Die Liste der Schweizer Vermögensverwalter, die auf den mutmasslichen Betrüger Bernard Madoff hereingefallen sind, ist um einen Namen länger: Auriga International Advisers, ein 1996 gegründeter Hedge-Fund mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln. Hinter der selbst für Hedge-Funds verschwiegenen Firma steht der Zürcher Vermögensverwalter Jakob Rauber. Das geht aus Dokumenten sowie einer Analyse von Auriga-Fonds hervor. Auriga gehört zu den grössten Madoff-Opfern überhaupt, schreibt die SonntagsZeitung. Auriga war vor zwei Jahren in die Schlagzeilen geraten. Roland Rümmeli, der damalige und später entlassene Chef der Siemens-Pensionskasse, hatte Retrozessionen von Auriga in die eigene Tasche gesteckt, wurde verhaftet und in Untersuchungshaft genommen.
Kapitalanlagen
UK pension funds post negative yearly returns
UK pension funds received negative yearly returns for the first time since the last downturn at the start of the decade, according to BNY Mellon Corporation. The global financial services company said however that the medium-term outlook was favourable despite the current financial volatility.
Estimates released by BNY Mellon Asset Servicing showed the average UK pension fund achieved an estimated weighted average return of minus 9.8 per cent for the year ending 31 December 2008. Results were more positive in the medium term, with the average pension fund achieving an estimated return of 1.7 per cent a year for the three years to 31 December 2008. Returns were even more promising over a five-year period with funds achieving an estimated weighted average return of 6.6 per cent, according to BNY Mellon.
Hedge Funds: Nur geringe Rückzüge von Pensionskassen
Die Finanzkrise und der Madoff-Skandal haben den Dachfonds für Hedge Funds stark zugesetzt. Branchenexperte Peter Meier erklärt in Stocks die Folgen für die Branche und die Anleger. Zu den Verlusten meint Meier: “Wir schätzen, dass die von Dachfonds verwalteten Vermögen von ihrem im März erreichten Rekordstand bei 44 Milliarden Dollar bis zum Jahresende 2008 um 40 Prozent gefallen sind und nun noch rund 25 Milliarden betragen. Vom Rückgang entfallen etwa ein Viertel auf Wertverluste, drei Viertel auf Kapitalrückzüge. Der Schweizer FoHF-Markt leidet also relativ stark, weil das volatile Massenkundengeschäft rund ein Viertel ausmacht. Schätzungsweise 30 Prozent entfallen auf vermögende Privatkunden, die Hälfte auf Pensionskassen. Letztere erweisen sich als stabiles Kundensegment: Sie haben in dieser Krise nur etwa zehn Prozent ihrer Hedge-Fund-Anlagen zurückgezogen.”
Handelsblatt: Interview mit Dominique Biedermann
Dominique Biedermann ist Direktor der Anlagestiftung Ethos. Im Interview mit dem Handelsblatt spricht er über falsche Anreize bei der Banker-Vergütung, mangelnde Transparenz und die Frage, wie die Mitbestimmung der Aktionäre am Vergütungssystem verbessert werden könnte.
CS PK-Index: minus 8 Prozent im Q4
Die ersten Berechnungen des Schweizer Pensionskassen-Indexes der Credit Suisse ergibt für das letzte Quartal 2008 eine negative Performance von knapp acht Prozent. Für das ganze Jahr 2008 verzeichnet der Index, der das tatsächliche Anlageverhalten von etwas mehr als 100 Pensionskassen berücksichtigt, somit einen Rückgang von mehr als 13 Prozent.
Nach einem schwachen Januar konnte sich der Index von Februar bis August knapp im positiven Bereich halten, bevor der September den deutlichen Rückgang des Indexes für das ganze Jahr einleitete. Die BVG-Mindestrendite von 2,5 Prozent wurde im vierten Quartal deutlich verfehlt. Sie lag in den letzten drei Monaten von 2008 bei 0,68 Prozent, wodurch sich die negative Differenz zwischen Index und Mindestverzinsung sowohl im vierten Quartal wie auch über das gesamte Jahr deutlich erhöhte.
