Der Tages-Anzeiger berichtet über neuste Erkenntnisse im Fall BVK.
pwirth
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Référendum contre les mesures d’assainissement de la CIA
Les mesures d’assainissement de la CIA, principale caisse de prévoyance de l’Etat, ne sont pas encore acquises. En effet, le SSP-VPOD, syndicat de la fonction publique, lance un référendum interne contre les modifications statutaires adoptées par l’assemblée des délégués le 26 août.
Erweiterte Anlagen für FZ-Stiftungen
Der Bundesrat ermöglicht den Freizügigkeitsstiftungen der beruflichen Vorsorge, ihren Versicherten ab dem nächsten Jahr eine breitere Angebotspalette für die Vermögensanlage anzubieten. Diese Marktöffnung soll den Wettbewerb unter den Einrichtungen fördern, ohne dass die Sicherheit für die Anleger zusätzlich tangiert wird.
Die Freizügigkeitsstiftungen verwalten Vorsorgekapital von Versicherten der 2. Säule. Sie kommen insbesondere dann zum Zug, wenn jemand z.B. eine Stelle verlässt, ohne eine neue anzutreten und somit das gebundene Vorsorgekapital nicht an eine neue Pensionskasse überwiesen wird.
Mit der Verordnungsänderung, die der Bundesrat beschlossen hat, haben die Versicherten künftig mehr Auswahlmöglichkeiten, wie sie ihre Freizügigkeitsgelder anlegen möchten. Bisher waren zusätzlich zum Kontosparen nur schweizerische Kollektivanlagen (insbesondere Fonds) zugelassen. Neu dürfen die Freizügigkeitsgelder auch in ausländische Fonds investiert werden, welche die FINMA in der Schweiz zum Vertrieb zulässt. Ausserdem werden Direktinvestitionen in bestimmte verzinsliche Anlagen wie Bundes- oder Kassenobligationen zugelassen. Ebenso können die Stiftungen Vermögensverwaltungsaufträge an Banken, Fondsleitungen, Effektenhändler und Vermögensverwalter von kollektiven Kapitalanlagen erteilen. Diese unterstehen einer direkten und präventiven Aufsicht der FINMA.
US Funding Level Dips to Lowest Since 2003
Last month, the 100 largest US corporate defined benefit pension plans lost $17 billion in assets and saw liability increases of $91 billion, resulting in a $108 billion decline in pension funded status, a study by Milliman revealed.
US Pensions: “Clever, nonstandard Accounting Methods”
Public pensions at the state and local level are underfunded by more than $1 trillion; in many cities, pension obligations will soon consume a quarter or more of the annual budget — money that will be unavailable for parks, libraries, street maintenance and public safety.
Part of the problem is that pension funds need significant new financing to cover the growing number of retirees. But the real issue is the lack of incentive to improve pension performance. What we need, then, is a federal program that combines stimulus with serious fund reform.
NZZ: “PPCmetrics schaltet umstrittene Datenbank ab”
Michael Ferber beschäftigt sich in der NZZ erneut mit den Datenbanken über Vermögensverwalter von PPCmetrics und Ecofin. Wie Ferber schreibt, wird PPCmetrics ihre Datenbank “fmbase.com” per 30.9.2010 abschalten. Die Vorwürfe lauteten, die Plattformen bildeten nicht das gesamte Asset-Manager- Universum ab. Zudem verwendeten die Pensionskassenberater nicht in ausreichendem Masse unabhängige Daten. Laut Dominique Ammann, Partner bei PPCmetrics, wird der gesamte Auswahlprozess von PPCmetrics neu gestaltet. Damit solle er für die Pensionskassen transparenter werden und man wolle erreichen, dass keine Vermögensverwalter vom Selektionsprozess ausgeschlossen seien.
