WP. There have been two underlying problems for defined-benefit corporate pension funds. The first is that the companies want nothing to do with them, as they increase the volatility of profits and were underfunded for many years, often requiring an injection of money. The second is that successive governments have used pensions as a piggy bank.
In between scrapping tax relief on dividends in 1997 and announcing a change in 2020 to the inflation calculation for inflation-linked bonds to a method that suppressed reported inflation numbers, the government was very happy to stuff savers, pension funds included, with quantitative easing. The result was that lower long-term interest rates massively increased the current value of pension fund liabilities.
Das Wallstreet Journal sieht die primäre Ursache für die katastrophale Lage der britischen Pension Funds nicht bei der Politik von PM Liz Truss, sondern bei jener der Bank of England und der meisten anderen Zentralbanken. Das Blatt schreibt:
What isn’t responsible for this panic, by the way, is tax policy. Conventional wisdom now blames Prime Minister Liz Truss’s tax-cutting plan, announced on Sept. 23, for the pension blowup. That announcement may have lit a match near the pension bomb’s fuse if it momentarily spooked investors, but plenty of other sparks were in the air. A pension crisis was all but inevitable as interest-rate increases created new stresses for hedging strategies.
Mercer. Im 14. jährlichen Mercer CFA Institute Global Pension Index (MCGPI) führt das isländische Altersvorsorgesystem erneut die Rangliste an, während die Niederlande und Dänemark den zweiten bzw. dritten Platz belegen. Die Schweiz rangiert erneut auf Platz 11 und damit im oberen Drittel der 44 untersuchten Systeme. In einer Mitteilung schreibt Mercer:
Das Schweizer Vorsorgesystem schneidet in allen drei Unterkategorien überdurchschnittlich gut ab und erhält eine gute Bewertung. Verbesserungsbedarf besteht jedoch vor allem bei der Anlage der Vorsorgegelder, was grossen Einfluss auf die zukünftigen Erträge der Versicherten hat.
Ein Bereich, der besondere Aufmerksamkeit verdient, ist die Anlage des Pensionsvermögens. Tobias Wolf, Head Investments bei Mercer Schweiz, sieht hier eine Reihe von Möglichkeiten: «Pensionskassen in der Schweiz verfolgen oft einen sehr traditionellen Ansatz bei der Asset Allocation, der Anlageumsetzung und der Governance: Sie geben Schweizer Anleihen und Immobilien viel Gewicht, ergänzt durch stärker diversifizierte Aktienanlagen.
Reuters. BoE Governor Andrew Bailey, speaking in Washington later in the day, said: «And my message to the funds involved and all the firms involved managing those funds. You’ve got three days left now. You’ve got to get this done.» SCRAMBLE FOR CASH
LDI helps schemes match their liabilities – what they owe members – with assets. Pension funds were previously putting up cash to withstand a move in government bond yields of 100 to 150 basis points — normally a huge safety net, but which has been wiped out by some of the most volatile days on record.
Reuters. The UK’s bond market crisis is entering a messy second act. The Bank of England announced a 65 billion pound gilt-buying scheme to stabilise markets and rescue pension funds. But the fallout from the crisis means those same funds, with 1.7 trillion pounds of assets, now need to reduce risk by selling corporate bonds and other higher-yielding assets.
BoE Governor Andrew Bailey stepped in to save pension plans that use so-called liability driven investment strategies (LDIs). These funds, managed by the likes of Legal & General (LGEN.L) or BlackRock, allow pension plans to match payments to retirees with similar long-dated assets, like 20-year gilts. They used derivatives and leverage to juice up returns, but that left them facing margin calls from bank counterparties when UK Prime Minister Liz Truss’ unfunded spending plans caused bond prices to collapse.
FT. It is beyond ironic that an investment strategy that claimed to eliminate risk threatened the unprecedented failure of the UK pension system this week. The main focus of attention so far in probing what went wrong has been on what took place over the few days leading up to the Bank of England’s emergency intervention on Wednesday to stem a crisis in pension funds over so-called liability driven investment strategies.
These strategies aim to hedge the liabilities of funds to meet their pension promises with the use of derivatives. But they suddenly exposed the sector to a now infamous “doom loop”, when falls in gilt prices triggered calls on schemes to provide more collateral on such trades, in turn spurring more sales of UK government bonds to raise cash. (…)
Überraschend intervenierte die Bank of England in dieser Woche am Anleihenmarkt. Jetzt ist klar: Die Turbulenzen durch den umstrittenen Staatshaushalt hatten Pensionsfonds an den Abgrund gedrängt. Wie konnte das geschehen? Die NZZ schreibt:
Um böse Überraschungen zu vermeiden, vergleichen Manager von Pensionsfonds den Marktwert der von ihnen gehaltenen Assets mit dem gegenwärtigen Wert der künftigen Zahlungen an die Leistungsempfänger. Für dessen Berechnung wird üblicherweise ein Diskontsatz verwendet, der sich auf die Gilt-Zinskurve bezieht.
Um zugesagte Pensionen sicher auszahlen zu können, wären eigentlich inflationsgeschützte Anleihen die beste Anlage. Dann bewegen sich Assets und Verbindlichkeiten im Tandem. Veränderungen des Marktwerts der Anleihen gehen mit einer entsprechenden Veränderung der Zinskurve einher, die zur Berechnung des gegenwärtigen Werts künftiger Verbindlichkeiten benutzt wird.
