Publica, die Pensionskasse des Bundes, erzielte laut einer Pressemitteilung 2008 eine Jahresperformance von -6.86%. Damit weist sie per 31.12.2008 einen geschätzten Deckungsgrad von 95.8% (Durchschnitt Sammeleinrichtung und Vorsorgewerke) auf. Obwohl die Publica aufgrund ihrer konservativen Anlagestrategie im Vergleich zu anderen Pensionskassen weniger stark durch die Finanzkrise betroffen ist, stellt die Performance einen herben Rückschlag für die Risikofähigkeit der Vorsorgewerke dar, heisst es weiter in der Mitteilung.
Pensionskassen
24heures: Lausanne paie déjà
Par le biais de subventions accordées aux TL ou aux organisations culturelles, Vaud participe au renflouage de l’institution de prévoyance. Un député s’insurge contre cette méthode.
Est-ce que le canton va participer, par le biais des subventions qu’il accorde à des institutions culturelles et aux transports publics, au renflouage de la Caisse de pensions de la ville de Lausanne? En posant cette question dans une interpellation au Conseil d’Etat, le député radical Olivier Feller vient de jeter un pavé dans la mare. La réponse est déjà connue, et provoque déjà une nouvelle polémique autour de ce dossier explosif. Cela fait plusieurs années que le budget vaudois participe, indirectement, à boucher les trous d’une des caisses de pension les plus précaires de Suisse.
baz: PK-Situation in der Region Basel
baz.online berichtet über einige Vorsorgeeinrichtungen in der Region Basel, u.a. die kantonale Kasse PKBS und Coop. “Ein Sorgenkind ist die Pensionskasse des Kantons Basel-Stadt (PKBS) mit einem Deckungsgrad von rund 85 Prozent. Seit Dezember streiten Basels Politiker darüber, ob, wann und wie die staatliche Kasse saniert werden soll. Dieter Stohler (51), Direktor der PKBS, kündigt per Ende April Beschlüsse an: «Wir planen Sanierungsmassnahmen. Ob diese Beitragserhöhungen beinhalten, ist noch offen. Auch ist noch offen, ob die Massnahmen auf den ersten Juli 2009 oder den 1. Januar 2010 umgesetzt werden. Sicher ist, dass es nicht rückwirkend sein wird,” schreibt die baz. Die PKBS wurde vor einem Jahr saniert.
Die Pensionskasse der Coop-Gruppe (CPV/ CAP) ist Ende 2008 auf eine Unterdeckung von 90.3 Prozent gerutscht, wie die CPV/CAP mitteilt. Müsste die Kasse all ihre Versicherten auf einen Schlag ausbezahlen, würden der Vorsorgeeinrichtung deshalb 615 Millionen Franken fehlen. Beitragserhöhungen soll es im Moment trotzdem keine geben. Die Kasse verzichtet aber auf Rentenanpassungen und verzinst das Altersguthaben der aktiven Versicherten mit dem BVG-Mindestzins von 2 Prozent.
«Ein unrealistisch festgelegter, am Finanzmarkt nicht erzielbarer, garantierter Zinssatz schadet dem auf Sicherheit und Berechenbarkeit ausgelegten Vorsorgesystem mehr als er nützt», rechtfertigt Hanspeter Konrad (51), Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverbandes (ASIP), das mögliche Vorgehen. Er geht davon aus, dass viele Pensionskassen im 2.Quartal 2009 über allfällige Massnahmen informieren. Die ASIP empfiehlt frühzeitig konkrete Lösungswege vorzubereiten, die bei Bedarf ausgelöst werden können. «Im Sinne dieser Erwägungen werden einzelne Kassen spürbare Sanierungsmassnahmen ergreifen müssen», so der Verbandsdirektor.
