BL: Volk wird über die Sanierung der Uni-PK bestimmen
1850 Unterschriften hat die SVP gesammelt, um zu verhindern, dass der Kanton Baselland die Sanierung der Pensionskasse der Uni Basel stützt.
US: Assets of largest retirement funds tumble 2.3%
Assets of the largest 1,000 U.S. retirement plans totaled $8.84 trillion on Sept. 30, a dip of 2.3% from a year earlier.
Asset movement among defined contribution plans in the top 1,000 was relatively flat, down 0.3% to $3.01 trillion, while defined benefit plans decreased 3.3%, to $5.83 trillion.
Among the 200 largest plans, DC plan assets inched up 1.5% to $1.81 trillion while DB plans dropped 3.6% to $4.58 trillion. Top 200 assets overall declined 2.2%, to $6.39 trillion.
When broken out by type of plan, only public defined contribution plans in the top 200 showed an increase. Corporate DC plans were flat for the year, while public defined benefit plans dropped 3% and corporate DB plans fell 4.2%.
AV2020: Ausweichen vor den Herausforderungen
In ihrer neuen Vorsorgestudie hat die UBS die Vorlage des Bundesrates zur Altersvorsorge 2020 mit den Entscheiden des Ständerates in der Herbstsession 2015 verglichen. Die Autoren kommen u.a. zum Schluss:
Erfreulich ist, dass der Ständerat mit seiner grundsätzlichen Zustimmung zur Reform Altersvorsorge 2020 den Weg für die dringend notwendige Reform der schweizerischen Altersvorsorge weiter geebnet hat. Der Ständerat hat jedoch dem Entwurf des Bundesrats in einigen wichtigen Punkten seine Zustimmung verweigert und einen eige nen Reformvorschlag formuliert. Bedenklich ist, dass der Ständerat mit seinem Konzept hinter dem Entwurf des Bundesrats zurückbleibt, sodass der zukünftige Sanierungsbedarf höher ausfällt; die Entlastung der AHV fällt gemäss Vorschlag des Ständerats um gut einen Drittel geringer aus.
Für die heutigen Versicherten, sprich die Wählerinnen und Wähler, mag das Reformkonzept des Ständerats erfreu lich erscheinen. Denn für sie bedeutet die geringere Entlastung der AHV – zumindest vorläufig – eine geringere Belastung. Insbesondere durch den geplanten Rentenzuschlag von monatlich 70 Franken, mit dem Einbussen durch die Absenkung des Leistungsniveaus in der zweiten Säule kompensiert werden sollen, werden die heutigen Erwerbstätigen im Vergleich zum Entwurf des Bundesrats weniger stark belastet. Frappant ist, dass die renten nahen Jahrgänge durch den Entwurf des Ständerats gegenüber der aktuellen Gesetzgebung unter dem Strich sogar noch besser gestellt werden.
AHV-Abstimmung erst im September
pw. Die Abstimmung zu AHV+, mit der die Gewerkschaften eine generelle Rentenerhöhung in der AHV um 10 Prozent durchsetzen wollen, wird erst im September durchgeführt. FDP und SVP hatten gehofft, dies werde bereits im Juni der Fall sein. Auch die Arbeitgeber hatten einiges darangesetzt, den früheren Termin zu realisieren. Absehbar wird der Ausgleichsfonds für das vergangene Jahr ein erhebliches Defizit ausweisen, und die Zahlen dürften erst relativ kurz vor Juni bekannt werden. Das wäre schlecht für den Abstimmungskampf der Befürworter. Laut Darstellung des Tages-Anzeigers setzte sich Berset für den September ein. Die bürgerlichen Parteien haben zwar die numerische Mehrheit im Bundesrat, aber Burkhalter hat sich schon mehrfach als unsicherer Kanton erwiesen und er dürfte auch diesmal wieder verantwortlich für den linken Entscheid gewesen sein.
Inside Parade: “Amerikaner hinter der CS PK-Kürzung”
Lukas Hässig sieht die Gründe für den tiefen Einschnitt bei der CS-Pensionskasse bei der Mentalität ihrer amerikanischen Investmentbanker:
Den Amerikanern im CS-Konzern, die hauptsächlich im Investment Banking aktiv sind und dort über die Jahre Milliarden-Boni kassierten, war die Schweizer PK-Mentalität schon immer ein Graus.
