BE: Staatsangestellte zahlen (vorläufig) keine Sanierungsbeiträge
Im April hatte die Bernische Pensionskasse (BPK) angekündigt, auf Anfang 2010 zeitlich befristete Sanierungsbeiträge von 3,5 Prozent zu erheben. Dank der Erholung an den Börsen und des Anstiegs des Deckungsgrads auf 92 Prozent, sei diese Massnahme aber derzeit nicht nötig, teilte die Verwaltungskommission der BPK am Dienstag mit. Allerdings hält sie an den zwei weiteren, bereits angekündigten Massnahmen fest: Die ordentlichen Beiträge steigen um 2,2 Prozent, während der technische Zinssatz zur Berechnung der Leistungen und der dafür nötigen Prämien von 4,0 auf 3,5 Prozent sinkt.
Auf den 1. Januar 2010 steigen somit die Beiträge der Versicherten um 0,8 Prozent, jene der Arbeitgeber um 1,4 Prozent. Hierzu muss allerdings noch der Regierungsrat grünes Licht geben. Die Verwaltungskommision der BPK will eine erneute Lagebeurteilung vornehmen, sobald die Jahresrechnung 2009 vorliegt. Dann werde sie allenfalls auch die Option für eine zeitlich befristete Staatsgarantie prüfen, wie sie der Regierungsrat angeboten hat.
Kapital oder Rente – hat auch die Witwe diese Wahl?
Anfrage an den “heissen Draht” des Blick: “Der Mann meiner Mutter (61) ist nach 20-jähriger Ehe gestorben. Er arbeitete noch voll. Nun geht es ums Geld seiner Pensionskasse. Meine Mutter möchte das Todesfallkapital — rund 200 000 Franken. Die Pensionskasse sagt aber, sie habe nur Anspruch auf die Witwenrente. Stimmt das? Das Geld gehört ja eigentlich ihr, sie müsste doch selber entscheiden können.”
Die Antwort von Redaktor Silvio Bertolami: “Kapital statt Rente – diese Wahl gibt es also, wenn der Versicherte einer Pensionskasse pensioniert wird. Bei einer Witwe oder bei einem Witwer muss eine Pensionskasse diese Wahl aber nicht offerieren.”
Bundesrat eröffnet Vernehmlassung zum Einlegerschutz
Der Bundesrat hat am 11. September die Vernehmlassung für ein Bankeinlagensicherungsgesetz eröffnet. Er will die Bankeinlagen mit einem zweistufigen System schützen, das durch die Banken finanziert wird. Die Vernehmlassung dauert bis 31. Dezember 2009.
Als Reaktion auf die Krise in den internationalen Finanzmärkten beschloss das Parlament am 20. Dezember 2008 in einer dringlichen und bis Ende 2010 befristeten Gesetzesänderung Verbesserungen zum Schutz der Einlegerinnen und Einleger bei Banken. Der Bundesrat kündigte schon damals an, den Schutz der Einlagen bei den Banken in der Schweiz grundsätzlich zu überprüfen.
Die Vorlage, die nun in die Vernehmlassung geht, sieht ein zweistufiges Sicherungssystem vor.
Stufe 1: Ein öffentlich-rechtlicher Fonds von rund 9,75 Mrd. Franken sichert die Einlagen. Der Fonds wird durch die Banken aufgebaut. Diese entrichten dazu jährliche Beiträge zur Äufnung von zwei Dritteln des Zielbetrags. Das verbleibende Drittel wird durch Verpfändung von Wertschriften gesichert. Der Fonds soll die Mittel zur Auszahlung der gesicherten Einlagen innert zwanzig Tagen nach dem Eintritt eines Sicherungsfalls bereitstellen.
Stufe 2: Sollte der Fonds erschöpft sein, käme als zweite Stufe entweder ein Bundesvorschuss (Variante A) oder eine Bundesgarantie (Variante B) zum Tragen. Diese würde von den Banken durch jährlich zu entrichtende Prämien abgegolten.
