Swiss Life übernimmt den gesamten Geschäftsbereich Kollektivleben von Nationale Suisse. Mit der Übernahme stärkt Swiss Life gemäss Medienmitteilung die Position als einer der führenden Anbieter von BVG-Lösungen für Schweizer Unternehmen. Die beiden Versicherer vereinbaren zudem ein Vertriebsabkommen: Nationale Suisse bietet künftig exklusiv Kollektivleben-Produkte von Swiss Life an, während Swiss Life ihren Kunden ausgewählte Nichtleben-Produkte von Nationale Suisse offerieren wird. 32 Mitarbeitende von Nationale Suisse werden von Swiss Life übernommen.
pwirth
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D: Renditeflaute hilft Beteiligungsfonds
Die niedrige Verzinsung bei Staatsanleihen mit guter Bonität und die schwachen Renditen bei Tagesgeldern erhöhen den Handlungsdruck bei institutionellen Investoren. Sie müssen sich abseits der etablierten Kapitalmärkte stärker bei sogenannten alternativen Anlagen engagieren, um ihre versprochenen Garantieverzinsungen für die Kunden erwirtschaften zu können.
Laut einer Blitzumfrage der Beratungsgesellschaft Mackewicz & Partner für das Handelsblatt wollen fast zwei Drittel der Versorgungswerke, Pensionskassen, Versicherungen, Banken und Family-Offices in Deutschland im laufenden Jahr mehr Mittel in das Segment Infrastruktur investieren. Hoffnungen auf einen höheren Mittelzufluss könnten sich aber auch Beteiligungsfonds (Private Equity) und Hedge-Fonds machen, hier planen 53 Prozent beziehungsweise 44 Prozent der befragten Kapitalmanager höhere Anlagesummen ein.
10 Mio-Domino: Vorsorgeforum.ch
Modest Gains in Global Pension Funding Levels in 2010
According to a new analysis from Aon Hewitt, global pension funding levels ended the year slightly up, despite a roller coaster year.
Aon Hewitt monitors and analyzes daily pension funding levels of U.S., U.K., Continental European and Canadian companies in the S&P 500, FTSE 350, DJ Euro Stoxx 50 and TSX, through its Pension Risk Tracker tool. The analysis found that the funded status of global pension plans were 87 percent at the end of 2010, up slightly from 86 percent at the beginning of the year. According to Aon Hewitt’s estimate, global pension assets increased by 8 percent during the year, while pension liabilities increased by 7 percent over the same period.
In Continental Europe, asset values remained relatively flat, outstripped to an extent by faster liability growth. Average funded ratios fell from 75 percent to 71 percent over the year. However, significant volatility in asset markets and bond markets (driving liability values) saw funding levels fall as low as 64 percent in August, before reaching a peak of 73 percent just before the December holiday season. Europe saw a marked increase in fourth quarter funding levels as a result of rising bond yields. This volatility was demonstrated in the full percentage point fall in funding level seen on the last trading day of the year.
Lusenti: L’état ne doit pas oublier le respect du droit de la propriété en matière de retraite
Il ne faut pas minimiser l’impact de la crise et la nécessité de prendre des mesures douloureuses. Mais il est nécessaire de s’opposer avec détermination aux dérives autoritaires de l’Etat qui montre, dans certains pays, des velléités de nationalisation de l’épargne, écrit Graziano Lusenti dans un article de “Le Temps”.
Grenzgänger: Positionspapier der IG PK
Zum Treffen mit CDU-Abgeordneten am 14.1.2011 für eine Diskussion deutscher Grenzgänger über die steuerliche Behandlung ihrer beruflichen Vorsorge hat die IG Pensionskasse ein Positionspapier erstellt. Es hält die wichtigsten Elemente der aktuellen Auseinandersetzung zwischen Steuerverwaltung und richterlichen Entscheiden fest sowie die Ziele der IG.
UBS PK-Barometer: Jahresrendite 2010 von 2,68%
Die Schweizer Pensionskassen haben 2010 eine Jahresrendite von +2.68% erzielen können und damit den BVG-Mindestzinssatz leicht übertroffen. Schweizer Aktien, CHF-Obligationen und Immobilien sind hauptsächlich verantwortlich für das Gesamtjahresresultat. Nach einem schwachen November konnte im Dezember nochmals eine leicht positive Rendite von +0.26% erwirtschaftet werden.
Die Performance aller Pensionskassen seit 2006 beträgt +6.8%. Auch im Dezember haben die grossen Pensionskassen besser abgeschnitten als die mittleren und kleinen Vorsorgeeinrichtungen. Ihre kumulierte Performance seit 2006 beläuft sich damit auf +8.7% und ist somit höher als die Rendite der mittleren (+6.6%) bzw. kleinen Pensionskassen (+6.0%).
