Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz erreichte Ende 2010 den Stand von 7’866’500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies entspricht einem Anstieg um 80’700 Personen bzw. 1,0 Prozent gegenüber 2009. Diese Zunahme ist vergleichbar mit jener der Jahre 2009 und 2007. Soweit die ersten provisorischen Ergebnisse der neuen Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (BFS). Diese qualitativ stark verbesserte Statistik ist Teil des neuen registerbasierten Volkszählungssystems und liefert präzisere Daten als die bisherige Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes.
Statistik
Pensionskassen-Statistik 2009
Das Bundesamt für Statistik hat die Pensionskassen-Statistik 2009 publiziert. Sie liegt derzeit erst in elektronischer Form vor, sie wird zu einem späteren Zeitpunkt gedruckt erscheinen.
Die Publikation zur Pensionskassenstatistik 2009 basiert auf der für dieses Geschäftsjahr durchgeführten Befragung. Nebst der Konzeption der Erhebung orientiert der erste Teil über die Struktur und die Entwicklung der beruflichen Vorsorge (obligatorischer und überobligatorischer Teil), d.h. über den aktuellen Stand der Vorsorgeeinrichtungen, die aktiven Versicherten und Leistungsbezüger sowie über die Bilanz und Betriebsrechnung. Abgeschlossen wird diese Publikation mit einigen ausgewählten Aspekten der beruflichen Vorsorge und wichtigen Eckwerten der Sozialversicherungen.
CS PK-Index Q1 2011
Der Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (blaue Linie in Abbildung), der zu Beginn des Jahres 2000 mit 100 Punkten gestartet wurde, legte im 1. Quartal 2011 um 1,04 Punkte resp. 0,83 % zu und liegt per 31. März bei 126,37 Punkten. Zum positiven Resultat haben der Januar mit 0,61% und der Februar mit 0,80 % beigetragen, während der März ein Minus von 0,58 % zu verzeichnen hatte. Die BVG-Mindestverzinsung (graue Linie), ebenfalls ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000, legte im Berichtsquartal um weitere 0,5 % resp. 0,68 Punkte auf den Stand von 137,39 zu. Die Differenz verringerte sich dadurch auf 11,02 Punkte. Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index beträgt per Quartalsende 2,10 %. Demgegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, die 2,86 % beträgt.
PK-Statistik: Kennzahlen 2004-09
Das BFS hat eine Publikation mit den Kennzahlen der Pensionskassen-Statistik 2004-2009 auf seiner Website aufgeschaltet. Sie kann unentgeltlich bestellt oder als pdf heruntergeladen werden. Die zahlreichen Grafiken und Tabellen geben einen nützlichen und leicht lesbaren Überblick über die Entwicklung der beruflichen Vorsorge seit 2004.
UBS PK-Barometer
Der positive Jahresauftakt 2011 der Renditen schweizerischer Pensionskassen hat sich im Februar fortgesetzt. Die Rendite der Vorsorgewerke betrug im Februar +0.74%. Vor allem Aktien haben zu diesem Resultat beigetragen. Die kumulierte Rendite per Ende Februar beträgt 1.26%.
Immobilien: Wo bitte ist da die Blase?
Der Economist hat auf seiner Website eine interaktive Grafik mit der Entwicklung der Immobilienpreise in rund 20 Ländern seit 1987 aufgeschaltet. Was schon nach wenigen Clicks klar wird: in kaum einem anderen Land war die Preiserhöhung geringer als in der Schweiz. In realen Grössen sind wir heute im Schnitt ungefähr wieder dort, wo wir vor über 20 Jahren begonnen haben! Nur Japan war noch (deutlich) schlechter.
3,5% Rendite im zweiten Semester 2010
Im Performancevergleich des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ASIP resultiert für das zweite Halbjahr 2010 eine Medianrendite für das Gesamtportfolio von 3,5%. Für das gesamte Jahr 2010 beläuft sich die Medianrendite auf 3,7%. Eines der zentralen Themen im vergangenen Anlagejahr sei der starke Schweizer Franken gewesen, heisst es in der Mitteilung. Vorsorgeeinrichtungen, welche die Fremdwährungsrisiken aktiv angingen, hätten eine über dem Median liegende Rendite erzielen können.