Das bisherige – bis Ende 2010 geltende – System soll in Dauerrecht überführt werden. Das betrifft das Konkursprivileg für alle Einlagen bis 100’000 Franken und deren sofortige Auszahlung aus den vorhandenen liquiden Mitteln, die separate Privilegierung von Guthaben der 2. Säule und der Säule 3a sowie die Unterlegung der privilegierten Einlagen mit 125 % Aktiven in der Schweiz.
GE: Mieux payés, les policiers devront travailler plus
Les policiers de Genève seront mieux payés, mais devront travailler plus, (40 heures par semaines), et jusqu’à 58 ans au lieu de 52. C’est en substance les grandes lignes directrices du projet de loi présenté ce mercredi matin par le Conseil d’Etat. Cette réforme qui sera soumise en urgence au Grand Conseil fait suite aux rapports de la Cour des comptes et à l’audit du conseiller d’Etat bernois Mario Annoni. Des documents qui relèvent notamment un manque de clarté ainsi que des dysfonctionnements dans le système de traitement salarial et d’organisation des forces de l’ordre.
BaZ: Der Verleger stellt richtig
Offenbar enttäuscht von der (wie üblich) eher unkritischen Haltung seiner Redaktoren gegenüber obrigkeitlichen Verlautbarungen, hat der Verleger der Basler Zeitung, Matthias Hagemann, nach einem Interview seiner Zeitung mit der baselstädtischen Finanzdirektorin Eva Herzog (SP) und ihren offen bekundeten Sympathien für die Steuerharmonisierungs-Initiative ihrer Partei in einem Kommentar einige unangenehme Tatsachen in Erinnerung gerufen. Hagemann führte in seinem Kommentar vom 7.9. u.a. aus:
“Vor Kurzem wurden der Pensionskasse des Basler Staatspersonals über eine Milliarde Franken aus Steuermitteln zugesprochen, um die bestehende Unterdeckung auszugleichen. Es werden also von allen Steuerpflichtigen bezahlte Mittel verwendet, um einen kleinen Teil derselben massiv zu begünstigen. Denn konnten die Pensionskassen der privaten Unternehmen, die Ende 2008 ebenfalls grösstenteils in Unterdeckung waren, ebenfalls auf Steuergelder hoffen? Natürlich nicht, allfällige Sanierungen werden von den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern selbst getragen. Eine doppelte Ungerechtigkeit.
Dazu kommt, dass die Pensionskasse des Basler Staatspersonals entgegen allen Behauptungen nicht saniert ist, im Gegenteil. Sie verspricht überdurchschnittliche Leistungen, die langfristig nicht finanziert werden können. Ohne Abstriche an den Leistungen werden die Steuerzahler immer wieder zur Kasse gebeten. Dies wird von der politischen Linken wortreich beschwiegen.
Das Einzige, was die Steuerzahler als Hilfe gegen solche Fehlentwicklungen haben, ist der Steuerwettbewerb. Er zwingt auch den Hochsteuerkanton Basel-Stadt dazu, zaghafte Schritte in Richtung einer vernünftigen Steuerbelastung zu gehen. Frau Herzog bestätigt dies mit dem Satz: «Wir können uns dem Wettbewerb nicht entziehen.» Ja, Gott sei Dank. Die von der SP gewünschte »Harmonisierung" ist demgegenüber bloss ein anderes Wort für Steuererhöhung. Steuern wurden noch nie und nirgends nach unten harmonisiert.”
