UBS: 12 Mrd. Verlust im 1. Quartal 08 / Rücktritt von Marcel Ospel
UBS kündigt eine Bezugsrechtsemission in der Höhe von ungefähr CHF 15 Milliarden an, die von vier führenden internationalen Banken vollumfänglich garantiert ist. Für das 1. Quartal 2008 erwartet UBS einen den UBS-Aktionären zurechenbaren Reinverlust von ungefähr CHF 12 Milliarden nach Verlusten und Abschreibungen in Höhe von ungefähr USD 19 Milliarden auf Positionen im US-Immobilienmarkt und damit zusammenhängenden strukturierten Krediten. Im 1. Quartal reduzierte UBS ihre Positionen im US-Immobilienmarkt in erheblichem Masse. Dies geschah einerseits durch Wertberichtigungen, anderseits durch Veräusserungen. Gleichzeitig gibt UBS die Bildung einer neuen Einheit bekannt, die mit der Bewirtschaftung von bestimmten, derzeit illiquiden Vermögenswerten aus dem US-Immobilienmarkt betraut werden soll.
Marcel Ospel, Verwaltungsratspräsident von UBS, verzichtet auf eine Wiederwahl an der ordentlichen Generalversammlung vom 23. April 2008. Peter Kurer, zurzeit General Counsel von UBS, soll die Nachfolge von Marcel Ospel als Verwaltungsratspräsident antreten.
UBS – Die neusten Medienmitteilungen
Tages-Anzeiger: "Bahnpersonal ärgert sich über Griff in Pensionskasse"
SBB-Chef Andreas Meyer hat für seine Altersvorsorge 250’000 Franken erhalten. Das bringt das Personal in Rage. Denn es muss mit weiteren Opfern rechnen, um die Pensionskasse zu sanieren, schreibt der Tages-Anzeiger.
Wirtschaft – Tages-Anzeiger / NZZ
Bear Stearns / UBS: Don’t Paint Nest Eggs in Company Colors
By helping Bear Stearns avert a potential bankruptcy, the federal government essentially declared the venerable investment bank too important to fail. Over the years, many of the firm’s employees clearly felt the same way: collectively, they accumulated one-third of the company’s stock. Even under a revised rescue plan, in which JPMorgan Chase is offering $10 a share to buy Bear Stearns, the value of the company’s stock owned by Bear employees is now worth just a tenth what it was in December. For many of those employees, that decline is a personal catastrophe: most of their wealth is gone.
Die UBS hat ihre Angestellten stets ermutigt, in UBS-Aktien zu investieren. Die Hälfte der Mitarbeiter hält insgesamt 7% an der Bank und musste durch den Kurssturz über 10 Mrd. Fr. Verluste einstecken. (NZZ)
Don’t Paint Nest Eggs in Company Colors – New York Times / NZZ
Kt. Bern: Vor dem grossen Rentenstreit
In der Aprilsession entscheidet der Berner Grosse Rat, ob er bei den beiden Pensionskassen des Staatspersonals vom Leistungs- zum Beitragsprimat wechseln will. Betroffen wären 45000 Versicherte. Für die Personalverbände ist bereits klar: Das Beitragsprimat ist des Teufels. Eine Umstellung komme einer weiteren Sparübung auf dem Buckel des Personals gleich und führe zu höheren Beiträgen und schlechteren Leistungen, argumentieren Staatspersonalverband (BSPV), VPOD und Lehrerinnen und Lehrer Bern (Lebe). Mit intensivem Lobbying werben sie derzeit für ihre Position in dieser laut SP-Grossrat und BSPV-Geschäftsführer Matthias Burkhalter «zentralsten personalpolitischen Frage der letzten Jahre». Sollte sich das Kantonsparlament am 2. April dennoch für einen Primatwechsel entscheiden, sei ein Referendum «beschlossene Sache», schreibt der Bund.
