Peter Düggeli und Martin Franceschina haben als Partner die PK Expert in Münsingen gegründet. Die beiden Pensionsversicherungs-Experten bieten alle Experten-Dienstleistungen für Vorsorgeeinrichtungen an. Franceschina hat sein Expertendiplom 1995 erworben, war bis 2006 bei Aon (Chuard) tätig und bis zur Gründung der PK Expert bei der Winterthur Expertisa. Peter Düggeli ist vor allem bekannt geworden als Geschäftsführer der Publica zwischen 2000 und 2004. Vor dem Eintritt in die PK Expert war er bei der Libera. Das Diplom zum PK-Experten erwarb er 1992.
Kurt Schildknecht: Suche nach den Schuldigen
Die Börsenkrise weckte den Ruf nach Kontrolle riskanter Finanzinstrumente. Der Versuch, Banken durch neue Regeln sicherer zu machen, schafft nur neue Risiken, schreibt Kurt Schildknecht in der Weltwoche. «Jeder Ökonomiestudent weiss, dass mit Hilfe von Krediten das Ertrags-, aber auch das Verlustpotenzial im Anlagegeschäft deutlich erhöht werden kann. Um zu verhindern, dass Pensionskassen, Vermögensverwalter oder Fonds durch Kreditaufnahme zu grosse Risiken eingehen, wird diesen meist die Aufnahme von Krediten zur Performanceverbesserung verboten. In guten Zeiten bleibt daher deren Rendite hinter jener von Hedge-Funds oder Private-Equity-Unternehmen zurück, die sich stark verschulden können. Unsinnige Vergleiche zwischen der Performance von HedgeFunds oder strukturierten Produkten mit derjenigen der traditionellen Anlagefonds, von Vermögensverwaltern oder Pensionskassen üben Druck auf die Verantwortlichen aus. Indem sie in Hedge-Funds, Private-Equity-Firmen oder in strukturierte Produkte mit hohem Verschuldungsgrad investieren, können sie das Kreditaufnahmeverbot unterlaufen.»
Weltwoche.ch
Le Temps: Les caisses de pension gardent la tête froide face à la baisse
Très peu de changements d’allocation d’actifs pour l’instant. Les professionnels du 2e pilier ont diversifié leurs placements après la précédente crise et appris à faire le gros dos.
Le Temps – Finance
Entscheid über Sanierung der IV erst nach den Wahlen
Über die Sanierung der mit 9 Milliarden verschuldeten Invalidenversicherung (IV) wird erst nach den Wahlen entschieden. Die Sozialkommission (SGK) des Ständerates ist für den Beizug der Mehrwertsteuer, hat aber über den Satz noch nicht entschieden.
Entscheidung über Sanierung der IV
Mitteilung SGK
Watson Wyatt: Resultate der Manager Modellportfolios
Watson Wyatt hat kürzlich die aktuellen Resultate der Manager Modellportfolios veröffentlicht.
Die treuhänderische Verwaltung der Vorsorgegelder wird immer anspruchsvoller. Einerseits erwarten die Destinatäre eine gute relative und wenn möglich hohe absolute Performance. Andererseits ist das Angebot institutioneller Anlagelösungen kaum noch überschaubar. Zu den Angeboten von Watson Wyatt gehört die unabhängige Auswahl von Vermögensverwaltern und Anlageprodukten. Dank der globalen Vernetzung mit 75 Analysten können weltweit jährlich gut 2000 Interviews mit Portfoliomanagern vor Ort geführt werden.
Watson Wyatt führt Modellportfolios, welche die Performance der favorisierten Portfoliomanager ausweisen und veröffentlichen jährlich die unabhängig geprüften Ergebnisse. In den vergangenen 5 bis 7 Jahren konnten die ausgewählten Portfoliomanager für 19 von 20 Anlagekategorien den jeweiligen Benchmark nach Kosten übertreffen. In 4 Fällen um über 3%. Die Brochüre im Anhang zeigt die einzelnen Ergebnisse.
Watson Wyatt Resultate der Modellportolios
Entscheid des BG zur BVG-Kinderrente: Auszahlung auch bei vorzeitiger Pensionierung
Das Bundesgericht hat im Rahmen einer parteiöffentlichen Verhandlung mit dem knappen Stimmenverhältnis von 3 zu 2 entschieden, dass die BVG-Kinderrente auch bei vorzeitiger Pensionierung zusätzlich zur Altersrente ausgerichtet werden muss. Die Vorsorgeeinrichtung kann sich nicht auf das Anrechnungsprinzip berufen, wonach die BVG-Mindestleistungen erfüllt sei, wenn die effektiv ausgerichtete Altersrente mindestens gleich hoch ist, wie die (infolge vorzeitiger Pensionierung gekürzte) minimale BVG-Altersrente samt einem Zuschlag von 20 % pro Kind für die Kinderrente.