PK SBB: VR verabschiedet Sanierungskonzept
Der Verwaltungsrat der SBB hat das Sanierungskonzept des Stiftungsrates der Pensionskasse SBB (PK SBB) gutgeheissen. Ziel ist es, den Deckungsgrad der PK SBB in den nächsten zehn Jahren auf mindestens 100 Prozent anzuheben. Das Konzept fordert von den Mitarbeitenden, den Pensionierten und von der SBB laut einer Mitteilung der Bahn grosse Sanierungsanstrengungen. Der zu erbringende Sanierungsbeitrag beläuft sich gemäss dem Konzept auf 2,543 Mia. Franken. Darin enthalten ist ein weiterer Sanierungsbeitrag der SBB in der Höhe von 938 Mio. Franken. Die Sanierung wird die SBB über die nächsten 10 Jahre zusätzlich mit knapp 100 Mio. Franken pro Jahr und danach weitere 15 Jahre mit 25 Mio. pro Jahr belasten. Damit die Sanierung gelingt, braucht es gleichzeitig die Zustimmung der eidgenössischen Räte zu dem vom Bundesrat beantragten Sanierungsbeitrag des Bundes in der Höhe von 1,148 Mia. Franken.
Avadis übernimmt 29 Immobilien der SIG-Pensionskasse
Die Avadis Anlagestiftung hat 29 Immobilien im Wert von über 170 Mio. Franken als Sacheinlage von der SIG Pensionskasse übernommen. Bisher wurden die Liegenschaften im Direktbesitz verwaltet. Die SIG Pensionskasse zeichnete mit der Transaktion im gleichen Umfang Anteilscheine an der Avadis-Anlagegruppe Immobilien Schweiz. Die Liegenschaften befinden sich grösstenteils in den Kantonen Schaffhausen und Zürich. Für die betroffenen Mieterinnen und Mieter ändert sich nichts: Die Liegenschaften bleiben in ihrer heutigen Form erhalten.
Die SIG Pensionskasse folgt mit der Transaktion dem Trend weg von direkt gehaltenen Liegenschaften hin zu indirekten Immobilienanlagen. Die Sacheinlage in eine Anlagestiftung ermöglicht eine steueroptimierte Überführung ohne Einfluss auf die Immobilienquote. Die SIG Pensionskasse kann mit dem Schritt die Diversifikation (Region, Objektart etc.) und die Liquidität des eingesetzten Vermögens verbessern.
UK: Pension fund deficit widens again
The state of UK defined-benefit pension funds started to worsen again in August, according to the Pension Protection Fund (PPF). The shortfall in the 7,400 defined- benefit schemes, including final-salary pensions, widened from £158.1bn at the end of July to £173.2bn a month later.
The level has fluctuated in recent months but remains considerably worse than a year earlier. Many employers have closed final-salary schemes because of funding shortages.
Beobachter: Rente oder Kapital – das ist hier die Frage
Wollen Sie eine Rente beziehen? Oder lieber das ganze Pensionskassenguthaben auf einmal bekommen? Ein wichtiger Entscheid, bei dem es Vor- und Nachteile abzuwägen gilt – immerhin geht es in vielen Fällen um mehrere hunderttausend Franken. Der Beobachter zeigt in einem Beitrag die diversen Möglichkeiten auf.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im August 2009
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende August 2009 150’831 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5’467 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,7% im Juli 2009 auf 3,8% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 56’792 Personen (+60,4%).
Top pension funds back to 2006 levels
Total assets of the world’s largest 300 pension funds fell by 13% in 2008 to US$10.4 trillion, down by around US$1.5 trillion from last year’s figure, according to Pensions & Investments and Watson Wyatt research. The P&I / Watson Wyatt global 300 ranking, conducted in conjunction with Pensions & Investments, a leading US investment newspaper, shows that despite last year’s fall in assets, compound annual growth during the past five years is still around 10%. The region with the highest compound annual growth rate (CAGR) during this period is Asia-Pacific (19%) and the lowest is North America (4%), with Europe having a growth rate of 12%.
Carl Hess, global head of investment consulting at Watson Wyatt, said: “The world’s largest pension funds were not exempt from the economic crisis and have been set back a number of years. While, over a five-year period, they still show impressive growth, results in aggregate during the last decade have been more volatile. So despite having fared better than many other funds, they will now be focusing even more on risk management and reassessing their governance arrangements to ensure investment returns are more secure in future.”
