Parallel zum Lebensstandard steigt die Lebenserwartung seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Als die AHV1948 gegründet wurde, hatten Männer bei Geburt 66,4 Jahre vor sich, Frauen 70,9. Heute sind es 80,8 und 84,9 Jahre. 2045 werden es bei Männern 86,1 und bei Frauen 89,2 Jahre sein. Weil das Rentenalter nicht mitstieg, verlängern die gewonnenen Jahre den Ruhestand. Zu Beginn hatten Männer beim Übertritt 12,4 Jahre vor sich, Frauen 14 Jahre. Derzeit sind es 19,2 und 22,2 Jahre. 2050 dürfen sich 65-jährige Männer auf 23,9 und Frauen auf 26,3 Rentnerjahre freuen. Das ist eine Verdoppelung der Pensionsdauer seit 1948, stellt die NZZ fest.
Statistik
CS PK-Index Q2 2016
Im Berichtsquartal nahm der Index um 3,05 Punkte respektive 2,00 % zu und liegt per 30. Juni 2016 bei 155,97 Punkten, ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000. Nach einer sehr positiven Entwicklung im April (0,94 %) und Mai (1,29 %) folgte im Juni eine leichte Abschwächung (–0,24 %).
Der grösste Anteil am Anstieg des Pensionskassen Index ist auf die Erholung der inländischen Aktien und Obligationen zurückzuführen. So haben im Berichtsquartal die Aktien Schweiz mit 0,48 % sowie die Obligationen Schweiz mit 0,40 %, gefolgt von Aktien Ausland (0,40 %), Immobilien (0,37 %), Obligationen Ausland (0,23 %), Alternativen Anlagen (0,18 %) und Hypotheken (0,02 %) zum positiven Resultat beigetragen. Demgegenüber hat im zweiten Quartal einzig die Anlageklasse Liquidität einen negativen Beitrag geleistet (–0,08 %).
Der Indexstand der BVG-Mindestverzinsung (seit Januar 2016 auf 1,25 % p.a.) stieg im Berichtsquartal, ebenfalls ausgehend von 100 zu Beginn des Jahres 2000, um 0,46 Punkte (respektive 0,31 %) auf den Stand von 149,66. Die Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index liegt somit im Berichtsquartal 1,69 % über der BVG-Vorgabe.
Demographie – oder der Altersberg
Der Altersquotient stellt die Zahl der über 65-Jährigen den 20- bis 64-Jährigen gegenüber. Bei der Gründung der AHV 1948 kamen auf 100 Aktive 15 Rentner, heule sind es 29. Wenn ab 2030 die Babyboomer-Jahrgänge in Rente gehen, wird der Quotient stark steigen. 2045 werden es gemäss den drei Szenarien des Bundes 49,9 beziehungsweise 48,1 oder 46,3 Rentner pro 100 Aktive sein. In dreissig Jahren stehen also jedem Pensionär nur noch zwei Personen im Erwerbsalter gegenüber, stellt die NZZ fest.
Natixis Global Retirement Index 2016
Die zur französischen BPCE-Gruppe gehörende Natixis hat zum vierten Mal ihren Natixis Global Retirement Index publiziert. Die Schweiz, letztes Jahr an erster Stelle, liegt in der aktuellen Ausgabe hinter Norwegen und vor Island auf Platz zwei. Der Index setzt sich aus vier Subindizes zu den Themen Gesundheit, Finanzen, Lebensqualität und materielles Wohlbefinden zusammen.
UBS PK-Performance Juni 2016
An den Finanzmärkten löste das Votum Grossbritanniens für einen Austritt aus der EU im Juni eine starke Verunsicherung aus. Die Aktienmärkte fielen, hingegen gewannen die Obligationenmärkte nochmals an Fahrt und das Zinsniveau für Staatsanleihen fiel weltweit auf historische Tiefstände. In der Schweiz rutschte die gesamte Zinskurve ins Negative; sogar Obligationen mit Laufzeiten von 50 Jahren warfen keine positiven Renditen mehr ab.
Im Juni erzielten die Pensionskassen im UBS-Sample im Durchschnitt eine negative Rendite und schlossen somit deutlich schlechter ab als in den vorangehenden drei Monaten. Dennoch fielen die Resultate etwas besser aus als in den ersten beiden Monaten des Jahres. Die Vorsorgewerke mit über 1 Mrd. Franken Vermögen schnitten im Juni mit einer durchschnittlichen Rendite von –0,07% am besten ab, während die Pensionskassen mit Vermögen unter CHF 300 Mio. mit einer Rendite von durchschnittlich –0,4% das schlechteste Ergebnis auswiesen.