In ihrer Optik verständlich. In Übersee gibt es keine ausgebauten Sozialsysteme, eine Alters- und Hinterbliebenen-Versicherung, wie wir sie kennen, ist unbekannt.
Und obendrauf noch eine 2. Säule namens Pensionskasse? Forget it.
Jeder soll selbst schauen. Das für Europäer unverständliche Getöse um eine minimale obligatorische Krankenversicherung, die „Obamacare“, zeigt, wie unterschiedlich die USA ticken.
Der Höhenflug von Donald Trump ist bester Beleg dafür, was in Amerika ankommt. Selbstverteidigung, Selfmade-Millionär, Eigenverantwortung.
Wir sind anders. Die Pensionskasse ist heilig. Nun rührt die CS an diesem Heiligtum. Und erst noch wegen ihren Amerikanern.
Die rechnen ganz cool. Die PK der CS und aller anderen Arbeitgeber bindet viel Kapital für die Zukunft. Die versprochenen Rentenleistungen müssen mit harter Münze unterlegt werden.
Die Angelsachsen im weltweiten Trading und Gambling wollen dieses Kapital, von dem die CS seit Jahren zu wenig hat, lieber für anderes gebrauchen. Für Kredite. Für Deals. Für Wetten.
Pensionskassen wehren sich gegen Negativzinsen
Der Pensionskassenverband Asip geht davon aus, dass die Vorsorgeeinrichtungen durch die Negativzinsen mit 400 Mio. Fr. pro Jahr belastet werden. Auf die Mitteilung der Banken hin, dass auf ihren Guthaben nun Negativzinsen anfallen, haben mehrere Pensionskassen Rechtsanwälte eingeschaltet. Sie verlangen Verhandlungslösungen und behalten sich den Gang zum Richter vor. Bis dahin untersagen die Pensionskassen ihren Banken eine weitere Belastung durch Negativzinsen und melden Rückforderungsansprüche in Höhe der bereits belasteten Negativzinsen an. Die von der SNB verhängten Minuszinsen werfen derweil unter Juristen die Frage auf, ob Banken ihren Kunden solche Negativzinsen einfach «weitergeben» dürfen. Da ein Fallen der Zinsen unter null im Allgemeinen nicht vorhergesehen wurde, sind Negativzinsen in den meisten Verträgen nicht ausdrücklich geregelt.
Jean-Marc Schaller, Anwalt und Partner bei der Kanzlei Holenstein, hält einseitige Mitteilungen von Banken an Pensionskassen aus verschiedenen rechtlichen Gründen für unzulässig. Bei Sicht-, Spar- und Termineinlagen von Pensionskassen, die bei Vertragsschluss noch positiv verzinslich waren – wenn auch vielleicht nur sehr gering –, stelle die Neueinführung von Negativzinsen eine vertragliche Kehrtwende um 180 Grad dar. Aus einem positiv verzinslichen Darlehen werde eine entgeltliche Hinterlegung. Selbst bei ursprünglicher Nullverzinsung entstehe bei einer Negativverzinsung eine neue Hauptleistungspflicht zulasten des Kunden, welche die Einlage reduziere. Diese Einlage wäre dann bei Auszahlung weniger wert als bei Einzahlung. Hierfür brauche es die Zustimmung der Pensionskasse.
CS-Pensionskasse reagiert auf widriges Umfeld
Die NZZ berichtet über einschneidende Massnahmen der CS-Pensionskasse als Folge der schwierigen Marktverhältnisse. Die Zeitug schreibt: “Der Stiftungsrat der Pensionskasse sei zu dem Ergebnis gekommen, dass das hohe Leistungsniveau der Pensionskasse langfristig nicht nachhaltig finanzierbar sei, sagt Martin Wagner, Geschäftsführer der CS-Pensionskasse. Deshalb habe der Stiftungsrat entschieden, die Umwandlungssätze zu senken. Um nicht eine bestimmte Altersgruppe zu benachteiligen, erfolge diese Senkung in Schritten über die kommenden acht Jahre. Die CS-Pensionskasse senkt den Umwandlungssatz bei einer Pensionierung im Alter von 65 Jahren von 6,054% im Jahr 2016 auf 4,865% im Jahr 2025.
