Freiburg: Anklage gegen den Stadtammann
Der Freiburger Stadtammann Pierre-Alain Clément und drei Beamte aus der Finanzverwaltung werden wegen Urkundenfälschung angeklagt. Mit dieser Nachricht sorgte das Untersuchungsrichteramt laut «Freiburger Nachrichten» für eine Überraschung. Nachdem die Finanz- und gleichzeitige Untersuchungskommission des Generalrats keine politisch Verantwortlichen ausmachen konnte, eröffnete Untersuchungsrichter Olivier Thormann eine Strafuntersuchung. Nun wird Clément und drei Beamten Urkundenfälschung vorgeworfen, da die Gemeindegarantie im Anhang der Bilanz nicht gestimmt hatte.
Freiburger Nachrichten
Chronologie der Affäre
SGK verschiebt Beratung über Anschluss Liechtensteins an den Sicherheitsfonds
Die Sozialkommission des Nationalrats hat die Beratung über das Abkommen zwischen der Schweiz und Liechtenstein betreffend die Wahrnehmung der Aufgaben des liechtensteinischen Sicherheitsfonds ( 07.026 s) auf die nächste Sitzung verschoben, auf welche die Verwaltung weitere Unterlagen bereitstellen muss.
Gemäss Antrag der Kommissionsmehrheit soll die Volksinitiative der SVP «Für tiefere Krankenkassenprämien» dem Volk ohne direkten Gegenvorschlag unterbreitet werden. Im Rahmen der KVG-Teilrevision tritt die SGK-N auf die Vorlage des Ständerats zur Verbesserung des Risikoausgleichs ein. Weiter hat die SGK-NR zwei parlamentarischen Initiativen Folge gegeben.
Medienmitteilung
Allianz Suisse/Phenix: Reto Keller neuer Generaldirektor
Reto Keller wird ab 1. Januar 2008 neuer Generaldirektor der zur Allianz Suisse gehörenden Phenix Versicherungsgesellschaft und der Phenix Lebensversicherungsgesellschaft. Keller tritt die Nachfolge von Jean Guiu an, der am 31. Dezember 2007 in den Ruhestand treten wird.
Cash News
GPK untersucht Auslegung der Legal Quote
Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats nimmt erneut die Verteilung der Überschüsse, welche die Lebensversicherer im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge erzielen, unter die Lupe. Am 27.8. hört ein Ausschuss der GPK gemäss NZZ einerseits Vertreter des Bundesamtes für Privatversicherungen (BPV) und anderseits unabhängige Fachleute, namentlich den Berner Pensionskassenexperten Werner C. Hug, an. Im Fokus steht die Mindestquote für den Gewinnanteil, der den Versicherten zugeteilt werden muss, die sogenannte Legal Quote, und deren Auslegung durch Bundesrat und Verwaltung auf Verordnungsstufe.
Aufsicht: Nichts Neues in der Nordwestschweiz
Anlässlich der Informationstagung der Nordwestschweizer BVG-Aufsichtsbehörden (BS, BL, SO) orientierte die basellandschaftliche Regierungsrätin Sabine Pegoraro über die aktuellen Bemühungen zur Regionalisierung der Aufsicht in der Nordwestschweiz. Es wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Optionen prüft. Diese reichen vom Konkordat nach Zentralschweizer Vorbild bis zur einfachen Kooperation. Offenbar hätte man gerne auch den Aargau an Bord, hat dort aber wenig Enthusiasmus für die Idee ausgelöst. Regierungsrat Kurt Wernli hat angedeutet, dass der Aargau sich wohl eher nach Zürich ausrichten werde. Die Nordwestschweizer wollen aber gemäss Pegoraro einen neuen Anlauf starten.
