Die Delegiertenversammlung der Pensionskasse des Bundes Publica hat das Wahlreglement für die Wahl der Vertretung der Arbeitnehmer im paritätischen Organ des Vorsorgewerks Bund (POB) genehmigt. Darauf basierend werden die Delegierten des Vorsorgewerks Bund ihre Vertretung in das POB erstmals direkt wählen können. Die neue Amtsperiode beginnt am 01.05.2011 und dauert vier Jahre.
Pensionskassen
Aargauische PK: fast wieder bei 100%
“Im Jahr 1 nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erzielte die APK das zweitbeste Anlageergebnis ihrer Geschichte. Die durchschnittliche Performance der letzten fünf Jahre beträgt 3.3 Prozent. Diese Ergebnisse können sich im Branchenvergleich sehen lassen. Die mit 12 Anlagekategorien sehr breit diversifizierte Anlagestrategie der APK bewährt sich”, heisst es in einer Mitteilung der APK.
Per Ende 2009 weist die APK einen Deckungsgrad von 99.8 Prozent aus (Vorjahr: 92.9 Prozent). Die markante Verbesserung der finanziellen Situation ist hauptsächlich auf die
Performance zurückzuführen. Dazu beigetragen hat auf der Ausgabenseite die der finanziellen Situation angepasste Verzinsung der Sparguthaben mit 1.25 Prozent. Die deutlich bessere finanzielle Situation erlaubt für 2010 eine Erhöhung des Sparzinses auf 1.75 Prozent.
Publica knapp über dem Strich
Die Pensionskasse des Bundes Publica verzeichnete per 31. Dezember 2009 einen positiven Deckungsgrad von 102,4 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte der Publica-Deckungsgrad wegen der Finanzkrise noch bei 95,8 Prozent gelegen.
Die Erholung ist auf die Entwicklung der Finanzmärkte zurückzuführen. Die Publica erzielte das beste Anlageergebnis seit Bestehen (2003). Die Anlage-Performance betrug 10,13 (Vorjahr minus 6,85) Prozent. Von einer ausreichenden Risikofähigkeit könne allerdings noch nicht gesprochen werden, kommentiert die Kasse das Ergebnis.
Publica nach ISO 9001 zertifiziert
Die Pensionskasse des Bundes Publica hat ihr ganzes Unternehmen prozessbasiert reorganisiert und konnte durch die Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) nach ISO 9001:2008 zertifiziert werden.
Migros PK: Höheres Rentenalter und tieferer Rentensatz
Die Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschaftsbundes (MGB) habe der Erhöhung des Rentenalters von 63 auf 64 Jahre mit überwältigendem Mehr zugestimmt, sagte Migros-Sprecherin Monica Glisenti auf Anfrage zu einem entsprechenden Bericht der "SonntagsZeitung". Es habe nur eine Handvoll Nein-Stimmen gegeben.
Betroffen von der Erhöhung des Rentenalters sind rund 55’000 Angestellte der Migros, ihren Industriebetrieben und der Reiseveranstalterin Hotelplan. Zusätzlich werde der Rentensatz der im Leistungsprimat geführten Migros-Pensionskasse von 1,95 auf 1,8 Prozent pro Jahr gesenkt. Ein Mitarbeiter erhält so bei der Pensionierung mit 64 Jahren 70,2 Prozent des Lohnes. Bisher sind es 74,1 Prozent gewesen. Für einen Angestellten mit einem Jahreslohn von 50’000 Fr. bedeute dies eine Einbusse von 1365 Fr. pro Jahr. Reduziert würden auch die Leistungen bei Frühpensionierungen.
Das neue Reglement wird 2012 in Kraft treten, voll umgesetzt werde es ab 2015. Die gekürzten Sätze gälten nur für Leistungen, die ab 2012 erworben würden. Die Migros-Pensionskasse (MPK) begründet die Kürzungen mit dem steigenden Rentnerbestand, der zunehmenden Lebenserwartung und tieferen Renditen.