Im Dezember verzeichneten Aktien sowie Immobilien positive Renditen. Obligationen CHF hingegen waren leicht und Obligationen FW sowie Hedge Funds deutlich negativ. In der Jahresbetrachtung ist bemerkenswert, dass Schweizer Anlagen (Obligationen, Aktien und ein wesentlicher Anteil der Immobilien) äusserst lohnend waren. Obligationen FW und Hedge Funds mussten 2010 jedoch Verluste hinnehmen, im wesentlichen auch verursacht durch die oftmals fehlende Fremdwährungsabsicherung gegenüber dem stärker gewordenen CHF.
Interpellation Egerszegi: Rahmengesetzgebung für die ganze BV
Eingereichter Text: Eine der Forderungen, die in Bezug auf die berufliche Vorsorge immer wieder gestellt wird – und zwar von ganz verschiedenen Interessen her -, ist jene der gleich langen Spiesse für alle, die in der Organisation der zweiten Säule tätig sind. Im Nachgang zur Debatte im Ständerat zur Annahme der Motion Graber Konrad (10.3795) und den diesbezüglichen Bemerkungen des Bundesrates zu den Schwierigkeiten verschiedener "BVG-Welten" stellen sich folgende Fragen:
1. Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass nach dem Bericht der Expertenkommission Riemer zur Frage der Schaffung eines speziellen Rechtsinstituts für die Vorsorgeeinrichtungen, die Arbeiten zu diesem Thema wieder aufgenommen werden müssten?
2. Das BVG wurde ursprünglich als Rahmengesetz konzipiert. Wie stellt er sich zur Vision, dass eine Zusammenfassung aller die 2. Säule betreffenden Gesetzesnormen in einem einzigen BVG gerechtfertigt und umsetzbar wäre?
3. Könnten und müssten in einem vereinheitlichten BVG auch die Vollversicherungslösungen der Lebensversicherer, ähnlich wie heute die Spezialgesetzgebung für die öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen einbezogen werden?
4. In welchem Zeitrahmen könnte eine neue Rahmengesetzgebung für die ganze berufliche Vorsorge erfolgen?
NZZ: Sparpotenzial in der zweiten Säule
BVK: Medienmitteilung und Untersuchungsberichte
Die Autoren der Administrativuntersuchung zur BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich anerkennen, dass die Organisation der Pensionskasse in den letzten Jahren stark verbessert worden ist. Sie haben aber mehrere Mängel eruiert und daraus Verbesserungsvorschläge abgeleitet. Dazu zählen stärkere Kontrollmechanismen und eine breitere personelle Abstützung. Um einem Korruptionsverdacht früher begegnen zu können, schlagen sie zudem eine kantonale Whistleblowing-Stelle vor, schreibt die Zürcher Finanzdirektion auf der Website des Kt. Zürich in der offiziellen Mitteilung zur BVK.
Auf der Website können die Untersuchungsberichte von Prof. G. Müller, BDO und Balmer-Etienne herunter geladen werden.
Mitteilung ZH /
Kurzfassung Bericht BDO / Schlussbericht Müller / Bericht Balmer-Etienne
NZZ: Pensionskassen 2010 im Plus
Laut Berechnungen der UBS und der Credit Suisse haben Schweizer Pensionskassen 2010 Renditen von 2,68% bzw. 2,93% erzielt. Die Vorsorgeeinrichtungen setzten stärker auf Immobilien und Aktien.
Grossbritannien schafft Rentenalter ab
Briten können künftig selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen. Das gesetzliche Rentenalter, das bisher beim Erreichen der Altersgrenze in der Regel automatisch zum Ausscheiden aus dem Betrieb führte, wird per Ende September ersatzlos abgeschafft. Ein wichtiges Ziel der Massnahme ist es, Personen mit zu schmaler Altersvorsorge – und davon gibt es viele in Grossbritannien – den Verbleib im Erwerbsleben zu erleichtern und damit einen Absturz in die Altersarmut zu verhindern.
Als weiteren Eckpfeiler veröffentlichte die konservativ-liberale Regierung am Donnerstag auch das Pensionsgesetz, das die schon unter Labour eingeleiteten Reformen fortführt. Dazu gehört die Erhöhung des Mindestalters für den Bezug der staatlichen Rente für Frauen (bisher 60 Jahre) und Männer (bisher 65) auf 66 Jahre ab dem Jahr 2020.
