AWP: Stimmrechtsberater unter der Lupe
AWP Soziale Sicherheit hat mit Blick auf die Umsetzung der Minder-Initiative in einem Beitrag von Benita von Lindeiner und Jan Koller (C-alm) die in der Schweiz aktiven Proxy Adviser unter die Lupe genommen. In dem leider etwas allgemein gehaltenen Artikel (wollte man es sich mit keinem Anbieter verderben?) heisst es zum Thema Kosten: “Nicht zuletzt sind die Kosten zu betrachten – die beobachteten Differenzen zwischen den Anbietern sind substanziell: Verwendet man beispielsweise als Vergleichsgrösse den Preis für die Stimmrechtsberatung für den SMI Expanded mit den 50 grössten Schweizer Aktientiteln (inklusive der Stimmabgabe- und Offenlegungsdienstleistungen), so schwanken die angebotenen Preise zwischen 10000 CHF im günstigsten und 50’000 CHF im teuersten Fall. Die Vorsorgeeinrichtung muss sich zudem im Klaren darüber sein, welche Dienstleistungen sie genau beziehen möchte – erst dann ist ein aussagekräftiger Preisvergleich möglich.”
Vergessen, aber nicht verloren
Der Ktipp schreibt zu den Meldungen, dass beim Sicherheitsfonds über 6 Mrd. vergessener PK-Guthaben lägen: “Radio, Fernsehen und Tageszeitungen berichteten Anfang Jahr, bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG lägen Pensionskassenguthaben in der Höhe von 6,3 Milliarden Franken, die niemandem zugeordnet werden könnten. Die Stiftung stellt gegenüber dem K-Tipp jedoch klar: Bei den 6,3 Milliarden handle es sich um das Total der bei der Auffangeinrichtung liegenden Gelder. Davon gehören aber immerhin 2,5 Milliarden Personen mit unbekannter Adresse. Spätestens wenn jemand das Rentenalter erreicht und eine AHV-Rente beantragt, wird ihm sein in der Auffangeinrichtung liegendes Pensionskassenguthaben ausgezahlt.
Unauffindbar bleiben so nur Leute, die keinen Antrag auf eine AHV-Rente stellen weil sie beispielsweise nur kurz in der Schweiz gewohnt haben. Zuletzt sind es laut der Auffangeinrichtung nur 4,5 Millionen Franken pro Jahr, deren Eigentümer auch noch zehn Jahre nach Eintritt des Rentenalters nicht kontaktiert werden können. Diese Gelder werden dann an den Sicherheitsfonds überwiesen. Berechtigte können ihre Ansprüche dort geltend machen, bis sie 100 Jahre alt sind.”
SGV: Kostenrechner für AV2020
Der Gewerbeverband hat auf seiner Website einen Kostenrechner zu den finanziellen Konsequenzen der Altersvorsorge 2020 installiert. Alles was der Besucher zu tun hat, ist seinen Bruttolohn sowie das Alter einzugeben und das System liefert im Handumdrehen eine detaillierte Liste mit den anfallenden Kosten für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber. Wir haben es ausprobiert mit einem Lohn von 84’000 Franken und dem Alter 38 und der Rechner zeigt die vom Arbeitgeber zu tragenden Mehrkosten für Mehrwertsteuer (395 Franken) und 2. Säule (750), was 1145 Franken oder 1,4% des Lohns ergibt. Für den Arbeitgeber wird für die BV ebenfalls ein Betrag von 750 Franken resp. 0,9% des Bruttolohns angegeben.
Unter Einbezug der anvisierten Folgeschritte (weiteres Mehrwertsteuerprozent, zusätzlicher Interventionsmechanismus und schliesslich von AHVplus) steigt die Mehrbelastung für den Arbeitnehmer im genannten Fall bis 2,9%, für den Arbeitgeber auf 1,4%. Für 144’000 Franken im Alter 58 liegt die errechnete max. Zusatzbelastung mit 2,1 resp. 0,7% dann etwas tiefer.
Der Verband liefert gleichzeitig für die individuelle Berechnung die detaillierten Angaben zur Berechnung und auf Facebook können die Resultate und das System dann auch gleich bewertet werden. Bislang hat der SGV für seinen Rechner 1777 Likes eingesammelt.
FuW: Pensions-Kassen-Sturz
Thomas Hengartner beschäftigt sich in der Finanz und Wirtschaft mit der aktuellen Finanzierungssituation der Pensionskassen sowie mit der aktuellen Diskussion um variable Renten.
