Die Vorsorgeeinrichtung Profond hat gemäss einem Bericht der NZZ 2010 eine Performance von 4,4 (i. V. 18,4)% erzielt und den Deckungsgrad auf 99,6 (96,5)% verbessert. Die Sollrendite von 4,5% wurde somit gemäss Geschäftsbericht nur knapp verfehlt; wiederum wurden Altersguthaben mit 2% und Renten-Deckungskapital mit dem im Branchenvergleich hoch liegenden Satz von 4% verzinst. Laut Betriebsrechnung flossen über Beiträge, Einlagen und Eintrittsleistungen brutto 564 (679) Mio. Fr. zu. Profond hatte Ende Jahr 49,3 (48,2)% ihres Vermögens von mehr als 3 Mrd. Fr. in Aktien investiert.
Pensionskassen
PKSO: Anpassung an die Realitäten
Die Solothurner Regierung sieht vor, den Umwandlungssatz in der kant. Pensionskasse in fünf Schritten zwischen 2012 und 2016 von gegenwärtig 6,74 auf 5,97 Prozent zu senken. Das sei keine Sanierungsmassnahme zur Beseitigung der Deckungslücke von knapp 30 Prozent, sondern diene der Festlegung eines technisch korrekten Satzes, schreibt die Regierung in Beantwortung einer Interpellation. Unbestreitbar trifft die vom Regierungsrat beantragte schrittweise Senkung des Umwandlungssatzes die Versicherten der PKSO massiv, wie aus den Zahlen hervorgeht: Im Jahr 2012 beträgt die Renteneinbusse 3 Prozent der heutigen Rentenansprüche, im Jahr 2013 5 Prozent, 2014 7,1 Prozent, 2015 9,2 Prozent und ab 2016 satte 11,4 Prozent, schreibt das Oltner Tagblatt. Diese Rosskur sei nötig, weil die heutigen Umwandlungssätze der PKSO versicherungstechnisch nicht mehr korrekt seien, und zwar weil der technische Zinssatz (angesichts der tieferen Marktzinsen der letzten Jahre) von 4 auf 3,5 Prozent gesenkt wurde und weil die durchschnittliche Lebenserwartung angestiegen sei. Werde der Umwandlungssatz nicht gesenkt, ergebe dies zu hohe Renten, welche nicht ausreichend finanziert seien, das finanzielle Gleichgewicht der Kasse würde beeinträchtigt, und die Deckungslücke würde noch grösser als sie heute schon ist, argumentiert der Regierungsrat.
PKBS mit 4,1% Performance
“Mit einer Jahresperformance von 4.1% auf dem Gesamtvermögen erzielte die Pensionskasse Basel-Stadt (PKBS) auch im Jahr 2010 ein überdurchschnittliches Ergebnis”, heisst es in einer Mitteilung der Kasse. Durchgeführte Sanierungsmassnahmen führten zu einem Deckungsgrad, welcher nun nahe bei 100% liegt. Das Vermögen beträgt knapp 10 Mia. Franken. Damit sei das finanzielle Gleichgewicht zwischen Vermögen und Vorsorgeverpflichtungen im Bereich des Staatspersonals und bei einigen angeschlossenen Betrieben wieder hergestellt.
Im Bereich Staat wurde das vom Basler Grossen Rat beschlossene Sanierungsprogramm per 31.12.2010 wirksam. Danach erhielt die Kasse vom Kanton einen Betrag von 795 Mio. Franken, welcher zu 50% von den Destinatären refinanziert wird (höherer Arbeitnehmerbeitrag bei den Staatsangestellten und Teuerungsverzicht bei den Rentenbeziehenden über die nächsten ca. 12 Jahre).
La CP de l’Etat de Vaud est en sous-couverture
Le taux de couverture de la Caisse de pension de l’Etat de Vaud (CPEV) est trop bas. Il était de 64,88% à fin 2010 alors que la loi cantonale fixe le minimum légal à 67%. Une expertise est en cours.
Auffangeinrichtung: tieferer technischer Zins, höherer Deckungsgrad
Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG hat das zweite Geschäftsjahr2010 als völlig eigenständige Organisation erfolgreich bestanden. Seit dem 1. Januar 2009 wird das gesamte operative Geschäft von rund 140 Mitarbeitenden, die direkt von der Stiftung angestellt sind, an vier verschiedenen Standorten in den drei grossen Sprachregionen abgewickelt.
Im Bereich Kapitalanlagen wurde die bisherige Anlageorganisation mit verschiedenen Depotstellen per 1. Januar 2010 abgelöst durch eine Global Custody-Lösung mit institutionellen Fonds. Dadurch wurden bei den Vermögensverwaltungskosten erhebliche Einsparungen erzielt. Die Performance betrug 3.2%. Dieses Ergebnis liegt im Rahmen der von der konservativen Anlagestrategie zu erwartenden Grössenordnung.
