Die UBS schreibt zu den Resultaten ihres PK-Barometers für Juli: “Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben bei den Pensionskassen ihre ersten Spuren hinterlassen. Juli war renditemässig der schlechteste Monat in diesem Jahr mit einer Monatsrendite von –1.67%. Die Gründe liegen in der deutlichen Korrektur der Aktienmärkte und der starken Aufwertung des CHF. Mit Ausnahme von CHF-Obligationen waren alle Anlageklassen rückläufig. Die kumulierte Rendite 2011 beträgt per Ende Juli –1.92%.”
Statistik
Swisscanto PK-Monitor: Sinkende Deckungsgrade
Die Deckungsgrade der Schweizer Pensionskassen sind im zweiten Quartal leicht gesunken und bereits unter dem Niveau von Ende 2010. Die fortwährenden Turbulenzen im Markt seit Ende des zweiten Quartals werden auch im laufenden 3. Quartal zu einer weiteren Verschlechterung der Deckungsgradsituation bei den Pensionskassen führen.
Bei den privatrechtlichen Pensionskassen sank der vermögensgewichtete DG gegenüber dem ersten Quartal um knapp 2 Prozentpunkte auf 102,6%. Ein ähnliches Bild, jedoch weniger ausgeprägt, zeigt sich bei den öffentlich-rechtlichen Kassen, wo sich der Deckungsgrad um 1,3 Prozentpunkte auf 91,0% verringerte.
Die Renditen im zweiten Quartal verschlechterten sich. So erzielten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen eine durchschnittliche, vermögensgewichtete Rendite von nur noch 0,1% seit Jahresbeginn; um die Deckungsgrade zu halten, hätten jedoch etwa 2% erwirtschaftet werden müssen. Zur schlechteren Finanzierungssituation der Vorsorgeeinrichtungen trugen vor allem Kurs- und Fremdwährungsverluste bei. Folglich hat sich der Anteil der Kassen in Unterdeckung seit Jahresbeginn erneut erhöht. Der Anteil der privatrechtlichen Kassen in Unterdeckung hat sich per 30. Juni 2011 mit 24% praktisch verdoppelt, bei den öffentlich-rechtlichen hat sich der Anteil mit 73% nur noch leicht erhöht.
Swisscanto erwartet für das dritte Quartal noch stärkere Ausprägungen. Die ersten Swisscanto Schätzungen für die aktuellen Deckungsgrade per 12. August 2011:
- 96,3% für privatrechtliche Kassen (Rendite per 12.8.2011: -7,3%)
- 83,2% für öffentlich-rechtliche Kassen (Rendite per 12.8.2011: -6,9%)
- Der durchschnittliche Deckungsgrad über alle Kassen wird auf 91,0% geschätzt.
Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor beruht auf den Daten des Complementa Risiko Check-up und der Umfrage "Schweizer Pensionskassen" von Swisscanto. Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 30. Juni 2011 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2010 von 382 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt 434 Mrd. Franken.
Pensionskassen mit negativer Performance im S1
Nach einem positiven zweiten Halbjahr 2010 gerieten die Renditen der Schweizer Pensionskassen im ersten Halbjahr 2011 unter Druck, wie der aktuelle ASIP-Performance-Vergleich zeigt. Lag die Medianrendite des Gesamtportfolios für die vergangenen 12 Monate insgesamt bei 3.1%, betrug sie für das erste Halbjahr 2011 nur -0.2%. Es zeigt sich zudem, dass der starke Schweizer Franken die Pensionskassen dazu drängt, dem Währungsmanagement noch zusätzliche Priorität zu schenken.
