Im Zuge der Untersuchung im Fall Swissfirst ist der Portfolio-Manager der involvierten Pensionskasse von Siemens Schweiz in Untersuchungshaft genommen worden. Ihm wird vorgeworfen, sogenannte Kickbacks entgegengenommen zu haben. Die Bankengruppe weist die Vorwürfe an ihre Adresse zurück. Weder die Swissfirst Gruppe noch deren Vorgängerorganisationen Bellevue und Swissfirst hätten im Zusammenhang mit irgendwelchen Geschäftsvorfällen je unerlaubte Kickbacks oder andere Zuwendungen an Kunden, insbesondere auch an Pensionskassen-Manager, geleistet, hielt die Bank an einer Pressekonferenz fest.
SF Tagesschau – Pensionskassen-Manager in U-Haft
NZZ online
pwirth
Posts by :
Vorstosspaket der SP zu Swissfirst angekündigt
Die SP ist offenbar gewillt, nach den Medien nun selbst das Maximum an politischem Profit aus den vermuteten Vorgängen rund um die Swissfist zu schlagen. „Bei Swissfirst kam es zu einer Bereicherung von Insidern, die jeden Bankraub in den Schatten stellt. Der Bundesrat muss über die Geschäftsvorgänge in diesem Fall und über die vermutete Schädigung von Vorsorgeeinrichtungen umfassend Bericht erstatten, fordert SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner. Wird ein kriminelles Verhalten nachgewiesen, müssen die Spekulationsgewinne in Höhe von mehreren Dutzend Millionen Franken zurückverlangt werden. Die SP-Fraktion hat beschlossen, in der Herbstsession eine dringliche Interpellation und ein Vorstosspaket rund um die Vorkommnisse um Swissfirst einzureichen" heisst es in einer Mitteilung der SP. Bemerkenswert, wie die Partei von vollendeten Tatsachen ausgeht. Rechtsstaatliche Prinzipien werden krass missachtet.
SP Swissfirst
BS Pensionskassengesetz: Ablehnung durch Personalverbände
Die Basler Staatspersonalverbände weisen die neue Vorlage zur Reform der Pensionskasse Basel-Stadt zurück. Die Vorlage sei kein tragfähiger Kompromiss, denn sie verschiebe die Risiken weitgehend auf die Seite der Versicherten.
baz.ch – Basler Zeitung Online
Pensionskasse Rieter geht in die Offensive
Die Pensionskasse Rieter mit ihrem im Swissfirst-Fall in die Kritik geratenen Anlagechef Jürg Maurer wird transparenter. Ab sofort gelangen auch Mitteilungen wie etwa Jahreberichte an die breite Öffentlichkeit. So ist ab sofort die Website www.pk-rieter.ch mit ersten Informationen aufgeschaltet. Darauf befinden sich Mitteilungen, die den Versicherten zugestellt wurden und die zur internen Information der Rieter-Mitarbeitenden dienen. Die Veröffentlichung erfolge aufgrund einer Entscheidung des Stiftungsrates, dem erhöhten Bedürfnis einer breiteren Öffentlichkeit nach Informationen über Pensionskassen nachzukommen, heisst es in der Mitteilung weiter. Aktuell handelt es sich dabei neben einem Porträt der Pensionskasse um den Jahresbericht 2005.
Pensionskasse Rieter
Swiss Life übertrifft Erwartungen
Der Marktführer im Schweizer Versicherungsgeschäft, Swiss Life, hat mit seinem Halbjahresergebnis die Erwartungen übertroffen. Der Reingewinn stieg um 13 Prozent auf 523 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 22 Millionen auf 660 Millionen. Dazu trug hauptsächlich das Versicherungsgeschäft bei.
Swiss Life übertrifft Erwartungen (Wirtschaft, NZZ Online)
Swiss Life
Sanierungs-Kosmetik für die Basler PK
Nachdem die Personalverbände vor zwei Jahren eine erste Vorlage zur Revision des Basler Pensionskassen-Gesetzes zu Fall gebracht haben, macht jetzt die Regierung einen zögerlichen zweiten Anlauf, der vor allem auf Schonung der Beamten-Interessen bedacht ist. Die Parameter bleiben weitgehend unverändert. Der max. Rentensatz verbleibt bei 65% des versicherten Lohnes, auch das Leistungsprimat wird beibehalten. Das Rentenalter beträgt 63 Jahre und ab 60 ist eine vorzeitige Pensionierung zu vergünstigen Bedingungen mit einer AHV-Ueberbrückungsrente möglich. Der Arbeitgeberbeitrag wird auf 25% (sic!) festgesetzt, die Arbeitnehmer bezahlen 8,5%. Die Ausfinanzierung der Kasse (Deckungslücke 1,3 Mrd.) erfolgt durch den Kanton. Nach erfolgter Ausfinanzierung fällt die Staatsgarantie weg.