St.Gallen: Pensionskassen des Kantons fehlen 750 Millionen
Beruhigung für die ETH-Mitarbeiter
Auf der Website der ETH gibt Susanne Haury von Siebenthal, Leiterin Asset Management Publica, Auskunft über den Zustand der Publica und die Situation der angeschlossenen ETH-Mitarbeiter. Auf die Frage nach der Lage der Renten führt sie aus: “Es gibt keinen Grund sich Sorgen zu machen, die Situation ist noch nicht alarmierend. Das Geld ist da und die Pensionen werden bezahlt. Setzen wir das gesamte Vermögen ins Verhältnis zu den Verpflichtungen gegenüber Rentnern und aktiven Versicherten, haben wir zur Zeit einen geschätzten Deckungsgrad von 96 Prozent. Ich kann hier keine Garantien geben, aber nach jetzigem Ermessen sind auch die zukünftigen Renten sicher. Langfristig gesehen sind Anlageergebnisse wie im Jahr 2008 für uns normale Wertschwankungen, von denen wir uns wieder erholen, wenn es wieder ruhige Jahre gibt.”
SBB: Sanierungsleistung abhängig von Ertragssituation
In einem Interview mit der Handels-Zeitung äusserte sich der SBB-CEO Andreas Meyer auch zur Situation der Pensionskasse: “In dem Umfang, in dem der Bund die (Deckungs-) Lücke nicht schliesst, braucht es eine paritätische Sanierungslösung, die von Unternehmen und Mitarbeitern getragen werden muss. Doch der Bund kann nicht einfach sagen, dass wir das lösen sollen, ohne dass unsere unternehmerischen Rahmenbedingungen so verbessert werden, dass wir das auch leisten können. Wenn wir hingegen ausreichend Gewinn erzielen können und auch der Preisüberwacher dies zulässt, dann leisten wir selbstverständlich abermals einen Beitrag an die Sanierung. Wir haben ja bereits per 1. Januar 2007 den Aktiventeil der Versicherten mit 1,5 Milliarden Franken saniert. Für die Sanierung des Pensioniertenteils müssten unsere Mitarbeiter bei einer paritätischen Lösung basierend auf den heutigen Zahlen Lohnkürzungen von 8 bis 10% hinnehmen.”
Zürcher Pensionskasse: Das schlechteste Jahr der Geschichte
Die Finanzkrise hat auch die Pensionskasse der Stadt Zürich erreicht. Letztes Jahr ist das Vermögen um 18 Prozent gesunken, um fast 3 Milliarden auf noch 11,7 Milliarden. «Das ist die schlechteste Performance in unserer Geschichte», sagt die Anlagechefin der Pensionskasse der Stadt Zürich, Vera Kupper Staub. «Die Entwicklung im Oktober war für alle schockierend», sagt Kupper Staub. «Jetzt ist der erste Schock vorbei, und wir sind am analysieren, wie wir uns weiter verhalten werden.» Die ersten Anpassungen sind bereits erfolgt. «Im Oktober 2008 haben wir auf unsere risikoärmere Anlagestrategie gewechselt», sagt Kupper Staub, «zum ersten Mal überhaupt. Risikoärmer heisst: Der Aktienanteil ist weiter auf 20 Prozent gesenkt worden. Stattdessen haben wir Staatsobligationen gekauft, schweizerische und ausländische.» An eine schnelle Erholung glaubt sie aber nicht.
In einer Mitteilung der PKZH heisst es: Die Altersguthaben der Aktiv Versicherten und die Rentenauszahlungen sind nicht gefährdet. Sanierungsmassnahmen sind nicht nötig. Die Anlagestrategie ist auf die sehr langfristigen Verpflichtungen der PKZH ausgerichtet. Darum bleibt es zweckmässig, Aktienrisiken zu tragen. Die durchschnittliche Jahresrendite der PKZH seit 1993 beträgt knapp 6%. Gleichzeitig müssen aber auch die kurzfristigen Verpflichtungen gesichert werden. Dies hat die PKZH mit ihrer Risikoreduktion erreicht.
Berner Pensionskassen müssen schlechtes Börsenjahr verdauen
Bei der Bernischen Lehrerversicherungskasse (BLVK) sank der Deckungsgrad per Ende 2008 auf 73,5 Prozent, bei der Bernischen Pensionskasse liegt er bei 87,3 Prozent. Bei der BLVK resultierte eine Performance von -14 Prozent auf dem verfügbaren Vorsorgekapital, wie die Institution am Mittwoch mitteilte. Damit liege die Kasse ungefähr im Durchschnitt der Vorsorgeeinrichtungen. Trotzdem: mit einem Wert von 73,5 Prozent liegt die BLVK noch unter dem Deckungsgrad im Krisenjahr 2002. Damals klaffte ein Milliardenloch in der Kasse, das eine langfristige Sanierung der Kasse nötig machte.
