werden auch diese Unternehmen von der Finanzierungssituation ihrer VE betroffen. âNach EinschĂ€tzung des Vorsorgeexperten Christian Fitze (Ecofin Investment Consulting) laufen die meisten Anreize im Pensionskassensystem darauf hinaus, zu hohe DiskontierungssĂ€tze zu verwenden. Ein zu hoch angesetzter technischer Zinssatz gaukelt sichere kĂŒnftige ErtrĂ€ge auf dem bestehenden Deckungskapital vor, die sich in RealitĂ€t nicht oder nur mit einem zu hohen Anlagerisiko erreichen lassen. Auf diese Weise lĂ€sst sich ein höherer Deckungsgrad ausweisen, als er sich bei marktgerechter Beurteilung ergĂ€be.
Offenbar gibt es in der Schweiz ein West-Ost-GefĂ€lle in dem Sinn, dass in der Romandie das SchönfĂ€rben mit hohen technischen ZinssĂ€tzen noch etwas intensiver ist als im Osten des Landes. Abschreckend fĂŒr JĂŒngere Fitze legt dar, dass eine relativ grosse Koalition Interesse daran hat, die zweite SĂ€ule gut aussehen zu lassen: die Politik, die die Gesetze erlassen hat, Pensionskassenexperten, die lange Zeit hohe Diskont-Raten geduldet oder vertreten haben, und eben auch die Unternehmen, die die Belastung ihrer Bilanzen durch Sanierungen zu vermeiden suchen. Hinzu komme die mit den verzerrten ZinssĂ€tzen einhergehende Umverteilung von den Jungen zu den Ălteren bzw. RentenbezĂŒgern, die von einem hohen Umwandlungssatz profitieren.â
“Wenn die Vorsorge auf die Bilanz drückt”
Mehr Transparenz aber auch hoher Aufwand, ausgelöst durch die neuen internationalen Rechnungslegungsstandards fĂŒr die Vorsorgeverpflichtungen (IAS 19). Die NZZ und andere Zeitungen sind in den letzten Wochen verschiedentlich auf das Thema eingegangen. Die NZZ schreibt: âAm Ende seiner Amtszeit kann der Vorsitzende des International Accounting Standard Board (IASB), David Tweedy, zufrieden sein. Er hat eines seiner Hauptziele bei den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erreicht: Das von ihm stets beanstandete «Korridorverfahren» zur Erfassung von versicherungstechnischen Gewinnen und Verlusten bei Vorsorgeverpflichtungen ist mit der Ăberarbeitung des neuen Standards IAS 19 durch den IASB im Jahr 2011 abgeschafft worden.
KĂŒnftig sind statistische Gewinne und Verluste bei Pensionen sofort und in vollem Umfang zu erfassen, denn entsprechende Wahlrechte zur Bilanzierung wurden beseitigt. In der Bilanz wird also in Zukunft eine Differenz zwischen Vorsorgeverpflichtungen und dem vorhandenen Vermögen (Planvermögen) sofort als PensionsrĂŒckstellung gezeigt. Das bedeutet in vielen FĂ€llen: Eigenkapital wird ergebnisneutral fĂŒr PensionsrĂŒckstellungen reserviert.
Zudem Ă€nderte der IASB die Bilanzierung der Effekte fĂŒr VorsorgeplĂ€ne zurĂŒckliegender Arbeitsjahre. Diese werden nun als separate Kostenposition ausgewiesen. Ausserdem passte der IASB die Verzinsung der Vorsorgevermögen an. Sie orientiert sich nicht mehr an den Erwartungen, die den Unternehmen viel Ermessensspielraum liessen, sondern lehnt sich an die Verzinsung der Vorsorgeverpflichtungen an.â
FĂŒr Schweizer Unternehmen stellt sich die Frage, ob der Aufwand sich lohnt. Auswege bieten sich an durch den Wechsel zu Swiss GAAP FER oder durch den Abschluss einer Vollversicherungs-Lösung.


