Am 1. Juli 2008 ist das PUBLICA Gesetz in Kraft getreten. Damit hat PUBLICA den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat und die Ausgestaltung als Sammeleinrichtung vollzogen. Die grösste Datenmigration der BVG-Geschichte ist erfolgreich realisiert worden, wie Ernst & Young und Hewitt bestätigen. Mit der erfolgten Migration haben über 53`000 aktive Versicherte vom Leistungs- ins Beitragsprimat gewechselt. Zudem wurden 45`000 bestehende Rentenverhältnisse in das neue System übernommen.
Pensionskassen
BE: Pensionskassen ausreichend gefüllt
Die Bernische Pensionskasse (BPK) und die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) verfügen über eine ausreichende Beitragsfinanzierung. Zu diesem Schluss kommt ein vom Regierungsrat des Kantons Bern in Auftrag gegebenes externes Gutachten. Gemäss dem Bericht der Firma Wagner & Kunz Aktuare AG aus Basel genügt die derzeitige Höhe der Beiträge bei allen geprüften Szenarien, um die Rentenverpflichtungen der beiden Berner Pensionskassen sicherzustellen. Aufgrund der jüngeren Entwicklung an den Finanzmärkten haben beide Kassen im vergangenen Jahr Renditewerte von lediglich 1,17 Prozent (BLVK) resp. 0,4 Prozent (BPK) erzielt. Allerdings erachtet der Regierungsrat das Risiko als «nicht unerheblich, dass die bis 2015 erwarteten Renditewerte nur teilweise erreicht werden könnten.»
mzbern / Mitteilung Kt. Bern
Fragezeichen zur Ausfinanzierung der Baselstädtischen PK
Der Pensionskassen-Experten Walter Spengler setzt in der Basler Zeitung Fragezeichen zu den Modalitäten der Ausfinanzierung der PKBS. Spengler schreibt: «Der Kanton versucht unter gütiger oder naiver Mithilfe der Kassenorgane den Versicherten (und Rentnern) einen Ausfinanzierungsbetrag anzubieten, der künstlich niedrig gehalten wird und in der vorliegenden Höhe bei Weitem nicht ausreichend ist.»
Spengler kritisiert insbesondere, dass zur Beibehaltung des finanziellen Gleichgewichts eine Rendite von 4,6 Prozent notwendig sind, was angesichts der Resultate der letzten Jahre einen völlig falschen Eckwert darstelle. «Wer unter diesen Voraussetzungen im Verwaltungsrat und in der Anlagekommission Verantwortung übernimmt, muss gute Nerven haben*.
Artikel Spengler
SH: Stadtrats-Ruhegehalt soll befristet werden
Auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt erhalten Stadträte ein Ruhegehalt: Künftig könnten diese Beträge gesenkt und auf zehn Jahre beschränkt werden.
SHN
IPE: "PKZH suspends rebalancing on solvency drop"
The CHF14.5bn City of Zürich Pension Fund has decided not to make any major changes to its portfolio in light of the credit crisis, even though its funding level has now dropped from 130% in 2007 to an estimated 116% today. Vera Kupper Staub, chief investment officer and vice-chair of the executive board at the fund, explained to IPE: «Because our reserves are below our target level, we suspended rebalancing in our portfolio so that we are currently underweight equities from our strategic level of exposure to this asset class.»
The fund currently has 35% in equities, compared with its strategic quota of 40%, and 43% in bonds while the rest is invested in alternatives and real estate. She added no major changes to the asset allocation have been made because of the credit crisis but said the fund was hoping to regain its target funding level of 124%. «We are long-term investors therefore we are not making any short-term prognosis or decisions. But if the funding ratio were to fall under 112%, we would start to reduce our equity exposure due to the reduced ability to absorb risk,» said Kupper Staub.
IPE
SonntagsZeitung: Pensionskassen in Unterdeckung
«Die finanzielle Situation der Pensionskassen in der Schweiz hat sich 2007 und 2008 so stark verschlechtert, dass einige Kassen in eine Unterdeckung geraten sind. Bei ihnen liegt der Deckungsgrad unter 100 Prozent, bei manchen sogar unter 90 Prozent. Darunter befinden sich auch einige kantonale Pensionskassen. So lag die Pensionskasse des Kantons Zürich BVK Ende März 2008 bei einem Deckungsgrad von nur 93 Prozent. Seither dürften weitere Verluste angefallen sein», schreibt Meinrad Ballmer in der SonntagsZeitung.
In Unterdeckung befinden sich derzeit zum Beispiel die bekannten Sammelstiftungen Profond, Meta und PK Pro. Die Sammelstiftung Profond wies per Ende Januar 2008 noch einen Deckungsgrad von 103,6 Prozent auf. Doch allein im ersten Quartal 2008 betrugen die Anlageverluste der Profond 10,5 Prozent.