Die Rückstellungen wurden verstärkt und der technische Zinssatz von bisher 3.5% auf neu 3.0% gesenkt. Zusätzlich hat der Stiftungsrat beschlossen, die erzielten Kosteneinsparungen per 1. Januar 2011 voll an die Kunden weiterzugeben: Im Geschäftsbereich Freizügigkeitskonten wird auf Kostenbeiträge vollständig verzichtet, im Geschäftsbereich BVG wird der bisherige Kostenbeitrag von rund 2.3% des versicherten Lohnes auf einheitlich 1.4% reduziert. Trotz dieser Massnahmen hat sich der Deckungsgrad der Gesamtstiftung von 102.4% auf 103.6% verbessert.
Im Jahr 2010 waren im Stiftungsrat Veränderungen zu verzeichnen: Colette Nova ist per 31. Juli 2010 sowohl als Präsidentin als auch als Mitglied des Stiftungsrates, dem sie seit dem 1. Oktober 1995 angehört hat, zurückgetreten. Zum Stiftungsratspräsidenten ab 1. August 2010 wurde Ruedi Steiger gewählt. Als Nachfolgerin für Colette Nova im Stiftungsrat wurde per 1. Januar 2011 Doris Bianchi bestimmt.
PKZH unterzeichnet UN-Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investieren
Der Stiftungsrat der stadtzürcher Pensionskasse beschloss, die von den Vereinten Nationen lancierten Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investieren (UN Principles for Responsible Investment – UNPRI) zu unterzeichnen. Damit verpflichtet sich die PKZH, sechs Grundsätze einzuhalten, mit deren Hilfe Standards der Corporate Governance sowie Umwelt- und Sozialaspekte in der Vermögensverwaltung verankert werden sollen.
Aargauische PK mit 2,8% Performance, DG bei 99%
Die im Jahr 2010 von der APK erzielte Performance reichte nicht aus, um die Ausgaben für die Verzinsung der Vorsorgekapitalien und die Erhöhung der technischen Rückstellung für die Zunahme der Lebenserwartung zu finanzieren. Der Deckungsgrad sank deshalb gegenüber dem Vorjahr um 0.9 Prozent auf 98.9 Prozent per Ende 2010.
ZH: BVK-Vernehmlassung ausgewertet
Die Reduktion des technischen Zinssatzes und die tieferen Umwandlungssätze sind in der Vernehmlassung zur Statutenrevision der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich weitgehend unbestritten geblieben. Divergierende Meinungen gab es zur Frage, wie die Massnahmen finanziert werden sollen. Dies hat eine erste Auswertung der eingegangenen 252 Stellungnahmen zur nachhaltigen Finanzierung der BVK ergeben.
Publica mit 104,5% Deckungsgrad
Die Pensionskasse des Bundes, Publica, hat Ende 2010 ihren Deckungsgrad von 102,4% im Vorjahr auf 104,5% gesteigert. Grund dafür ist unter anderem die über 5-prozentige Rendite. Dennoch soll im Juli 2012 der Umwandlungssatz sinken.
Die Schwäche des Dollar und des Euro habe für ein schwieriges Marktumfeld gesorgt, teilte die Kassenkommission Publica mit. Unter anderem dank Absicherung der Währungsschwankungen ist es der Einrichtung dennoch gelungen, eine Rendite von 5,16% zu erreichen. Im Vorjahr waren es noch 10,1% gewesen.
BLPK: Negatives Ergebnis für 2010
Die Lage auf den Finanzmärkten hat 2010 der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) zu schaffen gemacht: Sie schloss das letzte Jahr – trotz positiver Gesamtperformance der Anlagen – mit einem Defizit von 163,4 Mio. Fr. ab.
Im Vorjahr hatte die BLPK noch einen Gewinn von 138,6 Mio. Fr. erzielt. 2010 hatte die Gesamtperformance mit 2,5 (Vorjahr: 9,5) Prozent zwar noch ein ansprechendes Resultat ergeben, wie die Kasse am Montag mitteilte. Das für ein ausgeglichenes Ergebnis nötige Volumen der Anlageerträge habe aber nicht generiert werden können.
Zusätzlich belastet wurde das Jahresergebnis mit einer ausserordentlichen Rückstellung von 35 Mio. Fr. wegen der steigenden Lebenserwartung der Rentner. Der Wechsel von einem Gewinn im Vorjahr zu einem Defizit im letzten Jahr geht laut der BLPK indes direkt auf die Entwicklung der Finanzmärkte zurück.
NZZ: “PK der Stadt Zürich ringt mit Leistungsziel”
Die Pensionskasse der Stadt Zürich ist mit einem Deckungsgrad von 113,8 Prozent Ende Jahr recht gut gebettet, aber nicht so gut, um sich sorgenlos schlafen zu legen. Der Finanzvorsteher der Stadt, Martin Vollenwyder, erklärte an einer Pressekonferenz, als Folge der Finanzmarktkrise und der hartnäckig niedrigen Zinsen müsse einem drohenden finanziellen Ungleichgewicht rechtzeitig begegnet werden.
