Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz 2005-2050
Gemäss dem neuen Referenzszenario des Bundesamtes für Statistik (BFS) wird sich die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz von 7,4 Millionen Anfang 2005 auf 8,2 Millionen im Jahr 2036 erhöhen und dann leicht auf 8,1 Millionen im Jahr 2050 sinken (Klick auf Grafik). In derselben Zeitspanne wird die Zahl über 64-Jährigen um über 90 Prozent zunehmen, während die Zahl der 20- bis 64-Jährigen um 4 Prozent und die Zahl der 0- bis 19-Jährigen um 15 Prozent sinken wird. Die Erwerbsbevölkerung wird von 4,2 Millionen Anfang 2005 auf 4,5 Millionen im Jahr 2018 steigen, um dann bis Ende 2050 auf einen Stand von 4,1 Millionen zu sinken. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Reihe von Szenarien, die das BFS zur Entwicklung der Wohnbevölkerung und der Erwerbsbevölkerung der Schweiz von 2005-2050 erarbeitet hat.
Statistik
Sozialversicherungsstatistiken nach Nationalitäten erheben und publizieren
Mit einer Motion beantragte die Schweiz. Volkspartei, die für die Erfassung der Sozialversicherungsstatistiken (u. a. IV, ALV, EO, FamZG und Sozialhilfe) zuständigen Bundesämter anzuweisen, in Zukunft die Statistik nicht bloss nach Ausländern und Schweizern zu führen, sondern bei den Ausländern auch die Herkunftsnation zu erheben und die Ergebnisse je Kanton öffentlich zugänglich zu machen. Als Begründung wurde angegeben, dass die Ausländer überproportional hohe Leistungen beziehen würden. In seiner Antwort hält der Bundesrat fest, dass Nationalitäten- und wohnsitzspezifische Daten seit mehreren Jahren in der ersten Säule (AHV, IV und EL) sowie in der Arbeitslosenversicherung erhoben werden. Diese Informationen seien frei zugänglich und werden nach Themenschwerpunkten veröffentlicht. In diesem Sinne sei das Anliegen der Motion erfüllt. Die Ausdehnung auf andere Sozialversicherungszweige sei mit hohen Aufwendungen verbunden. Er beantragt Ablehnung der Motion.
06.3218 Mo. Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
NYT: Those Incredible Vanishing Pension Plans
That, basically, is the problem with the nation’s pension system (and a big reason for the troubles at General Motors that led to all those buyouts): those old promises are coming due, and often the money just isn’t there, partly because the math was fuzzy, too.
So it is no surprise that companies are falling over one another to scrap pension plans. The consulting firm Watson Wyatt says the number of Fortune 1000 companies with plans that have been frozen (workers stop earning pension credits) or terminated (workers are paid off) soared to 113 last year from 71 in 2004.
Anmerkungen zu einem EVG-Urteil: Mindestzins und Ueberobligatorium
Die NZZ hat sich in ihrer Ausgabe vom 28.6. mit einem Urteil des EVG beschäftigt, das die Verzinsung des Altersguthabens im überobligatorischen Bereich zum Inhalt hatte. Der Kläger monierte, dass der überobligatorische Teil seiner Vorsorge in den Jahren 2001 / 02 nicht verzinst worden sei, obwohl die Kasse sich nicht in einer Unterdeckung befunden habe. Das Versicherungsgericht des Kt. Zürich hat erstinstanzlich die Klage gutgeheissen und die Pensionskasse verpflichtet, das überobligatorische Guthaben des Klägers zu verzinsen, plus Verzugszinsen. Das Zürcher Gericht stützte sich bei seinem Urteil offenbar massgeblich auf ein Gutachten des BSV. Die belangte Pensionskasse (laut NZZ jene der Dresdner Bank Schweiz) hat dagegen Beschwerde beim EVG eingereicht.
Festzuhalten ist, dass es sich im vorliegenden Fall nicht um eine Nullverzinsung nach dem Anrechnungsprinzip handelt (welche gemäss einer Weisung des BSV nur bei Unterdeckung zulässig ist). Unbestritten ist auch, dass keine rechtlichen Vorschriften über die jährliche Verzinsung des überobligatorischen Sparkapitals bestehen (abgesehen von 17 FZG, Mindestleistung bei Austritt). Es stellte sich damit für das EVG einzig die Frage, ob das Reglement eine Nullverzinsung im überobligatorischen Bereich in einzelnen Jahren zulässt. Der entsprechende Passus im Reglement lautet wie folgt: "Der Zins auf dem minimalen Altersguthaben nach BVG entspricht im Minimum dem von Bundesrat vorgeschriebenen BVG-Zinssatz." Das EVG schreibt dazu in seinem Urteil: "Diese Bestimmung gilt nach ihrem klaren Wortlaut nur für das minimale Altersguthaben nach BVG, d.h. für den obligatorischen Bereich. Dies fällt umso mehr auf, als im Reglement im Allgemeinen nicht zwischen dem obligatorischen und dem überobligatorischen Bereich unterschieden wird. Es ist deshalb davon auszugehen, dass das Reglement die Anwendung des BVG-Mindestzinssatzes bewusst auf den obligatorischen Bereich beschränken wollte." Unter diesen Voraussetzungen halten wir die Ablehnung der Klage durch das EVG (resp. die Gutheissung der Beschwerde der Pensionskasse gegen das erstinstanzliche Urteil) als korrekten Entscheid.