espace.ch – Vor dem grossen Rentenstreit
Retraites: ce que les Français sont prêts à accepter
Jusqu’où les Français sont-ils prêts à aller pour régler la question des retraites? Un sondage Ifop apporte une réponse: seulement 44% sont favorables à un allongement de la durée de cotisation; ils ne sont que 38% à être favorables à un recul de l’âge du départ à la retraite au-delà de 60 ans. En revanche, une large majorité des personnes interrogées (67%) est favorable au prélèvement de cotisations sociales sur les stocks options. Et 57% des Français, selon ce sondage Ifop, seraient prêts à ce que l’on complète le système de retraites par répartition au moyen de fonds de pension.
ouest-france.fr – Retraites:
Watson Wyatt : Retirement Assets Grew Substantially in Last 10 Years, But Face a Challenging 2008
Growth rates for retirement assets began slowing worldwide in 2007. In the 11 countries with the largest workplace retirement systems, the estimated growth rate for retirement assets was only 2 percent in 2007. This was a significant drop from the 10.5 percent growth rate for the five-year period ending in 2007 and from the 7.4 percent per annum growth of the last 10 years. U.S. short-term returns were better with retirement assets growing 8.3 percent in 2007 and 10.9 percent over five years. U.S. retirement assets make up an estimated 60 percent of assets in the 11 countries, although the U.S. share has been declining slowly.
Watson Wyatt’s Global Pension Assets Study analyzes retirement assets in the United States, Australia, Canada, France, Germany, Hong Kong, Ireland, Japan, Netherlands, Switzerland and the United Kingdom.
Watson Wyatt Europe – Ideas & Research | Research Reports
US pension funds seek emergency block of Bear deal
Two Michigan pension funds are seeking emergency court action to stop the planned takeover of Bear Stearns Cos Inc (BSC.N: Quote, Profile, Research) by JPMorgan Chase & Co (JPM.N: Quote, Profile, Research) from moving forward, according to court papers. Lawyers for the pension funds said that JPMorgan’s $10-a-share revised offer for the company — up from $2 a share initially — was «grossly inadequate.» In the court papers, the funds‘ lawyers said that the deal provisions also effectively block any potential third-party bidder from making an offer.
US pension funds seek emergency block of Bear deal | Reuters
Swiss Life steigert Reingewinn um 43% auf 1368 Millionen
Die Swiss Life-Gruppe erzielte 2007 ein gutes Ergebnis. Der Reingewinn von CHF 1368 Millionen ist der höchste in der Geschichte des Unternehmens. Das Prämienvolumen steigerte Swiss Life um 10% auf CHF 24,2 Milliarden. Der Embedded Value erhöhte sich um 20% auf CHF 12,8 Milliarden. Dies entspricht einem Wert je Aktie von CHF 367. Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vorschlagen, die Dividende von CHF 7 im Vorjahr um CHF 10 auf CHF 17 zu erhöhen.
Mitteilung Swiss Life
SGB fordert verbesserte soziale Sicherheit für Kulturschaffende
«Die soziale Sicherheit der Kulturschaffenden ist generell sehr mangelhaft. Viele weisen ein kleines, in einigen Fällen sehr kleines Einkommen aus. Werk- oder Aufführungsbeiträge von bloss einigen hundert Franken sind nicht selten», führte Colette Nova an einer Medienkonferenz des Schweiz. Gewerkschaftsbundes aus. Am allermeisten hapert es bei der beruflichen Vorsorge. Die Löhne sind meisten so klein, dass Kulturschaffende dem BV-Obligatorium nicht unterstellt sind. Nova sieht folgende Förderungsmöglichkeiten:
- Subventionen an Verwaltungskosten
- Der Bund könnte eine im Rahmen einer Kooperation unter den bestehenden Vorsorgeeinrichtungen
für Kulturschaffende zu errichtende Clearing-Stelle (mit)finanzieren. - Er könnte zudem auch Informationsmittel zur Verfügung stellen und administrative Hilfe leisten.
Diese Lösung würde ermöglichen, dass die vom Bund unterstützten Kulturschaffenden systematisch BV-versichert sind. Verlangt werde nicht, dass der Bund obligationsrechtlich die Arbeitgeberfunktion übernimmt, sondern nur, dass er für seine Beiträge an Kulturschaffende „Arbeitgeberbeiträge“ entrichtet. Dazu hat Nova einen Vorschlag für «Neue Bestimmungen des Kulturförderungsgesetzes (KFG, derzeit in der WBK-NR) entwickelt.
