Libera: Absicherungsmethoden für Pensionskassen
In Ausgabe 35 der Libera Horizonte werden Methoden zur Absicherung von Deckungsgrad und Vorsorgevermögen beschrieben. Libera schreibt dazu: “Nach den erheblichen Vermögensverlusten des vergangenen Jahres wollen Pensionskassen nicht mehr tatenlos der Talfahrt ihres Deckungsgrads zuschauen. Nun stellt sich die Frage, wie sie sich vor den Folgen zukünftiger Marktturbulenzen schützen können. Wir präsentieren Ihnen drei innovative Absicherungsmethoden, die nach dem aktuellen Stand des Wissens zur Verfügung stehen.” Die Absicherungsmethoden sollen die Exposition der Pensionskasse zur Volatilität des Finanzmarktes (systematisches Risiko) und somit die Schwankungen des Deckungsgrads reduzieren.
Allianz: Erfolg mit der Vollversicherung
Die Allianz Suisse kann sich in der zweiten Säule behaupten. So wurde zum Ende des 3. Quartals die Zahl der versicherten Personen auf über 130’000 und das Beitragsvolumen auf 1’353 Mio. Franken (plus 5,4 Prozent) gesteigert. Die Verzinsung beträgt 2,5 Prozent im obligatorischen und 2,8 Prozent im überobligatorischen Teil.
Die Gelder im obligatorischen Teil der Vorsorge werden 2009 mit 2,5 Prozent verzinst. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestverzinsung von 2 Prozent. Auf den überobligatorischen Teil ihres BVG-Kontos erhalten die Versicherten 2,8 Prozent. Laut Mitteilung der Allianz hält die starke Nachfrage nach Vollversicherungslösungen für die Berufliche Vorsorge an.
Ascoop verliert weitere Mitglieder
Die Berner Zeitung schreibt: “Der Ascoop fahren die Bahnen davon: Nach mehreren bekannten Abgängen hat nun auch die Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft ihre Absicht kundgetan, sich bei der Ascoop zu verabschieden. Sie will sich der Pensionskasse der Stadt Biel anschliessen. Wie dieser Anschluss aussehen soll, ist noch offen. Bei der Ascoop definitiv gekündigt haben die Rigibahnen, die Matterhorn-Gotthard-Bahn, die Gornergrat-Bahn und die Firstbahnen. Vorher haben die Zentralbahn, die Aare Seeland Mobil mit Sitz in Langenthal sowie die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen die Ascoop-Sammelstiftung verlassen. Per Ende 2008 waren bei der Ascoop 150 Vorsorgewerke angeschlossen, hauptsächlich konzessionierte Transportanstalten und touristische Unternehmen.
Weiter ist damit zu rechnen, dass auch sieben Transportunternehmen aus dem Kanton Waadt abspringen werden, darunter die Montreux-Oberland-Bahn (MOB), bei welcher der Kanton Bern zu 19 Prozent beteiligt ist. Die MOB braucht 14 Millionen Franken, um den Deckungsgrad ihres Vorsorgewerks auf 90 Prozent zu hieven. Nun hat die Pensionskasse des Waadtländer Staatspersonals, die Retraite Populaire, den Transportanstalten aus dem Waadtland ein «interessantes Angebot» unterbreitet. Sie gewährt den Bahnen einen Kredit zu Vorzugsbedingungen. Damit verringern sich die Kosten für die Sanierung der Vorsorgewerke. Würde die MOB bei der Ascoop oder bei der neu zu gründenden Symova bleiben, müsste sie das Geld auf dem Finanzmarkt zu deutlich schlechteren Bedingungen aufnehmen.Die Retraite Populaire will eine Tochtergesellschaft gründen, bei welcher sich Mitarbeiter von Transportunternehmen oder auch Spitalangestellte des Kantons versichern könnten.”
Sanierungskonzept für Alcan Pensionskasse
Die Alcan Pensionskasse orientiert die Versicheren auf ihrer Website über die für 2010 vorgesehenen Sanierungsmassnahmen. Die Verzinsung der Vorsorgekapitalien für das Jahr 2010 wurde abhängig vom geschätzten Deckungsgrad per 30. September 2009 festgelegt. Da der Deckungsgrad per Ende September bei rund 93% lag, wird das Vorsorgekapital im nächsten Jahr mit einem effektiven Zinssatz von 1% verzinst. Die Massnahmen zur möglichst schnellen Behebung der Unterdeckung umfassen laut Mitteilung im Jahr 2010
folgende Punkte:
• Erhebung von Sanierungsbeiträgen von je 2% des versicherten Lohnes für über 25-jährige Versicherte und den Arbeitgeber (paritätische Sanierungsbeiträge).
