2004 ist die Gesamtzahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (+2,1%). Dieses Ergebnis ist grösstenteils auf die Zunahme des jährlichen Normalarbeitsvolumens (+1,9%) – bedingt durch das Schaltjahr und die Feiertage, die gegenüber 2003 vermehrt auf das Wochenende fielen – zurückzuführen. Zu beobachten war ausserdem eine Zunahme der jährlichen Überzeitstunden (+1,5%) sowie eine Abnahme des jährlichen Absenzvolumens (-3,4%). Innerhalb von fünf Jahren hat sich die wöchentliche Normalarbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden um neun Minuten verringert.
http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/de/4903
Vernehmlassung zum Umwandlungssatz zeigt grosse Meinungsverschiedenheiten auf
Ende April ging die Vernehmlassungsfrist zur Anpassung des Umwandlungssatzes zu Ende. Eine einheitliche Reaktion hat sich unter den Fachverbänden und Branchenorganisationen nicht ergeben. Im Gegenteil, die eingegangenen Stellungnahmen zeigen die ganze Bandbreite von "Übung abbrechen" bis "massiv verstärken". Am einen Ende des Spektrums stehen die Versicherer, welche statt der vom Bundesrat vorgeschlagenen Senkung des Umwandlungssatzes auf 6,4 Prozent eine solche auf 6 Prozent fordern. Sie werden dabei unterstützt von der Aktuarvereinigung, welche ebenfalls für einen Satz "deutlich unter 6,4 Prozent" eintritt. Am anderen Ende findet sich die IG der autonomen Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen (IGaSG), welche die Meinung vertritt, auf eine Anpassung könne überhaupt verzichtet werden. Sie begründet dies mit den mittelfristigen Anlagerenditen, die nach ihrer Einschätzung keine Senkung des zugrundeliegenden technischen Satzes auf 3,35 Prozent rechtfertigen würden. Gleicher Meinung ist der Gewerkschaftsbund, wobei dieser jedoch rein politisch argumentiert. In der Mitte stehen ASIP und die Kammer der Pensionskassen-Experten, die beide die Vorschläge des Bundesrates weitgehend unterstützen und eine Senkung auf 6,4 Prozent als angemessen und notwendig erachten.
Eine der zentralen Fragen betrifft die Durchführung flankierender Massnahmen zum Ausgleich der mit der Anpassung des Umwandlungssatzes verbundenen Leistungsverminderung. Die Fachverbände sind sich hier einig: sie sind nicht notwendig. Anders beurteilt dies der SGB, der im Falle der Senkung des Satzes dies mit einer Erhöhung der Altersgutschriften kompensieren will.
Der Bundesrat sieht sich mit diesen sehr unterschiedlichen Stellungnahmen einer schwierigen Aufgabe gegenüber gestellt. Die politischen Parteien haben nämlich ein ähnlich breites Spektrum an Meinungen abgeliefert. Es ist zu erwarten, dass er unter den gegebenen Voraussetzungen weitgehend bei seiner Position bleiben wird. Es liegt damit beim Parlament, zu entscheiden und hier könnte sich angesichts der Stellungnahmen der Parteien eine Mehrheit dafür finden.
Stellungnahme ASIP
Stellungnahme IG autonome Sammelstiftungen
Stellungnahme Gewerkschaftsbund
Stellungnahme der Aktuar-Vereinigung
Renzo Ambrosetti, unia, und Peter Hasler, Arbeitgeber-Verband, zum 1. Mai
In einem Interview mit Renzo Ambrosetti (Unia) und Peter Hasler (Arbeitgeberverband) ist swissinfo Fragen betreffen Arbeitsfrieden, Managersaläre (unvermeidlich), freier Personenverkehr und Rentenalter nachgegangen.
swissinfo
LPP: l’abaissement du taux de conversion reçoit un accueil mitigé
Le projet du Conseil fédéral de ramener le taux de conversion des rentes LPP à 6,4% d’ici 2011 a reçu un accueil mitigé en procédure de consultation. La gauche s’oppose à cette baisse tandis que la droite voudrait laisser jouer la concurrence.
Edicom
BVG-Umwandlungssatz in Vernehmlassung sehr umstritten
Die Absicht des Bundesrates, den Umwandlungssatz zur Berechnung der BVG-Renten bis 2011 auf 6,4 Prozent zu senken, ist in der Konsultation auf Kritik gestossen. Die Linke ist dagegen, und die Rechte möchte den Wettbewerb spielen lassen. Die Anpassungen sollen ab 2008 in vier Schritten erfolgen. Für die SP würden damit jene Bevölkerungsteile getroffen, die sowieso schon mit knappem Budget die Lebenskosten bestreiten müssten.