Die Mandatskategorien «Immobilien Schweiz indirekt» und «Immobilien Schweiz direkt» erzielten in den vergangenen sechs Monaten die höchsten Renditen mit einer Medianrendite von 3.5% beziehungsweise 2.3%. Positive Renditen erzielte auch die Anlagekategorie «Obligationen Schweiz» mit 1.4% für das erste Halbjahr 2011. Demgegenüber stehen die durchwegs negativen Renditen in CHF der Aktienuniversen (Schweiz, Welt, Europa, Asien Pazifik, Schwellenländer, Nordamerika). Der SPI-Benchmark erzielte für die erste Jahreshälfte 2011 eine negative Rendite von -1.8% und auch das entsprechende Mandatsuniversum Aktien Schweiz erzielte eine benchmarknahe negative Rendite von -1.9%.
Bezüglich Vermögensallokation sind keine grossen Verschiebungen im ersten Halbjahr erkennbar und die Veränderungen lassen sich meistens auf die Bewegungen der Märkte und nicht auf aktive Entscheide zurückführen. Auf aggregierter Ebene fällt die Veränderung im Bereich der Immobilien auf, wo die durchschnittliche Allokation in den letzten 12 Monaten von 11.2% auf 13.1% angewachsen ist. Per Mitte 2011 waren Aktien mit durchschnittlich 27.8% und Obligationen mit 42.0% in den Portfolios der Vorsorgeeinrichtungen vertreten.
Der ASIP-Performancevergleich ist mit einem Gesamtvermögen von CHF 187 Milliarden, 63 teilnehmenden Pensionskassen und über 650 erfassten Portfolios der grösste unabhängige Performancevergleich in der Schweiz. Er wird auf halbjährlicher Basis durch das Beratungsunternehmen Towers Watson im Auftrag des Pensionskassenverbandes erstellt.
KGAST: Performance-Vergleich per 30.6.11
Die Konferenz der Geschäftsführer von Anlagestiftungen (KGAST) hat ihren Performance-Vergleich per 30. Juni publiziert. Das Gesamtvermögen der Anlagestiftungen ging im Berichtsquartal um 2,5% auf 70,7 Mrd. Franken zurück. Den Rückgang ausgelöst haben primär die Kursverluste auf Dollar und Euro. Obligationen in Fremdwährung “Welt” weisen bei der Performance für 2011 einen Medianwert von –5,0% aus (Max. 0,2; Min. –6,5), für Euro beträgt der Wert für den Median –2,4 % (-1,8; –3,0), für Dollar –7,6 % (-7,0; –7,7). Bei den ausländischen Aktiengruppen sind ähnliche Werte zu verzeichnen. Aktien Welt: –5,0 % (-1,3; –7,9), Europa –1,5 (-0,6; –5,2), Nordamerika: –4,6 % (-3,6; –5,6). Die Werte der für einen Vergleich mit der Gesamtentwicklung besonders aussagekräftigen Mischvermögen betragen: 10-19% Aktienanteil: 0,3 % (0,7; –0,1); 20-30% Aktienanteil: –0,6 % (0,2; –1,7), 31-40% Aktienanteil: –1,2 % (-0,3; –1,7)% Performance.
Die Immobilienanlagestiftungen, vom Währungsgeschehen weniger betroffen, konnten im vergangenen Quartal kräftig zulegen. Ihr Vermögen stieg um 6% auf 8,6 Mrd. Franken. Im Bereich Wohnliegenschaften erreichte der Median der Performance für 2011 2,4% (3,1; 2,2).
CS PK-Index Q2 2011
Die Credit Suisse hat die ausführliche Version der Ergebnisse zum PK-Index im zweiten Quartal 2011 publiziert. Ergänzend zur Auswertung der Daten wird die Entwicklung der Rendite / Risiko-Positionen aufgezeigt, und zwar über 2 und 5 Jahre.
