AR: PK in Selbständigkeit entlassen
Wechsel an der Spitze der Prevas
Die beiden Gründer der Prevas AG, Georg Brönnimann und Claude Stierlin, verlassen nach über 30jähriger Tätigkeit im BVG das Erwerbsleben. Beide waren an der Entstehung und Weiterentwicklung der 2. Säule hautnah beteiligt. Ihre Nachfolge tritt nach einer 3jährigen Übergangszeit Viktor Ackermann an, neuer Inhaber der Prevas AG.
Die Prevas bietet diverse Dienstleistungen im Bereich der BV an: Von der Buchhaltung über die Bestandesführung bis hin zur Tätigkeit als Experte für berufliche Vorsorge.
Bern: Nun fehlen noch 3,6 Milliarden
Die BPK erzielte 2013 mit einer Rendite von 9,3 Prozent ein hervorragendes Ergebnis. Die Lehrerversicherungskasse BLVK schliesst mit einer Rendite von 6,2 Prozent ebenfalls gut ab. Die Pensionskassen legten diese Zahlen bereits offen, betonten aber, es handle sich um provisorische Angaben, schreibt die Berner Zeitung.
Damit konnten sie ihren Deckungsgrad verbessern. Die BPK steigert den Deckungsgrad von 79 auf 83 Prozent, die BLVK von 78 auf 80,7 Prozent. Die BPK rechnet mit 2,5 Prozent technischem Zins, die BLVK mit 3 Prozent.
Bei der BLVK reduzierte sich die Unterdeckung von 1,6 auf 1,4 Milliarden Franken; der Fehlbetrag der BPK verkleinerte sich von 2,6 auf 2,2 Milliarden Franken. Zusammengezählt haben sich die Lücken gegenüber dem Vorjahr von 4,2 auf 3,6 Milliarden Franken verringert.
UK pension scheme deficits increase over 2013
According to Mercer’s Pensions Risk Survey data, the estimated aggregate IAS19 deficit for FTSE 350 defined benefit (DB) schemes stood at £97bn, which equates to a funding ratio of 85%, at 31 December 2013. The deficits increased despite the fact that UK equities returned 19% over the year and there were continued "significant" cash contributions from employers, Mercer said.
Mercer said that the increase in deficits is predominantly driven by the increase in long-term inflation expectations over the year. "Over 2013 as a whole it has been interesting to see how the three key elements which drive the deficit calculation have independently influenced the deficit," Mercer head of DB risk in the UK Ali Tayyebi said.
Reiche Norweger
Jeder Norweger ist Millionär – zumindest in norwegischen Kronen gerechnet und theoretisch besehen. Denn der Staatsfonds ist nach neuen Daten der Zentralbank 5,11 Billionen Kronen wert, umgerechnet rund 611 Milliarden Euro. Bei einer Einwohnerzahl von knapp unter 5,1 Millionen entspricht das einem Wert von mehr als einer Million Kronen pro Kopf, was rund 120.000 Euro entspricht. Das habe es noch nie gegeben, sagte Notenbank-Sprecher Thomas Sevang laut Handelsblatt.
Die Einnahmen werden für schlechte Zeiten und zukünftige Generationen zurückgelegt. Die Regierung darf davon pro Jahr nur vier Prozent ausgeben, etwas mehr als der Fonds an Rendite abwirft.
Experten erwarten, dass sich der Fonds auch künftig gut entwickeln wird. Sein Wert belief sich 2013 auf 183 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung Norwegens. Bis 2030 soll er auf 220 Prozent steigen.
Allerdings hat der Reichtum auch Schattenseiten. Er hält die Regierung von Reformen ab, kritisieren Ökonomen. Das Land leistet sich hohe Subventionen, die anderswo unvorstellbar wären. Bauern bekommen beispielsweise Geld dafür, damit sie Milchkühe in beheizten Ställen in der Arktis halten können. Auch die Sozialleistungen sind generös. „Jeder Fünfte im erwerbsfähigen Alter bezieht irgendeine Art von Sozialleistung“, so Ökonom Dörum – obwohl die offizielle Arbeitslosenquote nur bei 3,3 Prozent liegt.