Klein Report: Die Krise ist in den Medien-Pensionskassen angekommen
Am schlimmsten hat es die Pensionskasse der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) erwischt, deren Deckungsgrad per Ende Jahr auf 90 Prozent zusammengebrochen ist. Jetzt sind Sanierungsmassnahmen zwingend, weil 170 Millionen Franken fehlen. Aber auch bei der noch jungen Vorsorgeeinrichtung der «Neuen Zürcher Zeitung» beträgt der Deckungsgrad lediglich 93 Prozent. Und selbst dort, wo der Wert von 100 Prozent nur knapp verfehlt wird wie bei der Tamedia (97,8%), gibts eine Nullrunde bei der Verzinsung. Trotz eines ähnlichen Deckungsgrads von 98 Prozent verzinst Ringier die Altersguthaben mit einem Prozent, wie Recherchen des Klein Reports ergeben haben.
Berner Zeitung: Die Angestellten zahlen die Zeche allein
Die Schwankungsreserven der meisten Kassen sind dahin, die Mehrheit verfügt noch über einen Deckungsgrad von bestenfalls 100 Prozent. Der Pensionskassenverband Asip wird in den nächsten Tagen melden, gut die Hälfte der Kassen weise eine Unterdeckung auf. Unter dem Eindruck der tiefen Wirtschaftskrise beginnen jetzt viele Pensionskassen zu sanieren. Beispiel Avadis: Rund die Hälfte der zwanzig Kassen, die die Anlagestiftung betreut, haben für 2009 vorsorglich eine Nullverzinsung beschlossen, einige wollen nur 1 Prozent Zins zahlen, sagt Sprecher Beat Hügli. Nullverzinsung heisst: Das Sparkapital wird nicht verzinst, der vom Bundesrat beschlossene Minimalzins nicht vergütet, schreibt die Berner Zeitung.
Das ist legal und kann so vom Stiftungsrat beschlossen werden. Es heisst aber: Die Sanierung geht voll zulasten der Arbeitnehmenden. Arbeitgeber und Rentner bezahlen nichts. Asip-Direktor Hanspeter Konrad rät Stiftungsräten, bei der Sanierung Augenmass zu bewahren. Auf dem Massnahmenkatalog zuoberst stehe eine vorsorgliche Nullzinsrunde für das laufende Jahr. Wenn sich die Lage verschlimmere, werden Sanierungsbeiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern fällig. Man könne jetzt aber auch den Bezug für Wohneigentum einschränken und die Beitragsreserven des Arbeitgebers auflösen.
Dass die Kassen im Vergleich zu 2002/03 früher mit der Sanierung beginnen, bestätigt Colette Nova, Pensionskassenspezialistin beim Gewerkschaftsbund. Das sei gut, solange diese Massnahmen verhältnismässig seien und nicht allein auf Kosten der Arbeitnehmenden gingen.
Dass die Arbeitgeber vom Gesetz her nur einen Sanierungseffort leisten müssen, wenn die Versicherten Sanierungsbeiträge zahlen, macht laut Nova Sinn. Sonst könnten die Arbeitgeber bei Überdeckung Gelder aus der Kasse ziehen, wie dies in den USA geschehen ist. Aber: «Zum Schweizer Konzept der beruflichen Vorsorge gehört auch, dass Unternehmen freiwillig einen Beitrag an die Sanierung der Kasse leisten, wenn sie dazu in der Lage sind.» Das System basiere letztlich auf der Solidarität zwischen den Sozialpartnern.
Pensionskasse Thurgau spürt Börsenbaisse
Die Pensionskasse Thurgau ist nach ersten Schätzungen 2008 in eine Unterdeckung gerutscht. Im Quartalsbericht 4/2008 der Pensionskasse Thurgau (PKTG) steht, dass die Performance letztes Jahr minus18 Prozent betrug. Allerdings handelt es sich um eine vorläufige Schätzung. Sie dürfte eine Unterdeckung von 1 bis 3 Prozent aufweisen. Ursache ist die Performance der Schweizer und ausländischen Aktien, während sich die Alternativen Anlagen offenbar gut geschlagen haben. Per 1. Januar 2008 hatte die PKTG einen Deckungsgrad von 115,1 Prozent.
