Die Basler Zeitung beschreibt in einem Beitrag von Alexander Saheb einige der in der aktuellen Diskussion befindlichen Modelle zur nachhaltigen Sanierung von Vorsorgeeinrichtungen unter Beizug der Pensionierten. Eingegangen wird u.a. auf das von Olivier Deprez vorgestellte System eines Rentnerbeitrags (etwas arg verkürzt) oder das Modell mit Basis- und Bonusrente wie es auch von Othmar Simeon von der Swisscanto oder in ähnlicher Art vom ASIP im “neuen BVG” empfohlen wird. Behandelt werden auch die unterschiedlichen Interessen von jüngeren und älteren Versicherten bezüglich Minderverzinsung und Sanierungsbeiträgen. Zu Wort kommen mit einer Beurteilung der Vorschläge Dieter Stohler von der PKBS und Hans-Peter Simeon von der PKBL.
pwirth
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BVK Untersuchungskommission: Déjà Vu
Die politische Aufarbeitung des Korruptionsskandals bei der kantonalen Pensionskasse BVK erfolgt ohne SVP-Kantonsrat Theo Toggweiler (73). Der ausgewiesene Finanzspezialist gehört nicht dem Gremium an, das die Administrativuntersuchung von Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) begleiten soll -obwohl er schon vor Jahren krumme Touren bei der BVK vermutet und diesen Verdacht öffentlich geäussert hat, schreibt der Tages-Anzeiger. Damit scheint es zu einer Neuauflage der Vorgänge von 2006 zu kommen, auf welche die Weltwoche kürzlich hingewiesen hat.
Urs Schaffner verlässt die PK UBS
Bei der Pensionskasse der UBS kommt es zu einem erneuten Wechsel. Geschäftsführer Urs Schaffner verlässt die Pensionskasse per 1. August, wie aus einem internen Schreiben der Bank hervorgeht, das der Basler Zeitung vorliegt. Schaffner ist nicht lange geblieben: Er hat die Stelle erst Anfang des laufenden Jahres angetreten. Die BaZ vermutet, dass der Grund für den Rücktritt nicht bei der Reorganisation zu suchen sei, die bei Schaffners Antritt angekündigt worden war.
Dessen Vorgänger, Christoph Schenk, hatte nicht nur die versicherungstechnischen Geschäfte geführt, sondern auch die Anlageentscheide gesteuert. Neu wurde im Frühjahr ein Leiter Asset Management eingestellt. Die Reorganisation sei wunschgemäss und unter Mitwirkung Schaffners umgesetzt worden, heisst es bei der UBS. Ab August wird die UBS-Pensionskasse, die rund 20 Milliarden Franken verwaltet, von Thomas Jeney geleitet. Dieser ist derzeit im Portfolio Management der UBS tätig.
TA: BVK – “How to become a millionaire”
Der Tages-Anzeiger berichtet über Berater der BVK und ihre angeblichen Einnahmen.
IPE: Hewitt-Ennis may change the game
Hewitt Associates‘ plan to purchase premier independent investment consultant Ennis Knupp & Associates should accelerate merger-and-acquisition talks in the sector, as the prospect of a new global heavyweight prompts competitors to critically assess their own capabilities.
Executives at some of the consulting firms cited by industry observers as the leading acquisition targets — including Cambridge, Mass.-based NEPC LLC and Callan Associates LLC of San Francisco — have sworn to maintain their independence, even as cynics insist that everyone ultimately has a price.
CS PK-Index: Lücke zum Mindestzins wieder vergrössert
Der Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (blaue Linie), der zu Beginn des Jahres 2000 mit 100 Punkten gestartet wurde, erleidet im 2. Quartal 2010 einen kräftigen Dämpfer. Im Berichtsquartal büsste der Index 2,98 Punkte resp. 2,40 % ein und steht nun bei 121,58 Punkten. Zum negativen Resultat haben der Mai – 0,73 % und der Juni – 2,12 % beigetragen, während der April ein leichtes Plus von 0,45 % verzeichnete. Die BVG-Mindestverzinsung (rote Linie), ebenfalls ausgehend von 100 Punkten zu Anfang des Jahres 2000, legte im Berichtsquartal um weitere 0,5 % resp. 0,67 Punkte auf den Stand von 135,37 Punkten zu. Die Differenz vergrösserte sich dadurch auf 13,79 Punkte. Der Gesamtindex müsste mehr als 11% zulegen, sollte diese Lücke bis Ende 2010 geschlossen werden. Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index beträgt per Ende Juni 1,88 %. Demgegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung: Sie beträgt per 2,93 %.