Auch für die Grüne Partei der Schweiz gibt es angesichts der positiven Wirtschaftsprognosen keinen Grund für eine Senkung des Umwandlungssatzes. Eine Hauruck-Politik schüre unnötig Ängste bezüglich der Altersvorsorge, sie sei sozial unverantwortlich und unterminiere das Vertrauen in die Zweite Säule.
Für die SVP wäre die Anpassung des Umwandlungssatzes sachlich angemessen und entspräche den aktuellen versicherungsmathematischen Gegebenheiten. Aus ihrer Sicht sollte der Bundesrat jedoch eine Herauslösung von konkreten versicherungstechnischen Parametern aus dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) prüfen.
Auch die FDP zweifelt den Sinn einer politischen Bestimmung des Umwandlungssatzes an. Denn die Politik habe grundsätzlich grösste Mühe, künftige Zinssätze zu prognostizieren. Mit einem Satz von 6,4 Prozent erklärt sich die FDP einverstanden. Sie geht davon aus, dass dieser auf lange Frist Bestand haben dürfte.
Auch die CVP akzeptiert eine Herabsetzung des Umwandlungssatzes auf 6,4 Prozent. Die Bestrebungen nach einer freien Festsetzung des Umwandlungssatzes lehnt sie jedoch ab. Dieser zentrale Parameter des Kapitaldeckungsverfahrens müsse vom Staat festgelegt werden.
baz.ch – Basler Zeitung Online
China: State pension fund permitted for overseas investment
China’s State Security Fund Council said it has been approved by the Government to begin to invest overseas as of May 1 of this year. The fund was set up in 2000 by the Chinese Government as a strategic reserve for its ageing population, and its total asset was valued at 201.02 billion yuan (25.1 billion U.S. dollars) by the end of 2005.
Xinhua – English
UK watchdog says pension fund trustees lack skills
The new UK Pension Regulator said many trustees on the boards of company retirement plans lack skills for the job, despite a warning about this issue five years ago. Pension trustee education lags behind what is necessary, the watchdog said. "Our experience is that the standard of governance of many schemes, especially smaller ones, is poor."
Reuters.co.uk
The Pensions Regulator Website
«Winterthur» vor der Abspaltung
Ein Börsengang der Credit Suisse-Tochter Winterthur rückt näher: Die nötigen Vorarbeiten für eine mögliche Kapitalmarkttransaktion des Versicherers sind weitgehend abgeschlossen.
NZZ Online
Urs Bracher neuer Präsident der Kammer der Pensionskassen-Experten
Die Kammer der Pensionskassen-Experten hat an ihrer Generalversammlung vom 26. April Urs Bracher (Bild) zum neuen Präsidenten gewählt. Er ersetzt den abtretenden Jürg Walter. Neu im Vorstand ist Olivier Vaccaro. Der Vorstand umfasst damit folgende Mitglieder: Urs Bracher, Stephan Gerber, Jürg Walter und Olivier Vaccaro. Urs Bracher ist Geschäftsführer der Pensionskasse der Credit Suisse. Weiter wurden an der GV die Richtlinien zur Unabhängigkeit der Pensionskassen-Experten verabschiedet und zwei Fachrichtlinien erlassen.
LCP Libera publiziert Studie über die Bilanzierung von Vorsorgeverpflichtungen bei SMI-Unternehmen
Erstmals wurden die in den Konzernrechnungen der SMI-Unternehmen erfassten Vorsorgezahlen von der LCP Libera in einer Studie zusammengefasst und analysiert. Die Werte wurden gemäss den internationalen Bilanzierungsstandards ermittelt und berücksichtigen weltweit die Vorsorgepläne der untersuchten Unternehmen. Aus den publizierten Vorsorgezahlen ergeben sich Hinweise auf die Risikoexponiertheit der Unternehmen in Bezug auf ihre Vorsorgepläne.