Abstimmungsrichtlinien 2014
Die Stiftung Ethos veröffentlichte die Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte, die sie bei den Generalversammlungen des Jahres 2014 anwenden wird. Die neue Ausgabe stellt die Grundsätze vor, die künftig im Rahmen der Umsetzungsverordnung zur «Minder»-Initiative befolgt werden.
Ethos empfiehlt den Unternehmen, getrennt über die feste und die variable Komponente der Vergütungen abstimmen zu lassen. Die Stiftung wird keine prospektiven Vergütungspakete akzeptieren, ohne die Einzelheiten der Mechanismen zwischen Vergütung und Leistung zu kennen. Ausserdem sollte der variable Anteil der Vergütungen bei hervorragenden Leistungen das Dreifache des festen Gehalts nicht übersteigen, um zu vermeiden, dass das Management übertriebene Risiken eingeht.
Nach Inkrafttreten der Umsetzungsverordnung zur Minder-Initiative hat Ethos die Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte ergänzt, um die neuen Rechte der Aktionärinnen und Aktionäre bei der Corporate Governance und den Vergütungen zu integrieren. Ethos hält fest, unter welchen Bedingungen die Anträge des Verwaltungsrats an der Generalversammlung der Aktionäre angenommen werden können.
NZZ: Wohneigentum ist nicht immer die beste Altersvorsorge
Sinnvoll Planen mit der eigenen Liegenschaft: Der Wunsch nach dem sorgenfreien Alter kann zum Trugschluss werden, denn Entwertung und der Aufwand für die Instandhaltung werden häufig unterschätzt, schreibt die NZZaS.
Weiter schreibt die NZZ: “Der Entscheid des Bundesrats kam nicht unerwartet: Gegen eine mögliche Überhitzung am Immobilien- und Hypothekenmarkt hat er am Mittwoch auf Antrag der Schweizerischen Nationalbank den sogenannten antizyklischen Kapitalpuffer erhöht. Die Banken müssen ab Mitte Jahr ihre Eigenmittel für Wohnbauhypotheken von bisher 1 auf 2% aufstocken.
Die Massnahme, die tendenziell die Hypotheken verteuert, dient in erster Linie der Stabilisierung des Finanzsystems. Zwar bürdet sie den Kreditnehmern höhere Kosten auf. Als Signal an die Marktteilnehmer sei sie aber von bescheidener Wirkung, ist Claudio Saputelli überzeugt. Der Leiter des globalen Immobilien-Researchs der UBS glaubt, dass die Nationalbank den Markt «nicht komplett abwürgen» werde, wie er diese Woche anlässlich der Präsentation der UBS-Immobilienstudie 2014 ausführte. Die Risiken für die Volkswirtschaft seien schlicht zu gross.
Saputelli geht davon aus, dass der gegenwärtige Immobilienzyklus in der Schweiz frühestens in drei bis fünf Jahren endet. In Norwegen, wo die Verhältnisse ähnlich sind wie bei uns, hält der Immobilienboom nun schon 20 Jahre an. (dst.)”
NZZ / Mitteilung UBS Immobilienstudie /
Studie
CS: Pensionskassen-Index Q4 2013
Im Berichtsquartal nahm der Credit Suisse Pensionskassen-Index um 2,16 Punkte resp. 1,56 % zu und liegt per 31. Dezember 2013 bei 141,30 Punkten. Primär zum guten Resultat des vierten Quartals beigetragen hat der Oktober mit 1,30 %. Der November mit 0,39 % war ebenfalls ein guter Monat, während der Dezember mit – 0,14 % leicht negativ ausfiel.
Die BVG-Mindestverzinsung (graue Linie in Abbildung oben) stieg im Berichtsquartal, ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000, um weitere 0,53 Punkte (resp. 0,37 %) auf den Stand von 143,66 an. Die Differenz zwischen der BVG-Mindestverzinsung und dem CS PK-Index verringerte sich deutlich und liegt per 31. Dezember 2013 bei nur noch 2,36 Punkten. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Differenz damit mehr als halbiert (2012: 7,94 Punkte).
Im Anlagejahr 2013 hat der Index gesamthaft um 7,69 Punkte oder 5,76 % zugenommen und die BVG-Vorgabe damit um 4,26 % übertroffen. Angetrieben wurde dieses gute Ergebnis von den Aktien und den Immobilien. Die Obligationen wiesen zum ersten Mal seit 2009 eine negative Bilanz zum Jahresende aus. Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (seit 1.1.2000) beträgt per Jahresende 2,50 %. Dem steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung gegenüber, welche sich auf 2,62 % beläuft.