Rendite und Risiko auf annualisierter Basis im Vergleich;
rollende 5-Jahres-Betrachtung, Monatswerte Juli 2006 bis Juni 2011
Die CS schreibt zu den Ergebnissen: “Die stichtagsbezogene Darstellung der rollenden 5-Jahres-Betrachtung der in annualisierter Form erhobenen Rendite-Risiko-Positionen der einzelnen Pensionskassen (vgl. Abbildung), hat sich seit der letzten Index-Publikation unwesentlich verändert. Per 30. Juni 2010 präsentiert sich die regressive Steigung negativ, woraus folgt, dass eine der Prämissen der modernen Portfoliotheorie, wonach höheres (systematisches, d. h. marktbedingtes) Risiko durch höhere Renditen entschädigt werden, je nach Einstiegszeitpunkt über mehrere Jahre hinweg verletzt werden kann.”
Etude «Frais de gestion de la fortune dans le 2e pilier» disponible en français
La version intégrale de l’étude «Frais de gestion de la fortune dans le 2e pilier» est désormais disponible en français sous forme électronique. Les versions allemande et française sont actuellement sous presse et pourront être commandées auprès de l’Office fédéral des constructions et de la logistique (OFCL) d’ici à quelques semaines (un lien électronique pour la commande de publication figure sur la page Recherche du site de l’OFAS).
UBS PK-Barometer: Erstes Semester im Minus
Mit einer Rendite von –1.13% im Juni verzeichneten die schweizerischen Pensionskassen den bisher schlechtesten Monat in diesem Jahr. Mit Ausnahme von CHF-Obligationen weisen alle Anlageklassen negative Renditen auf, besonders ausgeprägt Aktien Schweiz. Die kumulierte Rendite 2011 ist mit –0.29% das erste Mal in diesem Jahr negativ.
Seit Ende 2005 beträgt die kumulierte Performance der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen +6.53%. Die letzten beiden Monate haben die seit Beginn 2009 anhaltende Erholung der Performance zu einem vorläufigen Halt kommen lassen. Der Zuwachs der grossen Pensionskassen beträgt 8.8%, derjenige der mittelgrossen 6.3% und derjenige der kleineren Vorsorgewerke noch 5.5%.
CS PK-Index Q2: Rückgang
Im 2. Quartal 2011 nahm der Credit Suisse Pensionskassen-Index um 1.54 Punkte resp. 1.22% ab und liegt per 30. Juni bei 124.83 Punkten. Zum negativen Resultat haben der Juni mit -1.18% und der Mai mit -0.50% beigetragen, während der April ein Plus von 0.46% zu verzeichnen hatte. Die Performance Contribution zeigt, dass insbesondere die Aktien Ausland (-1.32), Fremdwährungsobligationen (-0.41), Aktien Schweiz (-0.23) und alternative Anlagen (-0.22), zur negativen Rendite beigetragen haben.
Die BVG-Mindestverzinsung (rote Linie in Abbildung), ebenfalls ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000, legte im Berichtsquartal um weitere 0.5% resp. 0.68 Punkte auf den Stand von 138.07 zu. Somit vergrösserte sich die Differenz wieder und liegt per 30. Juni bei 13.24 Punkten.
In der Anlageallokation per 30. Juni fällt auf, dass sich die Liquiditätsquote (7.2%) erhöht hat. Ebenfalls höher ausgefallen sind die Engagements in Schweizerfrankenobligationen (26.2%). Verringert haben sich die Engagements in Fremdwährungsobligationen (8.5%), Aktien Schweiz (12.2%), Aktien Ausland (16.8%) und alternative Anlagen (5.0%). Die Schweizer Franken Quote hat sich per 30. Juni auf 78.8% erhöht.
Die detaillierte Auswertung des CS PK-Index für das 2. Quartal 2011 wird in rund zwei Wochen publiziert.
Jahresbericht Sozialversicherungen 2010
Der jährliche Bericht über die Sozialversicherungen liegt vor. Er enthält aktuelle Informationen zu den Sozialversicherungen, einen Überblick über die jüngsten politischen Diskussionen und die sich bietenden Perspektiven. Er gibt Auskunft über die neuesten Kennzahlen der einzelnen Sozialversicherungen und stellt Querbezüge zwischen den verschiedenen Sozialversicherungen dar. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe gibt einen umfassenden Überblick über die laufenden Gesetztesrevisionen im Sozialversicherungsbereich. Gedruckte Exemplare des Berichts können ab Mitte August bestellt werden via www.bundespublikationen.ch (Bestellnummer 318.121.10D).