Die Studie untersucht neben Vorsorgeverpflichtungen und Vorsorgevermögen auch die den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen wie Diskontierungssatz und Lohnerhöhung. Ebenfalls wurde die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr betrachtet. Die weltweiten Vorsorgeverpflichtungen der 26 SMI-Unternehmen betragen rund 155 Milliarden CHF. Insgesamt stiegen die Verpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 9 Milliarden CHF oder 6.2 % an. Das recht gute Finanzjahr 2004 konnte diese Erhöhung teilweise kompensieren: Das Gesamtvermögen erhöhte sich um rund 6 Milliarden CHF oder 4.7 %. Die Zunahme der Vorsorgeverpflichtungen ist u.a. auf die tieferen Zinssätze zurückzuführen. Ende 2004 betrug der Mittelwert der angewendeten Diskontierungssätze 4.25 % und hat damit gegenüber dem Vorjahr (4.61 %) abgenommen, was zu einer Erhöhung der Verpflichtungen führte. Der Diskontierungssatz soll sich an erstklassigen langfristigen Anleihen zum Bilanzstichtag orientieren.
Mitteilung der Libera
LCP Libera publie la première étude concernant la comptabilisation des obligations de prévoyance dans les entreprises du SMI
Pour la première fois, les montants de prévoyance saisis dans la comptabilité des entreprises du SMI ont été recueillis et analysés par la société LCP Libera SA. Les sommes ont été calculées d’après les normes internationales d’établissement des bilans et prennent en compte les plans de prévoyance des entreprises étudiées, dans le monde entier.
Mitteilung Libera
Pension funds sign pact to ensure ethical investment
Pension funds worth more than $2,000bn will commit themselves to the first global charter placing environmental, social and governance (ESG) standards at the core of their investment strategies. The 32 funds from six continents include some of the world’s largest long-term investors and represent more money than all hedge funds and private equity groups combined. They will sign six “Principles for Responsible Investment”, founded on the belief that such standards are material to assets’ long-term value.
Als einzige Schweizer Pensionskasse ist die CIA Genf Mitglied.
FT.com / World / International economy
Website der UN PRI
SPK: Pensionskasse des Bundes wird umgestaltet
Die Staatspolitische Kommission (SPK) des Nationalrates unterstützt Vorschläge des Bundesrates, welche für das Bundespersonal teils erhebliche Beitragserhöhungen und Leistungsanpassungen bei der beruflichen Vorsorge zur Folge haben. Eine knappe Mehrheit der Kommission lehnt den Vorschlag des Bundesrates für eine geschlossene "Rentnerkasse" mit Bundesgarantie ab. Unbestritten blieb die Einführung des Beitragsprimats: Wer in Pension geht, hat nicht mehr Anspruch auf einen bestimmten Prozentsatz (60%) seines letzten versicherten Lohnes, sondern auf die für seine Person einbezahlten und verzinsten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge. Dieser Systemwechsel hat zur Folge, dass für die älteren aktiven Versicherten (ab einem Alter von ca. 45 Jahren) erheblich höhere Beiträge bezahlt werden müssen, damit die bisher bestehenden Leistungsansprüche bei einer Pensionierung im Alter von 65 Jahren erfüllt werden können.
Der Gewerkschaftsbund hat umgehend mit einer empörten Pressemitteilung reagiert. Er spricht von einer "provokativen Abbaupolitik gegen das Bundespersonal" und fordert namens der Personalverbände: "die flexible Pensionierung mit voller Rente ab 62 nach 40 Beitragsjahren, eine sozial finanzierte AHV-Überbrückungsrente, für alle ab Alter 45 eine Übergangslösung mit Altersrenten im bisherigen Rahmen und die vom Bundesrat beantragte Rentnerkasse zur Entlastung der Publica". Subito.
Mitteilung SPK
Mitteilung SGB
SGK-S: Erste Entscheide zur 5. IV-Revision, Wechsel der VE
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) hat sich vorwiegend mit der 5. IV-Revision befasst und die Beratung der Neuordnung der Pflegefinanzierung weitergeführt. Ausserdem hat sie der parlamentarischen Initiative der SGK-N "Wechsel der Vorsorgeeinrichtung" sowie zwei Motionen des Nationalrats zugestimmt und verschiedene Berichte zur Kenntnis genommen.
Die parlamentarische Initiative der SGK des Nationalrats, Wechsel der Vorsorgeeinrichtung ( 05.411 n ) füllt eine Lücke, die bei der Revision des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge (BVG) entstanden ist, indem sie beim Wechsel der Vorsorgeeinrichtung die Situation der Rentner regelt. Die Kommission spricht sich einstimmig für die Annahme der Vorlage aus.
Medienmitteilung
Warnung vor deutschen Immobilien
Urban Land Institute rät amerikanischen Pensionskassen und Versicherungen von weiteren Käufen in Deutschland ab.
Die Welt: Warnung vor deutschen Immobilien