• Verzinsung der Vorsorgekapitalien der aktiven Versicherten mit 1% statt wie langfristig vorgesehen 3.5%.
• Temporäre Sperre für WEF-Vorbezüge, sofern diese für die Amortisation von Hypothekardarlehen verwendet werden. Weiterhin möglich bleibt dagegen ein Vorbezug für den direkten Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum.
• Die Verzinsung auf der Arbeitgeberbeitragsreserve wird wie schon 2009 auch im
Jahr 2010 ausgesetzt.
Pensionskasse Solothurn senkt UWS
Die Pensionskasse Solothurn (PKSO) soll den Umwandlungssatz ab 2011 schrittweise von 6.74 auf 6.24 Prozent senken. Dies schlägt gemäss der «Solothurner Zeitung» eine Arbeitsgruppe vor, die vom Regierungsrat eingesetzt wurde. Die Massnahme ist als Schritt zur Behebung eines strukturellen Ungleichgewichts zu verstehen. Eigentliche Sanierungsmassnahmen zur Behebung der aktuellen Unterdeckung will die Arbeitsgruppe nächsten März präsentieren. Die PKSO verfügt über eine Staatsgarantie und hat zurzeit einen Deckungsgrad von rund 70 Prozent.
VS: Le poids de la nouvelle caisse de pension de l’Etat
Plus de 10 000 assurés, 4100 bénéficiaires de rentes, soit 137 millions de francs de cotisations et 135 millions versés chaque année en rentes, une fortune de 2,3 milliards, la CPVAL, la caisse de pension de l’Etat du Valais, joue désormais dans la cour des grands. Née de la fusion de la Caisse de prévoyance du personnel de l’Etat du Valais et de la Caisse de retraite et de prévoyance du personnel enseignant, la nouvelle entité veut se positionner comme un acteur de poids dans l’économie du canton.
Bericht zur steuerlichen Begünstigung von Kapitalleistungen der privaten Altersvorsorge
In ihrem Postulat aus dem Jahre 2007 forderte die nationalrätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den Bundesrat auf, einen Bericht über die Über- und Unterbesteuerung der privaten Altersvorsorge zu unterbreiten. Der jetzt vorliegende Bericht zeigt unter anderem die steuerlichen Auswirkungen auf, wenn Vorsorgegelder bezogen und wenn sie anschliessend in eine Leibrente umgewandelt werden.
Rentenleistungen der zweiten Säule und der Säule 3a unterliegen einer vollen Besteuerung. Kapitalleistungen werden dagegen getrennt vom übrigen Einkommen besteuert, bei der direkten Bundessteuer zu einem Fünftel des ordentlichen Tarifs. Dadurch entsteht bei der direkten Bundessteuer eine steuerliche Maximalbelastung von 2,3 Prozent gegenüber der ordentlichen Maximalbesteuerung von 11,5 Prozent. Bei den Kantons- und Gemeindesteuern sind die Steuereinsparungen unterschiedlich hoch. Die steuerliche Förderung des Bezugs von Kapitalleistungen gegenüber den Rentenleistungen ist vom Gesetzgeber so gewollt.
Im Weiteren verlangte das Postulat eine Erklärung, wie Schweizer Grenzgänger, die ihr Einkommen in Deutschland erzielen, bezüglich der Säulen 3a und 3b besteuert werden. Aufgrund des geltenden Doppelbesteuerungsabkommens mit Deutschland unterliegen diese keiner Doppelbesteuerung. Ihr Lohn darf in Deutschland lediglich im Umfang von 4,5 Prozent besteuert werden und in der Schweiz werden nur 80 Prozent des in Deutschland erzielten Gehalts besteuert. Leistungen aus einer Schweizer Selbstvorsorgeeinrichtung werden zudem nur in der Schweiz besteuert.