Für die Mehrheit der Richter war folgendes entscheidend:
A) Das Bundesgericht ändert seine Rechtspraxis nur sehr selten. Es gibt ein 12 Jahre alter Gerichtsentscheid (BGE 121 V 104), der sich in analoger Weise auf die Invaliden-Kinderrente bezieht, d.h. die Invaliden-Kinderrente muss zusätzlich zur Invalidenrente ausgerichtet werden. Für das Bundesgericht war damals folgendes ausschlaggebend: Wer Kinder hat, soll mehr erhalten als wer keine Kinder hat.
B) Gegen diesen Entscheid wurde niemals Kritik geäussert.
C) Auch bei der Pensionierung soll gelten: Wer Kinder hat, soll mehr erhalten als wer keine Kinder hat.
Die Minderheit der Bundesrichter argumentierte, dass man sich in erster Linie am Anrechnungsprinzip, welches überall im BVG zur Anwendung kommt, orientieren müsse. Der BGE 121 V 104 orientiere sich gerade nicht an diesem Kriterium. Zudem handle es sich hier nicht um eine vorzeitige Pensionierung im Sinne von Art. 13 Abs. 2 BVG. Die dort genannten zwei Voraussetzungen, nämlich die ausdrückliche Beendigung der Erwerbstätigkeit sowie eine Anpassung des Umwandlungssatzes (infolge der längeren Rentenbezugsdauer) sind im konkreten Fall nämlich beide nicht erfüllt, d.h. die vorzeitige Pensionierung erfolgt vorbehaltlos bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses und der Umwandlungssatz ist im konkreten Fall derselbe wie bei Pensionierung im Alter 65. Die Leistung, welche während der Dauer der vorzeitigen Pensionierung ausgerichtet wird, sei demnach eine rein überobligatorische Leistung.
Das begründete Urteil wird in einigen Wochen versandt werden.
Kommentar Thomas Fink
Dominique Ammann: Der Einsatz von strukturierten Produkten bei Pensionskassen
Strukturierte Produkte sind bei Privatanlegern offensichtlich sehr beliebt, wie die starke Entwicklung von Anzahl und Volumen der strukturierten Produkte belegt. Pensionskassen beurteilten den Einsatz dieser Instrumente differenzierter und verfügen auch über grössere Möglichkeiten, ihre Anlagebedürfnisse mit massgeschneiderten Lösungen gezielter und kostengünstiger umzusetzen. Im Beitrag von Dominique Ammann, Partner PPCmetrics, werden einige grundsätzliche Überlegungen zum Einsatz von strukturierten Produkten bei Pensionskassen dargestellt. Der Beitrag ist in der NZZ vom 28.8.07 erschienen.
Artikel Ammann
Bericht zur Alterspolitik
Der Bundesrat hat einen umfassenden Bericht über eine künftige Alterspolitik verabschiedet, der verstärkt auf die Ressourcen der älteren Menschen setzt. Es handelt sich nicht um einen Aktionsplan, sondern um eine Strategie. Diese beschränkt sich nicht auf den Kompetenzbereich des Bundes; Kantone, Gemeinden und weitere Partner werden ebenfalls eingebunden. Der Bericht wird nun dem Parlament vorgelegt, das über das weitere Vorgehen zu entscheiden hat.
Der Bericht beleuchtet die Situation älterer Menschen bezogen auf die fünf Themenbereiche Gesundheit und medizinische Versorgung, Wohnsituation und Mobilität, Arbeit und Übergang in den Ruhestand, wirtschaftliche Situation sowie Engagement und gesellschaftliche Partizipation. Die Ressourcen und Leistungspotenziale der älteren Bevölkerung sowie ihre Bedürfnisse werden für jeden Bereich hervorgehoben. Auch die Herausforderungen, die sich den betroffenen Einrichtungen damit stellen, werden beschrieben.