«Das Risiko-Management des AHV-Fonds hat funktioniert»
Auch die AHV wurde von der Finanzkrise hart getroffen. Das Renditeziel musste von 6 auf 4 Prozent reduziert werden. Marco Netzer, Präsident des AHV-Ausgleichsfonds, verteidigt die Anlagepolitik des Verwaltungsrats in einem Interview mit der NZZ und plädiert für ein Ja zur IV-Zusatzfinanzierung.
Ireland: Drastic steps needed to halt collapse of pensions
Irish workers‘ pensions were the worst performing funds in 2008 of any in the developed world with losses of up to 35 per cent. As the country faces a major pensions crisis in 2009 with a number of high-profile company schemes expected to collapse by June, the Government looks set to have to bail out or supplement schemes that are now in deficit. The sharp decline of Ireland’s pension performance was blamed on the level of exposure to shares and experts have said that to protect people’s retirement funds, Ireland must further diversify where it invests its money. For several years, Irish equities were among the strongest performers on the markets but they were hit hard during 2008 and that fall has hit pensions badly.
Tages-Anzeiger: Ein einziger 3a-Fonds mit schwarzen Zahlen
Die Vorsorgefonds der dritten Säule produzierten vergangenes Jahr Verluste von insgesamt rund 1,4 Milliarden Franken. Wer für seine private Vorsorge in Fonds der Säule 3a investiert ist, musste dieses Jahr hohe Buchverluste wegstecken. Das Vorsorge- und Freizügigkeitskapital aller Fonds ist auf 13,2 Milliarden Franken geschmolzen, wie aus einer Statistik der KGAST (Konferenz der Geschäftsführer der Anlagestiftungen) abgeleitet werden kann. Trotzdem spart die Schweizer Bevölkerung weiter. Den 3a-Fonds sind in den 12 Monaten bis September 2008 netto rund 390 Millionen Franken zugeflossen.
Als einziger Fonds erzielte der Mixta- BVG Basic der Credit Suisse ein positives Resultat (3,9 Prozent). Es ist eines von zwei 3a-Instrumenten, die nicht in Aktien, sondern in Obligationen, Hypotheken (30 Prozent) und Immobilien (40 Prozent) investiert. Diese Kategorien sind denn auch für das Plus im Ergebnis verantwortlich, schreibt Erich Solenthaler im Tages-Anzeiger.
Qui veut encore des hedge funds dans sa caisse de pension?
En abusant les professionnels de l’institutionnel, Bernard Madoff met à mal le projet des banques visant à attirer l’argent des retraites dans les fonds de fonds.
How Much Has Harvard Really Lost?
Harvard University’s admission that it lost $8 billion from its $36 billion endowment fund, as staggering as it sounds, may grossly underestimate the true magnitude of the loss between from July 1 through Oct. 31 2008. According to a source close the Harvard Management Corporation (HMC), which runs the fund for Harvard, the loss is closer to $18 billion if the losses on the fund’s illiquid investment are realistically appraised.
The giant pension fund of the California Public Employees‘ Retirement System, which heavily invested in the same sort of "real assets" as Harvard. Leveraging its own funds, it bought so much undeveloped real acreage, that by 2008 it became the largest private land owner in America, and as the real estate bubble expanded, it marked up the notional value of its portfolio accordingly.
Berner Zeitung: «Schwarzes Jahr für Pensionskassen»
2008 wird als schwarzes Aktien- und Anlagejahr in die Geschichte eingehen. Die Buchverluste auf Aktien und anderen Anlagen der Pensionskassen werden auf 70 Milliarden Franken geschätzt. Wirklich ernst ist die Lage aber nur bei einem kleinen Teil der Vorsorgeeinrichtungen, schreibt die Berner Zeitung.
Weiter heisst es in der bz: Gemäss den neusten Zahlen von Complementa befanden sich per Ende November rund 45 bis 50 Prozent der privatrechtlichen Kassen in Unterdeckung. Das heisst, das zu Marktwerten bilanzierte Vermögen einer Kasse würde derzeit nicht ausreichen, um alle Ansprüche von Versicherten und Rentnern abzudecken. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen sind schätzungsweise 80 Prozent in einer Unterdeckung.
