Watson Wyatt: Wachstum der globalen Pensionsassets verlangsamte sich 2007
Das Volumen der weltweit in den elf grössten Pensionskassen-Märkten (P 11) verwalteten Pensionsfondsvermögen wuchs 2007 um 9 Prozent auf 25 Billionen US-Dollar, wie Watson Wyatt in seiner „Global Pension Assets Study“ bekannt gab. Damit schwächte sich der Zuwachs, der in den letzten fünf Jahren bei durchschnittlich zwölf Prozent pro Jahr lag, deutlich ab. Die P11 umfassen Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Irland, Japan, Niederlande, Schweiz, Großbritannien und die USA. 2007 machte der Anteil des Pensionsfondsvermögens am französischen BSP nur sieben Prozent aus, in der Schweiz war dieser Prozentsatz mit 145 Prozent am höchsten.
Institutional Money: Watson Wyatt: / Mitteilung Watson Wyatt
EU plant einheitliche Regeln für Pensionsfonds
Pensionsfonds sollen in ganz Europa einheitlich beaufsichtigt werden und zwar ähnlich wie Versicherungsunternehmen. Diese Ankündigung sorgte für Unruhe unter Vertretern deutscher Pensionfonds, auch wenn diese zunächst keine offizielle Stellungnahme abgaben. Die Überlegungen der EU scheinen jedoch einen Nerv zu treffen, schreibt das Handelsblatt.
EU plant einheitliche Regeln für Pensionsfonds
SP Zug: Interpellation zum Thema Corporate Governance
Die SP reicht am 05. Februar 2008 eine Interpellation zum Thema Corporate Governance der Zuger Pensionskasse ein.
zio.ch | Kanton Zug | Interpellation zum Thema Corporate Governance
Die Geschichte des Schweizer Sozialstaats: Solidarity without the State?
Erst kürzlich wieder hat die OECD für das Schweizer 3 Säulen-Systems geworben und Deutschland nahe gelegt, ein ähnliches System aufzubauen und die Weltbank hat gar von einem «triumph of commen sense» gesprochen und es als die Lösung für die weltweiten Vorsorge- probleme empfohlen. Regelmässig besuchen ausländische Delegationen die Schweiz, um sich an Ort und Stelle über das Erfolgsmodell zu orientieren. Jetzt liegt erstmals eine ausführliche Darstellung in englischer Sprache vor, welche die Entwicklung des schweizerischen Sozialstaats seit Ende des 19. Jahrhunderts darlegt und insbesondere auch auf die in der Freiwilligkeit liegenden Wurzeln der 3 Säulen eingeht. Vergleiche mit anderen Ländern (USA, Kanada, Grossbritannien, Niederlande) sollen die bestehenden Ähnlichkeiten und Besonderheiten verdeutlichen.
Der Autor Matthieu Leimgruber schreibt dazu: «This genealogy of the three-pillar pension system brings new understanding to the development of a welfare state that has been neglected by historians of social policy. However, this study does more than show how and why Switzerland became a model for pension reformers in the late twentieth century. The issues investigated in this book – the role of taxation in the development of occupational provision, the role of insurers in the making of social policy, and the connections between pension provision, collective bargaining, and financial markets – constitute key issues in studies of welfare states. The boundaries between public and private provision are now being redrawn, and the financialization of pensions is progressing. A critical reappraisal of these interactions can open new perspectives on the history of the welfare state.»
Das Buch ist erschienen bei der Cambridge University Press und kann mit dem Link zum aktuellen Flyer noch bis 1.3.08 mit 20%-Rabatt erworben werden.
Flyer und Bestellung / Solidarity without the State? – Cambridge University Press
CS: Ein Drittel der neuen Wohneigentümer mit WEF
Die Credit Suisse schreibt in einer Werbung für ihr Hypothekarmodell, dass in den ersten sechs Jahren nach Einführung der Wohneigentumförderung (WEF) mit Mitteln der beruflichen Vorsorge ein Drittel aller neuen Wohneigentümer Mittel aus der Pensionskasse eingesetzt haben und es würden jedes Jahr mehr.