Mercer Symposium: Two Speeds und tiefe Zinsen
Das diesjährige Mercer Investment Symposium war mit “Investing in a Two Speed World” überschrieben. Die zwei Geschwindigkeiten sieht Mercer in den divergierenden Verhältnissen bei den entwickelten Volkswirtschaften (geringes Wachstum, hohe Verschuldung, Überalterung) und den Emerging Markets (geringe Verschuldung, junge Bevölkerungsstruktur, hohes Wachstum). Um auf diese neue Situation angemessen reagieren zu können, empfiehlt das Beratungsunternehmen die Abkehr von der traditionellen Kategorienbetrachtung und die verstärkte Ausrichtung nach der Risikostruktur. Was aber die Pensionskassen derzeit vor allem umtreibt, sind weniger solch globale Verschiebungen als vielmehr die aktuelle Anlagemisere mit den rekordtiefen Zinsen. Das jedenfalls wurde sowohl aus den Ausführungen der Praktiker als auch im abschliessenden Panel deutlich.
NR: 80 Prozent-Deckung für öffentliche Kassen
Die Pensionskassen von Kantonen und Gemeinden müssen nicht innert 40 Jahren voll ausfinanziert werden. Der Nationalrat ist dem Ständerat gefolgt und hat sich mit grosser Mehrheit für einen Deckungsgrad von 80 Prozent ausgesprochen. Der Bundesrat hatte eine vollständige Ausfinanzierung innert 40 Jahren vorschreiben wollen. Dies wäre für viele Städte und Kantone mit hohen Kosten verbunden – vor allem in der Westschweiz.
Bei einer vollen Ausfinanzierung rechnen die Kantone mit Kosten von 31 Milliarden Franken, wie Marie-Thérèse Weber-Gobet (CSP/FR) ausführte. Sollen gar noch Schwankungsreserven aufgebaut werden, rechnen sie mit 100 Milliarden Franken. Der Bundesrat beziffert den Bedarf auf 24, respektive 50 Milliarden Franken.
Die Kantone hatte mit einem Referendum gedroht für den Fall, dass das Parlament dem Bundesrat folgt. Der Ständerat senkte deshalb im März die Zielvorgabe auf 80 Prozent. Dem schloss sich der Nationalrat am 15.9. 2010 nun an: Mit 106 zu 73 Stimmen folgte die grosse Kammer dem Ständerat und lehnte einen Antrag aus den Reihen von SVP und FDP ab, den Deckungsgrad auf 90 Prozent festzulegen.
Die vollständige Ausfinanzierung wäre zwar theoretisch «wünschenswert und richtig», sagte Hansjörg Hassler (BDP/GR). In Anbetracht der hohen Kosten für die Kantone seien die 80 Prozent ein «pragmatischer und gangbarer Kompromiss».
Selbst der Bundesrat rückte von seinem ursprünglichen Vorschlag ab und schloss sich den 80-Prozent an. Diese Variante sei «die vernünftigste», sagte Bundesrat Didier Burkhalter. Denn sie berücksichtige sowohl die Kantone als auch das bundesrätliche Ziel, die Pensionskassen zu sichern.
Keine Chance hatten Anträge von Linken und Grünen, die von den Kantonen weniger finanzielle Opfer fordern und den Deckungsgrad auf 60 oder 70 Prozent festlegen wollten. Es sei fragwürdig, dass auch die öffentlich-rechtlichen Pensionskassen immer stärker an die Finanzmärkte gebunden werden sollten, hatte Paul Rechsteiner (SP/SG) argumentiert.
Mit 99 zu 55 Stimmen abgelehnt wurde auch der linke Antrag, für künftige Leistungsverbesserungen keine Ausfinanzierung zu verlangen. In der Gesamtabstimmung wurde die Vorlage mit 125 gegen 39 Stimmen gutgeheissen. Sie geht mit wenigen Differenzen von geringer Tragweite zurück in den Ständerat.
Willy Thurnherr: «Favorisiere die ökonomische Betrachtungsweise»
Der PK-Experte Willy Thurnherr von Mercer äussert sich im Zusammenhang mit dem PK-Rating in einem Interview beim Tages-Anzeiger zu aktuellen Fragen der beruflichen Vorsorge. Konkret ging es dabei u.a. um den ökonomischen Deckungsgrad und damit verbundene Fragen der Finanzierungssituation der Vorsorgeeinrichtungen. Auszüge aus dem Gespräch:
“Herr Thurnherr, was würde geschehen, wenn die Pensionskassen den ökonomischen Deckungsgrad berechnen und ausweisen müssten?