Text Nova / Schwaab
Le Temps: Le deuxième pilier «allégé» de 30 milliards
Selon les indices LPP de Pictet & Cie, les performances sont en recul de 5 à 12% sur trois mois.
Le Temps – économie
BLPK mit beachtlichem Ergebnis für 2007
Die Basellandschaftliche Pensionskasse (BLPK) weist für das Jahr 2007 ein positives Ergebnis von 11,1 Mio. Franken aus. Die Gesamtperformance der Anlagen erreichte mit 4 Prozent einen beachtlichen Wert. Dies trotz der US-Immobilienkrise und der damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten. Der Deckungsgrad konnte leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 93,4 Prozent erhöht werden.
http://www.blpk.ch/upload/pdf/Medienmitteilung_Abschluss_2007.pdf
Profond: UBS soll Kapital nochmals erhöhen
Die Stiftung Profond beantragt eine neue Kapitalerhöhung der UBS um 10 Milliarden Franken. Die Bankleitung nahm zu dem Vorstoss nicht Stellung.
UBS, Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online
UK: Pensions hit by market woes
Pension funds have taken a sharp dive after months of turmoil in the stock markets. Plunging share prices have wiped 8% off the average scheme over the past six months, with some savers suffering falls of up to 30%. Many investors who have a long way to go to retirement don’t need to be too concerned. Hopefully, by the time they retire the funds will have made up the loss.
Pensions hit by market woes – Times Online
Tages-Anzeiger: Pensionskassen haben über 30 Milliarden verloren
Schweizer Pensionskassen verloren wegen der turbulenten Finanzmärkte in diesem Jahr rund 5 bis 10 Prozent ihres Vermögens, je nach dem, wie stark sie die Aktien gewichtet haben. Bei einem mutmasslichen Kapitalstock von 630 Milliarden Franken haben sich damit über 30 Milliarden Franken in Luft aufgelöst. Dieser Schätzung liegen die BVG-Indizes der Privatbank Pictet zu Grunde, die erfahrungsgemäss die Performance der Pensionskassen recht genau wiedergeben, schreibt Erich Solenthaler im Tages-Anzeiger.
Die Schwankungsreserven der Vorsorge-Einrichtungen haben dem Sturm bisher standgehalten, denn der durchschnittliche Deckungsgrad aller Vorsorge-Einrichtungen dürfte sich gemäss Schätzung des TA in diesen Tagen auf etwa 107 Prozent belaufen, gegenüber 115 Prozent im Dezember 2006. Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man die unterschiedliche Grösse der Pensionskassen mitberücksichtigt. Da zahlreiche grosse Einrichtungen einen tiefen Deckungsgrad aufweisen, ist die kapitalgewichtete Kennziffer auf etwa 100 Prozent zurückgefallen, vermutet Solenthaler.
Pensionskassen – Wirtschaft – Tages-Anzeiger
Session: SVP und FDP setzen sich in der AHV-Debatte durch
Der Nationalrat heisst die 11. AHV-Revision gut. Er lehnt es jedoch ab, im Gegenzug zur Erhöhung des Frauen-Rentenalters den Bezügern der kleinen und mittleren Einkommen die Frühpensionierung zu erleichtern. Der Nationalrat hat als erste Kammer mit 97 zu 89 Stimmen eine Vorlage gutgeheissen, die zwar das Frauen-Rentenalter erhöht, aber keine soziale Abfederung der Frühpensionierung bringt. Freuen konnten sich am Ende der achteinhalbstündigen Debatte die SVP und die FDP, die einer knappen Kommissionsmehrheit folgten: Durch die 11. AHV-Revision wird das Sozialwerk um jährlich 800 Millionen Franken entlastet. Das sei «ein bescheidener Schritt in die richtige Richtung», sagte SVP-Sprecher Guy Parmelin (Waadt).