Die Anpassungen seien keine Reaktion auf das Volks-Nein zur Senkung des Umwandlungssatzes von Anfang Monat, sagte Glisenti: Die Diskussionen seien bei der Migros-Pensionskasse schon seit über zwei Jahren gelaufen.
Tages-Anzeiger: PKs gegen Décharge bei UBS
Grosse öffentliche Pensionskassen und die Beratungsorganisationen Ethos und Deminor stimmen Nein zur geplanten Décharge. Verwaltungsratspräsident Villiger soll zudem «nicht mehr fähig» sein. schreibt der Tages-Anzeiger. Wenn UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger in drei Wochen vor die Aktionäre tritt, könne er keineswegs sicher sein, dass er genügend Stimmen bekommt, um sein umstrittenstes Anliegen durchzubringen: die Erteilung der Décharge für die Jahre 2007, 2008 und 2009. Sämtliche Aktionärsvertreter seien dagegen, und in einer vom TA bei den Pensionskassen durchgeführten Umfrage sprach sich keine einzige Pensionskasse – es waren mehr als ein Dutzend, die antworteten – für die Entlastung der Verantwortlichen aus.
Die Pensionskasse der Stadt Zürich, die sich durch Ethos vertreten lässt, will Nein stimmen. Beim Kanton Zürich heisst es zwar, man habe noch nicht ganz entschieden, doch hinter den Kulissen spricht man klar davon, dass es ein Nein geben wird. Normalerweise, so ist der Webseite zu entnehmen, stimmt man nach den Vorgaben von Ethos. Bei den grossen Kassen des Bundes, das heisst bei der Publica und bei den Pensionskassen von Post, SRG und SBB, haben die Gewerkschaften ein gewichtiges Wort mitzureden. Gemäss Giorgio Pardini, dem Vizepräsidenten der Gewerkschaft Kommunikation, ist klar, dass sich die Unia-Vertreter in allen Kassen gegen die Décharge aussprechen werden. Ebenso werden die Kassen von Ringier, Presev und Association St-Camille Nein stimmen. Deren Direktor, Jacques Tinguely, sagt, er werde auch noch gegen Villiger persönlich stimmen, «weil wir meinen, dass er nicht mehr fähig ist».
Das PwC-Modell gegen Umverteilung
Der Tages-Anzeiger berichtet über die PK-Lösung von PricewaterhouseCoopers, mit welcher die Subventionierung der Rentner durch die aktiv Versicherten verhindert wird. Das Problem hat sich seit der vom Volk abgelehnten Senkung des Umwandlungssatzes nochmals verschärft. Erich Solenthaler schreibt im Tagi: “Etwa 3 Millionen Franken pro Jahr fehlten der Pensionskasse PwC im Durchschnitt in der Rentenrechnung mir dem alten Umwandlungssatz. Sie versichert 2600 Mitarbeiter und 400 Rentner. Mit einer Bilanzsumme von 400 Millionen Franken gehört sie zu den mittelgrossen Vorsorge-Einrichtungen. Der Deckungsgrad lag 2009 bei 104 Prozent
Das neue, seil 2005 stufenweise ein geführte Modell sieht einen fixen und variablen Rententeil vor. Für die feste Grundrente gelten die gesetzlichen Vorschriften: Sie wird lebenslang bezahlt und muss den BVG-Mindestvorschriften genügen. Aber für sie gilt ein für autonome Vorsorge-Einrichtungen tiefer Uniwandlungssatz von nur 5,76 Prozent (gültig ab 2015) im Alter 65. Diesem Umwandlungssatz liegt eine vorsichtige Zinsannahme von nur 2,5 Prozent zugrunde
Soviel, glaubt die Kasse, könne sie mit der gebührenden Sicherheit an den Kapitalmärkten erwirtschaften.