Ab 2012 werden alle Arbeitnehmer ab einem bestimmten Mindesteinkommen in eine Pensionskasse eintreten müssen, in die Arbeitgeber und Arbeitnehmer mindestens je 3 Prozent des Lohnes einbezahlen. Bisher bestand keine Pensionskassen-Pflicht, weshalb zwei Drittel der Arbeitnehmer im Privatsektor keiner Pensionskasse angehören.
Der führende Wirtschaftsverband CBI kritisierte die kurzfristige Abschaffung des Rentenalters scharf. Viele Unternehmen befürchten, dass sie ältere Mitarbeiter künftig nicht mehr einfach loswerden können. Sie warnen vor Klagen wegen Altersdiskriminierung oder unfairer Leistungsbeurteilungen.
CDU-Abgeordnete zu Grenzgängerproblemen
Die CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster, Thomas Dörflinger, Siegfried Kauder und Andreas Jung machen am 14.1.2011 im Rahmen einer Informationsreise am Hochrhein auch in Weil am Rhein Station. Von 17.30 bis 18.30 Uhr werden sie sich im Hadidpavillon bei Grenzgängern über Probleme der Doppelbesteuerung bei Pensionskassen informieren. Viele Grenzgänger fühlen sich durch das deutsche Steuerrecht massiv benachteiligt und haben sich daher zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Interessierte Gäste sind willkommen.
Zürcher Info-Tage: Fokus Strukturreform
Die traditionell gut besuchten Informationstage der Zürcher BVG-Aufsicht haben am 13.1. ihre Premiere erlebt. Ein wichtiger Block bilden die Referate zur Strukturreform mit den umstrittenen Ausführungsbestimmungen. Erich Peter, Chef der ZH-Aufsicht, stellte die Neuerungen aus Sicht der kantonalen Direktaufsicht (DA) dar. Deutlich wurde, dass die Reform mit der Installation der Oberaufsichtskommission (OAK) sich wohl nicht ganz problemlos realisieren lässt. Die kantonalen Aufsichtsämter stossen sich an den Kosten der Oberaufsicht mit gut 7 Mio. Franken, denen der (bisherige) Aufwand bei den Kantonen von 13 Mio. gegenübersteht. Sowohl die Kosten wie auch die personelle Ausstattung der OAK werden als übertrieben erachtet. Peter betonte, dass bei den Kantonen die eigentliche Erfahrung und das Wissen aus der direkten Aufsicht liege und die OAK darauf achten müsse, durch eine gute Zusammenarbeit dieses nutzen zu können. Die kantonalen Ämter sehen sich selbst neu einer Aufsicht unterstellt, was möglicherweise nicht leicht zu verdauen ist. Markus Lustenberger von der Zentralschweizer Aufsicht hat dafür das Bild der “Vögte und der Untertanen” geprägt. Zürich plant eine Aufstockung des Personalbestands um 6 Mitarbeiter, wozu als Wunsch auch ein PK-Experte gehört, falls man sich diesen denn auch leisten könne.
Die Strukturreform wird den Revisionsstellen zahlreiche neue Aufgaben bringen. Sie stehen deshalb unter dem Generalverdacht, als Profiteure jede denkbare Verkomplizierung bei der Prüfung zu unterstützen. Bruno Christen, der die Neuerungen aus Sicht der Treuhand-Kammer beurteilte, war offenbar bestrebt, diesen Verdacht zu zerstreuen. Christen kritisierte eine Reihe von Punkten bei den Verordnungsentwürfen mit einigen unmissverständlichen Bemerkungen. Dass etwa die Revisionsstelle beim Thema Loyalität quasi geschäftsführende Funktionen übernehmen solle, bezeichnete er als systematisch falsch und die Bestimmungen in der Verordnung als nicht gesetzeskonform. Insgesamt kommen mit der Reform drei neue Elemente auf die Revisionsstellen zu. Es sind dies Ueberschussbeteiligung, Rechtsgeschäfte mit Nahestehenden und das Meldewesen der VE. Der letztgenannte Teil war für Christen schon im Gesetz kaum nachvollziehbar, die Ausführungsbestimmungen seien noch schwerer verständlich und er drohte den Kassen monatliche Prüfungen an, um den Vorschriften genüge zu tun. Weniger auf der humoristischen Schiene befürchtet er, dass mit dem wachsenden Administrativaufwand patronale Stiftungen bald der Geschichte angehören könnten. Und wenig Freude hat er auch an der Aufnahme der IKS in die BVV2, für Christen ein “Damoklesschwert”. Insgesamt, so Christen, würden wohl an Gesetz und Verordnung Erwartungen geknüpft, die sich kaum erfüllen dürften, da sei ein “Gap” zu erkennen. Der Abbau der Eigenverantwortlichkeit bei den VE werde von der Treuhand-Kammer keinesfalls begrüsst.