UBS PK-Barometer
Im Mai betrug die Rendite der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen gemäss USB PK-Barometer -0.45%. Hauptgrund für diese negative Entwicklung war die starke Abwertung des EUR und in geringerem Ausmass des USD gegenüber dem Schweizer Franken mit entsprechenden Auswirkungen auf die Anlageklassen Aktien Ausland, Obligationen Fremdwährungen und Hedge Funds. Die kumulierte Rendite 2011 beträgt per Mai +0.84%.
Studie zu Vermögensverwaltungskosten: Mehr Transparenz, geringer Handlungsbedarf
Im Rahmen einer Pressekonferenz hat das BSV die Publikation der von ihm bei c-alm in Auftrag gegebenen Studie über die Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule lanciert. Die Untersuchung bringt erstmals Klarheit in den Bereich der Kosten von Kollektivanlagen und zeigt deren grosse und wohl meist unterschätzte Bedeutung auf. In der Tat umfassen die in den Betriebsrechnungen erfassten und in der PK-Statistik dargestellten Kosten nur ein gutes Viertel der Gesamtkosten. Die Untersuchung hat aber keine grundsätzlichen Missstände oder grössere Mängel bei der Vermögensverwaltung der Kassen zu Tage gebracht.
Die offizielle Pensionskassenstatistik weist lediglich aus, was in den Betriebsrechnungen der Vorsorgeeinrichtungen tatsächlich abgebildet ist: 795 Mio. Franken für 2009. Die Rechnungen der Lebensversicherer weisen zudem 286 Mio. Franken aus. Gesamthaft ergibt dies Kosten von rund 0.15 Prozent des gesamten Vorsorgevermögens. Die Studie ermittelt hingegen Vermögensverwaltungskosten von durchschnittlich 0,56 Prozent.
Grundlage der Daten bilden die Angaben von 73 Vorsorgeeinrichtungen mit einer Bilanzsumme von 230 Mrd. Franken für den Zeitraum 2005-09. Die mit der Kostendefinition in der Stichprobe erhobenen Vermögensverwaltungskosten liegen in einem Bereich zwischen 0.15% und 1.86% des Vorsorgevermögens. Der volumengewichtete Durchschnittswert beträgt 0.45%. Darin nicht enthaltene Kosten betreffen in erster Linie Gebühren und Transaktionskosten, die innerhalb von kollektiven Anlagegefässen anfallen. Zur Beurteilung der Frage, inwieweit die Vorsorgeeinrichtungen in der Produktauswahl den verfügbaren Wettbewerb spielen lassen, wurden zusätzlich die Staffeltarife der in diesem Segment marktführenden Produktanbieter in allen relevanten Anlagekategorien respektive Umsetzungsarten erhoben. 28 Vermögensverwalter haben an der Kostenerhebung teilgenommen. Die Autoren vermerken nicht ohne Genugtuung, dass eine ähnliche Studie bisher weder im In- noch im Ausland bisher je durchgeführt wurde.
Für die Messung der Vermögensverwaltungskosten wurde im Rahmen dieser Studie eine grundlegend neue Kostendefinition entwickelt. Diese erfasst neben den fakturierten Aufwendungen auch die nicht fakturierten Vermögensverwaltungskosten. Die Kostendefinition unterscheidet die drei Kostenaggregate Total Expense Ratio (TER), Transaktionskosten & Steuern (Transaction and Tax Cost TTC) sowie übrige Kostenbestandteile (Supplementary Cost SC). Dieses dreiteilige Kostenkonzept wird so weit als möglich in allen Anlagesegmenten beziehungsweise Durchführungswegen der Vermögensanlage verwendet.
