Die Ethos Stiftung zählt neu 101 Mitglieder. Die Mitglieder von Ethos sind hauptsächlich schweizerische Pensionskassen, die insgesamt ungefähr 800’000 Personen versichern und ein Gesamtvermögen von über 120 Mrd. Franken verwalten. Das Wachstum von Ethos in den letzten Jahren beweist gemäss einer Mitteilung de Stiftung, dass sich institutionelle Investoren vermehrt für nachhaltiges Investieren und die aktive Ausübung der Aktionärsrechte einsetzen.
Aktuell
Complementa verkauft Teile ihres Deutschland-Geschäfts
Swiss consultancy Complementa has sold part of its German business to a former board member, IPE reports. From now on, the German subsidiary of Complementa will focus on investment controlling and performance, as well as risk reporting, the consultancy said.
The other consulting mandates were sold to Joachim Meyer, former chairman of the board at Complementa Investment Controlling and a shareholder in the company. Meyer has founded Meyer & Cie Allokationsberatung, which will specialise in asset allocation and operate "completely separately" from Complementa. He will leave Complementa at the end of this year, while current board member Jeanette Leuch will take over as head of the German business created in 2006.
Michael Brandenberger, chief executive at Complementa, said: "Complementa does not want to position itself in the field of prognosis-based asset management consulting as investment controller and performance measurer." He added this step ensured the basis for a continued independent and objective investment controlling.
"The separation is based on Complementa not providing tactical input in the field of consulting, as we see this as being too close to asset management – but such services are increasingly demanded by clients," he said. Brandenberger told IPE the separation was in no way related to the case of Swiss public pension fund BVK, to which Complementa had provided services. "Those services did not consist of consulting services like manager searches," Brandenberger added.
Ethos will sich Sammelklage gegen UBS anschliessen
Eine der heikelsten Sammelklagen in den USA gegen die UBS ist jene, die ursprünglich von der Pensionskasse der Polizei und Feuerwehr der Stadt Pontiac in Michigan lanciert wurde. Sie richtet sich gegen die Bank und ihre damalige Führung, darunter Marcel Ospel, Peter Wuffli, Marcel Rohner und ein Dutzend weitere Manager. Die Klage wirft der UBS vor, von 2007 bis Juli 2008 das wahre Ausmass der Subprime-Anlagen verschwiegen zu haben, die später zu den Milliardenverlusten und zum massiven Kurszerfall der UBS-Aktie führten.
Sammelklagen werden in den USA meistens mit einem Vergleich beigelegt. «Die Rechnung wird von der UBS bezahlt – und nicht von den fehlbaren Managern», sagt Dominique Biedermann, Direktor der Anlagestiftung Ethos, in einem Artikel der NZZ am Sonntag. «Das heisst, am Ende zahlen jene UBS-Aktionäre den Vergleich, die nicht an der Sammelklage teilnehmen.» Als Aktionär der UBS habe man zwar ein grosses Interesse, dass die Bank möglichst wenig in Klagen hereingezogen werde; man werde sicher keine Sammelklage initiieren. «Aber wenn schon eine Sammelklage eingereicht worden ist, die ernst zu nehmen ist, werden wir uns sehr wahrscheinlich daran mitbeteiligen», kündigt Ethos-Chef Biedermann an. «Das ist grundsätzlich unsere treuhänderische Pflicht als Aktionär.»
Anpassung der Hinterlassenen- und Invalidenrenten BVG
Auf den 1. Januar 2011 werden die obligatorischen Hinterlassenen- und Invalidenrenten der zweiten Säule, die seit 2007 ausgerichtet werden, erstmals an die Preisentwicklung angepasst. Für sie beträgt der Teuerungsausgleich 2,3 %. Renten, die 2006 zum ersten Mal ausgerichtet wurden, werden um 0,3 % erhöht. Die Renten aus der Zeit vor 2006 werden auf den 1.1.2011 nicht erhöht, weil der Preisindex seit ihrer letzten Anpassung (1.1.2009) nicht gestiegen ist.