Gemäss vorliegenden CS-Berechnungsgrundlagen wird er, versicherungsmathematisch korrekt, je nach Rücktrittsalter stufenweise abgesenkt. Damit soll vor allem eine Umverteilung zulasten der Jungen verhindert oder zumindest stark reduziert werden. Der Umwandlungssatz bestimmt, wie das angesparte Altersguthaben in der beruflichen Vorsorge in eine jährliche Rente umgewandelt wird. Bei einem Umwandlungssatz von 6% und einem angesparten Guthaben von 500 000 Fr. beträgt diese beispielsweise 30 000 Fr.
Zudem hat die CS-Pensionskasse ihren technischen Zinssatz per Ende 2015 in einem Schritt von 3% auf 2% gesenkt. Mit dieser Kennzahl schätzen Pensionskassen die Höhe ihrer künftigen Erträge ein. Aufgrund der extrem niedrigen Zinsen sind die Aussichten auf die Erträge am Kapitalmarkt derzeit wenig erbaulich. Ausserdem setzt die Vorsorgeeinrichtung bei ihren Berechnungen zur Sterblichkeit von Versicherten ab dem Abschluss 2015, also ab dem 31. Dezem2ber 2015, sogenannte Generationentafeln statt wie bisher Periodentafeln ein.
PK SBB im grünen Bereich
Die PK SBB schloss 2015 mit einer Anlagerendite von 1,5% ab. Mit dieser Performance lag die PK SBB zwar um 0,1% unter dem relevanten Benchmark (1,6%), übertraf aber den Marktdurchschnitt gemäss CS PK-Index.
Trotz der überdurchschnittlichen Anlagerendite ging der Deckungsgrad auf 105,7% zurück. Um den Deckungsgrad auf Vorjahresniveau (107,3%) halten zu können, wäre eine Rendite von knapp 3% nötig gewesen.
Die PK SBB zählt 56‘000 Destinatäre, 47% sind Rentner.
Finews: BEKB muss die Pensionskasse stärken
Mit einem Gewinn von 131,3 Millionen Franken hat die Berner Kantonalbank (BEKB) das Vorjahresergebnis um Haaresbreite übertroffen. Die Tief- und Negativzinsen seien aber eine grosse Herausforderung gewesen, teilte die BEKB am Donnerstag mit.
In der Pensionskasse musste die BEKB deswegen Umstellungen vornehmen und diese stärken. So hat die Pensionskasse der Bank per Jahresbeginn den technischen Zinssatz von 2,5 auf 2 Prozent gesenkt. Somit musste sie auch den Umwandlungssatz reduzieren.
Als Ausgleich seien die Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse entsprechend erhöht worden. Zudem habe die Kasse zum Jahresbeginn von der Perioden- auf die Generationentafel umgestellt.
Die Folgen dieser Massnahmen für ihre Angestellten federte die BEKB ab, in dem sie die Altersguthaben sowie die Rentendeckungskapitalien aufstockte. Dies kostete die Bank 83,8 Millionen Franken. Der Jahresgewinn sei aber nicht belastet worden.
NZZ: ETF ersetzen zunehmend Futures
Exchange-Traded Funds (ETF) erhalten immer öfter eine Krücken-Funktion, die ihnen ursprünglich gar nicht zugedacht war. Die Bankenregulierungen seit der Finanzkrise haben für die Geldinstitute etliche Geschäfte verkompliziert. Als Folge davon trocknen die Märkte für Unternehmensobligationen aus, und Teile des Futures-Handels verteuern sich. Für Versicherungen und Pensionskassen ist es darum zum Teil zu teuer geworden, selber Obligationenportfolios zu bewirtschaften. Sie benutzen dafür neu ETF . Statt mit Indexfutures betreiben sie auch Portfolio-Absicherung mit ETF. Dies zeigt eine jährliche Umfrage von Greenwich Associates unter 123 institutionellen Anlegern in Europa. ETF sind börsengehandelte Fonds, die stets voll in diejenigen Wertschriften investieren, die in einem Index enthalten sind und deren Kurswert darum dem Index eng folgt.
VPOD contra BVK
SRF berichtet über die Kritik des VPOD an der Zürcher BVK.