Werden die in der Stichprobe gemessenen Kosten den mit den Vermögensanlagen über den Zeitraum 2005-2009 erzielten Nettorenditen gegenübergestellt, so zeigt sich ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen den gemessenen Vermögensverwaltungskosten und der über die Jahre 2005 bis 2009 realisierten Nettorendite: je höher die Kosten, desto tiefer die realisierte Nettorendite. Es zahlt sich gemäss den Autoren also aus, in der Vermögensanlage Kostendisziplin walten zu lassen.
Bei der Hochrechnung wurde insbesondere der Tatsache Rechnung getragen, dass die Stichprobe eine Konzentration in den grossen Bilanzvermögen aufweist. Mit der Bereinigung dieses Grösseneffekts resultieren auf Stufe der 2. Säule Vermögensverwaltungskosten von 0.56% (Stichprobe 0,45%) des verwalteten Vermögens. Bei der Hochrechnung wurde mit 698 Mrd. Franken die gesamte Bilanzsumme der 2. Säule berücksichtigt – also die Summe der Anlagevermögen bei den Vorsorgeeinrichtungen (599 Mrd.) sowie der Aktiven aus Versicherungsverträgen (99Mrd.). Damit resultiert für die gesamten Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule ein Betrag von CHF 3,9 Mrd. Franken.
Während der Vertreter der c-alm an der Pressekonferenz den schweizerischen Gesetzgeber dazu aufforderte, die Anbieter von Finanzprodukten zu vermehrter Transparenz zu verpflichten, vertrat Martin Kaiser vom BSV die Meinung, mit den in der Strukturreform resp. den Verordnungen vorgesehenen neuen Regelungen würden die bestehenden Lücken beseitigt.
Studie Download / Pressemitteilung / Liste der genannten Teilnehmer
BFS: Indikatoren zur Alterssicherung
Der demografische Wandel macht auch vor der Schweiz nicht halt. War 1960 nur jede zehnte in der Schweiz lebende Person 65 Jahre und älter, hat 48 Jahre später bereits jede sechste Person diese Altersschwelle überschritten. Das wirkt sich auch auf die auf dem Umlageverfahren basierenden Alterssicherungssysteme (AHV) aus: Derzeit kommen rund dreieinhalb Erwerbstätige auf eine Person im Rentenalter, vor 20 Jahren betrug das Verhältnis noch annähernd vier zu eins. Das sind zwei Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik (BfS) erstmals veröffentlichten Indikatoren zur Alterssicherung in der Schweiz 2008. Die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (Sake) sowie die Gesundheitsbefragung (SGB) lieferten das Datenmaterial für das BfS, schreibt die NZZ zur Analyse des BFS.
Swisscanto-Umfrage 2011: Rekord-Teilnahme, mittelprächtige Resultate
An der Swisscanto-Umfrage 2011 mit Stichtag 31.12.2010 haben 361 (Vorjahr 278) Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögenstotal von 426 (379) Mia. Franken teilgenommen. Die Beteiligung hat damit ein Rekordniveau erreicht und unterstreicht die Bedeutung, welche der Umfrage beigemessen wird. Rund die Hälfte der Versicherten sowie rund 70% der von den Vorsorgeeinrichtungen verwalteten Vermögen werden von der Umfrage erfasst. Insbesondere im Bereich der mittleren und grossen Vorsorgeeinrichtungen weisen die Ergebnisse damit eine hohe Repräsentativität auf. Bis auf eine Ausnahme haben sich alle kantonalen Pensionskassen beteiligt und auch die Vorsorgeeinrichtungen der grossen Städte sind fast vollständig vertreten. Auf Seite der privaten Kassen ist zu vermerken, dass alle SMI-Gesellschaften mit eigener Pensionskasse teilgenommen haben.