Kanton Basel-Stadt: Medienmitteilungen
Vergleich der Nordwestschweizer Kassen
Pensionskasse Basel-Stadt
Die Affäre und ihre Profiteure
Die Regionalgruppe der Nordwestschweizer BVG-Aufsichtsbehörden (Basel-Stadt, -Land und Solothurn) hat am 17. und 31. August in Liestal ihre diesjährige Informationsveranstaltung durchgeführt. Im Zentrum stand die Umsetzung der BVG-Revision mit den Themen technische Rückstellungen (Referat Stephan Gerber), Fer 26 (Roland Sauter) sowie die Gestaltung und Genehmigung der neu geforderten Reglemente. Die Swissfirst-Problematik durfte im aktuellen Zeitpunkt natürlich nicht übergangen werden. Christina Ruggli, Leiterin Aufsicht Basel-Stadt, nahm dazu in einem kurzen Statement Stellung. Sie rief die Teilnehmer auf, sich zu Wort zu melden. Sonst befürchte sie den "Effekt der FCB-Fankurve": wer sich nicht rechtzeitig und deutlich distanziere, gehöre als Mitläufer dazu.
Für die Herbstsession erwartet sie mit Blick auf das bevorstehende Wahljahr parlamentarische Vorstösse aus allen Richtungen, welche darauf hinsteuern, dass eine zentrale Aufsicht analog zur EBK errichtet wird. "Kommt jedoch diese zentrale, EBK-ähnliche Aufsicht, dann ist dies eine Bankrotterklärung für das heutige System der sozialpartnerschaftlich geführten Vorsorgeeinrichtungen und die laufenden und geplanten Verstärkungen des Systems. Die medienwirksam ausgeschlachtete Affäre um die angesprochene Bankenfusion muss den Befürwortern einer Zentralaufsicht äusserst gelegen kommen und es ist daher wohl kaum ein Zufall, dass die Wogen derart hoch gehen," führte sie aus. Schliesslich bestätigte Ruggli, dass die Abklärungen laufen und dass Transparenz im Interesse aller Beteiligter geschaffen werde.
BSV hebt die BVG-Sammelstiftung «First Swiss Pension Fund» auf
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat am 1. September die BVG-Sammelstiftung "First Swiss Pension Fund" per Verfügung aufgehoben und zwei Liquidatoren eingesetzt. Die Sammelstiftung war trotz wiederholter Mahnung nicht in der Lage einen Nachweis über das Vorsorgevermögen von rund Fr. 38 Millionen vorzulegen. Seit dem 17. August ist eine Strafuntersuchung im Gange. Für 726 der 744 Versicherten deckt der Sicherheitsfonds BVG die Vorsorgeansprüche vollumfänglich ab. 18 Versicherte mit einem Lohn über Fr. 116’100.- könnten einen verhältnismässig geringen Schaden erleiden.
http://www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/message/de/7116
Liquidation de la fondation First Swiss Pension Fund
First Swiss Pension Fund a été dissoute sur décision de l’Office fédéral des assurances sociales. La fondation collective n’a pas été en mesure, en dépit de sommations répétées, de fournir une preuve concernant la fortune de prévoyance de 38 millions de francs. Une enquête pénale est en cours depuis le 17 août. Le Fonds de garantie LPP couvre intégralement les prestations de prévoyance de 726 des 744 assurés. Les 18 assurés restants, dont le salaire dépasse 116’100 francs, pourraient subir un préjudice relativement faible, a indiqué l’OFAS. First Swiss Pension Fund n’a aucun rapport, ni en sa qualité de fondation, ni sur le plan du personnel, avec la banque Swissfirst, précise l’office.