Aufgrund der traditionellen Anlagestrategie der Sammelstiftung dürften im Jahre 2008 weitere Verluste angefallen sein. Wie hoch der Deckungsgrad derzeit ist, gab die Profond auf Anfrage nicht bekannt. Stiftungsratspräsident Herbert Brändli sagt: «Wir verfolgen den Deckungsgrad wegen seiner kurzfristigen Bedeutungslosigkeit nicht täglich, wöchentlich oder monatlich, können aber bestätigen, dass er momentan mit Sicherheit unter 100 Prozent liegt.» Strukturell sei die Profond aber gut unterwegs.
Ähnlich ist die Situation bei den Sammelstiftungen Meta und PK Pro. Meta wies Ende 2007 einen Deckungsgrad von 101,3 Prozent auf. Der Verlust im ersten Quartal 2008 betrug 10,19 Prozent. Auch bei der Meta dürften die Verluste im Laufe des Jahres 2008 angehalten haben. Gemäss einer Hochrechnung der Meta lag der Deckungsgrad Ende Juni bei 90, Ende Juli etwas über 90 Prozent. Kurt Strasser von der Meta hält fest: «In den Jahren 2001 und 2002 haben die Pensionskassen ähnliche Marktverhältnisse überstehen müssen und überstanden.»
Artikel SonntagsZeitung
PK Schaffhausen: "Die Rentner müssen keine Angst haben"
Die Kantonale Pensionskasse Schaffhausen wies zu Beginn dieses Jahres eine Unterdeckung auf. Die Schaffhauser Nachrichten unterhielten sich darüber mit Regierungsrat Heinz Albicker.
SHN
Ascoop fordert Gleichbehandlung mit SBB-PK
In einer Medienmitteilung hält die Ascoop-Pensionskasse fest: «Der Bundesrat hat am 2. Juli 2008 den Bericht zur Erfüllung der Postulate Fluri (05.3363) und Lauri (05.3363) in Zusammenhang mit der Pensionskasse ASCOOP verabschiedet. Beide Postulate fordern den Bundesrat auf zu prüfen, wie der Bund in Anlehnung an die SBB die Pensionskasse der ASCOOP unterstützen könnte. Gleichzeitig wurde die Vorlage zur Sanierung der Pensionskasse der SBB in die Vernehmlassung geschickt. In der am 2. Juli veröffentlichten Medienmitteilung „Pensionskasse ASCOOP: Bericht zur Erfüllung von Postulaten“ des Eidg. Finanzdepartements und des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation wird gefolgert: „Aus der Sicht der Aufsichtstätigkeit des Bundesamts für Verkehr bis Ende 1995 ergibt sich für den Bund gegenüber der ASCOOP weder direkt noch indirekt eine Handlungspflicht oder ein Handlungsinteresse.“ Für die Pensionskasse der ASCOOP ist diese vom Bundesrat veröffentlichte Ablehnung der früheren Aufsichtsverantwortung erstaunlich und nicht nachvollziehbar.»
Die Ascoop argumentiert vor allem mit dem hohen, ihr in früheren Jahren auferlegen technischen Zinssatz (vor 1985), der sie zu einer aggressiven Kapitalanlage gezwungen habe. Die jetzt notwendig gewordenen Sanierungsmassnahmen würden die Vorsorgeleistungen der Angestellten der Privatbahnen gegenüber jenen der SBB massiv schmälern.
Mitteilung Ascoop
La Chaux-de-Fonds et Neuchâtel feront prévoyance commune
Une caisse de pensions unique régira à partir de 2009 la prévoyance professionnelle des employés de la fonction publique neuchâteloise. Le Grand Conseil a accepté la fusion des caisses de pensions de l’Etat et des villes de La Chaux-de-Fonds et Neuchâtel.
La Caisse de pensions unique de la fonction publique représente un total de 22’000 assurés, dont 6000 retraités. Le montant des avoirs sous gestion s’élève à 3 milliards de francs. Un premier projet de loi avait été renvoyé ce printemps en commission, faute de perspective d’obtention de la majorité requise des deux-tiers.
Les dispositions adoptées introduisent le principe de primauté des cotisations, revendiqué par la droite. La primauté des prestations, défendue par la gauche, sera abandonnée progressivement sur une durée de 30 ans. Ce délai doit permettre d’assurer la recapitalisation de la caisse fusionnée, à hauteur d’un taux de couverture de 100%, voire de 115% sur quarante ans.
La Chaux-de-Fonds et Neuchâtel feront prévoyance commune
Bernische Pensionskasse zum Projekt Futura
Die Delegiertenversammlung der Bernischen Pensionskasse verlangt eine vollumfängliche Besitzstandsgarantie. Die Umstellung vom Leistungs- auf das Beitragsprimat dürfe nicht zur Sparübung werden.
espace.ch – Personal fordert sichere Renten
Fusion des fondations collectives Vita et Progressa finalisée.
La fusion des fondations collectives Vita et Progressa (fondation collective de l’ancienne Genevoise) est achevée. Après cette fusion, la Fondations collective Vita est désormais la plus grande fondation collective semi-autonome de Suisse, indique la Zurich Suisse (Zurich Schweiz), qui collabore avec la fondation, dans un communiqué publié mercredi.
La fortune de placement gérée par la fondation s’élève désormais à plus de 7 mrd CHF, ce qui correspond à une augmentation d’environ 34% par rapport à l’an passé.