Finews schreibt zur neuen Ausgabe von Schroders Global Investor Study: Nachhaltige Anlagekonzepte stossen vermehrt auf Kritik. In keiner Region sind die Anleger aber so sensiblisiert für ESG-Themen wie in Europa. In den USA ist dies erstaunlicherweise nicht der Fall.
An ESG-Investments sind dieses Jahr zunehmend Zweifel aufgekommen. Ihre Krisentauglichkeit wurde in Marktkreisen in Frage gestellt, Vorwürfe über Greenwashing haben sich gehäuft, und im US-Bundesstaat Texas sind Finanzhäuser, die aufgrund von Nachhaltigkeitskriterien Anlagen in der Öl- und Gasindustrie meiden, ins Kreuzfeuer der Politiker geraten.
Trotzdem haben europäische Institutionelle zu einem für nachhaltige Anlagen kritischen Zeitpunkt ihre Pläne zur Emissionsreduzierung bekräftigt.
HZ. In der Schweiz entscheiden Volk und Stände am 25. September über die Erhöhung des Rentenalters für Frauen von 64 auf 65 Jahre. Mit der Angleichung wären wir in Europa in guter Gesellschaft: In vielen Ländern werden Frauen und Männer bereits gleichzeitig pensioniert.
Auch was das neue einheitliche Alter von 65 Jahren betrifft, läge die Schweiz weiterhin im Mittelfeld. Zwar bekommen wir unsere Rente klar später als die Russinnen und Russen oder Griechinnen und Griechen. Doch in Italien beispielsweise ist das gesetzliche Rentenalter bereits auf 67 Jahre angehoben worden.
BSV. Die pandemiebedingte flexible Anwendung der europäischen Zuständigkeitsregeln betreffend die Sozialversicherungen bei Telearbeit von Grenzgängern wird bis am 31. Dezember 2022 verlängert. Damit ändert sich für die Grenzgänger und ihre Arbeitgeber bei den Sozialversicherungen vorerst nichts. Ab 2023 sollen neue Regeln die Telearbeit besser berücksichtigen, ohne dass die Zuständigkeit im Bereich der sozialen Sicherheit ändert.
HZ Insurance. Das chinesische Rentensystem steht vor einer massiven Umwälzung: Arbeitnehmer können künftig mit dem ersten privaten Fonds der Volksrepublik fürs Alter vorsorgen.
Das soll dabei helfen, die wachsenden Probleme der schnell alternden Bevölkerung zu bewältigen. Demnach können Arbeitnehmer künftig bis zu 12.000 Yuan (rund 1’700 Euro) pro Jahr in den Rentenfonds einzahlen. Zum Vergleich: 2021 lag das durchschnittliche verfügbare Pro-Kopf-Einkommen bei 35.128 Yuan. Das System werde zunächst in einigen Städten für ein Jahr erprobt, bevor es dann landesweit eingeführt werden soll, wie die Regierung in einem Strategiepapier mitteilte. Bislang zahlen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber feste Beträge in die staatliche Rentenkasse ein.
Der norwegische Staatsfonds Government Pension Fund Global erwirtschaftete im ersten Quartal dieses Jahres eine Rendite von -4,9 Prozent – ein Minus von 653 Milliarden NOK. Die Rendite der Aktienanlagen des Fonds betrug -5,2 und der festverzinslicher Anlagen -4,8 Prozent. Lediglich die Anlagen in nicht börsennotierte Immobilien schnitten gut ab und erbrachten eine Rendite von 4,1 Prozent. Insgesamt lag die Rendite des Fonds um 0,66 Prozentpunkte oder 82 Milliarden NOK über der Rendite des Referenzindex.
Amazon ist raus, Meta die Konzernmutter von Facebook ist drin. Im Portfolio des knapp 1,1 Billionen Euro schweren Government Pension Fund, dem Staatsfonds aus Norwegen, hat sich 2021 einiges getan – auch an der Spitze. Allein das Top-Investment stand für über 8 der 160 Milliarden Euro Gewinn. Das Privat Banking Magazin listet die Top-7 auf: 1:Microsoft; 2: Alphabet; 3: Apple; 4: Nvidia; 5: ASML (Halbleiter); 6: Tesla; 7: Meta.
FAZ. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will im Fall seiner Wiederwahl das Renteneintrittsalter von 62 auf 65 Jahre erhöhen. Einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Les Échos“ bestätigte ein Regierungssprecher am Donnerstag. Dieser nannte es „prioritär“, dass die Franzosen länger arbeiten, um Steuererhöhungen zu vermeiden.
Die Reform würde sich dem Bericht zufolge über neun Jahre erstrecken, also über eine zweite fünfjährige Amtszeit Macrons hinaus. Mit jeder Beitragsgeneration soll der abschlagsfreie Renteneintritt demnach um vier Monate nach hinten verschoben werden. Zugleich soll an die Stelle des bestehenden komplizierten Systems mit mehr als 40 Pensionskassen ein universelles verständlicheres System treten.
Sonderregelungen für die Beschäftigten in Staatsbetrieben wie dem Energieversorger EDF sollen abgeschafft werden. Sozialverträglich abfedern soll die Reform eine monatliche Mindestrente von 1100 Euro, wie der Regierungssprecher weiter sagte.