Die im Titel des NZZ-Beitrags suggerierte "Grauzone" bei der Mindestverzinsung ist bei genauerem Hinsehen nicht auszumachen und reduziert sich in ihrer Substanz auf die Nebelschleier, welche durch das Gutachten des BSV verbreitet wurden. Das BSV scheint die Tendenz zu haben, individuelle Versicherteninteressen sehr hoch einzustufen, auch wenn die Rechtslage u.U. dürftig bis nichtexistent ist. Damit ist jedoch letztlich niemandem gedient. Bezüglich des NZZ-Artikels bleibt festzuhalten, dass die Forderung, der Stiftungsrat resp. der Arbeitgeber hätten die individuellen Voraussetzungen des Falles berücksichtigen müssen, in diesem Zusammenhang wenig stichhaltig ist. Zum einen ist das Gebot der Gleichbehandlung innerhalb der beruflichen Vorsorge von höchster Bedeutung, zum anderen ist es wenig sinnvoll, ohne Kenntnis der Umstände die Bedingungen einer Kündigung beurteilen zu wollen.
Wortlauf des EVG-Urteils
Beitrag in der NZZ
Ethos: In den USA sind Aktionärsanträge immer erfolgreicher
Die Generalversammlungs-Saison in den USA war 2006 durch eine erneute Zunahme der Aktionärsanträge gekennzeichnet. Die Generalversammlungen mussten über 400 (gegenüber 383 im Vorjahr) die Corporate Governance betreffende und ungefähr 180 (6,5% mehr als 2005) die Umwelt- und Sozialpolitik der Unternehmen betreffende Anträge beschliessen, schreibt Ethos in einer Mitteilung.
ethos
Wechsel an der Spitze der UBS-Pensionskasse
Die Pensionskasse der UBS wird ab 1.1.2007 unter neuer Leitung stehen: Christoph Schenk, derzeit noch bei der Credit Suisse tätig, wird Françoise Romanoff ablösen. Romanoff, u.a. langjähriges Vorstandsmitglied des Vorsorgeforums und Mitglied der BVG-Kommission, wird das laufende Projekt der Kasse mit dem Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprojekt bis Ende Jahr zu Ende bringen und im April nächsten Jahres in Pension gehen. Die Mitteilung der UBS Pensionskasse finden Sie im Anhang.
Mitteilung der Pensionskasse der UBS
Wechsel in der Geschäftsleitung der Pensionskasse der UBS und im Präsidium der Anlagekommission per 1. Januar 2007
Im Hinblick auf die bevorstehende Pensionierung von Françoise Romanoff im Jahr 2007 hat der Stiftungsrat der Pensionskasse der UBS Christoph Schenk als Nachfolger bezeichnet. Er wird am 1. September 2006 seine Tätigkeit bei der Pensionskasse der UBS aufnehmen und ab 1. Januar 2007 die Geschäftsleitung der Pensionskasse übernehmen.
Christoph Schenk, Jahrgang 1965, lic. rer. pol., CFA, verfügt über eine breite Erfahrung im Bereich berufliche Vorsorge und Vermögensanlagen. Von 1997 bis 2003 war er Geschäftsführer der ABB Anlagestiftung (heute Avadis Anlagestiftung), Baden, und später Delegierter des Verwaltungsrates der ABB-Vorsorge AG (heute Avadis Vorsorge AG), Baden. Seit 2003 ist Christoph Schenk als Mitglied der Schweizerischen Geschäftsleitung der Credit Suisse Asset Management, Zürich, als Global Head Multi Asset Class Solutions tätig.
Per 1. Januar 2007 wird Christoph Schenk in seiner Funktion als Geschäftsleiter der Pensionskasse der UBS auch das Präsidium der Anlagekommission von Ulrich Niederer, Country Head Global Asset Management, übernehmen. Den sich im Hinblick auf den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat erhöhten Governance-Anforderungen kann dadurch angemessen begegnet werden. Wir freuen uns, dass Ulrich Niederer weiterhin als Mitglied der Anlagekommission für die Pensionskasse der UBS tätig sein wird.
Franchise Romanoff wird das laufende Strategieprojekt der Pensionskasse der UBS mit dem Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat auf den 1. Januar 2007 zum Abschluss bringen und Ende April 2007 in Pension gehen.
Times: Pension fund exodus spells low returns
How often we find that some course of action that may seem sensible if one person does it becomes cretinous if everyone does it at the same time. Britain’s pension fund managers tend to do things at the same time, mainly because they are told what to do by the same investment banks and, importantly, the same pension advisers.