SVV: BVG-Mindestzins ist zu hoch
Der Schweizerische Versicherungsverband SVV schreibt zum Mindestzins-Entscheid des Bundesrates: “Für den SVV ist der Satz von 2 Prozent zu hoch. Eine Senkung auf 1,5 Prozent wäre dringend angezeigt gewesen – vor allem aufgrund der anhaltend tiefen Renditen von festverzinslichen Wertpapieren und der volatilen Entwicklung der Finanzmärkte. Die gesetzlich vorgeschriebene BVG-Verzinsung beträgt seit Anfang 2000 durchschnittlich 2,93 Prozent pro Jahr, die effektiv erzielte Rendite der Vorsorgeeinrichtungen dagegen erreicht im Durchschnitt lediglich 1,88 Prozent (gemäss CS PK-Index).
Der Mindestzinssatz bleibt bei 2%
Der Bundesrat hat beschlossen den Mindestzinssatz auch im nächsten Jahr bei 2% zu belassen, heisst es in einer Mitteilung des BSV. Die Festlegung des Satzes erfolgt auf Basis einer Berechnungsmethode, welche die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge dem Bundesrat im letzten Jahr mehrheitlich empfohlen hat. Entscheidend für die Höhe des Mindestzinssatzes sind dabei vor allem der langfristige Durchschnitt der Bundesobligationen sowie die Entwicklung von Aktien, Anleihen und Liegenschaften.
Weiter heisst es in der Meldung: “Die Berechnungsmethode der Eidgenössischen Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) kombiniert weitgehend risikolose mit risikoträchtigen Anlagen. Als Ausgangspunkt der Überlegungen dient wie bereits im Vorjahr der langfristige gleitende Durchschnitt der Rendite der 7-jährigen Bundesobligationen. Dieser gleitende Durchschnitt entspricht einem Obligationenportfolio, dessen Rendite fast risikolos erreichbar ist. Zusätzlich berücksichtigt werden der Pictet BVG Index 93 sowie der IPD Wüest und Partner Index, welche Aktien, Anleihen und Liegenschaften enthalten.
Die von der Mehrheit der BVG-Kommission dem Bundesrat am 18. September 2009 empfohlene Formel ergibt per Ende Juli 2010 einen Wert von 2.18% und per Ende August einen solchen von 2.08%. Zu beachten ist ausserdem, dass die negative Entwicklung der Aktienmärkte als Folge der Finanzkrise bisher noch nicht kompensiert werden konnte. Auch verharren die aktuellen Zinsen auf rekordtiefem Niveau. Im Vorjahr ergab die von der Kommission favorisierte Formel einen Wert von 1.93% und wurde auf 2% aufgerundet. Ausgehend von den Ergebnissen der Formel werden mit einem Mindestzinssatz von 2% die aktuellen Rahmenbedingungen angemessen berücksichtigt. Der Bundesrat folgt damit dem Antrag der BVG-Kommission. Auch in den kommenden Jahren soll diese Formel als Ausgangsbasis für die Festlegung des Mindestzinssatzes verwendet werden.
Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge hatte an ihrer Sitzung vom 30. August 2010 mit grosser Mehrheit einen Mindestzinssatz von 2% empfohlen. Die Vorschläge reichten von 1.5% bis 2.75%. Bei der Konsultation der Sozialpartner votierten die Gewerkschaften für 2.75%, während sich die Arbeitgeberverbände für einen Satz von maximal 2% aussprachen.”
Strategie- und Deckungsgradverlauf gemäss Risiko Check-up
Anlässlich des Mediengesprächs der Swisscanto vom 29.9.2010 hat Michael Brandenberger (CEO Complementa) einen Überblick über die aktuelle Deckungsgrad-Situation der Pensionskassen gegeben, aber auch Ergebnisse einer Analyse der Performance-Entwicklung über die letzten (turbulenten) Jahre dargestellt. Per 30.6.2010 ergibt sich für die privaten Kassen ein durchschnittlicher DG von 105% (Hochrechnung), für die öffentlichen von 92%. Per Ende September sollte sich laut Brandenberger die Situation nicht wesentlich geändert haben, weshalb er auf eine Aktualisierung verzichtete.