Agenda der wichtigsten Veranstaltungen zum UWS
Veranstaltungen
- 06. Januar: Medienkonferenz Wirtschaftskomitee in Bern
- 11. Januar: Pressekonferenz SGB in Bern
- 14. Januar: Veranstaltung mit Bundesrat Didier Burkhalter in Zürich
- 15. Januar: Medienkonferenz Vorsorgeforum mit ASIP, SVV und Kammer der Pensionskassenexperten
- 17. Januar: Veranstaltung mit Bundesrat Didier Burkhalter in Biel
- 21. Januar: Veranstaltung mit Bundesrat Didier Burkhalter in Basel
- 28. Januar: Veranstaltung mit Bundesrat Didier Burkhalter in Lausanne
Finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen 2008
Im Jahr 2008 hat sich die finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtungen aufgrund der Finanzmarktkrise bekanntlich erheblich verschlechtert. Der Anteil der Kassen in Unterdeckung ist stark angestiegen. Die finanzielle Situation der Vorsorgeeinrichtungen hat sich seither wieder verbessert. Trotzdem bleibt die Anpassung des Mindestumwandlungssatzes für die langfristige Sicherung der Leistungen unumgänglich, schreibt das EDI in einer Mitteilung zum jährlichen Bericht des BSV über die finanzielle Lage der Pensionskassen. Aus dem Anhang des Berichts geht hervor, dass von den beaufsichtigten Kassen 90 Prozent einen Bericht eingereicht haben. Die Zahl der VE wird mit 3447 angeben, was deutlich von jener der Pensionskassen-Statistik (2543) abweicht. Das Rätsel der Differenz ist weiterhin ungelöst.
Privatversicherer begrüssen Finanzmarktstrategie des Bundes
Der Schweizerische Versicherungsverband SVV begrüsst die Finanzmarktstrategie des Bundes, die im Dialog mit den wichtigsten Akteuren des Finanzplatzes entstanden ist. Der SVV teilt die Analyse des Bundes zu Ausgangslage, Entwicklungsperspektiven und strategischen Stossrichtungen. Die daraus abgeleiteten Massnahmen gehen allerdings nicht weit genug; verbindliche Zeitvorgaben fehlen. Die Massnahmen vermögen daher die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz nicht entscheidend zu verbessern, schreibt der SVV in einer Mitteilung.
Investoren spekulieren auf Top-Objekte von Dubai World, AFIAA investiert in London
Angesichts des Finanzdebakels des Immobilienentwicklers Dubai World rechnen internationalen Investoren seit Wochen mit Notverkäufen. Makler und Investoren schätzen den Wert der auf der Verkaufsliste von Dubai World befindlichen Objekte auf mehrere Milliarden Dollar.
Konkrete Verkäufe zeichnen sich noch nicht ab, berichten internationale Maklerhäuser, Investoren und auf Immobiliendeals spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien. "Soviel wir wissen, gibt es bisher noch keine konkreten Anzeichen dafür, dass Immobilien des Staatsfonds aus Dubai angeboten werden", berichtet Jamie Mark Wingett vom Immobilienberater Christie + Co in London. "Unsere Mitarbeiter in London haben noch nichts von bevorstehenden Verkäufen von Objekten des Staatsfonds gehört", sagt auch Hans Brauwers, CEO der Schweizer AFIAA Anlagestiftung für Immobilien. Die eigenkapitalstarke Stiftung investiert für 18 Schweizer Pensionskassen ausschließlich in Auslandsimmobilien – langfristig vermietete Premiumobjekte in Toplagen von Wirtschafts- und Finanzmetropolen.
Ende April hatte die Anlagenstiftung in London die Zentrale von Schroders erworben, ein Topobjekt mit 15’000 Quadratmeter Bürofläche in der Gresham Street (Bild links). Die laufende Eigenkapitalrendite aus diesem Investment bezifferte die Gesellschaft damals auf zehn Prozent. "Seit dem Frühjahr sind die Preise für Eins-a-Büroobjekte im Zentrum von London um circa drei Jahresmieten gestiegen", stellt Brauwers fest. Inzwischen sinken die Renditen rapide, nicht zuletzt, weil das Angebot an Topobjekten knapp ist. "Kommen weitere Eins-a-Immobilien an den Markt, werde dies die Lage etwas entspannen", meint Brauwers.
Vorsorgeausgleich bei Scheidung soll verbessert werden
Der Bundesrat will die Mängel der geltenden Regelung des Vorsorgeausgleichs bei Scheidung in der Beruflichen Vorsorge mit einer Revision des Zivilgesetzbuches (ZGB) und weiterer Gesetze beseitigen. Er hat einen Vorentwurf und Begleitbericht in die bis am 31. März 2010 dauernde Vernehmlassung geschickt.