Der flexible Rententeil wird in Prozent der Grundrente definiert und zu Beginn der Pensionierung auf 12 Prozent von ihr fixiert. Auf diesem Niveau entspricht die Gesamtrente etwa dem üblichen Niveau in der zweiten Säule. Die Kalkulation beruht auf einem technischen Zins von 3,5 Prozent. «Da steckt schon etwas Optimismus drin», sagt Josef Bachmann. Zudem müssen 0,5 Prozent für die längere Lebenserwartung und 0,2 Prozent für die Kosten einkalkuliert werden. Das bedeutet, dass die Kapitalerträge jährlich 4,2 Prozent betragen müssen. Dieser Schwellenwert gibt den Ausschlag für den Bonus: Wenn die Kapitalerträge grösser sind, erhöht die PK die Zusatzleistung, sonst senkt sie diese.
Die Anpassungen erfolgen alle drei Jahre. «So werden sich gute und schlechte Jahre ausgleichen», begründet Bachmann. Senkungen erfolgen in Schritten von 2 Prozentpunkten der Grundrente. Mit der Limitierung will die Pensionskasse drastische Kürzungen auf einen Schlag verhindern; aber nach vielen schlechten Perioden nimmt der Bonusteil trotzdem deutlich ab, und theoretisch kann er sogar ganz entfallen. Dann müssen die Pensionierten mit der Grundrente zurechtkommen.
Positives Jahresergebnis für die BLPK
Die Basellandschaftliche Pensionskasse hat im Jahr 2009 mit ihren Anlagen eine positive Performance von 9,5% erwirtschaftet. Neu versichert sie in Zukunft auch alle Mitarbeitenden der Fachhochschule Nordwestschweiz. Die positive Performance führte auch zu einer Erhöhung des konsolidierten Deckungsgrads. Nach 75,5 % im Vorjahr stieg er im Berichtsjahr auf 78,8%. Entsprechend der Wertsteigerung der Anlagen hat auch das Gesamtvermögen zugenommen. Es ist im Berichtsjahr auf CHF 4‘955,8 Mio. Franken (Vorjahr 4‘537,1 Mio.) gestiegen. Das Jahresergebnis weist mit 138,6 Mio. Franken ebenfalls wieder einen Gewinn aus (Vorjahr -1‘081,3 Mio.).
IPE: Auffangeinrichtung restrukturiert
The CHF6bn (€4.1bn) ’safety net‘ fund, AEIS, has finished a major administration restructuring and remains “comfortably funded” at 105% per year-end 2009, according to its CEO, Markus Stieger.
Prior to January 2009, the AEIS only had a foundation board. But Stieger, as its CEO was tasked with coordinating its contractors to outsource certain parts of the fund’s administration and management. “The full outsourcing model did not work so well for us as it was difficult to coordinate all outsourcing partners. And it was a misconception that it would be cheaper to outsource everything,” explained Stieger.
Over the course of 2008 and 2009, the fund hired 130 people and managed to cut almost half of its administration costs by, among other things, creating a fully computer-based system to deal with enquiries and claims.
While the actual management of the assets remains outsourced, the fund also hired Marco Bagutti, formerly with Pictet Asset Management, as head of asset management to draw up asset allocations and assist with decision-making.
The fund’s asset allocation in 2009 was distributed as approximately 75% in bonds, 15% in equities, as well as 10% real estate although "a small part" of all assets was also held in commodities and hedge funds. “The financial crisis has drastically lowered our risk capacity,” said Stieger. The fund had reported 13% negative performance in 2008 and did not rebalance its equity exposure, which remained at 12% instead of the strategic level of 30%.
The fund’s 2009 performance figures will only be available in the annual report to be published in June.