Martin Kaiser, Vizedirektor des BSV, hat sich in Zürich zu aktuellen Fragen der Beruflichen Vorsorge geäussert. Wie es seine Aufgabe war, hat er den Verordnungsentwurf gegen die diversen Angriffe verteidigt, dabei allerdings nicht erkennen lassen, dass man in Bern die Vorbehalte ernst nimmt. Zu den Befürchtungen Christens bezüglich der Aufnahme der IKS in die BVV2 bemerkte er, dass eine gutes IKS die Revisionskosten markant verringern könne. Womit scheinbar die wahren Motive der Treuhand-Kammer offengelegt sind.
BVK: Ergebnisse der Administrativ-Untersuchung
Die Organisation der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich weist verschiedene Mängel auf und muss verbessert werden. Zu diesem Schluss kommt die von der kantonalen Finanzdirektion bei Prof. G.Müller in Auftrag gegebene Administrativuntersuchung. Ziel der Untersuchung war, die Organisation der BVK auf Schwachstellen zu durchleuchten und Vorschläge für Verbesserungen zu erhalten. Es sei also nicht darum gegangen, strafrechtlich relevante Tatbestände an den Tag zu bringen, sagte Finanzdirektorin Ursula Gut vor den Medien. Die Revisionsfirmen BDO und Balmer-Etienne sollten einige verdächtige Mandatsverhältnisse untersuchen.
Thomas Schönbächler, der neue BVK-Chef, der seit 2009 im Amt ist, hat laut Gut einige unbefriedigende externe Mandate aufgelöst, andere neu ausgehandelt. Dabei konnten offenbar ohne Probleme Honorarkürzungen von 30 bis 35 Prozent durchgesetzt werden. Der BVK-Chef tat dies gegen Widerstand aus dem Asset Management der BVK: Einige Tage vor seiner Verhaftung hat D.G. seinen Chef wissentlich hintergangen und eine dieser Firmen mit Informationen gefüttert. «Allein deswegen wäre eine Entlassung gerechtfertigt gewesen», sagt Gut.
Die Complementa AG hatte bei der BVK ein Dreifachmandat inne. Die Firma war Investment Controllerin der Pensionskasse und sie hat auch bei der Strategiefindung und bei der Vergabe von Mandaten mitgeholfen und berät gleichzeitig auch noch die Finanzdirektorin in Sachen BVK. Diese Rollenkumulation hält Müller für problematisch.
Ebenso problematisch sei, dass die Geschäftsbeziehung mit der Complementa AG seit 1991 besteht. Eine derart lange Auftragsdauer könne zu «unerwünschter Routine, Verlust an Kritikfähigkeit und personellen Verflechtungen» führen, kritisiert Müller. Aus diesen beiden Gründen soll der Vertrag mit Complementa aufgelöst werden. “Um diese Risiken zu minimieren, sollte nach meinem Dafürhalten geprüft werden, ob die Aufgabe des Investment Controlling nicht einer anderen Firma übertragen werden sollte.” “Die Complementa AG übt ihr Mandat seit dem Jahre 1991 ununterbrochen aus. Ihre Arbeit wurde bisher nie beanstandet.”
In der Anlageberater-Szene kursierten seit längerem Gerüchte über das Gebaren des ehemaligen BVK-Anlagechefs. Konkrete Hinweise gingen beim Kanton aber nie ein. Für solche Situationen wäre es laut Müller eine Stelle wünschenswert, wo sich Insider anonym melden können. Die kantonale Ombudsstelle, die heute solche Meldungen entgegennehmen sollte, ist dafür ungeeignet, weil keine Anonymität gewährleistet ist. Der Gutachter fordert, dass ein kantonsweites anonymes Meldesystem geprüft wird – eine Whistleblowing-Stelle.
Laut den Autoren der dreiteiligen Untersuchung hat sich die Organisationskultur der BVK in den letzten Jahren zwar deutlich verbessert. Die Experten schlagen jedoch vor, die Kontrollmechanismen zu verstärken. Auch brauche es in gewissen Managementbereichen mehr Personal. Die Berichte seien aber noch sehr neu. Die Empfehlungen werde sie nun «Punkt für Punkt» mit BVK-Chef Schönbächler durchgehen. Erst dann werde sie entscheiden, welche weiteren Punkte man realisieren könne, meinte Gut.
