Anlässlich der jährlichen Verleihung der IPE-Awards wurde die Pensionskasse der UBS zum besten Pension Fund in Switzerland erkoren. IPE scheibt dazu: “Switzerland’s giant bankinggroup UBS runs a sophisticated hybrid dcfined contribution scheme that is defying the odds, reporting a strong funding level at the end of 2008 of almost 118%, despite the worldwide financial crisis severely affecting Investment markets. The scheme offers pensions income based on members‘ contributions, but guarantees cover irrespective of market conditions. Hence it runs an efficient Investment Programme to sustain defined benefit-type funding levels.”
Pensionskassen
Publica: “Gegen übermässige Bevorteilung des Kaderpersonals beim Bund”
An der Delegiertenversammlung vom 01.12.2009 der Pensionskasse des Bundes Publica fand ein Antrag grosse Unterstützung , welcher die am 14.10.2009 vom paritätischen Organ des Vorsorgewerkes Bund beschlossene Regelung der Weitergabe der Senkung des Risikobeitrages missbilligt, weil sie die oberen Lohnklassen überproportional entlastet.
IPE: Credit Suisse pension fund cuts equities
Credit Suisse reduced the equity exposure in its Pensionskasse by 10 percentage points in September and October, but officials have indicated they may hike the fund’s equity holding again soon. The equity quota of the CHF11bn (€7.3bn) Swiss banking group pension fund had been reduced in the crisis to 10.9% by the end of 2008, but had rebounded to 27% by the beginning of September 2009.
ASGA eröffnet Berner Büro
Mit dem neuen Büro in Bern will die ASGA ihre Präsenz in der Hauptstadt erhöhen. Von den 9’122 der ASGA angeschlossenen Firmen, haben rund 360 ihren Sitz im Kanton Bern. Diese erhalten mit Unternehmensberater Thomas Kirchhofer einen Anprechpartner direkt vor Ort. Marcel Berlinger, Geschäftsführer der ASGA, stellte in seiner Ansprache anlässlich der Eröffnung kurz die Kasse vor, die per 30. September 2009 einen Deckungsgrad von 104.6% aufweist.
Änderungen der Bundespersonalverordnung
Der Bundesrat hat Änderungen der Bundespersonalverordnung zugestimmt. Im Vordergrund stehen formelle Anpassungen in der Personalvorsorge, die mit der Einführung des Beitragsprimats bei der Pensionskasse des Bundes notwendig geworden sind. Abgangsentschädigungen an Personen in bestimmten Funktionen können künftig auch ausgerichtet werden, wenn das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst wurde. Damit hat der Bundesrat eine formale Lücke in der Regelung der Abgangsentschädigungen geschlossen. Die Anpassungen der Bundespersonalverordnung treten per 1. Januar 2010 in Kraft.
Ascoop kündigt Hypotheken
Die Pensionskasse Ascoop zieht sich aus dem Hypothekengeschäft zurück. Sie hat alle bestehenden Hypotheken gekündet, laut einem Bericht im “Bund” mit Brief von Ende Oktober. Offenbar pressiert es: «Das gesamte Hypothekarportfolio der Pensionskasse der Ascoop soll schnellstmöglich aufgelöst werden», steht im Brief. Am liebsten wäre es der Pensionskasse, wenn die Besitzer von Eigenheimen oder Wohnungen sich bereits auf Ende Jahr eine neue Bank suchen, welche die Hypotheken übernimmt. «Wir bitten Sie, beide Kredite bis spätestens Ende 2009 zurückzuführen bzw. von einem anderen Unternehmen ablösen zu lassen», steht in einem der Briefe, der dem «Bund» vorliegt. Dass dies als Bitte formuliert ist, hat einen Grund: Die Kündigungsfrist für die variable Hypothek beträgt sechs Monate.
BE: Beitragserhöhung und Senkung des technischen Zinses
Der Berner Regierungsrat unterstützt die Beschlüsse der Leitungsgremien der Berner Lehrerversicherungskasse (BLVK) und der Bernischen Pensionskasse (BPK), den technischen Zinssatz per 1. Januar 2010 auf jeweils 3,5 Prozent zu senken. Die Regierung stimmt einer Lösung zu, die finanzielle Lage der BPK mit Beiträgen von 2,2 Prozent von der versicherten Lohnsumme zu verbessern. Der Kanton beteiligt sich mit 1,4 Prozent, was Jahreskosten von 16 Mio. Franken verursacht. Die BPK-Versicherten zahlen die verbleibenden 0,8 Prozent. Bei der BLVK bleiben die Abzüge unverändert. Auch die Arbeiten für einen möglichen Primatwechsel laufen intensiv weiter. Ziel der Regierung ist es, bis im Dezember 2010 eine Gesetzesvorlage zum Projekt Futura zu Handen des Grossen Rates zu verabschieden.