SonntagsZeitung: “ Das Rentenloch der Gewerkschafterin”
Die SonntagsZeitung befasst sich mit der Forderung der Gewerkschafen, für Pensionskassen die Anlage in Hedge Funds zu verbieten. Doch auch die Auffangeinrichtung, deren Präsidentin die Gewerkschafterin Colette Nova ist, hat in Hedge Fonds investiert. Zudem leidet die Auffangeinrichtung unter dem technisch überhöhten Umwandlungssatz, der ihr durch die Kampagne der Gewerkschaften aufgezwungen wird. Die SonntagsZeitung schreibt dazu:
“Nach der Rentenabstimmung vom letzten Sonntag fordern die Gewerkschaften ein Verbot fiir Pensionskassen, in Hedge-Funds zu investieren. Die spekulativen Finanzmarktinstrumente» gehörten nicht in die Vorsorge. Doch wo Gewerkschafter selber das Sagen haben, setzen sie auf Hedge-Funds: Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG stieg in der zweiten Hälfte 2008, mitten in der Finanzkrise, neu in Hedge-Funds und Commodities ein. Das Engagement bescherte der Auffangeinrichtung 2008 einen Verlust von 914’000 Franken, die Rendite lag bei minus 42 Prozent.
Zur Verbotsforderung ihrer Gewerkschaftskollegen sagt sie: «Es ist problematisch, von den Kassen hohe Renditen zu fordern, sie aber gleichzeitig überall einschränken zu wollen.» Sie
widerspreche sich selber damit iiberhaupt nicht. .Als Stiftungsratspräsidentin vertrete ich den
Stiftungsrat.»
Colette Nova, die vor der Abstimmung die «Rentenklau»-Kampagne befeuert und gegen die Senkung des Umwandlungssatzes angeschrieben hatte, wird nun von den negativen Folgen des Neins zur Senkung des Rentenumwandlungssatzes eingeholt: In der Auffangeinrichtung BVG tut sich ein Rentenloch auf, weil der Umwandlungssatz zu hoch ist. Weil sie zu hohe Renten ausschütten muss, fehlen jährlich rund zwei Millionen Franken. Bezahlen kann sie nämlich nur einen Umwandlungssatz von 6,6 Prozent, laut Gesetz muss sie aber einen Satz von aktuell rund 7 Prozent anwenden. Nach dem Volksnein vom Sonntag kann er nun auch nicht wie vorgesehen auf 6,4 Prozent bis 2016 gesenkt werden. Die Auffangeinrichtung muss för die nächsten fünf Jahre Riickstellungen von rund zehn Millionen Franken vornehmen, um das Loch zu stopfen. Die Zahl will Nova nicht bestätigen, darüber müsse der Stiftungsrat entscheiden.”
BVG-Auffangeinrichtung halbiert Verwaltungskosten
Der «Besenwagen» unter den Vorsorgeeinrichtungen setzt Standards: Trotz kostenintensiver Kundschaft konnte die BVG-Auffangeinrichtung 2009 die Ausgaben pro Kopf halbieren, schreibt Simon Gemperli in der NZZ. Im Jahr 2008 betrugen die Kosten pro versicherter Person (ohne Vermögensverwaltung) noch 750 Franken. Um die Jahrtausendwende – bevor die Börsenblase platzte und das Kostenbewusstsein stieg – waren es gar mehr als 900 Franken gewesen. Der landesweite Durchschnitt liegt laut Bundesamt für Sozialversicherungen bei 360 Franken. Die meisten Pensionskassen hätten an sich aber eine viel günstigere Kostenstruktur als der sogenannte «Besenwagen» der beruflichen Vorsorge.
Für das Jahr 2009 weist die Auffangeinrichtung 400 Franken Verwaltungskosten pro Kopf auf, was beinahe eine Halbierung bedeutet. Mittelfristiges Ziel sind Kosten pro Kopf zwischen 200 und 300 Franken. Die Verwaltungskosten für ein Freizügigkeitskonto sanken von 16 auf 9 Franken. Der Grund sei eine grundlegende Reorganisation der Stiftung, erklärten Stiftungsratspräsidentin Colette Nova und Direktor Markus Stieger.