UBS PK-Barometer: Schlechter Juni
Der Juni war renditemässig ein schlechter Monat für die Pensionskassen. Die Monatsrendite von –1.90% gemäss UBS Pensionskassen-Baromter hat die kumulierte Rendite im Jahr 2010 auf nahe Null gebracht. Neben rückläufigen Aktienkursen hat vor allem die Abwertung der wesentlichen Währungen EUR und USD (ca. –7% gegenüber dem CHF) zu dieser negativen Monatsrendite beigetragen.
State Street PK-Index: Rendite –3.11% im Q2
Beim PK-Index von State Street Investment Analytics handelt es sich um einen Index, der basierend auf durchschnittlichen Wertschriften-Allokationen von Schweizer Pensionskassen errechnet wird. Der Schweizer PK-Index erreichte im 2. Quartal 2010 eine Rendite von -3.11 Prozent. “Nach vier aufeinanderfolgenden Quartalen der Erholung ist die Rendite des Schweizer PK-Index im zweiten Quartal zurückgegangen,” sagt Reto Tschäppeler, Vice President in Zürich. “Die in den letzten 12 Monaten erzielte Rendite ist mit 7.65% aber immer noch deutlich über dem für Personalvorsorgeeinrichtungen relevanten Satz für die Mindestverzinsung.”
State Street veröffentlichte ebenfalls ihre Transaktionskosten-Analyse für den Schweizer Markt. Transaktionskosten entstehen beim Wertschriftenhandel und machen rund zwei Drittel der Vermögensverwaltungskosten aus. Die Kosten setzen sich aus Kommissionen, Gebühren und Opportunitätskosten (market impact) zusammen. Einen substantiellen Anteil machen die Opportunitätskosten aus, welche nur mit spezialisierten Analysen quantifiziert werden können.
Die Transaktionskosten erhöhten sich in der Schweiz gegenüber dem zweiten Quartal um 1.88 Prozent von 18.04 auf 18.38 Basispunkte, wobei sich hauptsächlich die Opportunitätskosten unvorteilhaft entwickelt haben. Dies bedeutet, dass institutionelle Investoren im letzten Quartal durchschnittlich 18.38 Basispunkte für die Ausführung ihrer Transaktionen in Schweizer Aktien aufgewendet haben. Die globalen Werte sind hingegen gesunken, um 6.77 Prozent. Der Kostenblock bleibt mit durchschnittlich 33.84 Basispunkten global auf einem wesentlich höheren Niveau als in der Schweiz.
BSV: Ausschreibung Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule
Das BSV hat ein neues Forschungsprojekt über die Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule ausgeschrieben. Es soll dazu beitragen, die bestehenden Differenzen zwischen den offiziellen schweizerischen Statistiken zu den Vermögensverwaltungskosten der 2. Säule und der tatsächlichen Situation besser nachvollziehen zu können. Getrennt sind auch die Marketing- und die Werbekosten zu untersuchen.
Die Studie soll die Vermögensverwaltungskosten bestimmen und dabei unterscheiden zwischen den direkten Verwaltungskosten der verschiedenen Kategorien von Aktiven und den bei externen Finanzdienstleistern anfallenden Vermögensverwaltungskosten. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den alternativen Anlagen. Endtermin für die Einreichung: 23.08.2010; Projektbeginn: 01.09.2010, Projektabschluss: 31.03.2011. Unterlagen beim BSV.
Kürzlich hat das BSV auch eine Ausschreibung für einen Forschungsauftrag zu den Verwaltungskosten publiziert.