Bluewin Infos – 2e pilier: liquidation de la fondation First Swiss Pension Fund
GV der Aktuarvereinigung
Nach dem 100-Jahr-Jubiläum im letzten Jahr führte die Schweizerische Aktuarvereinigung (SAV) in Lausanne die gewohnten Arbeitstagungen und die Mitgliederversammlung am 1. und 2. September 2006 durch. Dabei wurden verschiedene Themen aus der Finanzmathematik, der Schadenversicherung und der Personalvorsorge behandelt. An der Mitgliederversammlung standen ausser dem Gastreferat über "Internationale Trends in der Sozialpolitik" verschiedene Wahlen an. Als Präsident der Schweizerischen Aktuarvereinigung wurde Dr. Marc Chuard bestätigt.
Die Interinstitutionelle Zusammenarbeit wird verbindlicher
Bund und Kantone wollen mit dem Projekt IIZ-MAMAC Personen mit komplexen Mehrfachproblematiken rascher wieder in den Arbeitsmarkt zurückführen. Dazu sollen Arbeitslosenversicherung, Invalidenversicherung und Sozialhilfe in verbindlicher Weise zusammenarbeiten.
http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=6997
Neue Geschäftsführerin der Pensionskasse Post
Der Stiftungsrat der Pensionskasse Post hat Françoise Bruderer zur neuen Geschäftsführerin gewählt. Sie ist derzeit Direktorin der Bernischen Lehrerversicherungskasse (BLVK) und übernahm Mitte 2003 in einer schwierigen Phase das Direktorium. Die Pensionskasse Post versichert die Mitarbeitenden und Pensionierten der Schweizerischen Post, ihrer Tochtergesellschaften und von nahe stehenden Organisationen. Sie ist mit mehr als 70 000 Versicherten eine der grössten Pensionskassen der Schweiz. Am 31.12.2005 wies sie einen Deckungsgrad von 100.1% auf (Vorjahr 94.5%). Auf dem Anlagevermögen wurde im Jahr 2005 eine Rendite von 10.72% erwirtschaftet.
Pensionskasse Post – News Übersicht
Noch ein Plädoyer für die freie PK-Wahl
Prof. Manuel Ammann (Uni St. Gallen) macht im St. Galler Tagblatt Werbung für die freie PK-Wahl. Alle die endlosen Gegenargumente, welche in den bundesrätlichen Studien zum Thema aufgelistet wurden, bleiben ein weiteres Mal einfach unbeachtet.
www.tagblatt.ch
Die Vorteile dynamischer Strategien
Umfragen haben gezeigt, dass die Schweizer Pensionskassen die Börsenkrise der Jahre 2001/02 mehrheitlich passiv über sich haben ergehen lassen. Man hat den Absturz ohne grössere Aenderungen des Wertschriftenportefeuilles "ausgesessen" und damit allerdings vom Aufschwung insbesondere im 2005 auch wieder profitiert. Eine von der Socité Générale gesponserte Studie der Universität St. Gallen (Prof. Manuel Ammann und Andreas Zingg) zeigt nun auf, dass ein dynamisches Anlageverhalten zu besseren Ergebnissen führt als eine blosse Buy and Hold-Strategie und dies wird anhand der konkreten Daten auch quantifiziert. Im Detail analysiert wurden vier unterschiedliche dynamische Strategien. Festgehalten wird in der Studie aber auch, dass die Vorteile einer dynamischen Strategie nur mit einer disziplinierten und "massgeschneiderten" Umsetzunge erzielt werden können. Nur so lässt sich das Risk-Return Spektrum potentiell optimieren und eine relevante Alternative zu statischen Strategien begründen.
Die Studie geht auch auf den vom Bundesrat festgesetzten Mindestzins ein. Die Autoren der Studie bezeichnen es dabei als "merkwürdig, dass Gewinngarantien an jene Personen abgegeben werden, welche gleichzeitig das Investitionsrisiko zu tragen haben". In dieser Formulierung wird das Paradox sehr offensichtlich. Entsprechend plädieren sie auch für die Abschaffung dieses Instruments.