BSV: Forschungsprojekt “Auswirkungen der Reform der Altersvorsorge 2020”
Das BSV hat ein weiteres Forschungsprojekt ausgeschrieben: Auswirkungen der Reform der Altersvorsorge 2020 auf die Lohnkosten, das Nettoerwerbseinkommen und die Beschäftigung. Dazu heisst es: Drei im Rahmen der Altersvorsorgereform geplante Revisionsmassnahmen des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) wirken sich direkt auf die Arbeitskosten in der Schweiz aus: die Neuregelung des BVG-Koordinationsabzugs, die Anpassung der BVG-Altersgutschriftensätze nach Altersklassen sowie die Herabsetzung der BVG-Eintrittsschwelle.
Die Vorbereitungsarbeiten zur Reform der Altersvorsorge 2020 haben gezeigt, dass die wissenschaftlichen Grundlagen für eine Vorabevaluation der möglichen Auswirkungen dieser drei Massnahmen auf den Arbeitsmarkt ungenügend sind.
Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Auswirkungen der drei Massnahmen auf die Beschäftigung, die Arbeitslosigkeit und die langfristige wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz zu bewerten und wenn möglich zu quantifizieren.
Prévoyance vieillesse 2020: 1000 milliards – et après?
Stéphane Rossini: Partis politiques et autres organisations s’activent pour prendre position sur la réforme de la Prévoyance vieillesse 2020 et les deux lois concernées: l’AVS et la LPP. L’enjeu est de taille. Il s’inscrit dans la perspective du maintien du niveau des rentes, visée par le Conseil fédéral. Il dépend des multiples intérêts, souvent contradictoires, qui caractérisent les environnements à l’intérieur desquels évoluent ces deux régimes: politiques, institutionnels, économiques ou sociaux.
C’est qu’une réforme de la prévoyance vieillesse ne saurait se limiter à la seule gestion des assurances qui la mettent en œuvre. Elle renvoie au parcours de vie et aux conditions d’existence de la population. Formation, formation continue, situation familiale, types et conditions d’activité professionnelle, état de santé ou dimension sociale de l’entreprise (et de sa caisse de pension) influencent clairement la situation des rentiers. Autant de spécificités qui, au-delà des approches statistiques, font de chaque rentier une assuré particulier. Ainsi, il urge de reconnaître que le «rentier moyen» n’existe pas.
SPV: Kapitalisierung der kantonalen Kassen
Die Schweizer Personalvorsorge hat in Ausgabe 1/14 eine Übersicht über die Kapitalisierungsentscheide der öffentlichen kantonalen Vorsorgeeinrichtungen publiziert, ergänzt mit aktuellen Kennzahlen. Die Entscheide – Voll- oder Teilkapitalisierung – entsprechend weitgehend den Deckungsgradverhältnissen und zeigen grafisch deshalb auch ein sehr ähnliches Bild mit dem bekannten Ost- Westkontrast.
Fonds de pensions privés au sein de l’OCDE en 2012
Importance des fonds de pension par rapport à la taille de l’économe dans certains pays de l’OCDE, 2012 (% de PIB)
Comme chaque l’année l’OCDE publie en fin d’année le “Pension Markets in Focus” dans lequel elle fait le point sur le poids des fonds de pensions au sein des pays membres de l’organisation, leur performance et leurs choix d’investissements. Dans le numéro 10 paru fin 2013, elle fait un bilan de l’année 2012 rappelant notamment que les retraites privées représentaient alors 32’100 milliards d’USD. Principalement gérées par des fonds de pensions (dans 67,9% des cas), les retraites privées sont également proposées par des banques et des sociétés d’investissement (18,5%), des sociétés d’assurances ( 12,8%).
Publica erzielt Anlageperformance von 3,5%
Die Pensionskasse des Bundes Publica erzielte im Geschäftsjahr 2013 auf ihrem Anlagekapital von rund 35,8 Milliarden Schweizer Franken eine Performance von 3,5%. Der durchschnittliche Deckungsgrad aller Vorsorgewerke der Publica betrug per Ende Jahr schätzungsweise 104%. Während die gute Gesamtperformance des Vorjahres nicht wiederholt werden konnte, wurde die eigene Benchmark-Performance um 27 Basispunkte übertroffen.
Ausschlaggebend für das Jahresergebnis, mit dem die Publica tiefer liegt als die Pictet BVG-Indizes, ist gemäss eigener Darstellung einerseits der Umstand, dass die Kasse in der Anlageklasse Aktien nebst Schweizer Aktien und Aktien von Industrieländern auch rund 10% des Gesamtvermögens in Aktien von Schwellenländern hält. Schweizer Aktien haben 2013 eine Rendite von 24% generiert, während sich die Rendite auf den Aktien der Schwellenländer umgerechnet in Schweizer Franken auf – 5% belief.