Pension fund exodus spells low returns – Times Online
Dominique de Buman fait son mea culpa devant le gouvernement fribourgeois
Le conseiller national et vice-président du PDC suisse Dominique de Buman a présenté ses excuses vendredi après-midi au gouvernement fribourgeois suite à ses déclarations sur la corruption et le copinage dans l’administration cantonale. Le Conseil d’Etat se satisfait de ces explications et entend mettre ainsi un terme à cette affaire.
Edicom – Le média interactif de Suisse romande
SGB: Ueberhastete Senkung des Umwandlungssatzes
Colette Nova vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund schreibt in einer Mitteilung zum Entscheid des Bundesrates, an der geplanten Senkung des Umwandlungssatzes festzuhalten: "Eine solche erneute Senkung ist überhastet und schwächt die Glaubwürdigkeit der Politik. Sozialpolitisch ist sie sehr problematisch, trifft sie doch praktisch nur diejenigen Versicherten, die mit tiefen Löhne und niedrigen Vorsorgeleistungen bereits schlecht dastehen. Gerade diese Versicherten sollte der Mindestumwandlungssatz schützen. Deshalb fordern wir im Falle einer Senkung flankierende Massnahmen."
Mitteilung SGB
Bruno Gehrig: «Der Alleingang ist unser Ziel»
Der Verwaltungsratspräsident der Swiss Life über den Konsolidierungsdruck in der Versicherungsbranche, die (zu) tiefe Bewertung der Swiss-Life-Aktien und den Einfluss der steigenden Zinsen auf das operative Geschäft des grössten Lebensversicherers der Schweiz.
Verlagsgruppe Handelszeitung
Ergebnis der Vernehmlassung zur Anpassung des Umwandlungssatzes
Das BSV hat einen detaillierten Bericht über die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Anpassung des Umwandlungssatzes (6,4% bis 2011) erstellt. Es sind 68 Stellungnahmen eingegangen, davon 25 Kantone, 7 Parteien, 3 Behörden. Bei den Kantonen zeigt sich ein klares West- / Ost-Muster, wobei die westschweizer Kantone die Senkung ablehnen, die übrigen vorwiegend zustimmen. Die Organisationen der beruflichen Vorsorge befürworten grösstenteils die Senkung auf 6,4%, teilweise wird eine noch weitergehende Senkung gefordert. Die Zustimmenden begrüssen mit wenigen Ausnahmen auch den Verzicht auf flankierende Massnahmen, die Ablehnenden fordern hingegen den vollen Ausgleich. Zustimmung findet allgemein der Automatismus bei den Altersgutschriften sowie in Bezug auf die Anpassung des ordentlichen BVG-Rentenalters an dasjenige der AHV.
Vernehmlassungsbericht
Bundesrat kündigt Botschaft zum Umwandlungssatz an
Der Bundesrat hat die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Anpassung des Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge zur Kenntnis genommen. Gemäss seinem Entscheid vom 16. November 2005 beauftragt er das EDI, bis November 2006 eine Botschaft auszuarbeiten, welche die Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6,8% auf 6,4% vorsieht. Da die Renditeerwartungen auf den Finanzmärkten auf lange Sicht deutlich gesunken sind, erfolgt die Senkung rascher und stärker als im Rahmen der 1. BVG-Revision bereits vorgesehen. Das Inkrafttreten der Vorlage ist für den 1.1.2008 geplant, der Senkungsprozess soll sich in vier Schritten über den Zeitraum 2008 bis 2011 erstrecken.
http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=5828
Des rentes LPP encore à la baisse
Les rentes du 2e pilier devraient bientôt fondre de 10%. Malgré les réactions mitigées, le Conseil fédéral persiste dans son intention d’accélérér l’abaissement du taux de conversion du capital LPP en rente.
tsr.ch – Info – Des rentes LPP encore à la baisse
Reuters Interview: Pension funds, consumption to fuel commodities
Commodity markets will offer investors high returns as prices ride higher on rising interest from pension funds and robust consumption growth, a fund manager said on Tuesday. "We really believe that this is an era of a bull market that will not stop tomorrow, but that’s going to be a bumpy bull market," said Cyrille E. Urfer, head of fund research and multi-management at Lombard Odier Darier Hentsch & Cie.
Reuters.com
Die Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich vor der Verselbständigung
Auf Anfang 2008 soll die Pensionskasse des Staatspersonals verselbständigt werden. Damit lassen sich nicht alle, aber einige Fehler vermeiden, die in der Vergangenheit begangen worden sind, schreibt die NZZ.
Ins Gerede gekommen ist die Kasse wegen finanzieller Engagements beim Ferienverein Poscom und bei der Beteiligungsgesellschaft BT&T. Beide führten zu Verlusten und Abschreibern und bestärkten sämtliche Parteien in der Erkenntnis, dass der Einfluss von Politik und Verwaltung auf die Kasse eingedämmt werden müsse. Heute ist die BVK eine Abteilung der Finanzdirektion. Voraussichtlich auf den 1. Januar 2008 soll sie von einer unselbständigen Anstalt des kantonalen öffentlichen Rechts in eine privatrechtliche Stiftung ohne Staatsgarantie umgewandelt werden.
NZZ Online