Hypo Care Life: Credit Suisse – In Focus
Brandenberger / Hilb (Hrsg): Handbuch zur Führung von Pensionskassen
Pensionskassen-Governance geht Hand in Hand mit Vorsorgesicherheit, Sorgfalt, Führungsverantwortung und Erfolg. Welche Anforderungen werden an einen Stiftungsrat gestellt? Was heisst das für die Versicherten? Was beinhaltet «Best Practice»? Zu diesen und andern Fragen finden Praktiker klare Antworten und viele nützliche Hinweise.
Versicherte wollen und müssen ihrer Pensionskasse vertrauen können. Für Erfolg und Qualität einer Pensionskasse sind aber letztlich immer die Stiftungsräte verantwortlich – völlig unabhängig von ihrer Führungskompetenz. Anerkannte Fachautoren beschreiben verschiedene Aspekte dieser Problematik und die Konsequenzen, die sich für die Pensionskassen-Governance ergeben. Das Handbuch führt namentlich Milizstiftungsräten und andern Interessierten vor Augen, worauf es bei einer systematisch gestalteten und nach anerkannten Regeln praktizierten Pensionskassen-Governance ankommt. Zahlreiche Illustrationsbeispiele veranschaulichen praktische Möglichkeiten eines sorgfältigen Umgangs mit treuhänderisch anvertrauten Vorsorgegeldern.
Verlag NZZ, 328 Seiten, 54 Fr.
NZZ Libro (Neue Zürcher Zeitung)
Le Matin: Faut-il avoir peur pour son 2e pilier?
La crise du subprime et ses répercussions sur les marchés financiers ne sont pas sans conséquence pour les institutions de prévoyance. Ces dernières viennent d’annoncer un rendement oscillant entre 0,9 et 2,04% pour 2007 alors qu’elles doivent verser aux assurés un intérêt minimal de 2,5%. Mais les trois dernières années leur ont permis de faire des réserves. Suffiront-elles?
Le Matin Online > Faut-il avoir peur pour son 2e pilier? –
Performancevergleich der Anlagestiftungen per Ende 2007
Die Konferenz der Geschäftsführer der Anlagestiftungen hat den von Watson Wyatt erstellten Performancevergleich per 31.12.2007 publiziert. Einige aussagekräftige Daten aus dem umfangreichen Bericht:
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Obligationen CHF Inland: Durchschnitt 2007: -0,7%, Spanne: -0,1% / 1,0%
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Obligationen CHF Ausland: Durchschnitt -1,6%, Spanne: -0,7% / -2,9%
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Obligationen Fremdwährung: Durchschnitt 2%. Spanne: 2,8% / 1,1%
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Aktien Schweiz: Durchschnitt -1,4%, Spanne: 0,3% / -2,3%
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Aktien Ausland: Durchschnitt 0,6%, Spanne: -4,9% / 3,8%
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Mischvermögen 20-30% Aktien: Durchschnitt -0,3%, Spanne: 1,1% / -1,8%
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Mischvermögen 31-40% Aktien: Durchschnitt -0,3%, Spanne: 1,2% / -1,7%
Die detaillierte Übersicht mit Angaben zu allen in der KGAST vertretenen Anlagestiftungen inkl. Mehrjahresvergleichen und Risikodaten kann von der Website herunter geladen werden.
www.kgast.ch – Konferenz der Geschäftsführer von Anlagestiftungen
Dialog Finanzplatz Schweiz: Gemeinsames Arbeitsprogramm verabschiedet
Behörden und Finanzsektor konkretisieren den Dialog zur künftigen Ausrichtung des Finanzplatzes Schweiz. Der zu diesem Zweck eingerichtete «Steuerungsausschusses Dialog Finanzplatz (STAFI)» hat am 1.2.08 seine erste Sitzung abgehalten. Im Vordergrund stand die Verabschiedung eines gemeinsamen Arbeitsprogramms sowie die Priorisierung der von Privatsektor und Bund eingebrachten Themen. Für verschiedene Themen wurden Arbeitsgruppen eingesetzt. Diese sollen die vorliegenden und allfällige neue Vorschläge für Massnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Finanzplatz prüfen und gegebenenfalls umsetzen. Eine Arbeitsgruppe wird sich auch mit den steuerlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Hedge Funds und Private Equity befassen.