CS PK-Index Q2
Im Berichtsquartal nahm der Index um 3.05 Punkte resp. 2,00% zu und liegt per 30. Juni 2016 bei 155.97 Punkten, ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000. Nach einer sehr positiven Entwicklung im April (0,94%) und Mai (1,29%) folgte im Juni eine leichte Abschwächung (-0,24%).
Der grösste Anteil am Anstieg des Pensionskassen Index ist auf die Erholung der inländischen Aktien und Obligationen zurückzuführen. So haben im Berichtsquartal die Aktien Schweiz mit 0,48% sowie die Obligationen Schweiz mit 0,40%, gefolgt von Aktien Ausland (0,40%), Immobilien (0,37%), Obligationen Ausland (0,23%), Alternativen Anlagen (0,18%) und Hypotheken (0,02%) zum positiven Resultat beigetragen. Demgegenüber hat im zweiten Quartal einzig die Anlageklasse Liquidität (-0,08%) einen negativen Beitrag geleistet.
Der Indexstand der BVG-Mindestverzinsung (seit Januar 2016 auf 1,25% p.a.) stieg im Berichtsquartal, ebenfalls ausgehend von 100 zu Beginn des Jahres 2000, um 0.46 Punkte (resp. 0,31%) auf den Stand von 149.66. Die Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskasse Index liegt somit im Berichtsquartal 1,69% über der BVG-Vorgabe.
Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (seit 01.01.2000) beträgt per 30. Juni 2016 2,73%. Demgegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, welche bei 2,47% liegt.
Swiss Pension Finance Watch: Weitere Verschlechterung
Das zweite Quartal 2016 war von weiteren Bilanz-Turbulenzen bei den Schweizer Unternehmen gekennzeichnet, welche die bereits schlechte Verfassung im ersten Quartal weiter verstärkten. Die Diskontierungssätze sind seit Ende März 2016 um rund 15 Bp. gefallen. Die Anlagerenditen fielen im Quartalsverlauf bescheiden aus. Insgesamt sank der Deckungsgrad um rund 0,5 Prozentpunkte. Das geht aus dem Willis Towers Watson Pension Index hervor, der von 88,9 per 31. März 2016 auf 88,4 per 30. Juni 2016 fiel.
Das zweite Quartal 2016 war von erheblicher Volatilität an den Märkten gekennzeichnet. Diese Volatilität stand zu einem grossen Teil auf die eine oder andere Art in Verbindung mit der Brexit-Abstimmung; sowohl hinsichtlich der Ungewissheit, die vor dem Morgen des 24. Juni bei der Bekanntgabe des Ergebnisses vorherrschte, als auch im Hinblick auf die Schockwirkung des Ergebnisses selbst. Es kam zu einem weiteren entsprechenden Einbruch bei den Anleiherenditen in der Schweiz (und weiteren Ländern) von annähernd 15 Bp. Der bereits im ersten Quartal bemerkbare Verfall der Anleiherenditen verschärfte sich somit weiter, was zu einer Zunahme der Pensionsverpflichtungen führte.
Für eine kurze Atempause hat der Anstieg des Anlagewerts des Benchmark Portfolios im Verlauf des zweiten Quartals gesorgt. Die Rendite der von den Schweizer Pensionskassen üblicherweise gehaltenen Anlageklassen lag 2,3% höher als im Vorquartal (gemäss BVG-40 plus Index von Pictet). Trotzdem kam es zu einer allgemeinen Abschwächung der Bilanzposition der Unternehmen.
157 Milliarden für Sozialleistungen
Im Jahr 2014 beliefen sich die Ausgaben für Sozialleistungen aus dem System der sozialen Sicherheit der Schweiz auf 157 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Anteil von 24,5 Prozent am Bruttoinlandprodukt (BIP). Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausgaben teuerungsbereinigt um 2,1 Prozent gestiegen. Der Anstieg lag damit unter der seit 1990 durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,3 Prozent. Seit 1990 haben sich die realen Ausgaben mehr als verdoppelt. Dies zeigen die provisorischen Resultate der Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit (GRSS) 2014 des Bundesamtes für Statistik BFS.
PK-Vergleich 2016: Der Wettbewerb spielt
Der von Weibel Hess erstellte und in der SonntagsZeitung publizierte Vergleich unter den Sammelstiftungen kommt zu folgendem Fazit:
Der elfte umfassende Pensionskassenvergleich zeigte wiederum erhebliche Differenzen auf. Die Unterschiede beschränken sich aber nicht nur auf die Kosten, sondern zeigen sich bei allen von uns untersuchten Bereichen.