Plus de 100’000 personnes assurées travaillant dans environ 16’000 entreprises sont affiliées à la fondation collective Vita.
La collaboration entre Zurich Suisse et la fondation a permis de créer un modèle pour la prévoyance professionnelle dans le domaine des structures LPP ou les changements de la société, indique Peter Naegeli, président du conseil de la fondation, cité dans le communiqu
Zurich Suisse/Fusion des fondations collectives Vita et Progressa
economiesuisse zur SBB-PK: "Keine neuen Steuergelder"
Die Fakten sind klar: Die SBB-Pensionskasse wurde 1999 mit über 12 Mrd. Franken Steuergeldern voll ausfinanziert und mit einem Deckungsbeitrag von 100 Prozent in die Unabhängigkeit entlassen. Die Steuerzahler sind damit ihrer Verpflichtung vollumfänglich nachgekommen. Nun präsentiert der Bundesrat eine Vorlage zur erneuten Sanierung der Kasse. Es steht ein Wunschkonzert von vier Varianten zur Auswahl. Bis zu 3 Mrd. Steuerfranken sollen eingeschossen werden. Aus Sicht von economiesuisse kommt dies nicht in Frage.
SBB-Pensionskasse: Keine neuen Steuergelder
SVP zur SBB PK-Sanierung: "Linker Filz hat Milliardenfolgen"
«Wegen des linken Filzes im Umfeld der Bundesbahnen und weltfremder Lösungsansätze rutschte die SBB-Pensionskasse immer tiefer ins Schlamassel. Von den vier Lösungsansätzen, welche der Bundesrat heute in die Vernehmlassung geschickt hat, ist nur eine sinnvoll. Die SBB müssen die Lösung des Problems eigenständig und ohne Bundesmittel angehen», schreibt die SVP auf ihrer Website.
080702PM, SBB PK Filz
Sanierung Pensionskasse SBB: Eröffnung der Vernehmlassung mit vier Varianten
Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Sanierung der Pensionskasse SBB eröffnet. Die Vernehmlassungsvorlage stellt vier Lösungsvarianten für die Sanierung des Alters- und IV-Rentneranteils zur Diskussion. Drei davon sehen eine Rekapitalisierung der SBB durch den Bund in unterschiedlicher Höhe vor. Bei der vierten Variante erfolgt die Sanierung der PK SBB ohne Beteiligung des Bundes. Der Bundesrat gibt der Variante 3 («Erweiterte Gründungs-Ausfinanzierung») die Präferenz.
Die Deckungslücke wird überwiegend auf ungenügende Anlageerträge aufgrund der unbefriedigenden Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten in den Jahren 2001 und 2002 zurück geführt. Weiter wurden bis Ende 2006 nicht-finanzierte Leistungen – z.B. im Zusammenhang mit freiwilligen Frühpensionierungen – geleistet. Zudem macht die PK SBB geltend, dass bei der Festlegung des Fehlbetrags bei der «Ausgründung» im Jahre 1999 zwei Elemente nicht ausreichend berücksichtigt worden seien: die Pensionierung von Frauen der Eintrittsgeneration sowie die Umstellung der versicherungstechnischen Grundlagen.
Die vom Bundesrat favorisierte Lösungsvariante orientiert sich am Vorgehen bei der Publica und trägt der Tatsache Rechnung, dass die PK SBB einen hohen Anteil an Altersrentnern aufweist, welche ehemalige Bundesrentner sind. Auch die Publica erhielt vom Bund eine Einmaleinlage zur Finanzierung des fehlenden Deckungskapitals bei den Altersrentnern aufgrund der Senkung des technischen Zinssatzes von 4 auf 3,5%. Zudem trägt der Bund bei dieser Variante zwei Pendenzen Rechnung, welche die SBB im Zusammenhang mit der Gründungs-Ausfinanzierung geltend macht (Wechsel der versicherungsmathematischen Grundlagen und Eintrittsgeneration Frauen). Dies kostet den Bund 662 Millionen. Mit dem Einschuss wird ein Deckungsgrad der PK SBB von knapp 97% erreicht (basierend auf den Zahlen Ende 2007).
Sanierung Pensionskasse SBB: Eröffnung der Vernehmlassung / Medienunterlagen / Vernehmlassung
Sammelstiftungen: Preisdifferenz von 340 Prozent
Die Preisunterschiede von Pensionskassen-Sammelstiftungen sind gemäss einer Umfrage der SonntagsZeitung für das kommende Jahr 2009 «riesig». Die versicherte Lohnsumme etwa eines Handwerkerbetriebs kostet bei der teuersten Sammelstiftung fast 3,5-mal so viel wie bei der billigsten. Auch bei typischen Bürobetrieben beträgt der Preisunterschied zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter 210 Prozent. Die Untersuchung wurde vom Beratungsunternehmen Weibel Hess & Partner im Auftrag der SonntagsZeitung, gestützt auf Offerten der Sammelstiftungen, durchgeführt. Im Vergleich mit der letztjährigen Untersuchung ergeben sich einige frappante Unterschiede.