Der Deckungsgrad der BVG-Auffangeinrichtung betrug per Ende 2009 105 Prozent. Er liegt damit knapp über dem von Swisscanto ermittelten Durchschnitt der privaten Pensionskassen. Zwar gehört die Auffangeinrichtung mit 6 Milliarden Franken Vorsorgekapitalien zu den Grossen in der Branche. Aber wegen der geringen Sanierungsfähigkeit der angeschlossenen Betriebe kann sie in der Vermögensverwaltung nur geringe Risiken eingehen. Die vom Stimmvolk beschlossene Beibehaltung des Mindestumwandlungssatzes bei 6,8 Prozent ist für sie relevant. Die Verluste durch nicht ausfinanzierte Pensionierungen wurden zwar schon bisher ausgewiesen. Jetzt wird der Stiftungsrat aber über eine Rückstellung für die nächsten fünf Jahre entscheiden. Damit soll bei den anstehenden Pensionierungen die Differenz zum versicherungsmathematisch korrekten Satz (hier 6,6 Prozent) ausgeglichen werden.
Weitere 800 Mio. für Basler PK
Die PK des baselstädtischen Staatspersonals (PKBS) war nach hartem Ringen per Anfang 2008 mit über 1 Mrd. Franken auf 100 Prozent ausfinanziert worden. Danach kollabierte die Börse, und mit abgesackten Anlagewerten entstand erneut eine Deckungslücke. Das neue PK-Gesetz gibt bei weniger als 95 Prozent Deckungsgrad eine Sanierung vor.
Am 31.12.2008 lag die PKBS bei 85,4 Prozent: 1,12 Milliarden Franken fehlten. Die Regierung schlug dieses Stichdatum vor sowie, dass der Kanton die Lücke mit einer Einmaleinlage füllt, die dann Arbeitgeber und -nehmer über 19 Jahre amortisieren.
Statt innert 19 Jahren will die WAK (Wirtschafts- und Abgabenkommission) das Problem in 12 Jahren lösen. Gestritten wurde im Basler Grossen Rat – bei inzwischen weiter erholten Börsen – ob man der PKBS mit dem Regierungsvorschlag eine Wertschwankungsreserve von rund fünf Prozent gönnt, oder mit der WAK die Kasse wieder nur eben füllt.
Alle Bürgerlichen samt GLP stellten sich hinter die WAK, dazu auch Grüne. Rechte Voten relativierten die Zustimmung zum späteren Stichdatum als Kompromiss, so FDP, GLP und SVP: Eigentliches Problem sei das Leistungsprimat und die im Vergleich arg üppigen Leistungen der PKBS; diese zu finanzieren bringe Anlagerisiken.
IPE: Kassen von Post und Kt. Basel unterdurchschnittlich
The Pensionskasse of the Swiss postal service (PK Post) as well as the one of the city of Basel (PKBS) returned 9.43% and 10.4% respectively last year – less than the average pensionskassen because of their lower risk strategies. While their performance this year was below the 10.6% average of Swiss Pensionskassen, the funds were among those not hit as hard by the crisis in 2008, when they returned -13.6% and -10.9% respectively.
ASGA Jahresabschluss 2009
Die Asga Pensionskasse hat das Jahr 2009 mit einem Deckungsgrad von 106% abgeschlossen. Die Bilanzsumme beträgt 7,0 Mrd. Franken. Darin enthalten sind 5,9 Mrd. Franken Vorsorgekapital der Aktiven und Rentner. Die technischen Rückstellungen betragen 207 Mio. und die Wertschwankungsreserve 370 Mio. Franken.
Die Asga Pensionskasse weist 2009 erneut tiefe Verwaltungskosten aus. Sie verrechnet jedem
Versicherten 180 Franken pro Jahr und jedem Arbeitgeber 200 Franken pro Jahr und pro
Vertrag, unabhängig davon, wie viele Versicherte der Vertrag umfasst. Diese Beträge behält die Asga auch im 2010 bei.
