Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt für das zweite Quartal 2010 eine Verschlechterung der Finanzierungssituation der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen. Per 30. Juni 2010 reduzierte sich unter Einbezug der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen die durchschnittliche, vermögensgewichtete Deckung von 100,5% auf 97,9%. Mit einem Deckungsgrad von 103,8% haben sich die Reserven der privat-rechtlichen Pensionskassen gegenüber dem Vorquartal um 2,8 Prozentpunkte verringert. Die öffentlich-rechtlichen Kassen weisen mit 91,2% weiterhin eine Unterdeckung auf, schreibt Swisscanto in einer Pressemitteilung.

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Im laufenden Jahr konnten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen eine durchschnittliche, vermögensgewichtete Rendite von lediglich 0,2% erzielen. Das angespannte Marktumfeld hat im zweiten Quartal zu einer negativen Performanceentwicklung bei den Vorsorgeeinrichtungen geführt und somit die Verbesserung der Deckungsgradsituation im ersten Quartal wieder rückgängig gemacht. Insgesamt befindet sich per 30. Juni 2010 noch rund ein Viertel aller erfassten Pensionskassen in Unterdeckung. Bei den öffentlich-rechtlichen sind es 70%, bei den privat-rechtlichen 20%.

Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor beruht auf den Daten des AWP/Complementa Risiko Check-up und der Swisscanto Pensionskassen-Umfrage. Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 30. Juni 2010 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2009 von 419 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt CHF 400 Mia. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2010 gewählten Anlagestrategie.

Mitteilung Swisscanto