Das Bundesamt für Statistik hat die Daten zur Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit publiziert. Zwar nur für 2008, dafür erst provisorisch.
Statistik
Lohnentwicklung 2009: Kommentierte Ergebnisse und Tabellen
Seit 1994 wird die Lohnentwicklungsstatistik mit Hilfe der Daten, die durch die Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (SSUV) geliefert werden, berechnet. Hauptthema dieser Statistik ist der Schweizerische Lohnindex (SLI). Der SLI ermöglicht die Messung einer jährlichen Entwicklung der Löhne in den verschiedenen Wirtschaftszweigen des sekundären und tertiärer Sektors. Die nach der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA02) berechneten Ergebnisse für 2009 werden in der vorliegenden Publikation im Detail beschrieben.
BfS Studie /
Publikation komplett (PDF, 1153 KB)
Complementa: Studie zum Risiko Check-up 2010
Complementa hat die Studie zum Risiko Check-up 2010 publiziert. Es haben insgesamt 418 Vorsorgeeinrichtungen am AWP/Complementa Risiko Check-up teilgenommen und konnten in die Studie integriert werden. Sie vereinen ein Deckungskapital von 398 Mia. CHF. Auf Basis der eingegangenen Daten werden die Finanzierungssituation, die Entwicklung der Vorsorgesicherheit, Anlagestruktur und Perspektiven dargestellt. Eine Kurzfassung der Studie kann mit unten stehenden Link herunter geladen werden, die gedruckte Fassung mit rund 150 Seiten ist bei der Complementa zu bestellen.
Neue Grenzbeträge in der beruflichen Vorsorge
In der obligatorischen beruflichen Vorsorge wird der Koordinationsabzug von 23’940 auf 24’360 Franken erhöht, die Eintrittsschwelle steigt von 20’520 auf 20’880 Franken. Der maximal erlaubte Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) beträgt neu 6’682 Franken (heute 6’566) für Personen, die bereits eine 2. Säule haben, respektive 33’408 Franken (heute 32’832) für Personen ohne 2. Säule. Auch diese Anpassungen treten auf den 1. Januar 2011 in Kraft.
Die minimale AHV/IV-Rente steigt von 1’140 auf 1’160 Franken pro Monat, die Maximalrente von 2’280 auf 2’320 Franken. Bei den Ergänzungsleistungen wird der Betrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs von 18’720 auf 19’050 Franken pro Jahr für Alleinstehende, von 28’080 auf 28’575 Franken für Ehepaare und von 9’780 auf 9’945 Franken für Waisen erhöht. Auch die Entschädigungen für Hilflose werden angepasst.
TA: Kasse der Swiss Re Siegerin beim PK-Rating
Im Pensionskassen-Rating des «Tages-Anzeigers» schwingt dieses Jahr die Pensionskasse der Swiss Re obenauf. Seit sie mitmacht, befindet sie sich unter den besten Vorsorgeeinrichtungen. «Die Mitarbeiter freuen sich jeweils, wenn sie sehen, dass sie sich in einer guten Kasse befinden. Das erleichtert auch die Personalrekrutierung für den Konzern», begründet Brigitte Schmid, Geschäftsführerin der PK Swiss Re, warum sie sich dem einzigen, fachlich vom Beratungsunternehmen Mercer begleiteten Vergleich stellt.
Ernst & Young PK-Studie 2010: Vorsorgeeinrichtungen unzufrieden mit der Politik
In der von Ernst & Young erstmals durchgeführten Pensionskassenstudie 2010 senden die Vorsorgeeinrichtungen eine klare Botschaft nach Bern: Sie beurteilen den Einfluss der Politik auf ihr Tagesgeschäft mehrheitlich als negativ. Dass Handlungsbedarf besteht, ist den Kassen jedoch klar. Sie zeigen beispielsweise Offenheit gegenüber einem massgeschneiderten Solvenz- oder Stresstest, heisst es in einer Mitteilung von Ernst & Young.
Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young hat im Sommer 2010 erstmals eine Umfrage durchgeführt und dazu 48 Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz mit unterschiedlichem Profil befragt. Im Zentrum standen Fragen nach der aktuellen Lage der Institutionen und nach ihrer Strategie zur Bewältigung von Herausforderungen wie tiefe Renditen, erhöhte Lebenserwartung oder Reservedefizite.
Die Branche würde es vorziehen, wenn zentrale Parameter ihres Geschäfts – wie der BVG-Mindestzinssatz – nicht vom Bundesrat, sondern vom paritätischen Führungsorgan der einzelnen Vorsorgeeinrichtung bestimmt würden. Anderseits haben die Pensionskassen wenig gegen Kontrollmechanismen und Vorgaben einzuwenden, die sie als sinnvoll erachten. Über 60 Prozent der befragten Institutionen befürworten die heute gängige Kenngrösse des Deckungsgrades, obwohl sie zu Vergleichszwecken nicht vollständig genügt. 40 Prozent der Vorsorgeeinrichtungen könnten sich gar mit einem Solvenz- oder Stresstest anfreunden, sofern dieser auf die speziellen Rahmenbedingungen der Branche Rücksicht nimmt.
CHSS: Aktuelle finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen
“Die erhobenen Daten zur finanziellen Situation der Vorsorgeeinrichtungen liegen jeweils mit einiger zeitlicher Verzögerung vor. Darum hat das Bundesamt für Sozialversicherungen ein Modell entwickelt, mit dem der jeweils aktuelle Stand wesentlich schneller abgeschätzt werden kann, heisst es in einem Beitrag von Thomas Borek in der Soziale Sicherheit CHSS Nr. 4/2010 des BSV.
Basis dieser Schätzungen sind die in der Pensionskassenstatistik 2008 erfassten Angaben zum Vorsorgekapital, zu den verwendeten Zinssätzen und zur Vermögensaufteilung der einzelnen Vorsorgeeinrichtungen. Für jede Kasse wird daraus einerseits die erwartete Sollrendite und andererseits – anhand des Verlaufs relevanter Kapitalmarkt-Indizes – die erwartete Anlagerendite für die beobachtete Periode geschätzt. Damit lässt sich die aktuelle finanzielle Lage sämtlicher in der Pensionskassenstatistik erfassten Vorsorgeeinrichtungen prognostizieren.
Zur aktuellen Lage wird festgestellt: Der kapitalgewichtete Deckungsgrad der registrierten Vorsorgeeinrichtungen hat im April 2010 wieder das Niveau von Ende 2004 erreicht (s. Grafik). Jedoch haben die Kursverluste im Juni dieses Jahres den Aufwärtstrend gebremst. Zudem befinden sich Ende Juni 2010 immer noch gut ein Viertel der Vorsorgeeinrichtungen ohne Staatsgarantie in Unterdeckung, und die Mehrheit der Kassen weist einen Deckungsgrad unter 110 Prozent auf und verfügt demzufolge noch nicht über genügend Wertschwankungsreserven, um einen neuerlichen Rückschlag an den Finanzmärkten auffangen zu können.
Performancevergleich: 0 Prozent Medianrendite für S1
Der im Auftrag des Schweizerischen Pensionskassenverbandes (ASIP) von Towers Watson durchgeführte Performancevergleich zeigt für das erste Halbjahr 2010 eine Medianrendite von 0.0% auf dem Gesamtportfolio der teilnehmenden Pensionskassen. Die Medianrendite für die letzten 12 Monate beträgt 7.9%.