EFD – Dialog Finanzplatz Schweiz:
Franca Renzi Ferraro tritt Mirabaud bei
Die Vorsitzende des Amts für Stiftungsaufsicht und berufliche Vorsorge des Kantons Genf, Franca Renzi Ferraro, wechselt laut «Vorsorge Aktuell» per 1. September 2008 zu einer Tochtergesellschaft der Bank Mirabaud. Sie wird Mitglied der Geschäftsführung der LPP Gestion SA. Das Unternehmen ist im Bereich Consulting, Expertise, Bereitstellung von IT-Infrastruktur und Verwaltungsleistungen für Vorsorgeeinrichtungen tätig.
Mitteilung Mirabau
Nationalratskommission plant Hearings wegen UBS
Der Riesenverlust der UBS von über vier Milliarden Franken hat nicht nur die Anleger geschockt. Auch die Politiker sind alarmiert. Sie werfen Fragen zur Aufsicht über den Finanzmarkt auf, verlangen aber keine Sofortmassnahmen. Den Fall genauer unter die Lupe nehmen will die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrats im Februar.
Nationalratskommission plant Hearings wegen UBS (Schweiz, NZZ Online)
UBS kommt kritischen Aktionären nicht entgegen
Trotz der Kritik von Altaktionären hält die Grossbank UBS an den Bedingungen der geplanten Kapitalspritze fest. Die Kapitalaufstockung von 13 Milliarden wird ausschliesslich für den Staatsfonds GIC aus Singapur und einen ungenannten Investor aus dem Nahen Osten reserviert. Die bisherigen Aktionäre werden ausgeschlossen. Die UBS begründet den Schritt mit der zeitlichen Dringlichkeit.
Der Verwaltungsrat wehrt sich zugleich gegen die von der Anlagestiftung Ethos ins Spiel gebrachte Sonderprüfung. Er ruft die Aktionäre zur Ablehnung dieses Instruments auf. Bei dem Verfahren würde es um eine Aufarbeitung der im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise entstandenen Milliardenverluste gehen.
NZZ / UBS
UK: Accounting watchdog proposes pension fund changes
The accounting standards setter proposed radical changes in pension fund calculations which could raise liabilities and force additional funding. Among the changes being proposed by the Accounting Standards Board (ASB) is that liabilities should be calculated using the risk-free rate rather than on the value of high-quality corporate bonds, usually AA-rated, required by current accounting standards. Using this lower return rate as the valuation benchmark would increase the size of firms‘ pension liabilities.
Accounting watchdog proposes pension fund changes | News | Funds | Reuters
Publica: Befürchteter Exodus blieb aus
Der Primatwechsel bei der Bundespensionskasse hat nicht zur erwarteten Kündigungswelle geführt. Bisher haben 854 Personen ihren freiwilligen vorzeitigen Rücktritt angekündigt – erwartet wurden bis zu 1600.
espace.ch – Befürchteter Exodus blieb aus
NZZ: Der Umwandlungssatz als Feuerprobe für die CVP-Fraktion
Der erstarkten CVP-Fraktion kommt die entscheidende Rolle zu, wenn der Nationalrat über die Senkung des BVG-Umwandlungssatzes entscheidet. Die Positionierung in diesem wenig populären Geschäft wird auch zeigen, auf welche Seite sich die Mittepartei im Ernstfall schlägt.