Thomas Hohl: Nicht übermässig beunruhigt
In einem Interview mit der Handelszeitung gab Thomas Hohl, Chef der Migros-Pensionskasse, Auskunft über die aktuelle Verfassung seiner VE. Hohl sagte u.a.:
Mit der Finanzkrise sind die Vermögen der beruflichen Vorsorge so stark unter Druck gekommen wie nie zuvor. Entsprechend beunruhigt sind die Versicherten – auf welcher Höhe liegt ihr Sorgenbarometer?
Thomas Hohl: Die Krise an den Märkten konnte uns nicht übermässig beunruhigen – fairerweise muss ich dazu sagen, dass wir mit der Migros einen soliden Arbeitgeber hinter uns wissen und wir auch keine Kasse mit einem Überhang an Rentnern sind. Zudem bleiben wir bei den Anlagen konservativ aufgestellt. Dies alles hat uns dazu bewogen, die Verwerfungen auch als Chance anzusehen.
Wie das?
Hohl: Ende letzten November haben wir uns vorgenommen, Woche für Woche 10 Mio Fr. in Aktien zu investieren – unabhängig von der momentanen Marktlage. Heute können wir sagen: Dieser Beschluss war nicht schlecht.
Was tun Sie also?
Hohl: Wir führen nebst dem jährlichen versicherungstechnischen Gutachten alle vier Jahre eine Asset & Liability-Studie durch, um zu sehen, wie sich der Trend entwickelt. Die neuesten Ergebnisse sagen: Die für die Verpflichtungen notwendige Rendite auf den Vorsorgevermögen liegt bei rund 4,3%. Die erwartete Rendite liegt aber bei der gegebenen Risikofähigkeit und Risikobereitschaft nur bei 4,4% – zu wenig, um die nötigen Wertschwankungsreserven aufzubauen. Anlageseitig bleibt keine Manövrierfähigkeit mehr.
Das heisst konkret?
Hohl: Das bedeutet, dass wir in der nächsten Zeit den Leistungskatalog überarbeiten wollen, um das finanzielle Gleichgewicht der Kasse für die Zukunft zu sichern.
Also Leistungsabbau. Wo setzen Sie an?
Hohl: Da wir als Leistungsprimat-Kasse eine Leistung abhängig von der Anzahl Versicherungsjahren, der Höhe des Rentensatzes und des versicherten Lohns versprechen, ist unsere Leistung unabhängig von der am Anlagemarkt erzielten Rendite zu erbringen. Dies ist unser Risiko, das es umsichtig zu bewirtschaften gilt.
ETH: Lieber höhere Reserven als tiefere Abzüge
Die Hochschulversammlung der ETH liess sich von Vertretern der Pensionskasse Publica über die aktuelle Finanzlage und die Optionen informieren. Wie sich laut einer Mitteilung auf der Website der ETH zeigte, will ein Grossteil der HV-Mitglieder allfällig frei werdende Mittel eher zur Reservenbildung nutzen als zur Reduktion der Lohnabzüge.
BLPK: Wechsel zum Beitragsprimat?
Bei der angekündigten Sanierung der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) soll der Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat geprüft werden: Der Landrat hat ein entsprechendes SVP-Postulat mit 46 gegen 19 Stimmen überwiesen.
Der Deckungsgrad der BLPK ist wegen der schlechten Börse Ende 2008 von 93,4 auf 75,5 Prozend abgesackt. Der Landrat hat aber den Jahresbericht der Kasse oppositionslos abgesegnet und dabei Führungs- und Anlagestrategie gelobt. Die SP verwies darauf, dass nur Buchverluste vorlägen, da keine Anlagen aufgelöst werden müssten.
Die SVP jedoch will die Börsenkrise für einen Systemwechsel nutzen: Statt für fixe Leistungen Mittel zu erwirtschaften, solle die BLPK künftig Leistungen nach Massgabe der Beiträge ausrichten. Die Finanzmärkte würden wohl noch länger wenig rentieren, weshalb die PK ohne Wechsel zum Beitragsprimat grosse Risiken eingehen müsse.