Gesetz über St.Galler Pensionskasse geht in Vernehmlassung
Die Grundlagen für die berufliche Vorsorge des Staatspersonals und der Lehrer sollen auf eine neue Basis gestellt werden. Kernpunkte bilden dabei die Fusion und die Verselbständigung der Versicherungskasse für das Staatspersonal und der kantonalen Lehrerversicherungskasse. Die Versicherungsleistungen sollen vereinheitlicht werden. Für die Altersleistungen ist ein Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat vorgesehen.
Das dienstrechtliche, ordentliche Rücktrittsalter wird gemäss dem separaten Entwurf eines neuen Personalgesetzes, für welches bis Ende September 2009 die Vernehmlassungsphase läuft, auf das Alter 65 angehoben. Am bisherigen Leistungsziel für die Altersrenten soll aber festgehalten werden. Die Altersrenten sind deshalb im Rücktrittsalter 65 höher als im Rücktrittsalter 63. Sie werden im Alter 65 mit einem Umwandlungssatz von 6.4 Prozent berechnet. Die Zeitspanne für den Beginn der Altersrente wird auf Alter 58 bis Alter 70 vergrössert (heute von Alter 60 bis Alter 63). Die Arbeitnehmer können ab Alter 58 freiwillig in den Ruhestand treten. Der Bezug der Altersrente kann unabhängig vom Ende der Berufstätigkeit bis Alter 70 aufgeschoben werden. Je später die Altersleistung bezogen wird, desto höher ist sie (heute ab Alter 63 keine Erhöhung mehr).
Auf eine Ausfinanzierung der bestehenden Unterdeckung soll zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet werden.
Moneycab: Interview mit Philippe Egger, CEO Axa Winterthur
Moneycab interviewte Philippe Egger, CEO der Axa Winterthur, zum aktuellen Geschäftsgang und zum Verhältnis von BV und Assekuranz. Auszug aus dem Interview:
Wie hat sich die Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Geschäft mit der beruflichen Vorsorge ausgewirkt?
Egger: Im BVG-Geschäft haben wir derzeit eine spezielle Situation. Wie schon erwähnt, hat die Nachfrage nach unserem Vollversicherungsmodell zwar massiv zugenommen, trotzdem können wir nicht davon profitieren, wie es in einem freien Markt der Fall sein müsste. Verhindert wird dies durch die so genannten "rostigen Fesseln". Viele Vorsorgeeinrichtungen, die zur AXA Winterthur wechseln möchten, sind jetzt bei teilautonomen Pensionskassen angeschlossen, die in Unterdeckung sind. Um wechseln zu können, müssten sie also die Differenz aus eigenen Mitteln finanzieren. Und dies ausgerechnet jetzt, wo viele der Unternehmen unter den Auswirkungen der Krise leiden.
BFS: Demografisches Verhalten der Familien in der Schweiz 1970 bis 2008
Die Publikation des Bundesamtes für Statistik “Demografisches Verhalten der Familien in der Schweiz 1970 bis 2008” kann als pdf herunter geladen werden.
Obama Outlines Retirement Initiatives
President Obama, noting that millions of Americans do not have enough savings to cover their retirement, announced a package of initiatives to spur increased savings. The administrative actions, which do not require new legislation from Congress, are intended to make it easier and more automatic for people to put money into tax-advantaged retirement accounts.
“The fact is, even before this recession hit, the savings rate was essentially zero, while borrowing had risen and credit card debt had increased,” Mr. Obama said in his weekly radio address. “Half of America’s work force doesn’t have access to a retirement plan at work. And fewer than 10 percent of those without workplace retirement plans have one of their own.”
Mr. Obama outlined four new initiatives, all of which are based on new behavioral research on ways to encourage people to save in a systematic way. One key finding in that research is that people are more likely to contribute to a retirement savings account, like an employer-sponsored 401(k) plan, if they are enrolled automatically. Workers have usually had to sign up for the plan, something that large percentages of people either postponed or never did at all.