Performance der Anlagestiftungen unter der Lupe
Die schweizerischen Anlagestiftungen bieten dank ihres detaillierten Performancevergleichs bereits hohe Transparenz. Die publizierten Daten bieten sich aber auch an für weitergehende Analysen, wovon aber relativ wenig Gebrauch gemacht wird. Jetzt haben jedoch Prof. Manuel Ammann und Andreas Zingg von der Universität St. Gallen die Zahlen ausgewählter Gruppen wissenschaftlich untersucht und dazu interessante Ergebnisse publiziert. Analysiert wurden für den Zeitraum 1996-2006 die Obligationen- und Aktiengruppen (Schweiz und Ausland) von 13 Anlagestiftungen. Die Autoren halten dazu fest:
«Generell erzielt bei allen Sondervermögen die überwiegende Mehrheit der Anlagestiftungen eine risiko-adäquate Rendite. Allerdings resultiert bei jedem Sondervermögen für mindestens 1 bis maximal 3 Anlagestiftungen eine signifikante Underperformance. Eine genauere Betrachtung der Anlagestiftungen mit signifikanter Underperformance lässt interessante Muster erkennen. Allianz, Swiss Life und UBS erzielen bei jeweils 2 von 4 Sondervermögen eine signifikante
Underperformance. Während bei der Allianz Schwächen bei der Vermögensverwaltung von Obligationen bestehen, schneidet die UBS bei beiden Aktien Sondervermögen unvorteilhaft ab. Bei der Swiss Life fällt schliesslich auf, dass bei beiden internationalen Anlagekategorien eine Underperformance resultiert.
Die 6 Anlagestiftungen AAA, Bâloise, IST, LODH, Patria und Swisscanto erzielen bei jedem der 4 Sondervermögen mindestens eine risiko-adäquate Performance. Sehr viel seltener konnten wir systematische Selektionsfähigkeiten nachweisen. Die Outperformances konzentrieren sich auf die Obligationen Fremdwährung (IST, Swisscanto) und die Aktien Schweiz (Zürich). Bei den
Sondervermögen Obligationen Schweiz und Aktien Ausland erzielte keine Anlagestiftung eine signifikante Outperformance.
Schliesslich besteht gemäss unserer Untersuchung ein negativer Zusammenhang zwischen den Kosten und der Performance von Anlagestiftungen d.h. Anlagestiftungen mit hohen Kosten erzielen im Durchschnitt eine tiefere Nettoperformance.»
Studie Ammann / Zingg
Verzögerung beim Anschluss Liechtensteins an den Sicherheitsfonds?
Bis am 23.8. schien es, als ob der Anschluss der Liechtensteiner Pensionskassen an den Schweizer Sicherheitsfonds eine reine Formsache sei. Die vorberatende Kommission des Ständerates hatte keine Bedenken, im Rat selber wurde das Abkommen mit 29 zu 0 Stimmen angenommen und der Liechtensteiner Landtag stimmte ohnehin zu. Damit das Anfang Jahr provisorisch in Kraft gesetzte Abkommen definitiv angewandt werden kann, fehlte jetzt nur noch die Zustimmung des Nationalrats. Doch dessen Kommission (SGK) verlangt zusätzliche Informationen, schreibt das Liechtensteiner Vaterland. Bemängelt wird offenbar die unzureichende Aufsicht.
Wirtschaft regional
Liechtenstein: Anschlusskontrolle der Arbeitgeber
Die liechtensteinische Regierung hat die Bestimmungen über die Anschlusskontrolle in der betrieblichen Personalvorsorge auf den 1. Januar 2008 in Kraft gesetzt. Mit der Einführung der Anschlusskontrolle der Arbeitgeber soll gewährleistet werden, dass alle Arbeitgeber, die obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer beschäftigen, einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind.
Portal des Fürstentums Liechtenstein
Verdoppelung der nachhaltigen Anlagen innert Jahresfrist
Der Markt für nachhaltige Anlagen (Kollektivanlagen, Mandate, strukturierte Produkte) in der Schweiz hat per Ende Juni 2007 ein Volumen von 25.0 Milliarden Franken erreicht. Dies im Vergleich zu 12.4 Milliarden Franken per Ende Juni 2006 und 17.9 Milliarden Franken per Ende 2006. Dies geht aus einer umfassenden Markterhebung hervor, die von Ethos, SAM, Sarasin, Swisscanto, UBS, Vontobel und der ZKB in Auftrag gegeben wurde und an der 21 Schweizer Anbieter teilgenommen haben. Die Erhebung umfasst Kollektivanlagen, strukturierte Produkte und Investment Mandate, die unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien (ökologische, soziale und ethische Aspekte) verwaltet werden. Aus der Datenerhebung geht ausserdem hervor, dass dieser Markt, der ursprünglich von institutionellen Investoren dominiert war, zunehmend auch von privaten und Retail-Investoren geprägt wird.