www.news.admin.ch
Bericht zur Überschussverteilung in der beruflichen Vorsorge
Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates hat den Bundesrat am 30. April 2007 ersucht, ihr zuhanden der Arbeitsgruppe BVG-Überschussverteilung einen Bericht über die Umsetzung der Empfehlungen aus ihrer Inspektion zur Überschussverteilung in der beruflichen Vorsorge und über die Vollzugswirkung der Transparenzvorschriften zukommen zu lassen. Der nun vorliegende Bericht wurde vom Bundesamt für Sozialversicherungen in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Privatversicherungen erstellt. Er zeigt auf, wie sich die Situation bei der Überschussverteilung und der Transparenz in diesem Bereich gegenüber den Verhältnissen vor 2004 verbessert hat, nachdem im Rahmen der 1. BVG-Revision auf den 1.4.2004 neue rechtliche Bestimmungen zur beruflichen Vorsorge in Kraft getreten waren
www.news.admin.ch – Bericht zur Überschussverteilung in der beruflichen Vorsorge
Bericht Ueberschussverteilung
Schweiz mit niedriger Lohnungleichheit
Der Employment Outlook 2007 der OECD belegt, dass die Arbeitslosigkeit in nahezu allen untersuchten Ländern teilweise erheblich zurückgegangen ist. Zudem hat die Studie aufgezeigt, dass die Unterschiede beim Einkommen aus Erwerbstätigkeit in der Schweiz im internationalen Vergleich sehr tief sind. Einzig in Finnland, Schweden und Norwegen war die Lohnungleichheit im Jahr 2005 noch weniger ausgeprägt.
economiesuisse: Schweiz mit niedriger Lohnungleichheit
J.J. Schneider: "Le projet fédéral sur les caisses de pension publiques n’est pas sérieux"
«Le Conseil fédéral dit aux cantons et aux communes de recapitaliser, sans leur dire comment procéder. Techniquement, c’est faux. C’est un tour de passe-passe. Le gouvernement fait de la politique, mais, au plan de la législation, ce n’est pas sérieux.»
Le Temps – régions
Heinz Zimmermann: «Finanzsektor hat zu wenig Eigenmittel»
Der Professor für Finanzmarkttheorie an der Universität Basel findet die Liquiditätsspritzen der Zentralbanken beunruhigend. Eigentlich sollten Eigenmittel und Ratings das gegenseitige Vertrauen der Geschäftsbanken sichern. Von kurzfristigen Aktienengagements rät er ab. Zimmermann: «(…) vor allem müssten längerfristig unter dem Aspekt der Stabilität des Finanzsektors primär die Eigenmittel einfach deutlich höher sein. Und zwar nicht nur jene der Banken, sondern auch der Versicherungen, der Pensionskassen und Hedge-Fonds. Wir haben im gesamten Finanzsektor ein Problem der Eigenmittelausstattung.»
Verlagsgruppe Handelszeitung
Zofingen verlässt Aargauische Pensionskasse
Als erste Aargauer Stadt kehrt Zofingen der Aargauischen Pensionskasse (APK) den Rücken zu. Das Stadtparlament beschloss ohne Gegenstimme auf Antrag des Stadtrates den APK-Austritt. Die Stadt erwartet einen Rechtsstreit. Zofingen erhofft sich mit der Neuregelung der beruflichen Vorsorge finanzielle Einsparungen von bis zu 10 Mio. Franken. Die Stadt will ihr Personal nach nach dem APK-Austritt per 31. Dezember 2007 bei der Comunitas, der Vorsorgestiftung des Schweizerischen Gemeindeverbandes, versichern.
Zofingen verlässt Aargauische Pensionskasse | azonline.ch |
Les caisses de pension seraient davantage attirées avec une transparence et une liquidité supérieures
De toute évidence, les caisses de pension avaient une opinion plus contrastée que les privés à propos de l’emploi des produits structurés; elles ont aussi accès à des solutions plus ciblées, moins coûteuses et mieux adaptées à leurs besoins de placement. Dominique Ammann, PPCmetrics.
Le Temps – Supplément spécial
Freiburg: Anklage gegen den Stadtammann
Der Freiburger Stadtammann Pierre-Alain Clément und drei Beamte aus der Finanzverwaltung werden wegen Urkundenfälschung angeklagt. Mit dieser Nachricht sorgte das Untersuchungsrichteramt laut «Freiburger Nachrichten» für eine Überraschung. Nachdem die Finanz- und gleichzeitige Untersuchungskommission des Generalrats keine politisch Verantwortlichen ausmachen konnte, eröffnete Untersuchungsrichter Olivier Thormann eine Strafuntersuchung. Nun wird Clément und drei Beamten Urkundenfälschung vorgeworfen, da die Gemeindegarantie im Anhang der Bilanz nicht gestimmt hatte.