Würde man ohne Übergangsfrist wechseln, dann wären die Folgen dramatisch, besonders für Kassen mit vielen Rentnern. Es gibt Pensionskassen, die mit einem technischen Zins von 3,5 bis 4 Prozent rechnen. Dies entsprach den ökonomischen Gegebenheiten vor 10 bis 15 Jahren. Seither sind die Zinsen markant gefallen, und es ist keine Trendwende in Sicht. Die Rentenverpflichtungen würden um 15 bis 25 Prozent steigen, wenn der Diskontsatz – zum Beispiel – auf 2 Prozent festgesetzt würde. Eine Umstellung hätte enorme Auswirkungen auf die Bilanzen von Pensionskassen.
Unsere Berechnungen zeigen, dass der Deckungsgrad der Teilnehmer am PK-Rating um 10 Prozentpunkte fallen würde. Ist dies repräsentativ?
Im Durchschnitt, so schätze ich, würde eine ökonomische Betrachtung sicher um 10, eventuell sogar um bis zu 20 Prozent des Deckungsgrads von schweizerischen Pensionskassen reduzieren. Damit würden ihre Verpflichtungen um mindestens 60 Milliarden Franken zunehmen. Viele Pensionskassen würden auf einen Deckungsgrad von 80 bis 90 Prozent zurückgeworfen und müssten saniert werden.
Bund: Der Trend zum Beitragsprimat
Bruno Schletti beschreibt in einem Artikel im “Bund” den Trend vom Leistungs- zum Beitragsprimat. Im Detail eingegangen wird u.a. auf den Wechsel bei der PK der CS. Ausführlich zitiert wird Roman von Ah, der den Wechsel als Risikovermeidungsstrategie der Arbeitgeber bezeichnet. Bei den öffentlichen Kassen mit Leistungsprimat trägt das Risiko der Steuerzahler.
Hubatka: «Habe das Gefühl, Gutes zu tun»
In einem Artikel im Zürcher Oberländer schildert Martin Hubatka (Allvisa) seine Tätigkeit im Verein “BVG-Auskünfte”, den er vor 12 Jahren (mit-)begründete.
2. Säule in der Herbstsession 2010
Eco: “Die verborgenen Schätze der SBB”
Laut einem Bericht des TV-Wirtschaftsmagazins Eco verfügen die SBB über grosse Reserven bei ihrem Immobilienbesitz, der für die Sanierung der Pensionskasse genutzt werden könne.
Sonntags-Blick: “Müssen die Renten gekürzt werden?”
“Den Schweizer Pensionskassen geht die Luft aus. Gemäss einer Umfrage des Schweizerischen Pensionskassenverbandes (Asip) haben sie in den vergangenen zehn Jahren auf allen Anlagekategorien im Schnitt eine Rendite von 1,1 Prozent erzielt. Im gleichen Zeitraum mussten sie ihren Versicherten den gesetzlichen Mindestzins von durchschnittlich 2,9 Prozent gutschreiben. Folge: Die Altersguthaben der künftigen Rentner steigen schneller als das vorhandene Kapital. Doch es kommt noch schlimmer: Auf diesen überhöhten Guthaben müssen die (meisten) Kassen Jahresrenten von 6,8 Prozent auszahlen (6800 Franken Rente pro 100000 Franken Sparkapital). Dazu brauchen sie in Anbetracht der gestiegenen Lebenserwartung eine Rendite von 4,9 Prozent viermal mehr, als sie effektiv erzielt haben”, schreibt Werner Vontobel im Sonntagsblick, und fährt fort: “Das kann nicht aufgehen”.
NZZ: BSV will Gemini-Untersuchungsbericht nicht herausgeben
Michael Ferber geht in einem NZZ Artikel auf die Situation rund um die Vorfälle bei der Gemini-Sammelstiftung ein und kommentiert die Haltung des BSV, das zwar eine Strafklage gegen Helbling und Leutwyler eingereicht hat, den Untersuchungsbericht des Basler Anwalts Christoph Degen hingegen nicht publizieren will. Zitiert werden zahlreiche an dem Fall interessierte Fachleute.