NZZ: “Pensionskassen sollen Jungunternehmen finanzieren”
Im Ständerat wird über einer alten Idee gebrütet: der Finanzierung von Startups mit dem Alterskapital der zweiten Säule. Die Pensionskassen zeigen sich interessiert, wehren sich aber gegen jede Art von Investitionszwang. schreibt Simon Gemperli in der NZZ.
Anläufe, dies zu ändern, hat die Politik schon einige genommen (siehe Zusatzartikel). Gescheitert sind sie alle hauptsächlich aus dem einen Grund: Sie wollten die Pensionskassen zu ihrem Glück zwingen und einige Promille des Sparkapitals fix für Risikokapitalinvestitionen reservieren. Der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber wagt jetzt einen neuen Anlauf. 18 Ratskollegen aus allen grossen Parteien haben seine Motion für einen «Zukunftsfonds Schweiz» unterzeichnet, über den interessierte Pensionskassen und Versicherungen langfristig in zukunftsträchtige Technologien investieren könnten.
Mentor des Projekts Zukunftsfonds ist Henri B. Meier, ehemaliger Roche-Finanzchef, Biotech-Unternehmer und Startup-Förderer und Stifter einer Professur für Unternehmensfinanzierung an der Universität Basel. Von dort stammt auch das Grundlagenpapier zum Zukunftsfonds Schweiz, das der Motion Graber zugrunde liegt. Verantwortlich zeichnet der Venture-Capital-Forscher Simon Zaby. Er und Meier haben das Projekt kürzlich bei verschiedenen Pensionskassen vorgestellt. Sie hoffen, dass einige der grossen Vorsorgeeinrichtungen gemeinsam einen Venture-Capital-Fonds gründen. Im Übrigen müssten auch die defensiveren Anlagevorschriften für Versicherungsgesellschaften gelockert werden, so dass auch sie in Venture Capital investieren könnten.
Christoph Ryter, Präsident des Pensionskassenverbands Asip , hält die Idee eines Zukunftsfonds für prüfenswert, sofern die Beteiligung der Vorsorgeeinrichtungen ganz auf Freiwilligkeit beruht. Rendite- und Risiko-Überlegungen müssten dabei aber stets Vorrang haben. Abstriche beispielsweise aus idealistischen Motiven seien mit dem Auftrag der Führungsorgane nicht zu vereinbaren.
NZZ / Motion Graber / Kommentar NZZ /
Arbeitspapier Zukunftsfonds
Li: Volksabstimmung zur PK
Mehr als zwei Wochen vor Ablauf der Sammelfrist hat Nikolaus Frick bereits über 1600 Unterschriften für seine Volksinitiative «WinWin50» beisammen. Damit scheint das nötige Quorum von 1000 gültigen Unterschriften spielend übersprungen, sodass der Weg frei ist für eine Volksabstimmung zur Zukunft der staatlichen Pensionskasse Liechtenstein.
D: Pensionskassen stürzen sich auf Immobilien
Pensionskassen setzen auf Wohnungspakete und Bürotürme, weil Bundesanleihen kaum noch etwas abwerfen. Mit ihrem Geld werden sie zu wichtigen Akteuren am Immobilienmarkt, schreibt Die Welt.
Performancevergleich 2013: 6,2% Medianrendite
Der Pensionskassenverband ASIP schreibt in einer Mitteilung: Das zweite Halbjahr 2013 war für die Pensionskassen eine Periode mit einer erfreulichen Performance. Der Schwung hat allerdings Ende Jahr deutlich nachgelassen. Viele Schweizer Pensionskassen konnten aber ihre finanzielle Situation auch im zweiten Halbjahr stärken. Aufgrund der herrschenden Zinssituation konnten neben den Aktien auch die Immobilien ihren Teil zum positiven Ergebnis beitragen. Ausschlaggebend war der Aktienanteil im Portfolio. Der Anteil an Schweizer Aktien im Universum variiert in 90% der Fälle (5. bis 95. Perzentil) zwischen 3% und 20%, derjenige von ausländischen Aktien zwischen 6% und 42%. Vorsorgeeinrichtungen mit einer risikoreicheren, aktienlastigeren Strategie weisen teilweise sogar Jahresrenditen von über 10% auf.