Cash: Pension im Ausland – Die wichtigsten Punkte
Das Arbeitsleben ist vorbei, die Kinder führen ihre eigene Existenz: Dann den Lebensabend im Ausland verbringen ist der Traum vieler Schweizer. Wegen des Rentenbezugs muss man sich dafür aber sorgfältig vorbereiten. Cash führt die wichtigsten Elemente bez. 1. und 2. Säule, Kapital, Immobilien und Krankenkasse auf.
Im Minus trotz effizienter Geschäftsführung
Das schwierige Anlagejahr 2015 hinterlässt bei der Performance der BVK Spuren. Die Gesamtperformance lag bei -0,7% (Benchmark: -1,1%). Die positive Abweichung zum Benchmark wurde gemäss eigener Darstellung durch konsequente Anwendung des regelbasierten Anlageprozesses erreicht. Die BVK hat sich für eine breite Diversifikation entschieden und hat deshalb auch in Rohstoffe und Emerging Markets investiert, was 2015 Rendite gekostet hat.
Pro 100 Franken Vorsorgevermögen zahlt die BVK 18 Rappen für die Vermögensverwaltung, was ein guter Wert ist. Die entsprechende Kennzahl TER OAK liegt bei 0,18%. Mit diesen Kosten liegt die BVK tiefer als der Durchschnitt der Pensionskassen mit 0,47% (Swisscanto PK-Studie 2015). Auch bei den Versichertenverwaltungskosten unterbietet die BVK mit 128 Franken pro versicherte Person den Durchschnitt von 330 Franken deutlich. Der Deckungsgrad betrug per 31. Dezember 2015 gemäss provisorischen Berechnungen 96,1% (Vorjahr 99,3%). Zur umstrittenen Anpassung der versicherungstechnischen Grundlagen schreibt die BVK:
The Rise of the Artificially Intelligent Hedge Fund
Last week, Ben Goertzel and his company, Aidyia, turned on a hedge fund that makes all stock trades using artificial intelligence—no human intervention required. “If we all die,” says Goertzel, a longtime AI guru and the company’s chief scientist, “it would keep trading.”
NZZ: “Auch die Suva strampelt”
Die Suva ist mit einem Wertschriftenvermögen von 46 Mrd. Fr. die grösste institutionelle Anlegerin der Schweiz. Mit 1,21% Performance war sie 2015 klar besser als eine durchschnittliche Pensionskasse, schreibt Werner Enz in der NZZ.
“Die Performance der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) auf ihren Kapitalanlagen gilt in der Branche als dankbarer Orientierungswert, nicht zuletzt weil sie die grösste institutionelle Anlegerin der Schweiz ist. Mit 1,21% Gesamtperformance bewegte sie sich im vergangenen Jahr zwar im oberen Drittel des Spektrums, wie ein Vergleich mit dem Pictet-Index BVG-25 (0,47%) oder dem Pensionskassen-Index der CS (0,95%) erkennen lässt. Wenn man aber bedenkt, dass der Bundesrat für 2015 wagemutig einen BVG-Mindestzins von 1,75% setzte und die Suva selbst 2014 noch auf 7% Performance gekommen war, spiegelt das eben Realitäten, die von ultratiefen Zinsen und enormen Wechselkursverlusten geprägt waren.”
Die Suva hält in ihrer Medienmitteilung fest: “Die Anlagestrategie der Suva ist auf Langfristigkeit und breite Diversifikation ausgelegt. Etwa die Hälfte des Vermögens ist in festverzinslichen Papieren investiert, gut 20 Prozent in Aktien und der verbleibende Teil in Immobilien und Alternativanlagen. Am ehesten ist die Anlagestrategie vergleichbar mit denjenigen von Pensionskassen. Im langfristigen Vergleich seit 1. Januar 2000 hat die Suva eine kumulative Performance von 73,6 Prozent erzielt. Beim BVG 25 (2000/2005/2015)-Index waren es 70,2 Prozent und beim CS-Pensionskassenindex 53,7 Prozent. Für das Jahr 2015 liegt die Performance der Suva mit 1,2 Prozent über dem BVG 25-2015 Index mit 0,5 Prozent und über dem CS-Index mit 1,0 Prozent.”