Complementa hat für die Jahre seit 1995 erstmals einen hypothetischen Performanceverlauf (rebalanced) auf Basis der Asset Allocation errechnet und diesen mit dem effektiven verglichen. Brandenberger kommt dabei zum Ergebnis, dass die Kassen insbesondere bis 2002 ein tendenziell prozyklisches Verhalten an den Tag gelegt haben, seither ergebe sich ein etwas besseres Bild. “In der nahen Vergangenheit haben die Pensionskassen anscheinend etwas geschickter agiert”, meinte er. Ein striktes Beibehalten “irgendeiner Strategie” wäre erfolgreicher gewesen. “Die Investitionsphilosophie nach finanzieller Risikofähigkeit ist vor diesem Hintergrund stark zu hinterfragen”, ¨folgerte Brandenberger.
Die Details der Analyse sind der gedruckten Fassung der Resultate des Risiko Check-up zu entnehmen.
Die Pensionskassen im Herbst 2010
Swisscanto hat ihr traditionelles Herbstgespräch über aktuelle Fragen der beruflichen Vorsorge in Zürich durchgeführt. Dabei äusserten sich Hanspeter Konrad (ASIP) zur Strukturreform, Michael Brandenberger (Complementa) zur Finanzierungssituation, Othmar Simeon (Swisscanto) zu Soll- und Zielrenditen und Peter Bänziger (Swisscanto) zur Verfassung des Kapitalmarktes.
Einleitend resümierte Gérard Fischer (CEO Swisscanto) die wichtigsten Themen, welche derzeit die schweizerische Vorsorgewelt beschäftigen. Vor dem Hintergrund der zwei hängigen Rechtsfälle BVK und Gemini betonte Fischer, dass anstelle flächendeckender, bürokratischer Anforderungen eine “wirksame und zeitnahe Durchsetzung der geltenden Rechtsordnung” vorzuziehen sei.
Fischer ging auch auf die aktuelle Finanzierungssituation ein und stellte fest, dass die Deckungsgrade sich zwar verbessert haben, die Schwankungsreserven aber über wiegend noch unterdotiert seien. Grund dafür ist das gegenüber den 90er Jahren deutlich tiefere Zinsniveau. “Die Verantwortlichen bei den Vorsorgeeinrichtungen stehen vor der schwierigen Aufgabe, unter den aktuellen Bedingungen die forderte Rendite zu erzielen für Leistungen, welche unter ganz anderen Verhältnissen konzipiert und beschlossen wurden.”
Man müsse sich deshalb neue Lösungen überlegen wie etwa die Flexibilisierung der Altersrenten, Fischer hält jedoch die Zeit noch nicht reif für eine seriöse Diskussion solcher Überlegungen auf politischer Ebene.
Neue Grenzbeträge in der beruflichen Vorsorge
In der obligatorischen beruflichen Vorsorge wird der Koordinationsabzug von 23’940 auf 24’360 Franken erhöht, die Eintrittsschwelle steigt von 20’520 auf 20’880 Franken. Der maximal erlaubte Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) beträgt neu 6’682 Franken (heute 6’566) für Personen, die bereits eine 2. Säule haben, respektive 33’408 Franken (heute 32’832) für Personen ohne 2. Säule. Auch diese Anpassungen treten auf den 1. Januar 2011 in Kraft.
Die minimale AHV/IV-Rente steigt von 1’140 auf 1’160 Franken pro Monat, die Maximalrente von 2’280 auf 2’320 Franken. Bei den Ergänzungsleistungen wird der Betrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs von 18’720 auf 19’050 Franken pro Jahr für Alleinstehende, von 28’080 auf 28’575 Franken für Ehepaare und von 9’780 auf 9’945 Franken für Waisen erhöht. Auch die Entschädigungen für Hilflose werden angepasst.
Mercer Symposium: Two Speeds und tiefe Zinsen
Das diesjährige Mercer Investment Symposium war mit “Investing in a Two Speed World” überschrieben. Die zwei Geschwindigkeiten sieht Mercer in den divergierenden Verhältnissen bei den entwickelten Volkswirtschaften (geringes Wachstum, hohe Verschuldung, Überalterung) und den Emerging Markets (geringe Verschuldung, junge Bevölkerungsstruktur, hohes Wachstum). Um auf diese neue Situation angemessen reagieren zu können, empfiehlt das Beratungsunternehmen die Abkehr von der traditionellen Kategorienbetrachtung und die verstärkte Ausrichtung nach der Risikostruktur. Was aber die Pensionskassen derzeit vor allem umtreibt, sind weniger solch globale Verschiebungen als vielmehr die aktuelle Anlagemisere mit den rekordtiefen Zinsen. Das jedenfalls wurde sowohl aus den Ausführungen der Praktiker als auch im abschliessenden Panel deutlich.