Gemäss dem am 1. Januar 2000 in Kraft getretenen revidierten Scheidungsrecht ist die während der Ehe erworbene Austrittsleistung grundsätzlich hälftig zu teilen. Ist die Teilung des Vorsorgeguthabens nicht möglich, hat der berechtigte Ehegatte Anspruch auf eine angemessene Entschädigung. Kritisiert wird, dass das geltende Recht in wichtigen Punkten unklar bzw. wenig praktikabel sei. Bemängelt wird, dass der nicht berufstätige Ehegatte systematisch zu kurz kommt. Beanstandet wird schliesslich, dass der berechtigte Ehegatte über keinen direkten und selbständigen Anspruch gegen die Vorsorgeeinrichtung verfügt, wenn beim belasteten Ehegatten im Zeitpunkt der Scheidung der Vorsorgefall bereits eingetreten ist. Er muss sich mit einer unsicheren angemessenen Entschädigung begnügen, die – im Fall einer Rente – mit dem Tod des verpflichteten Ehegatten wegfällt.
Gestützt auf die Vorarbeiten einer vom Bundesamt für Justiz eingesetzten Expertenkommission schlägt der Bundesrat eine Reihe von Änderungen vor, um die Mängel der geltenden Regelung des Vorsorgeausgleichs bei Scheidung zu beseitigen. Als wesentliche Neuerung sieht der Vorentwurf vor, dass die während der Ehe geäufneten Vorsorgemittel auch dann noch hälftig geteilt werden, wenn im Zeitpunkt der Scheidung der Vorsorgefall beim verpflichteten Ehegatten wegen Invalidität oder Pensionierung bereits eingetreten ist. Anders als das geltende Recht behandelt der Vorentwurf die Situation im Fall einer Scheidung vor und nach Eintritt eines Vorsorgefalls grundsätzlich gleich und löst damit das Problem der schlechten Absicherung der sogenannten geschiedenen Witwen.
Mitteilung und weitere Dokumente EJPD / Expertenbericht / Begleitbericht / Entwurf
Arbeitgeberstatus Publica erfordert rechtliche Anpassungen
Die Pensionskasse des Bundes Publica erhält ab 1. Januar 2010 im Rahmen des Bundespersonalgesetzes (BPG) Arbeitgeberstatus. Ab diesem Zeitpunkt erhalten die Angestellten von Publica ein eigenes Personalreglement und Publica bildet ein eigenes Vorsorgewerk. Der Bundesrat hat die entsprechenden rechtlichen Anpassungen genehmigt.
Bürgerliche vereint für einen tieferen BVG-Umwandlungssatz
Eine geschlossene bürgerliche Front hat ihre Abstimmungskampagne für die Senkung des Umwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge lanciert. Die Anpassung sei wegen der höheren Lebenserwartung notwendig und sichere die 2. Säule nachhaltig, erklärten Vertreter von FDP, SVP, CVP, GLP und BDP.
Weil die Lebenserwartung der Bevölkerung steige, müsse das individuell angesparte Kapital länger reichen, sagte Nationalrätin Christa Markwalder (FDP/BE) in Bern. Um die 2. Säule auf ein gesundes Fundament zu stellen, sei es deshalb notwendig, den Umwandlungssatz zur Festlegung der jährlichen Rente von heute 7,05 Prozent für Männer und 7,0 Prozent für Frauen auf 6,4 Prozent zu senken, wobei eine Anpassung auf 6,8 Prozent bereits beschlossen ist. Geschehe dies nicht, müssten die Vorsorgeeinrichtungen ihren Bezügern mehr auszahlen, als gespart worden sei, und es entstünden Löcher, für die Erwerbstätige und Arbeitgeber geradestehen müssten.
Die SP reagierte mit der Behauptung, die Argumente der Bürgerlichen seien eine Mär und sie erzählten lauter Lügen.
Swiss Re übernimmt Langlebigkeitsrisiko von staatlicher britischer Pensionskasse
Swiss Re sichert die britische Vorsorgeeinrichtung Royal County of Berkshire (RBPF) gegen die Langlebigkeitsrisiken ihrer 1,7 Mrd CHF umfassenden Rentenversicherung ab. Es handle sich um den weltweit ersten Transfer von Langlebigkeitsrisiken zugunsten einer staatlichen Institution, teilte der Rückversicherer mit.