In den Kategorien «Immobilien Schweiz indirekt» und «Immobilien Ausland indirekt» resultierte eine Medianrendite von 6%. Bei der Kategorie «Obligationen Fremdwährung ohne Währungsabsicherung» ergab sich dagegen mit -4,8% eine negative Performance. «Obligationen Schweiz» rentierten mit 3,3%. Mit «Aktien Schweiz» konnte eine Medianrendite von 3,8% erzielt werden, wobei eine Beschränkung auf grosskapitalisierte Titel lediglich zu einer Rendite von 1,2% führte.
Grosse Verschiebungen in der Vermögensallokation liessen sich im zweiten Halbjahr nicht feststellen. Per Ende 2010 waren Aktien mit durchschnittlich 28,2% und Obligationen mit 43,6% in den Portfolios der Vorsorgeeinrichtungen vertreten.
Der Performancevergleich wird auf halbjährlicher Basis von Towers Watson im Auftrag des ASIP erstellt. Er beruht auf einem Gesamtvermögen von 167 Mrd CHF mit 67 teilnehmenden Pensionskassen und über 650 erfassten Portfolios.
Economist: Nur die Holländer sparen mehr
According to Towers Watson, a consultancy, the total assets held by pension funds in the 13 biggest markets were worth $26 trillion at the end of 2010, 12% more than a year earlier. Taken together, these countries accounted for 85% of the holdings of the global pensions industry. Funds in America, the world’s largest pensions market, had assets worth $15 trillion. South Africa was the fastest-growing big market last year, with pension-fund assets up 28% from a year earlier. At the end of 2010 Dutch pension funds held assets amounting to 134% of the nation’s GDP. In France, where most pensions are unfunded—with benefits financed by current contributions—the corresponding figure was a mere 5%.
PK Barometer: Ausgabe Januar, Antwort auf Kritiken
Die Jahresergebnisse 2010 des Pensionskassen-Barometers der UBS haben zu einem kritischen Artikel in der NZZ von Michael Ferber geführt. In Frage gestellt wurden die hohen ausgewiesenen Renditen im Bereich Aktien Schweiz, die von vielen Vorsorgeeinrichtungen als unrealistisch bezeichnet wurden.
Die UBS hat jetzt darauf reagiert. In einem Begleitschreiben zu den Resultaten für den Januar 2011 heisst es: “Unsere Dezember-Ausgabe des UBS Pensionskassen-Barometers hat zu vielfältigen Reaktionen seitens Kunden und Medien geführt. Insbesondere wurde die ausgewiesene Rendite in der Anlageklasse "Aktien Schweiz" hinterfragt.
Im UBS Pensionskassen-Barometer berücksichtigen wir Pensionskassen sehr unterschiedlicher Grösse. Bei der Lancierung in 2010 haben wir die Vor- und Nachteile einer kapital- bzw. einer gleichgewichteten Berechnungsmethode abgewogen. Wir haben uns für die gleichgewichtete Methode entschieden, um Verzerrungen durch grosse Vorsorgewerke zu vermeiden und haben dies im Glossar entsprechend vermerkt. Diese Methodik hat jedoch zu einer Verzerrung bei der Rendite der Anlageklasse "Aktien Schweiz" geführt, weil eine beträchtliche Anzahl von kleineren Small/Mid-Cap Portfolios in der Datengrundlage enthalten sind, welche in 2010 eine hohe Rendite erzielten.
Die entstandene Verunsicherung bedauern wir. Um solche Verzerrungen bei den Anlageklassen-Renditen inskünftig zu vermeiden, werden wir diese ab der vorliegenden Ausgabe neu kapitalgewichtet ausweisen und im Glossar entsprechend vermerken. Die übrigen Auswertungen folgen weiterhin der gleichgewichteten Methode, weil hier Rendite- und Risikokennzahlen auf Stufe Pensionskasse verglichen werden und wir weiterhin eine Verzerrung durch grosse Vorsorgeeinrichtung vermeiden wollen.”
Zu den aktuellen Resultaten wird festgestellt, dass die Schweizer Pensionskassen 2011 mit einer Rendite von +0.47% im Januar begonnen haben . Die meisten Anlageklassen haben zu diesem erfreulichen Resultat beigetragen. Im Januar waren die Renditedifferenzen zwischen Pensionskassen unterschiedlicher Grösse verhältnismässig klein. Bemerkenswert ist, dass bei den grossen Pensionskassen die tiefste Rendite immer noch leicht positiv ausfiel.