Anlass zur Sorge ist konkret, dass die Anlageerträge nicht mehr so reichlich fliessen wie vor Jahren. Damit aber das vom Arbeitgeber versprochene und in der Stiftungsurkunde festgeschriebene Leistungsziel – eine Rente von 60 Prozent des versicherten Lohns – erfüllt werden kann, sind Massnahmen nötig. Dem Gemeinderat soll der Vorschlag laut Vollenwyder noch vor den Sommerferien präsentiert werden, um die insgesamt sanfte Reform schon Anfang 2012 in die Tat umsetzen zu können.
Der Vorschlag zur Erhöhung der Sparbeiträge sieht für die Arbeitnehmer nach Alter abgestufte Zuschläge vor, wobei die Altersgruppen 25–29 Jahre und 64/65 Jahre ungeschoren davonkommen. Um einer (drohenden) Welle vorzeitiger Pensionierungen zuvorzukommen und die vor allem in der Altersgruppe 55–59 Jahre doch kräftige Erhöhung um 2,3 Lohnprozente abzufedern, sollen Überbrückungszuschüsse im Betrag von 6 Millionen Franken eingesetzt werden.
Towers Watson: Vorsorgeverpflichtungen der Schweizer Konzerne wieder besser abgedeckt
Die 30 bedeutendsten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz haben für die berufliche Vorsorge per Ende 2009 Vermögen von 141,2 Milliarden Franken angehäuft. Die Vorsorgeverpflichtungen dieser Konzerne beliefen sich auf 160,4 Milliarden. Der Ausfinanzierungsgrad erreichte somit 88.0% – ein besserer Wert als im Vorjahr, weil sich die Vermögensanlagen teilweise vom Einbruch der Finanzkrise erholten und viele Firmen höhere Beiträge leisteten als versicherungstechnisch notwendig. Dennoch waren die Auswirkungen der Finanzkrise noch längst nicht ausgestanden, hatten die Konzerne Ende 2007 doch eine ausgeglichene Deckungssituation ausgewiesen. Immerhin hat sich die Lage der Schweizer Konzerne im Verlauf der Krise substantiell verändert: Lag deren Deckungsgrad der Vorsorgeansprüche vor der Finanzkrise unter demjenigen ausländischer Grosskonzerne, war er Ende 2009 deutlich höher.
„Für 2010 gehen wir von einer weiteren Verbesserung des aggregierten Deckungsgrades aus. Zwar sind die Diskontsätze um 0,3 bis 0,5% gesunken, was zu einer Erhöhung der bestehenden Verpflichtungen um rund 5% führt. Andererseits haben sich die Erträge aus den reservierten Vermögen besser entwickelt“, erklärt Peter Zanella, diplomierter Pensionsversicherungsexperte und Leiter der Vorsorgeberatung bei Towers Watson Schweiz. „Ein Deckungsgrad von rund 100% wie vor der Finanzkrise wurde jedoch auch 2010 noch bei weitem nicht erreicht“, ergänzt Pascal Wyer, Co-Autor der Studie und ebenfalls Pensionsversicherungsexperte bei Towers Watson.
IPE: BVK to re-tender ‚large part‘ of portfolio
The CHF 21bn (€16bn) Swiss public pension fund for the canton of Zurich, BVK, is set to re-tender some of its mandates but will leave its strategic asset allocation in place, IPE has learned.
NZZaS: “Reto Wehrli wieder gross im Pensionskassengeschäft”
“Überraschend hat Nationalrat Reto Wehrli seinen Rücktritt aus der Politik angekündigt. Jetzt will Wehrli mit einer neuen Firma gross im Pensionskassengeschäft mitmischen”, schreibt die NZZ am Sonntag.
Der im Herbst abtretende Schwyzer CVP-Nationalrat Reto Wehrli ist ab sofort im Namen Wilhelm Teils unterwegs: Tellco AG heisst die neue Beteiligungsgesellschaft, deren Präsident Wehrli ist. Das Logo der Firma liefert, was der Name verspricht: Ein Wilhelm Tell mit Armbrust prangt auf der Website. Tellco strebt «die Führungsposition als Generalunternehmerin für Anlage- und Vorsorgelösungen auf dem Schweizer Markt an».
La CP de l’Etat de Neuchâtel en grave sous-couverture
L’état de Prévoyance.ne, structure qui a remplacé la caisse de pensions de l’Etat de Neuchâtel, préoccupe plusieurs députés du Grand Conseil. Le taux de couverture de la caisse de pensions de l’Etat avoisine 60%, une situation qui alarme particulièrement la députée PLR Caroline Gueissaz. Celle-ci a donc demandé au conseiller d’Etat Claude Nicati de réfléchir à la vente d’une partie de ce patrimoine immobilier, riche de cent vingt locatifs.