Das Wachstum der Kassen ist im Jahr 2015 hauptsächlich auf den anhaltende Druck auf firmeineigene Pensionskassen zurückzuführen, welche sich Sammelstiftungen angeschlossen haben. Die durchschnittlichen Verwaltungskosten der untersuchten Pensionskassen liegen über alle Pensionskassen bei durchschnittliche 360 Franken pro Person. Wobei die Verwaltungskosten des teuersten Anbieter drei Mal höher sind als jene der effizientesten Pensionskasse.
Auch wenn ein Betrieb mit der eigenen Pensionskassenlösung zufrieden ist, zahlt es sich aus, die Verträge periodisch zu überprüfen. Die Risiko- und Verwaltungskosten sind für Neuanschlüsse in den letzten Jahren massiv gesunken. Bestehende Kunden haben von diesen Prämiensenkungen nur teilweise profitiert.
Die unabhängigen Gemeinschafts- und Sammelstiftungen haben im Jahr 2015 sehr unterschiedliche Anlageergebnisse erwirtschaftet. Die Renditen lagen zwischen -2.48 Prozent bis + 2.47 Prozent. Aufgrund der positiven Anlageergebnisse der letzten Jahre haben die meisten Pensionskassen ihre Zielreserven beinahe erreicht. Demzufolge konnten die Versicherten auch im 2015 bei vielen Kassen von einer höheren Verzinsung profitieren, als sie der Gesetzgeber vorschreibt. Jedoch gab es sehr grosse Unterschiede bei den einzelnen Kassen. So haben die Versicherten eine Verzinsung von 1.75 Prozent bis zu 5.00 Prozent erhalten. Zudem haben die Pensionskassen bei der Bestimmung ihrer Umwandlungssätze Spielraum. Auch dort zeigen sich erhebliche Unterschiede.
Zahlreiche firmeneigene Pensionskassen sowie jene der öffentlichen Hand haben ihre Umwandlungssätze bereits weit unter 6 Prozent gesenkt. Im Gegenzug wenden die teilautonomen Gemeinschafts- und Sammelstiftungen noch immer vergleichsweise sehr hohe Umwandlungssätze an.
Die Vollversicherer senken die Umwandlungssätze für überobligatorische Guthaben in den nächsten Jahren schrittweise auf rund 5 Prozent. Ein Niveau welches sicherlich auch von deren Aufsicht gern gesehen wird. Letztlich müssen die Leistungsversprechen an die Rentner finanzierbar sein, denn eine einmal ausgerichtete Rente darf nach heutiger Rechtssprechung nicht gesenkt werden.
Allocation Survey 2016: Flucht aus den Obligationen
Europäische Pensionspläne investieren weiter verstärkt in alternative Anlageklassen. Mittlerweile machen diese 16 Prozent des durchschnittlichen Anlagevolumens aus (ein Plus von zwei Prozent seit 2015), während die Aktienquote um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent gefallen ist. Zu diesem Ergebnis kommt der Mercer| European Asset Allocation Survey 2016, der mehr als 1100 europäische betriebliche Altersversorgungseinrichtungen mit einem Anlagevolumen von über 930 Mrd. Euro berücksichtigt.
Trotz enttäuschender Performance seit 2013 bleiben institutionelle Investoren laut Studie den Schwellenländern treu. 6 Prozent der Gesamtanlage ist durchschnittlich in den Emerging Markets investiert, dies entspricht dem Wert aus dem Vorjahr. Sowohl Emerging Market Debt als auch Aktien sind dabei nach wie vor wichtige Komponenten der Investmentstrategie europäischer Pensionspläne.
„Die Investoren in der Schweiz reduzieren ihr Exposure gegenüber Emerging Markets nicht. Im Gegenteil, es wird daran festgehalten und zum Teil erhöht“, ergänzt Philippe Lüthy, Leiter Investments bei Mercer in der Schweiz.
Zwar blieb die Obligationenquote in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert, allerdings haben Pensionskassen den Anteil von Staatsanleihen zugunsten von Unternehmensanleihen, Senior Loans und Global High Yield deutlich reduziert.