Schreiben der UBS /
Ausgabe 11-01 des PK-Barometers / Artikel NZZ
Mercer: Vergütungen im Finanzsektor
2010 sind die Gehälter für Führungskräfte um durchschnittlich 2 Prozent gestiegen; für 2011 sind durchschnittliche Steigerungen um 2,5 Prozent zu erwarten. Der Anteil des Grundgehalts für Führungspositionen stieg von 25% im Jahr 2008 auf 34% im Jahr 2010. Der Anteil langfristiger Incentives an der Gesamtvergütung für CEOs nahm von 36% im Jahr 2008 auf 46% im Jahr 2010 zu. Dies sind Ergebnisse einer Studie von Mercer, an der 38 westeuropäische Unternehmen aus dem Finanzdienstleistungssektor teilgenommen haben.
Die Studie zeigt, dass immer mehr Unternehmen einen Teil ihrer kurzfristigen variablen Gehaltskomponenten aufschieben: Waren es 2009 noch 45 Prozent, lag die Zahl 2010 schon bei 67 Prozent. Der durchschnittliche Zeitraum für aufgeschobene Bonuszahlungen liegt derzeit bei drei Jahren, was den Minimalanforderungen entspricht.
Etwa zwei Drittel der europaweit befragten Unternehmen sind bereits dazu übergegangen oder werden dazu übergehen, ein Malus-/Bonus-System einzusetzen, bei dem ein erheblicher Anteil der Bonuszahlung nicht sofort verfügbar ist und verringert werden kann, wenn Verluste auftreten oder sich die Wirtschaftslage innerhalb des mehrjährigen Aufschubzeitraumes deutlich verschlechtert.
Definitive Ergebnisse der PK-Statistik 2009
Das Bundesamt für Statistik hat die definitiven und detaillierten Ergebnisse der Pensionskassen-Statistik 2009 auf seiner Website aufgeschaltet. 468 Tabellen können mit Hilfe der Gliederung in einem Excel-Files herunter geladen werden.
NZZ: “Zweifel an Pensionskassen-Indizes der Banken”
“Die UBS hat Mitte Januar mit der Publikation ihres Pensionskassen-Barometers für das Jahr 2010 für erheblichen Wirbel in der Vorsorge-Landschaft gesorgt. Für die Anlagekategorie «Aktien Schweiz» wies die Grossbank eine Rendite von sage und schreibe 8,95% aus – obwohl das Schweizer Standard-Aktien-Barometer Swiss-Market-Index (SMI) im Jahr 2010 auf eine Performance von –1,68% kam. Die auch in in der NZZ publizierte Meldung der Performance der UBS-Mandate löste etliche Rückmeldungen von Pensionskassenmanagern und Vertretern anderer Banken aus. In der Schweiz gebe es wohl kaum eine Pensionskasse, die 2010 mit ihren Aktienanlagen eine solche Rendite erzielt habe”, heisst es in der NZZ.
“Unter den Beobachtern gilt auch die Gesamtrendite des UBS-Pensionskassen-Barometers für 2010 von 2,68% als sehr hoch. Dasselbe sei indessen beim fast gleichzeitig publizierten Pensionskassen-Index der Wettbewerberin Credit Suisse der Fall, der sogar 3,01% ausweist. Viele Teilnehmer im 600 Mrd. Fr. grossen Markt der beruflichen Vorsorge, in dem die Banken mit harten Bandagen kämpfen, zweifeln an der Aussagekraft der Barometer.”
Laut NZZ sind die von der UBS – wie auch von der CS – ausgewiesenen Renditezahlen deshalb so hoch (CS: 3,01%), weil die Bank die Zahlen für die Kundengruppen gleichgewichtet und nicht kapitalgewichtet erfasst, was aufgrund der guten Entwicklung der kleinen und mittelgrossen Werte das Ergebnis in die Höhe trieb.
Wir haben an dieser Stelle als weiteren Kritikpunkt schon früher angeführt, dass sowohl CS wie UBS keinerlei Angaben über ihre Datenbasis machen. Es handelt sich um eine eigentliche Black Box mit unbekannter Repräsentativität. Im Gegensatz dazu sind beim PK-Monitor der Swisscanto die Ausgangsgrösse und auch die Berechnungsmethode bekannt. Deren Renditezahlen für 2010 liegen markant tiefer.
Die Zeitung geht auch auf kritische Stimmen gegenüber der Aussagekraft des Pictet-Index ein. Er sei als Benchmark kaum zu replizieren und wenn, dann nur mit Finanzprodukten, was bedeutende Kosten verursache.