Swisscanto-Studie: Die Spuren der Finanzkrise bei den Pensionskassen
Zwar beruhen die Daten der für die aktuelle Swisscanto-Studie erhobenen Daten auf den Bilanzen per 2007, doch lassen sich auf dieser Basis unter Annahme einer weitgehenden Konstanz der Anlagestruktur aufschlussreiche Aussagen über die gegenwärtige Finanzierungssituation der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen machen. Peter Bänziger, Leiter Asset Management und Institutionelle Kunden der Swisscanto, hat in seinem Beitrag entsprechende Schätzungen vorgenommen. Er stellt fest, dass unter der genannten Voraussetzung die Pensionskassen im laufenden Jahr bis Ende November im Durchschnitt einen Vermögensverlust von 10 Prozent hinnehmen mussten. Je nach Asset Allocation variieren die Einbussen zwischen 0 und 18 Prozent. Das hat entsprechende Konsequenzen für die jeweiligen Deckungsgrade, welche auch bei einer Reihe von privaten Kassen unter die Limite von 90 Prozent gesunken sind, was zwingend Sanierungsmassnahmen auslöst. Erfreulicherweise weisen aber über 70 Prozent der privaten Kassen noch einen Deckungsgrad von über 100 Prozent auf.
Bemerkenswert sind die mittelfristig erzielten Renditen. Über die Periode 2000 bis 2007 klaffte bereits eine Lücke zwischen Sollrendite und realisierter Rendite von rund 2 Prozent pro Jahr. Die jährlich fehlende Rendite über diese Periode dürfte sich nun auf 3 Prozent pro Jahr erhöht haben. Als Sollrendite zur Konstanthaltung des Deckungsgrads nannten die Vorsorgeeinrichtungen in der Umfrage nämlich mehrheitlich Werte zwischen 3.8 und 5 Prozent.
NZZ: "Wie viele Hedge-Funds dürfen’s denn sein?"
Die NZZ beschäftigt sich in einem Beitrag ausführlich mit der Kritik an der geplanten Inkraftsetzung der revidierten BVV2 auf den 1.1.09. Das Blatt schreibt u.a.: «Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) geht davon aus, dass die Verordnung planmässig in Kraft tritt. Das schliesse Zusatzbeschlüsse im neuen Jahr aber nicht aus, sagt Joseph Steiger, der im BSV für die Revision zuständig ist. Der Kritik an den neuen Limiten hält er entgegen, dass diese weder heute noch in Zukunft starr angewendet würden: «Es ist nicht die Idee, dass jetzt die Pensionskassen ihre Immobilien verkaufen oder Hedge-Funds kaufen müssen.» Zitiert wird auch Hanspeter Konrad, Direktor des ASIP: «Hanspeter Konrad, Direktor des Pensionskassenverbands ASIP, bezeichnet die Limiten als Orientierungshilfen. Wenn eine Stiftung davon abweichen möchte, könne sie das tun, sie müsse es nur begründen. Die vehemente Kritik hält Konrad für ein «Kesseltreiben zur Ablenkung von anderen Problemen».
Artikel NZZ
Investment Funds Push an Environmental Agenda
Until recently, green investment funds were mostly a niche for individual investors. But now investing with the idea of improving the environmental actions of corporations, not just maximizing profit, is catching on among some big pension funds and foundations, particularly in Europe and even in the United States.
NYTimes
Dominique Ammann zur BVV2: "Orientierungshilfen – keine Aufforderung zur Anlage"
Dominique Ammann, Partner von PPCmetrics und Mitglied der BVG-Kommission, war massgeblich an der Entwicklung der BVV2-Revision beteiligt, welche auf 1.1.2009 in Kraft tritt. Die damit verbundene Erweiterung des Anlagenkatalogs mit alternativen Anlageformen ist in der letzten Zeit heftig kritisiert worden. In einem Video-Interview mit der NZZ erläutert Ammann die Hintergründe und Ueberlegungen, welche zu dieser Revision geführt haben.