Das retrospektiv prognostizierte Jahresergebnis im ASIP-Universum von 6.2% ist das drittbeste Resultat seit der Finanzkrise 2008. Seit der ersten Veröffentlichung des ASIP Performancevergleiches im Juni 2000 wurde von den teilnehmenden Pensionskassen eine annualisierte Medianrendite von 2.5% erzielt. Dieser Wert erreicht den kumulierten BVG-Mindestzinssatz nicht. Für den Vergleich über 10 Jahren beläuft sich die hochgerechnete annualisierte Medianrendite des ASIP-Universums auf 3.7%
Die retrospektive Ermittlung der Medianperformance wird aufgrund der Daten des ASIP-Performancevergleichs vom Juni 2013 durchgeführt. Der ASIP-Performancevergleich ist mit einem Gesamtvermögen von rund CHF 188 Milliarden, 62 teilnehmenden Pensionskassen und über 1000 erfassten Portfolios der grösste unabhängige Performancevergleich in der Schweiz.
F&W: “Pensionskassen sind wieder reich”
Thomas Hengartner befasst sich in der Finanz und Wirtschaft mit der Finanzierungssituation der Pensionskassen nach dem anlagemässig guten 2013. Dabei geht es auch um die Frage nach der Verwendung der Kapitalerträge. Hengartner schreibt: “Die mit der guten Jahresperformance verbundene Verbesserung des Deckungsgrads solle nur begrenzt für Sonderzinsen an die Aktiven oder für die Erhöhung der Renten verwendet werden, meint Edouard Stucki von Towers Watson. Gemäss dem Senior Investment Consultant des Beratungsuntemehmens sind die Kassen in der Regel erst ab einem Deckungsverhältnis von 115% mit genügend grossen Wertschwankungsreserven bestückt. Ende 2013 dürfte der Marktwert des Pensionsvermögens der Vorsorgeeinrichtungen der Privatwirtschaft im Schnitt 110% der bilanzierten Verpflichtungen ausgemacht haben. Der Finanzdienstleister Swisscanto hatte zuletzt im August basierend auf Erhebungen einen gemittelten Deckungsgrad von 109,3% geschätzt. Damit haben die Untemehmenskassen das Deckungsniveau von 2004 zurückerlangt.”
avenir suisse: Generationenvertrag?
Die Alterung der Gesellschaft tangiert den Generationenvertrag mehrfach: bei der Finanzierung der Altersvorsorge, bei der Verfügbarkeit professioneller Altenpfleger und beim potenziellen freiwilligen Engagement von Jungrentnern, schreibt avenir suisse.
Konnte man früher von einem breiten Familienstammbaum sprechen, so gleichen die heutigen Generationenstrukturen eher einem Bambusstock. Dies hat weitreichende Konsequenzen für den Generationenvertrag sowohl im «Kleinen», in der Familie, als auch im «Grossen», sprich bei der staatlichen sozialen Sicherheit.
Können Ehepartner und Kinder desweitern ihren betagten Angehörigen nicht mehr helfen, müssen diese durch Fachpersonen, ambulant oder stationär, gepflegt werden. Auch hier fordert die Alterung ihren Tribut, weil der Topf potentieller Fachkräfte kleiner wird. In der Schweiz wird sich bis 2030 das Verhältnis der aktiven Bevölkerung zu den Hochaltrigen halbieren, bis 2050 sogar dritteln. Die Situation in Deutschland und Frankreich wird sich ähnlich entwickeln.
Zuletzt gefährdet die Alterung der Gesellschaft die Finanzierung der Altersvorsorge besonders dann, wenn diese im Umlageverfahren organisiert ist. Nach diesem Prinzip zahlen die Erwerbstätigen via Lohnbeiträge die laufenden Renten der heutigen Rentner. Etwa 73% der Altersrenten in Frankreich, 70% in Deutschland und 43% in der Schweiz, werden auf diese Weise finanziert. Mehr Rentner, die länger leben, werden durch weniger Erwerbstätige finanziell unterstützt. Mehr Saft wird aus immer kleineren Zitronen gepresst.
Sparzins für 2014 bleibt bei 1,5 Prozent
Die Aargauische Pensionskasse schreibt in ihrem Newsletter: “Der Zinssatz für die Sparguthaben der Versicherten wird vom Vorstand der APK jeweils Ende Jahr für das folgende Jahr festgelegt. Der Vorstand entscheidet unabhängig von dem durch den Bundesrat festgesetzten eidgenössischen BVG-Mindestzins über die Höhe des Sparzinses.