Prevas und Gewos gehen Partnerschaft ein
Die beiden in der beruflichen Vorsorge tätigen Unternehmen Prevas und Gewos rücken im Rahmen einer Nachfolgeregelung bei der Prevas AG näher zusammen. Die von Georg Brönnimann und Dr. Claude Stierlin gegründete Prevas ist seit 1982 Anbieterin umfassender Pensionskassen-Administration mit Expertentätigkeit. Der Unternehmung angehängt ist die Prevas-Sammelstiftung. 2004 gegründet, hat die Gewos heute ihre Schwerpunkte bei der externen Geschäftsführung, den Veranstaltungen und Publikationen für Pensionskassen und wird von den beiden Eigentümern, Viktor Ackermann und Lydia Krauss, geleitet. Prevas und Gewos bleiben weiterhin selbständig. Per 1. Oktober 2010 wird die Geschäftsleitung der Prevas durch Viktor Ackermann erweitert, während Lydia Krauss die Gesamtleitung der Gewos übernimmt. Zur Gewährleistung eines optimalen Übergangs sind Stierlin und Brönnimann in den kommenden Jahren weiterhin für die Prevas tätig.
BVG-Zins 2011: BVG-Kommission empfiehlt 2%
Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) empfiehlt dem Bundesrat mit grosser Mehrheit, den Mindestzinssatz für das nächste Jahr unverändert bei 2% zu belassen.
Ausgangspunkt der Diskussion sind verschiedene mathematische Formeln, welche als Indikation für die Festlegung des Mindestzinssatzes dienen. Dabei wird die Rendite marktgängiger Anlagen, insbesondere der Bundesobligationen, sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften berücksichtigt.
Die Mitglieder der Eidgenössischen Kommission für die berufliche Vorsorge sprachen sich für die Beibehaltung des geltenden Mindestzinssatzes aus. Im Herbst wird der Bundesrat über eine allfällige Änderung des Mindestzinssatzes entscheiden.
BSV: Ausschreibung Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule
Das BSV hat ein neues Forschungsprojekt über die Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule ausgeschrieben. Es soll dazu beitragen, die bestehenden Differenzen zwischen den offiziellen schweizerischen Statistiken zu den Vermögensverwaltungskosten der 2. Säule und der tatsächlichen Situation besser nachvollziehen zu können. Getrennt sind auch die Marketing- und die Werbekosten zu untersuchen.
Die Studie soll die Vermögensverwaltungskosten bestimmen und dabei unterscheiden zwischen den direkten Verwaltungskosten der verschiedenen Kategorien von Aktiven und den bei externen Finanzdienstleistern anfallenden Vermögensverwaltungskosten. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den alternativen Anlagen. Endtermin für die Einreichung: 23.08.2010; Projektbeginn: 01.09.2010, Projektabschluss: 31.03.2011. Unterlagen beim BSV.
Kürzlich hat das BSV auch eine Ausschreibung für einen Forschungsauftrag zu den Verwaltungskosten publiziert.
Ausschreibung Vermögensverwaltung / Ausschreibung Verwaltungskosten
Aon übernimmt Hewitt
Aon has announced a buyout of HR consultancy Hewitt Associates in a $4.9bn (€3.8bn) stock and cash deal. The merger, which will see payments in 50% cash and 50% stocks, has Hewitt and Aon Consulting becoming Aon Hewitt. Russ Fradin, Hewitt’s current chief executive and chairman, will take on the same role at the new company. The deal values Hewitt shares at $50 (€39.50), more than 40% above last Friday’s closing value. Both companies expect to finalise the deal by mid-November, pending regulatory approval.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2010
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Juni 2010 144’473 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 6’601 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 3,8% im Mai 2010 auf 3,7% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 4’220 Personen (+3,0%).