Mitteilung
Ehemalige Regierungsrätin Fierz erhält keine Rente
Die frühere Zürcher Regierungsrätin Dorothée Fierz (FDP) erhält keine Rente. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies ihre Klage gegen den Kanton Zürich ab, wie «Radio 24» am Donnerstag meldete. Das Gericht begründet dies in seinem Urteil vom 13. August damit, dass Fierz zum Zeitpunkt ihres Rücktritts im Mai 2006 noch nicht 60 Jahre alt gewesen sei und keine acht Amtsjahre absolviert hatte. Den Rücktritt stufte das Gericht als freiwillig ein. Bei einem nicht freiwilligen Rücktritt wäre Fierz eine unbefristete Jahresrente von etwa 135’000 Franken zugestanden. Dazu wären nur vier Amtsjahre notwendig gewesen.
Fierz erhält keine Rente (Zürich , NZZ Online)
State Street: Trotz Subprime-Krise steigender Investor Confidence Index der Institutionellen in den USA
Das Vertrauen der Investoren stieg gemäss State Street Investor Confidence Index weltweit um 13 auf 99,3 Punkte. Massgeblich hierfür waren die nordamerikanischen institutionellen Investoren, deren Bereitschaft zu Aktienkäufen um ganze 21 Punkte auf 116,5 stieg. In Europa festigte sich dagegen die Rückzugstendenz, die bereits im letzten Monat sichtbar war: Der Index fiel um 4 auf 86,4 Punkte. Die asiatischen Investoren behielten ihre abwartende Haltung bei. Ihr Stimmungsniveau zeigte nur eine kleine Steigerung von 83,5 auf 84,1 Punkte.
ICI_August_German.pdf (application/pdf-Objekt)
How effective is pension fund morality?
Who wants to invest in terrorism? Certainly not Florida legislators and Gov. Charlie Crist. Earlier this year they made Florida the first state in the nation to ban its public pension fund from investing in companies doing business with Iran.
Business: How effective is pension fund morality?
Gérard Fischer zur Situation auf den Kapitalmärkten: «Die Ansteckungsgefahr ist geringer»
Gérard Fischer, CEO der Swisscanto-Gruppe, spricht in einem Interview mit der Handels-Zeitung über den gesunkenen Einfluss der USA auf die Weltwirtschaft, die Performance der Pensionskassen, das neue Rekordergebnis der Swisscanto, die soeben bewilligte erste Online-Plattform für Fondskurse und die Lehren aus der Sulzer-Affäre.
Zur Situation bei den Pensionskassen und der Möglichkeit von bösen Ueberrschungen meint Fischer: «Nicht aufgrund der Subprime-Krise. Die Zinsveränderungen haben einen stärkeren Einfluss. Vorsorgeeinrichtungen, die vor allem in Obligationen investiert waren, hatten bisher dieses Jahr eine schlechtere Performance, weil die Zinsen gestiegen waren. Andere Kassen mit einer hohen Aktienquote hatten ein sehr gutes 1. Halbjahr 2007. Bei sinkenden Zinsen und fallenden Aktienkursen ändert sich das Bild wieder. Insbesondere aktienlastige Vorsorgeeinrichtungen werden jetzt einen Teil der Performance wieder verlieren.»
Verlagsgruppe Handelszeitung
Franz Haldimann erhält Pensionskassengelder
Der Burgdorfer Gemeinderat zieht den Entscheid des Regierungsstatthalters zum Pensionskassenbeitrag an Stadtpräsident Franz Haldimann nicht weiter. Der strittige Punkt soll nun gemeinsam mit dem Stadtrat geklärt werden.
espace.ch – Franz Haldimann erhält Pensionskassengelder
Kennzahlen zum Finanzstandort Schweiz: Banken, Versicherungen und Pensionskassen
Das Eidg. Finanzdepartement hat die per August 2007 aktualisierten Kennzahlen zum Finanzstandort Schweiz publiziert. Erfasst wurden 331 Banken, 262 Versicherungen und 2770 Pensionskassen (2005). Ermittelt wurden Wertschöpfung, Beschäftigung, Vermögensverwaltung und Aussenwirtschaftsbeitrag. Ein spezieller Abschnitt befasst sich mit den Versicherungen und Pensionskassen als institutionelle Investoren. Erkennbar ist, dass die beiden Bereiche gemessen am Anlagevolumen praktisch gleichbedeutend sind. Die Kapitalanlagen der Versicherer betragen 546 Mrd. Fr., jene der Vorsorgeeinrichtungen 542 Mrd.