„Die typische Schweizer Pensionskasse muss eine Rendite von rund 3 Prozent und mehr erzielen. Dies führt zu einer verständlichen Flucht aus Obligationen in CHF, welche zurzeit nach Kosten um die 0 Prozent, wenn nicht gar darunter, abwerfen“, so Lüthy. „Wir stellen eine Bewegung in obligationenähnliche Segmente wie Senior Loans. Insurance Linked Securities, aber auch Infrastruktur, Private Debt, liquide und marktneutrale Hedge-Fund-Strategien und Global High Yields fest.“
UBS PK-Performance Mai 2016
Im Mai setzte sich die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten fort, nachdem die Unsicherheit am Jahresanfang zu Verlusten geführt hatte. Fast alle Anlageklassen schlossen den Wonnemonat mit positiven Renditen ab und steigerten gar ihre Performance gegenüber dem April. Die positive Stimmung wurde von weiterhin expansiven Zentralbanken gestützt. Mario Draghi liess durchblicken, dass eine Verlängerung des Anleihekaufprogramms in Europa nicht ausgeschlossen sei.
Statistiken 2015 zu AHV, IV, EL
UBS Vorsorge Index: Sinkende Dynamik
Der quartalsweise berechnete UBS-Vorsorgeindex Schweiz (siehe Abb. 1) zeigt auf, wie es um die Gesundheit des Schweizer Vorsorgesystems steht. Mit den vier Subindizes Wirtschafts-entwicklung, Demografie, Finanzen und Reformen umfasst der Index die für die Stabilität des Vorsorgesystems wichtigsten Faktoren. Ein negativer Wert des UBS-Vorsorgeindex Schweiz stellt eine Verschlechterung der Dynamik im Vergleich zum Vorjahresquartal dar, ein positiver Wert hingegen eine Verbesserung. Dies jeweils in Relation zur Entwicklung der Reihe in der (für die Standardisierung verwendeten) Referenzperiode 2005 bis 2015.
Der deutliche Rückgang des UBS-Vorsorgeindex Schweiz Ende 2015 war hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: Erstens verschlechterte sich der Subindex Demografie markant aufgrund des stark zunehmenden Altersquotienten: Das Jahr 2015 markiert einen Wendepunkt bei der Schweizer Demografie, da erstmals mehr Personen das Rentenalter erreichten, als Personen das Alter 20 erreichten. Zweitens leistete der Subindex Wirtschaftsentwicklung einen stark negativen Beitrag. Diese Bewegung reflektiert den weitreichenden konjunkturellen Einbruch seit Aufgabe des EURCHF-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) Anfang 2015. Im ersten Quartal 2016 ist zwar eine gewisse Stabilisierung des UBS-Vorsorgeindex Schweiz auszumachen, die Dynamik im Vorsorgesystem bleibt jedoch klar negativ.
Zinsbaisse belastet Pensionskassen
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Vorsorgeverpflichtungen der analysierten SLI-Unternehmen um CHF 3.4 Mrd. (-1.6%) und bei den SMI-Unternehmen um CHF 0.7 Mrd. (-0.3%) gesunken, was unter anderem auf Bewegungen innerhalb des Index und der Reduktion der Vorsorgeverpflichtungen einzelner Unternehmen zurückzuführen ist. Da sich im gleichen Zeitraum die Planvermögen unter der Erwartung entwickelt haben, verringerte sich der durchschnittliche Deckungsgrad bei den SMI-Unternehmen um 1 Prozentpunkt und blieb bei den SLI-Unternehmen stabil. 2015 waren die Vorsorgeverpflichtungen demnach zu 83% (SMI) bzw. 80% (SLI) durch die entsprechend separat ausgeschiedenen Planvermögen gedeckt.
Die durchschnittliche Anleiherendite ist in der Schweiz in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres, abhängig von der Laufzeit, um nochmals bis zu 40 Basispunkte gefallen. Noch stärkere Rückgänge wurden in der Eurozone, den USA und Grossbritannien verzeichnet. Die Renditen deren Anleihen mit einer Laufzeit ab 10 Jahren sind im ersten Quartal 2016 um 35 bis 48 Basispunkte gesunken. Bei Plänen mit einer 15-jährigen Laufzeit (wie bei einem typischen Schweizer Vorsorgeplan) könnten sich die Vorsorgeverpflichtungen infolge des Rückgangs des Diskontierungssatzes um rund 5-6% erhöht haben. Dies würde zu einer Senkung der Deckungsgrade auf 78-79% bei SMI- und auf 75-76% bei SLI-Unternehmen führen.
WWF bewertet Pensionskassen
Der WWF hat das Anlageverhalten von Schweizer Pensionskassen bezüglich Klimawandel in einer Umfrage erfasst und bewertet.