Schliesslich hat die Rendite in der Anlageklasse Rohstoffe, namentlich auf dem Gold negativ zu Buche geschlagen. Für PUBLICA bedeutet dies eine Rendite von -12% in dieser Anlageklasse und eine Veränderung von -0.6% auf dem Gesamtvermögen. Aus Diversifikationsgründen investiert PUBLICA knapp 2% des Gesamtvermögens in Gold.
Positiv auf die Performance ausgewirkt hat sich im vergangenen Jahr die Entwicklung am Immobilienmarkt. Mit einer Rendite von 5.8% leistet die Anlageklasse Immobilien einen Betrag von 0.4% an das Gesamtvermögen. Ebenso hat sich die Absicherung der Währungen der Industrieländer als richtig erwiesen, welche die Performance um knapp 1% gestärkt hat.
PFCpeter: Leitfaden für Stiftungsräte
Vor neun Jahren hat Erich Peter als Chef des Amtes für berufliche Vorsorge und Stiftungen (BVS) des Kt. Zürich den ersten Leitfaden für Stiftungsräte publiziert. Nach der Gründung der PFCpeter AG, eine Firma, welche auf die Rechts- und Führungsberatung von Vorsorgeeinrichtungen spezialisiert ist, hat er einen neuen Leitfaden für Stiftungsräte geschrieben, der den heutigen Ansprüchen an die Information und Anleitung von Stiftungsräten entspricht. Peter wird jeder registrierten Vorsorgeeinrichtung der Deutschschweiz zum neuen Jahr vier Exemplare des Leitfadens kostenlos zustellen. Zusatzexemplare können für 20 Franken nachbestellt werden.
Der Leitfaden soll ein praktisches und hilfreiches Instrument sein, das in der Arbeit der verantwortlichen Akteure und bei den Sitzungen genauso wenig fehlen sollte wie der Gesetzesband des BVG.
Inhaltlich wurde der Leitfaden gegenüber der ersten Version verbessert. Neben den Themen Führungsaufgaben und Führungsprozesse sind zusätzlich folgende Aspekte dargestellt: System der beruflichen Vorsorge (mit allen beteiligten Akteuren und Institutionen); Führungsverantwortung und Delegation; Spezialthemen wie Corporate Governance, Unterdeckung und Sanierung, Teilliquidation.
Volksinitiative «AHVplus» zustande gekommen
Die am 17. Dezember 2013 eingereichte eidgenössische Volksinitiative «AHVplus: für eine starke AHV» ist formell zustande gekommen. Die Prüfung der Unterschriftenlisten durch die Bundeskanzlei hat ergeben, dass von insgesamt 112’102 eingereichten Unterschriften 111’683 gültig sind.
Renditen und Zinsen im Vergleich
Schweiz am Sonntag hat aktuelle Daten von 15 grossen Pensionskassen bez. Rendite, DG und Zinsen verglichen. Dazu heisst es: “Das gute Börsenjahr hat dazu geführt, dass 2013 die meisten Pensionskassen ihre Zielrenditen übertrafen. Im Durchschnitt verdienten sie zwischen 5,57 Prozent (Statistik der Credit Suisse) und 5,89 Prozent (Statistik der UBS). Der Referenz-Index BVG-40 der Bank Pictet legte sogar um 7,7 Prozent zu. Von den grossen Kassen, die auf Anfrage der «Schweiz am Sonntag» Zahlen nannten, geschäfteten wie schon vor einem Jahr die Pensionskassen des Kantons Bern sowie jene der Migros am besten. Die bernische Pensionskasse verdiente 9,3 Prozent und profitierte dabei von ihrem hohen Aktienanteil von 38 Prozent und der im Marktvergleich überdurchschnittlich hohen Rendite auf diesen Aktien.
Bei der Migros Pensionskasse (MPK) betrug die Rendite 8,4 Prozent. Sie hat etwas geschafft, was wenigen gelungen ist: einen Gewinn selbst auf Obligationen. Die ansteigenden Zinsen hatten bei vielen Kassen die Bewertungen dieser Papiere heruntergezogen. Die Migros-Pensionskasse wechselte aber offenbar früh genug auf solche mit kurzen Laufzeiten, die weniger unter diesem Zinseffekt litten. Der Deckungsgrad der Kasse kam zwar etwas unter Druck, weil die MPK die technischen Zinssätze anpasste. Er liegt mit 116 Prozent aber noch immer sehr hoch. Kassenleiter Christoph Ryter verweist wie viele Kassen darauf, dass die Zahlen noch provisorisch seien.”