Ausschreibung Vermögensverwaltung / Ausschreibung Verwaltungskosten
NZZ: “Hedge-Funds um jeden Preis”
“Schweizer Pensionskassen und andere hiesige Grossanleger scheinen derzeit krampfhaft auf der Suche nach Finanzprodukten zu sein, die eine verbesserte Risikostreuung versprechen. Dabei spielen die Kosten wohl nicht immer eine Rolle”, schreibt Michael Ferber in der NZZ. Er hält in seinem Artikel fest: “Gemäss Vertretern des Finanzinstituts hat das Produkt «db x-Trackers Hedge Fund Index ETF (CHF)» der Deutschen Bank seit seiner Lancierung die stattliche Summe von 1,6 Mrd. Fr. eingesammelt, davon weit mehr als die Hälfte aus der Schweiz. In der Tat bietet das Produkt eine gewisse Innovation, mit ihm können Investoren über die Börse und mit einer gewissen Kontrolle in den Hedge-Funds-Markt investieren. Dies hat aber einen Preis von – sage und schreibe – bis zu 4,1% Gesamtgebühren.
Dietmar Praehauser Leiter der Zürich PK-Beratung
Dietmar Praehauser (41, Bild) wurde von der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG zum Leiter der Zürich Pensionskassen-Beratung AG ernannt.
Der schweizerisch-deutscher Doppelbürger hat die Aufgabe, die bestehenden Expertentätigkeiten für diverse Vorsorgeeinrichtungen der 2. Säule weiter zu entwickeln und das Dienstleistungsangebot der Zürich Pensionskassen-Beratung AG auszubauen.
Praehauser ist promovierter Physiker und war bisher während sieben Jahren bei der Libera als Pensionsversicherungsexperte tätig. Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (Zurich Schweiz) betreut das Firmen- und Privatkundengeschäft von Zurich Financial Services Group in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.
Freiburger Aufsicht: Mit Bern oder der Westschweiz?
Ob der Kanton Freiburg die künftige Direktaufsicht der Vorsorgeeinrichtungen zusammen mit dem Kanton Bern oder mit den Westschweizer Kantonen wahrnehmen wird, wird gegenwärtig geprüft, schreiben die Freiburger Nachrichten.
Wie aus einer Anfrage von Grossrätin Erika Schnyder hervorgeht, haben sich in der Ost- und Zentralschweiz bereits Aufsichtsregionen gebildet. Die Westschweizer Kantone sind derzeit daran, sich um den Kanton Waadt herum zu gruppieren und ein Konkordat vorzubereiten. Freiburg hat sich aber noch nicht entschieden.
In ihrer Antwort schreibt die Justizdirektion, dass sie gegenwärtig Gespräche mit dem Kanton Bern führt. Bern biete die Vorteile der geographischen Nähe und der Zweisprachigkeit. Ein Zusammengehen mit dem Westschweizer Konkordat werde aber ebenfalls geprüft.
Alternatives Help Boost CalPERS Returns
For the fiscal year ending June 30, CalPERS disclosed an overall gain of 11.4%. The pension credited a handful of reasons for the up-tick, including stabilization in the financial markets and an increase in market liquidity. The pension’s investments in the alternatives space, namely private equity and hedge funds, performed well.
The value of CalPERS’ private equity investments jumped a whopping 30.9% from the previous year. Private equity is part of the pension’s Alternative Investment Management (AIM) program, which, for the period ended March 31, had a market value of $27 billion. AIM’s investments comprised 12.8% of CalPERS’ overall investments.
Hedge fund performance is part of CalPERS’ Risk Managed Absolute Return Strategies (RMARS), which returned 16.2% for the year as of March 31. The RMARS program was valued at $5.3 billion.
Landbote: Gerüchte um BVK-Investition in Winterthur
Der Winterthurer Landbote berichtet über eine angebliche Investition der BVK in ein grosses Bauprojekt, das anscheinend privaten Investoren zu riskant erscheint.
IPE: Nestlé PK chief criticises German stress tests
Short-term regulatory demands are leading pension funds into damaging cyclical behaviour, according to Peter Hadasch, head of the €780.6m corporate Pensionskasse for Nestlé Germany. Talk about tighter investment caps for risk assets like equities and alternatives in the wake of the financial crisis led to vociferous opposition among German institutional investors.
But Hadasch thinks those critics were on the wrong track. “Those who are whining are not even using the maximum allocations currently allowed – what should really be discussed is the review period,” Hadasch told IPE. In fact, stress tests imposed by the financial regulator BaFin make Pensionskassen suffer, he said, as they force them to adopt cyclical behaviour.