Das Jahr 2009 war von einer raschen Erholung nach dem Crash von 2008 geprägt. Der vermögensgewichtete Deckungsgrad stieg in jenem Zeitraum von 85% auf 90% (öffentliche Kassen) und von 97% auf 105% (private Kassen). Diese Entwicklung hat sich 2010 nicht fortgesetzt: Die Deckungsgrade nahmen nur um je knapp einen Prozentpunkt auf 91% bzw. 106% zu. Die Deckungsgrade liegen damit weiterhin deutlich unter der Marke von 115%, welche von den teilnehmenden Pensionskassen (ohne Staatsgarantie) im Mittel als Ziel angegeben wird und die auch die notwendigen Schwankungsreserven enthält. Die Mehrheit der Vorsorgeeinrichtungen verfügt also nicht über eine ausreichende Risikofähigkeit für Aktienanlagen und andere Vermögenskategorien, die grösseren Kursschwankungen unterliegen.
Die unter den Erwartungen liegende Verbesserung der Finanzierungssituation ist eine Folge der schwachen Anlageperformance im Berichtsjahr. Der ermittelte Durchschnitt der 2 Performance beträgt für alle Pensionskassen-Segmente 2,95% (Vorjahr +10,3%). Dem steht eine Sollrendite von 3,7% gegenüber, mit welcher der bestehende Deckungsgrad gehalten werden kann. 41% weisen eine Rendite von unter 2,5% aus, 49% zwischen 2,5% und 5%. Das ist angesichts des hohen Renditeerfordernisses nicht genügend, um die Reserven zu verstärken. Das Ergebnis für 2011 ist auch im mittelfristigen Rahmen unbefriedigend. So zeigt die Entwicklung seit dem Jahr 2000, dass die Sollrendite nur gerade fünf Mal oder im Schnitt lediglich jedes zweite Jahr erzielt werden konnte.
BSV: Neue Finanzperspektiven für die AHV
“Ab etwa dem Jahr 2020 wird das Vermögen der AHV zu schmelzen beginnen und danach immer schneller schwinden. Etwa Mitte des nächsten Jahrzehnts wird die Liquidität des Ausgleichsfonds voraussichtlich unter 50 Prozent einer Jahresausgabe fallen. Das zeigen die neuesten Finanzperspektiven der AHV. Massnahmen zur langfristigen finanziellen Sicherung der AHV müssen demnach ab dem Jahr 2020 zu greifen beginnen und in der Lage sein, mit dem steigenden Finanzbedarf der AHV Schritt zu halten”, schreibt das BSV in einer Mitteilung.
Die neuen Perspektiven, mit denen die finanzielle Entwicklung der AHV bis ins Jahr 2030 abgeschätzt wird, berücksichtigen die jüngsten Erfahrungen mit der Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte und dem Strukturwandel der Schweizer Wirtschaft. Das sind zwei Faktoren, die der AHV zu höheren Einnahmen verhelfen und in früheren Perspektivrechnungen jeweils unterschätzt wurden.
Mercer 2011 European Asset Allocation Survey
Mercer hat den neunten europäischen Asset Allocation Survey veröffentlicht. Im Einführungstext heisst es dazu: “It has been two and half years since Lehman Brothers filed for Chapter 11 bankruptcy protection and, despite a massive injection of capital from central banks, the financial crisis remains as real as ever. As we write, the weaker members of the eurozone are being picked off one-by-one as they seek to support their growing deficits. At the same time, the Middle East and North Africa are in the midst of a period of instability unseen for 40 years that is threatening oil supplies and driving energy prices towards all-time highs.
In 2010 we focused on the initial response to the financial crisis and the changes, threats and opportunities that arose in its immediate aftermath. In our 2011 survey this theme remains relevant, but we find that pension plans are already adjusting to today’s new realities – a changed world with a distinct lack of certainty. The contrast between a reduction in fiscal and private expenditure in the West and continued growth in the East leaves the global economy balancing on a knife edge. It is far from clear what the long-term outcomes in this new reality will be. but what is clear is that a broad range of possibilities exist and investors will therefore need to build portfolios that are able to withstand different potential outcomes; scenario testing will become an important tool in the design of investment strategies.”