NZZ / UBS PK-Barometer / CS Flash (Rendite 1) / CS PK-Index (Rendite 2) / Swisscanto PK-Monitor
Performance-Vergleich per Ende 2010
Die Konferenz der Geschäftsführer von Anlagestiftungen KGAST hat ihren Jahresendvergleich per 31.12.2010 publiziert. Zusammengefasst und verglichen werden die Resultate von 26 Anlagestiftungen mit insgesamt 318 Anlagegruppen und einem Gesamtvermögen von 77,3 Mrd. Fr. Wie üblich sind die Mischvermögen von besonderem Interesse, weil sie einen Hinweis geben auf Performance der Pensionskassen generell. Bei den Gruppen mit einem Aktienanteil von 20 – 30% liegen die Ergebnisse für 2010 zwischen 4,1 (Pictet) und 1,7% (Sarasin). Das über zehn Jahre erzielte Bestergebnis beträgt 2,7% (IST). Gut abgeschnitten haben aufgrund der Zinsentwicklung im Berichtsjahr die Obligationengruppen. Die AWI schwingt bei den Obli Schweiz mit 4,1% obenaus, über zehn Jahre kommt die CS auf 3,9%. Bei den Fremdwährungsobligationen mussten wegen der Währungsentwicklung Minuszahlen zwischen –1,4 und –4,9% hingenommen werden. Bei den Aktien Schweiz sieht es für 2010 nicht schlecht aus mit teilweise über 6% Performance (CS und Allianz), hingegen ernüchtern die 10-Jahresdaten, die um 0% (!) oszillieren.
CS PK-Index: Hoffnung am Jahresbeginn
Der Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (blaue Linie in Abbildung), der zu Beginn des Jahres 2000 mit 100 Punkten gestartet wurde, zeigt sich “in sonnigem Winterwetter”, wie die CS etwas sehr euphorisch schreibt. Im Berichtsquartal legte der Index um 1,28 Punkte resp. 1,03 % zu und liegt per 31. Dezember bei 125,33 Punkten. Zum Resultat haben der Oktober 1,28 % und der Dezember 0,45 % beigetragen, während der November ein Minus von 0,69 % zu verzeichnen hatte. Die BVG-Mindestverzinsung (rote Linie in Abbildung), ebenfalls ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000, legte im Berichtsquartal um weitere 0,5 % resp. 0,67 Punkte auf den Stand von 136,71 zu. Die Differenz verringerte sich dadurch auf 11,38 Punkte. Für das Anlagejahr 2010 wurde eine Rendite von 3,01% verzeichnet. Somit wurde der BVG-Mindestzins um 1,01% übertroffen. Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (Tabelle 1c) beträgt per Quartalsende 2,07%. Dem gegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, welche 2,88 % beträgt.
Swisscanto PK-Monitor: 2010–eine laterale Arabeske
Die Deckungsgrade haben sich im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal kaum verändert und bleiben damit faktisch auf dem Niveau von Ende 2009. Für die privat-rechtlichen Pensionskassen stagnierte der vermögensgwichtete Deckungsgrad. So lag er per Ende 2009 bei 104,7 und Ende 2010 bei 104,5%. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den öffentlich-rechtlichen Kassen. Ende 2009 lag der Deckungsgrad bei 92,1% Ende 2010 bei 91,8%.
2010 konnten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen eine durchschnittliche, vermögensgewichtete Rendite von 2,0% erzielen. Dabei handelt es sich um eine konservative Renditeschätzung, da die Berechnung auf der Vermögensallokation der Vorsorgeeinrichtungen per 31.12.2009 basiert. Das Marktumfeld hat im vierten Quartal nur unwesentlich zu einer besseren Performanceentwicklung bei den Vorsorgeeinrichtungen geführt. Die 2010 erzielte Rendite ist gemessen an der Sollrendite zu klein. Die Sollrendite zeigt an, wie viel Performance erzielt werden muss, um den Deckungsgrad konstant zu halten.
Insgesamt hat sich der Anteil der Kassen in Unterdeckung seit Jahresbeginn nur leicht reduziert. So befinden sich per 31. Dezember 2010 noch 15% der privat-rechtlichen Kassen in Unterdeckung bei den öffentlich-rechtlichen sind es rund 60%.
Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor beruht auf den Daten des AWP/Complementa Risiko Check-up und der Swisscanto Pensionskassen-Umfrage. Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 31. Dezember 2010 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2009 von 420 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt CHF 400 Mia. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2010 gewählten Anlagestrategie.