Wenig glücklich sind die Autoren über die Reaktionen in den Medien nach der Präsentation der Studie. Sie bezeichnen sie als teilweise irreführend oder sogar schlicht falsch. Es sei ihnen nie darum gegangen, das Anlageverhalten der Schweizer Pensionskassen zu qualifizieren. Einziges Ziel der Studie sei gewesen, dynamische Anlagestrategien im aktuellen regulatorischen Umfeld zu untersuchen. In der aktuellen, aufgezeizten Stimmung scheint nun aber offensichtlich jeder Anlass willkommen, in irgend einer Form Kritik an den Pensionskassen zu üben. Zusammenfassung im Anhang.
executive_summary_de
executive_summary_fr
report_dynamic_strategies
Zusammenfassung
Gemäss BVG müssen Schweizerische Pensionskassen auf dem obligatorischen Vorsorgekapital jährlich einen bestimmten Mindestzins garantieren. Um eine bestimmte Minimalrendite jedes Jahr mit 100%-iger Sicherheit ausbezahlen zu können, schlägt die finanzwissenschaftliche Theorie eine prozyklische dynamische Investmentstrategie vor. Schweizer Pensionskassen haben in der Vergangenheit eher statische Investmentstrategien verfolgt. Im Gegensatz zu statischen Strategien werden statische Strategien nicht an die aktuelle Risikofähigkeit der Kassen angepasst.
Die Studie geht der Frage nach, ob dynamische Anlagestrategien für Schweizer Pensionskassen attraktiv sein können. Dazu werden 4 dynamische Anlagestrategien analysiert und mit einer vollkommen statischen Buy-and-Hold Strategie verglichen. Untersucht werden eine klassische Portfolio Insurance mit Calloptionen, 2 verschiedene CPPI Strategien und ein Straddle-ähnliches Produkt, welches positive Payoffs bei steigenden und sinkenden Aktienmärkten generieren kann. Die Analyse und Beurteilung der verschiedenen Investmentstrategien basiert auf einer Monte Carlo Simulation für eine hypothetische Pensionskasse. Die Beurteilung der Rendite der verschiedenen Strategien basiert auf der erwarteten Wachstumsrate des Deckungsgrades. Zur Beurteilung des Risikos wird das Ausfallrisiko nicht nur am Ende der Simulation sondern während der ganzen Simulation erfasst. Als Kriterium wird deshalb der erwartete maximale Ausfall der Strategien herangezogen.
Die Studie zeigt, dass dynamische Anlagestrategien durchaus eine attraktive Alternative zu statischen Anlagestrategien sein können. Gemessen an den beschriebenen Kriterien zur Beurteilung der Rendite und des Risikos haben dynamischen Anlagestrategien das Potential ein attraktiveres Rendite-Risiko Spektrum zugänglich zu machen als es durch eine vollkommen statische Buy-and-Hold Strategie möglich ist. Für jedes akzeptables Risiko – gemäss unseren Shortfall-basierten Risikodefinition – gibt es in unserem Modell eine dynamische Strategie, welche eine höhere Rendite erwarten lässt als eine vollkommen statische Buy-and-Hold Strategie.
Wir kommen zum Schluss, dass Schweizer Pensionskassen die Umsetzung von dynamischen Anlagestrategien prüfen sollten. Im konkreten Fall darf sich die Beurteilung jedoch nicht nur auf Rendite und Risiko beschränken. Es müssen zusätzliche Faktoren, insbesondere Transaktionskosten und die Sicherstellung eines disziplinierten Umsetzungsprozesses, in die Beurteilung mit einfliessen. Dynamische Strategien sind jedoch kein Allheilmittel zur Lösung der aktuellen Probleme mit denen viele Pensionkassen in der Schweiz konfrontiert sind. Vielmehr sind Anpassungen der regulatorischen Rahmenbedingungen notwendig, um die Stabilität des Systems langfristig zu gewährleisten.
German Tycoon Makes Big Push To Buy Swissfirst
Swiss bank Swissfirst AG, which has put itself up for sale following a scandal that led to the departure in recent days of its chief executive, has attracted interest from more than a dozen possible buyers, from private-equity firms to European rivals, people close to the matter say.
But pushing hardest to buy the company is German financial entrepreneur Patrick Bettscheider, these people added. Mr. Bettscheider, a former senior executive at Deutsche Bank AG who in 2001 founded Frankfurt-based MainFirst Bank AG, has approached Swissfirst with a plan to buy the publicly traded shares himself, and merging Swissfirst with MainFirst at a later time, these people said. He may already have secured enough financing to make such a purchase, they added.
Swissfirst’s market value is about 800 million Swiss francs ($652 million), but the shares have fallen by about a third since the recent scandal erupted. The stock trades at a multiple of earnings per share much lower than its peers, suggesting any buyer would likely pay a large premium to the share price. Shares closed yesterday in Zurich at 75.20 francs, down 0.7%.
WSJ.com – German Tycoon Makes Big Push To Buy Swissfirst