Obwohl sich der Asga Pensionskasse im 2009 rund 850 neue Firmen angeschlossen haben, ist die Gesamtanzahl der Mitgliedfirmen um 0.8% zurückgegangen. Dies liegt daran, dass im 2009 viele Unternehmen aufgrund der schlechten allgemeinen Wirtschaftslage ihre Geschäftstätigkeit aufgegeben haben oder alle ihre BVG-pflichtigen Mitarbeiter entlassen mussten.
Bundesrat genehmigt Sanierungskonzept für die PK SBB
Bei der Sanierung der Pensionskasse SBB sollen die Versicherten sowie die SBB den Hauptteil der Kosten tragen. An diese Bedingung ist der Bundesbeitrag von 1,148 Mrd. Franken geknüpft, den der Bundesrat mit der Botschaft zur Sanierung der Pensionskasse SBB gutgeheissen hat. Die Bundeshilfe wird zudem nur geleistet, wenn die SBB und die PK SBB auf sämtliche Forderungen gegenüber dem Bund als Träger und Leistungsgarant der ehemaligen PHK definitiv verzichten.
Die vom Bundesrat verabschiedete Botschaft sieht vor, dass der Bund die Unterdeckung der Altersrentner per Ende 2006 sowie die Kosten der Senkung des technischen Zinssatzes von 4 auf 3,5 Prozent bezahlt. Davon werden die von der Pensionskasse erlittenen Verluste aus nicht finanzierten Leistungen (wie z.B. aus freiwilligen vorzeitigen Pensionierungen) abgezogen.
Die beantragte Lösung orientiert sich am Vorgehen bei der Bundespensionskasse PUBLICA. Sie trägt auch der Tatsache Rechnung, dass knapp 80 Prozent der Altersrentner der PK SBB ehemalige Bundesrentner sind, für die der Bund nach wie vor eine besondere Verantwortung trägt. Gleichzeitig wird mit dieser Variante sichergestellt, dass die Steuerpflichtigen nicht für Verluste aus freiwilligen vorzeitigen Pensionierungen oder aus den Börsenverlusten, die infolge der Finanzmarktkrise entstanden sind, aufkommen müssen.
Mit dem Bundesbeitrag von 1,148 Milliarden Franken allein kann die PK SBB nicht saniert werden. Daher haben der Stiftungsrat der PK SBB und der Verwaltungsrat der SBB im Sommer 2009 weitere Sanierungsmassnahmen beschlossen. Deren Eckwerte sehen wie folgt aus: Die SBB als Arbeitgeberin kommt für einen weiteren Einschuss in der Höhe von 938 Millionen Franken per 1. Januar 2010 auf und trägt bis zum Erreichen des Deckungsgrads von 100 Prozent weitere Sanierungsbeiträge zwischen 2 und 2,5 Prozent.
Die Versicherten ihrerseits haben eine Erhöhung des Rücktrittsalters von 63,5 auf 65 Jahre sowie ebenfalls Sanierungsbeiträge zwischen 2 und 2,5 Prozent zu tragen. Ihre Altersguthaben werden zudem ab dem Jahr 2010 bis zu einem Deckungsgrad von 107,5 Prozent nur noch mit dem BVG-Mindestzins verzinst. Weiter erhalten die Rentner bis voraussichtlich 2019 keinen Teuerungsausgleich. 2009 haben die Versicherten bereits eine Nullverzinsung der Altersguthaben getragen.
Stiftungsrat und Geschäftsleitung der SBB begrüssten in einer ersten Reaktion den Entscheid des Bundesrates. Die SBB-Pesionskasse betont, dass für eine nachhaltige Sanierung auch Wertschwankungsreserven und eine vollständige Ausfinanzierung unerlässlich seien, damit sich die Geschichte nicht wiederhole.Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) und der Kaderverband des öffentlichen Verkehrs bezeichnen den Beitrag dagegen als zu gering. Nach ihrer Meinung hätten 3,4 Milliarden Franken gesprochen werden sollen.