Weinfelden wechselt zum Beitragsprimat
Die Pensionskasse der Gemeinde Weinfelden wechselt zum Beitragsprimat. Die Renten werden nicht mehr vom letzten Lohn, sondern aufgrund der bezahlten Beiträge berechnet. Im Schnitt werden die Renten etwas kleiner.
URh: Darlehen wegen Pensionskasse erlassen
Die Kantone Schaffhausen und Thurgau erlassen der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) Darlehen im Wert von total 2,25 Mio. Fr. Der Erlass steht im Zusammenhang mit der Sanierung des Vorsorgewerks der URh. Dieses ist der Pensionskasse Ascoop angeschlossen und hat mit 25 Aktiven und 26 Rentnern eine ungünstige Struktur. Nach Berechnungen der Ascoop betrug der Deckungsgrad Ende Jahr 65 Prozent,
Profond zu den Folgen der Finanzkrise
Die Profond Sammelstiftung äussert sich auf ihrer Website zu den Folgen der Finanzkrise auf die Vorsorgeeinrichtung. Zur Deckungsgradentwicklung heisst es: “Die negativen Kursentwicklungen an den Finanzmärkten führten zu erheblichen Buchverlusten, namentlich bei den Aktienanlagen. In der Folge hat sich der Deckungsgrad von Profond von 103,6 % anfangs Jahr bis Ende November 2008 auf 85,5 % verschlechtert und zu einer Unterdeckung geführt.”
Zu den allenfalls von der Aufsicht verlangten Sanierungsmassnahmen schreibt Profond: “Für den Fall, dass die Behörden die Anordnung von Sanierungsbeiträgen verlangen, erwägt Profond eine bereits 2002 erprobte Überbrückungsfinanzierung zur temporären Anhebung des Deckungsgrads. Die Beiträge würden so kalkuliert, dass mit dem entsprechenden Beitragsbarwert die versicherungstechnische Bilanz wieder ausgeglichen wird. Profond schreibt jedem Arbeitgeber oder Versicherten die einbezahlten Beiträge als Reserven gut und wird sie ihnen wieder zur Verfügung stellen, sobald sich die Börse erholt hat. Die erforderlichen Zusatzbeiträge sind momentan schwer abzuschätzen. Sie dürften sich angesichts der herrschenden Volatilität des Deckungsgrads zwischen 0 und 2 Lohnprozenten bewegen. Wenn sich der Sturm gelegt hat, können die geäufneten Beitragsreserven in Altersguthaben umgewandelt oder zur Finanzierung von ordentlichen Beiträgen verwendet werden.” Weiter schreibt Profond, dass sie am Umwandlungssatz von 7,2% festhalten will.
Post: Mittel für die PK
In einem Interview mit der Handels-Zeitung orientierte Post-CEO Ulrich Gygi auch über die Verhältnisse bei der Pensionskasse.
Ende November lag der Deckungsgrad bei 86%. Für das Vorjahr überwiesen Sie 250 Mio Fr. an die Pensionskasse. Mit der grösseren Deckungslücke ist der Bedarf dieses Jahr grösser.
Gygi: Ja, aber der Bund will trotzdem einen Gewinnbeitrag. Unser Deckungsgrad lag etwas unter 90% per Ende Jahr. Der Stiftungsrat muss Sanierungsmassnahmen ergreifen. Im Jahr 2008 wurde das Alterskapital mit dem gesetzlichen Mindestzins verzinst. Eine Möglichkeit wäre, diesen Zinssatz vorübergehend auf null zu senken, sofern das BVG dies erlaubt.
Wechseln Sie zur Pensionskasse der SBB, die noch schlechter dasteht?
Gygi: Nein, ich werde pensioniert und eine Rente beziehen. Einen Teil des Alterskapitals werde ich aus der Post-Pensionskasse herausnehmen und nicht wissen, wo anlegen (lacht).