Nach einem sehr positiven zweiten Semester 2009 und einem erfreulichen ersten Quartal 2010 litten die Anlagen der teilnehmenden Vorsorgeeinrichtungen unter den Bewertungskorrekturen, primär in den Aktienmärkten der industrialisierten Länder aber auch in denjenigen ausgewählter Schwellenländer. Beispielsweise wurde bei europäischen Aktien eine Medianrendite von -14.1% erreicht und bei Aktien von Schwellenländern eine von -1.7%. Aktien Schweiz schnitten im Vergleich zu europäischen Aktien mit einer Medianrendite von -3.1% vergleichsweise besser ab, was grösstenteils durch den markant tieferen EUR/CHF-Kurs zu erklären ist. Das schlechte Abschneiden der Aktienmärkte ist vor dem Hintergrund aufkommender Zweifel über die Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung zu sehen.
Erneutes Beschäftigungswachstum
Die Indikatoren des Beschäftigungsbarometers, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlicht werden, zeigen ein leichtes Beschäftigungswachstum. Der Beschäftigungsrückgang im sekundären Sektor hat nachgelassen und die Zahl der Beschäftigten im tertiären Sektor wächst weiter an. Erstmals seit dem 4. Quartal 2007 zeigen alle in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren eine positive Tendenz. Besonders ausgeprägt ist der wiedergewonnene Optimismus im sekundären Sektor.
BFS: Arbeitsmarktindikatoren 2010
Die Publikation «Arbeitsmarktindikatoren» des Statischen Bundesamtes vermittelt eine Gesamtsicht des schweizerischen Arbeitsmarktes und der entsprechenden Statistiken. Folgende Themen werden dabei vertieft behandelt: Erwerbstätigkeit, Arbeitsstunden, Arbeitslosigkeit, aber auch dynamische Aspekte des Arbeitsmarktes sowie die Struktur und die Entwicklung der Löhne. Darüber hinaus liefert diese Publikation Definitionen zu den wichtigsten Arbeitsmarktindikatoren und erläutert die methodischen Aspekte der verschiedenen statistischen Quellen. Sie präsentiert zudem rund 60 Tabellen mit den wichtigsten Ergebnissen
Schweizerische Gesundheitsbefragung 2007
Wenn Arbeitnehmende während ihrer Arbeit physischen oder psychosozialen Risiken ausgesetzt sind, antworten sie doppelt so häufig, dass ihr Gesundheitszustand schlecht ist oder dass sie an psychischen Beschwerden leiden. Arbeitslose Personen geben sogar fünf Mal so häufig einen nicht guten Gesundheitszustand an wie Arbeitnehmende, die keinen Arbeitsplatzverlust fürchten. Dies geht aus der Gesundheitsbefragung 2007 des Bundesamtes für Statistik hervor.
BA für Statistik /
Gesundheitsbefragung
Swisscanto PK-Monitor: Wieder unter 100
Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt für das zweite Quartal 2010 eine Verschlechterung der Finanzierungssituation der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen. Per 30. Juni 2010 reduzierte sich unter Einbezug der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen die durchschnittliche, vermögensgewichtete Deckung von 100,5% auf 97,9%. Mit einem Deckungsgrad von 103,8% haben sich die Reserven der privat-rechtlichen Pensionskassen gegenüber dem Vorquartal um 2,8 Prozentpunkte verringert. Die öffentlich-rechtlichen Kassen weisen mit 91,2% weiterhin eine Unterdeckung auf, schreibt Swisscanto in einer Pressemitteilung.
Im laufenden Jahr konnten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen eine durchschnittliche, vermögensgewichtete Rendite von lediglich 0,2% erzielen. Das angespannte Marktumfeld hat im zweiten Quartal zu einer negativen Performanceentwicklung bei den Vorsorgeeinrichtungen geführt und somit die Verbesserung der Deckungsgradsituation im ersten Quartal wieder rückgängig gemacht. Insgesamt befindet sich per 30. Juni 2010 noch rund ein Viertel aller erfassten Pensionskassen in Unterdeckung. Bei den öffentlich-rechtlichen sind es 70%, bei den privat-rechtlichen 20%.
Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor beruht auf den Daten des AWP/Complementa Risiko Check-up und der Swisscanto Pensionskassen-Umfrage. Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 30. Juni 2010 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2009 von 419 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt CHF 400 Mia. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2010 gewählten Anlagestrategie.
CS PK-Index: Lücke zum Mindestzins wieder vergrössert
Der Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (blaue Linie), der zu Beginn des Jahres 2000 mit 100 Punkten gestartet wurde, erleidet im 2. Quartal 2010 einen kräftigen Dämpfer. Im Berichtsquartal büsste der Index 2,98 Punkte resp. 2,40 % ein und steht nun bei 121,58 Punkten. Zum negativen Resultat haben der Mai – 0,73 % und der Juni – 2,12 % beigetragen, während der April ein leichtes Plus von 0,45 % verzeichnete. Die BVG-Mindestverzinsung (rote Linie), ebenfalls ausgehend von 100 Punkten zu Anfang des Jahres 2000, legte im Berichtsquartal um weitere 0,5 % resp. 0,67 Punkte auf den Stand von 135,37 Punkten zu. Die Differenz vergrösserte sich dadurch auf 13,79 Punkte. Der Gesamtindex müsste mehr als 11% zulegen, sollte diese Lücke bis Ende 2010 geschlossen werden. Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index beträgt per Ende Juni 1,88 %. Demgegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung: Sie beträgt per 2,93 %.
UBS PK-Barometer: Schlechter Juni
Der Juni war renditemässig ein schlechter Monat für die Pensionskassen. Die Monatsrendite von –1.90% gemäss UBS Pensionskassen-Baromter hat die kumulierte Rendite im Jahr 2010 auf nahe Null gebracht. Neben rückläufigen Aktienkursen hat vor allem die Abwertung der wesentlichen Währungen EUR und USD (ca. –7% gegenüber dem CHF) zu dieser negativen Monatsrendite beigetragen.
State Street PK-Index: Rendite –3.11% im Q2
Beim PK-Index von State Street Investment Analytics handelt es sich um einen Index, der basierend auf durchschnittlichen Wertschriften-Allokationen von Schweizer Pensionskassen errechnet wird. Der Schweizer PK-Index erreichte im 2. Quartal 2010 eine Rendite von -3.11 Prozent. “Nach vier aufeinanderfolgenden Quartalen der Erholung ist die Rendite des Schweizer PK-Index im zweiten Quartal zurückgegangen,” sagt Reto Tschäppeler, Vice President in Zürich. “Die in den letzten 12 Monaten erzielte Rendite ist mit 7.65% aber immer noch deutlich über dem für Personalvorsorgeeinrichtungen relevanten Satz für die Mindestverzinsung.”
State Street veröffentlichte ebenfalls ihre Transaktionskosten-Analyse für den Schweizer Markt. Transaktionskosten entstehen beim Wertschriftenhandel und machen rund zwei Drittel der Vermögensverwaltungskosten aus. Die Kosten setzen sich aus Kommissionen, Gebühren und Opportunitätskosten (market impact) zusammen. Einen substantiellen Anteil machen die Opportunitätskosten aus, welche nur mit spezialisierten Analysen quantifiziert werden können.
Die Transaktionskosten erhöhten sich in der Schweiz gegenüber dem zweiten Quartal um 1.88 Prozent von 18.04 auf 18.38 Basispunkte, wobei sich hauptsächlich die Opportunitätskosten unvorteilhaft entwickelt haben. Dies bedeutet, dass institutionelle Investoren im letzten Quartal durchschnittlich 18.38 Basispunkte für die Ausführung ihrer Transaktionen in Schweizer Aktien aufgewendet haben. Die globalen Werte sind hingegen gesunken, um 6.77 Prozent. Der Kostenblock bleibt mit durchschnittlich 33.84 Basispunkten global auf einem wesentlich höheren Niveau als in der Schweiz.