Die äusserst guten Resultate an den Aktienmärkten konnten 2013 die Verluste, resultierend aus leicht steigenden Zinsen und fallenden Rohstoffpreisen, kompensieren. Das sehr tiefe Zinsniveau belastet jedoch weiterhin die Anlagetätigkeit. Das Anlagejahr wird für die meisten Pensionskassen trotzdem befriedigend verlaufen sein. Erste Schätzungen seitens der APK deuten auf eine Jahresperformance von rund plus 4.5 % hin. Dieses positive Anlageergebnis vermag die Kosten für die Verzinsung der Sparguthaben (2013: 1.5 %) und Vorsorgekapitalien der Renten (3.5 %) abzudecken. Die infolge der höheren Lebenserwartung notwendige Aufstockung der Vorsorgekapitalien des Alt-Rentenbestandes belastet jedoch das Ergebnis und damit den Deckungsgrad. Der Deckungsgrad wird voraussichtlich bei rund 96 % (wie per Ende 2012) verharren. Entsprechend bleibt kein Raum für eine höhere Verzinsung der Sparguthaben als 1.5 %.”
NE: les policiers et le Conseil d’Etat ont rendez-vous
Les policiers et pompiers-ambulanciers du canton de Neuchâtel, mécontents des conditions qui leur sont réservées dans la recapitalisation de la caisse de pension de la fonction publique, rencontreront le Conseil d’Etat le 27 janvier. La grève des amendes et des procès-verbaux utiles à la facturation ne sera pas reprise d’ici ce rendez-vous.
Ils sont opposés à la hausse de l’âge de la retraite de 60 à 62 ans. Le Conseil d’Etat a proposé des aménagements pour une retraite anticipée à 61 ans par le biais de cotisations supplémentaires à charge des employés.
Soziale Sicherheit CHSS 6/2013: Neuerungen 2014 und laufende Reformen
Sozialpolitik
- Sozialversicherungen: Neuerungen ab 2014 und laufende Reformen (Brigitte Dumas, BSV)
- Datenaustausch und Datenschutz in der Interinstitutionellen Zusammenarbeit (Kurt Pärli, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften)
- Verwaltungsregister als Datenbasis der empirischen Sozialforschung (Philippe Wanner, Universität Genf)
Performance 2013 und technischer Zins
Radio SRF beschäftigt sich mit den Kapitalerträgen im vergangenen Jahr und der Höhe des technischen Zinses.
Die bisherigen vier Prozent (technischer Zins) erwiesen sich als zu optimistisch, sagt Martin Janssen, Finanzprofessor an der Universität Zürich. «Eine Pensionskasse ist weder eine Gelddruckmaschine noch ein Zauberinstitut. Sie muss am Kapitalmarkt teilnehmen und kann nicht mehr verteilen, als sie dort erzielt», sagt er.
Die Expertenkammer der Schweizerischen Pensionskassen-Fachleute empfiehlt inzwischen einen technischen Zins von drei Prozent. Das sei immer noch zu viel, sagt Janssen. In Zeiten, da sichere Anlagen wie Bundesobligationen nur noch gerade ein Prozent Zins abwerfen, müsste der technische Zins ähnlich tief sein. Alles andere sei unseriös. «Es kann nicht sein, dass die Rentner immer schön drei oder vier Prozent Rendite auf ihrem Alterskapital haben und die Erwerbstätigen dann sanieren.»
Doris Bianchi ist Pensionskassen-Spezialistin beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Sie wirft Janssen Schwarzmalerei vor. Drei bis dreieinhalb Prozent seien realistisch und machbar, sagt sie. «Der technische Zins ist eine langfristige Zinsannahme für die nächsten 20 Jahre. Da wäre es übertrieben, jetzt auf eine ewige Tiefzinsphase zu setzen.»
Auch der Stilllegungsfonds für Atomkraftwerke rechne mit einer langfristigen Rendite von dreieinhalb bis fünf Prozent. Pensionskassen dürften deshalb ähnlich kalkulieren, ist die Gewerkschafterin überzeugt.