Bundespersonal: “Kader profitiert erneut am stärksten”
Der Bundesrat passt die Sparbeiträge des Bundespersonals an die zweite Säule an. Trotzdem bewegt sich die Gesamtsumme des Bundes nach wie vor an der unteren Grenze der möglichen Beitragsspanne. Besonders stark von dieser Erhöhung profitieren die kurz vor der Pension stehenden Bundesangestellten in den hohen Lohnklassen. Dass vor allem die gut Verdienenden in diesen Genuss kommen, erklärt Barbara Schaerer, Direktorin des Eidgenössischen Personalamtes (EPA), damit, dass diese in der Vergangenheit besonders stark unter dem Primatwechsel gelitten hätten. Trotz Einführung der Überparität bleiben die Beitragssätze in den obersten Lohnklassen am höchsten, schreibt die Berner Zeitung.
Publica: Entlastung für die über 45-jährigen Bundesangestellten
Seit dem Primatwechsel der Pensionskasse des Bundes Publica zahlen die über 45-jährigen Bundesangestellten überdurchschnittlich hohe Sparbeiträge in die Pensionskasse. Aufgrund einer Senkung der Risikoprämie werden Mittel frei, die zur Entlastung dieser Angestellten verwendet werden. Der Bundesrat hat die Änderung des Vorsorgereglements für die Angestellten und Rentenbeziehenden des Vorsorgewerks Bund (VRAB) genehmigt.
VS: Fusion der kantonalen Kassen
Im Kanton Wallis wird es künftig nur noch eine staatliche Pensionskasse geben. Der Walliser Grosse Rat hat für die Fusion der beiden kantonalen Kassen grünes Licht gegeben. Mit 111 Ja zu 1 Nein bei 15 Enthaltungen hat der Rat die Änderung des Gesetzes über die staatlichen Vorsorgeeinrichtungen angenommen. Die Kasse der Staatsangestellten wird per 1. Januar 2010 Aktiven und Passiven der Lehrerpensionskasse übernehmen.
Ascoop: Bundesrat will bei der Sanierung nicht die Initiative übernehmen
Der Bundesrat ist nicht bereit, die Initiative für die Sanierung der notleidenden Pensionskasse Ascoop zu übernehmen. Die Verantwortung liege bei den einzelnen Unternehmen, sagte Finanzminister Hans-Rudolf Merz am 15.9. im Ständerat.
Die Pensionskasse Ascoop, der rund 140 Verkehrsunternehmen angeschlossen sind, steckt in schwerer Unterdeckung und muss bis Ende 2020 saniert werden. Dazu brauche sie die Hilfe des Bundes, sagte René Imoberdorf (Wallis, cvp.) und forderte in einer Interpellation «im Interesse des Service Public und des Tourismus» eine spezifische Sanierungsvorlage. Von allen Pensionskassen im Einflussbereich des Bundes sei die Ascoop die schwierigste, sagte Merz. Der Bund sei aber nur bei gut 20 angegliederten Unternehmen Miteigentümer. Eine Sanierung von oben nach unten – mit einer Vorlage des Bundes – komme nicht in Frage. «Sonst legen alle Kassen den Griffel nieder und warten auf den Bund.»
Laut Merz arbeitet der Bund aber mit an einer Lösung von unten nach oben, bei der die Initiative von den einzelnen Unternehmen ausgeht. Er sei in Einzelfällen bereit, sich ins Spiel zu bringen, beispielsweise mit der Umwandlung von Darlehen in Eigenkapital.
BE: Staatsangestellte zahlen (vorläufig) keine Sanierungsbeiträge
Im April hatte die Bernische Pensionskasse (BPK) angekündigt, auf Anfang 2010 zeitlich befristete Sanierungsbeiträge von 3,5 Prozent zu erheben. Dank der Erholung an den Börsen und des Anstiegs des Deckungsgrads auf 92 Prozent, sei diese Massnahme aber derzeit nicht nötig, teilte die Verwaltungskommission der BPK am Dienstag mit. Allerdings hält sie an den zwei weiteren, bereits angekündigten Massnahmen fest: Die ordentlichen Beiträge steigen um 2,2 Prozent, während der technische Zinssatz zur Berechnung der Leistungen und der dafür nötigen Prämien von 4,0 auf 3,5 Prozent sinkt.
Auf den 1. Januar 2010 steigen somit die Beiträge der Versicherten um 0,8 Prozent, jene der Arbeitgeber um 1,4 Prozent. Hierzu muss allerdings noch der Regierungsrat grünes Licht geben. Die Verwaltungskommision der BPK will eine erneute Lagebeurteilung vornehmen, sobald die Jahresrechnung 2009 vorliegt. Dann werde sie allenfalls auch die Option für eine zeitlich befristete Staatsgarantie prüfen, wie sie der Regierungsrat angeboten hat.
