Die Attraktivität von Immobilien-Investments in der Schweiz bezeichnen über 80 Prozent der befragten Unternehmen und Investoren im Immobilien-Markt in einer Studie von Ernst & Young als hoch. Zudem bewerten knapp 90 Prozent der Befragten den Standort Schweiz attraktiver als die benachbarten europäischen Staaten. Als wichtiger Grund wird hierbei die volkswirtschaftliche Stabilität genannt. 85 Prozent der Befragten erklären die steigende Nachfrage nach Immobilieninvestments mit den zunehmenden Inflationsbefürchtungen. Eine Mehrheit erwartet 2011 ein grösseres Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr, wobei vor allem Wohnimmobilien im Fokus stehen. Dies sind Ergebnisse aus der erstmaligen Umfrage von Ernst & Young zum Immobilien-Investmentmarkt, welche unter den bedeutendsten Unternehmen und Investoren in diesem Segment durchgeführt wurde.
Kapitalanlagen
CS PK-Index: Hoffnung am Jahresbeginn
Der Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (blaue Linie in Abbildung), der zu Beginn des Jahres 2000 mit 100 Punkten gestartet wurde, zeigt sich “in sonnigem Winterwetter”, wie die CS etwas sehr euphorisch schreibt. Im Berichtsquartal legte der Index um 1,28 Punkte resp. 1,03 % zu und liegt per 31. Dezember bei 125,33 Punkten. Zum Resultat haben der Oktober 1,28 % und der Dezember 0,45 % beigetragen, während der November ein Minus von 0,69 % zu verzeichnen hatte. Die BVG-Mindestverzinsung (rote Linie in Abbildung), ebenfalls ausgehend von 100 zu Anfang des Jahres 2000, legte im Berichtsquartal um weitere 0,5 % resp. 0,67 Punkte auf den Stand von 136,71 zu. Die Differenz verringerte sich dadurch auf 11,38 Punkte. Für das Anlagejahr 2010 wurde eine Rendite von 3,01% verzeichnet. Somit wurde der BVG-Mindestzins um 1,01% übertroffen. Die annualisierte Rendite des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index (Tabelle 1c) beträgt per Quartalsende 2,07%. Dem gegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, welche 2,88 % beträgt.
Erfolgreiche Erstemission der Patrimonium Anlagestiftung
Die im Jahr 2010 lancierte Anlagegruppe «Nachhaltige Wohnimmobilien Schweiz» der Patrimonium Anlagestiftung schloss die Erstemission per 31.12.2010 erfolgreich ab. Mit der Lancierung etabliert sich eine neue bankenunabhängige Anlagestiftung. Die Anlagegruppe bleibt geöffnet für Kapitalzusagen und Sacheinlagen.
Mit der Übernahme eines erstklassigen Liegenschaftsportfolios im Rahmen einer
Sacheinlage, werden der Anlagegruppe ab Beginn Mietertrage zufliessen, womit laut Mitteilung bereits im ersten Geschäftsjahr mit einer ansprechenden Rendite gerechnet werden kann. Zudem konnte in ein bereits laufendes Bauprojekt investiert werden.
Die auf zwei Säulen basierende Anlagestrategie – der Erstellung von Neubauten, welche
hohen ökologischen Anforderungen und ökonomischen Erwarten genügen müssen und dem
Ankauf von bestehenden Liegenschaften, welche ein Mietzinssteigerungspotential aus der
Vornahme von Sanierungen vor allem unter ökologischen Gesichtspunkten haben – wird
weiter verfolgt.
Die Patrimonium Anlagestiftung richtet sich ausschliesslich an Einrichtungen der beruflichen
Vorsorge (2. Säule) und der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a). Das Nettovermögen der
Anlagegruppe betragt per Ausgabetermin 34.7 Millionen Schweizer Franken.
Cocos: Banken in den Startlöchern
Der «Swiss Finish» der neuen Eigenmittelanforderungen für Banken sieht vor, dass maximal 9 Prozent der risikogewichteten Aktiven mit CoCos (Contingent Convertible Bonds) unterlegt werden können. Ausgehend von risikogewichteten Aktiven von ungefähr 400 Milliarden Franken pro Institut könnten die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS damit CoCos im Volumen von insgesamt 72 Milliarden Franken emittieren.
Die niederländische Rabobank dagegen hat schon in dieser Woche die erste CoCo-Emission 2011 getätigt. Gemäss Bloomberg ist die Pflichtwandelanleihe, die bei einem Fall des Eigenkapitals unter 8 Prozent der risikogewichteten Aktiven in Eigenkapital gewandelt wird, mit einem Coupon von 8,375 Prozent ausgestattet. Hier verläuft damit eine untere Kostengrenze für CoCos. Mit einem AAA-Rating (Standard&Poor’s) ist die Rabobank nämlich eine der solidesten Banken von Europa überhaupt.
Die Credit Suisse dagegen wird von Standard&Poor’s mit einem A-Rating riskanter eingeschätzt, was für die Grossbank die Kosten erhöht. «Ich gehe davon aus, dass die Credit Suisse für CoCos wohl eher 9,5 Prozent zahlen muss», so einer der Fixed-Income-Manager zu cash.
Swisscanto PK-Monitor: 2010–eine laterale Arabeske
Die Deckungsgrade haben sich im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal kaum verändert und bleiben damit faktisch auf dem Niveau von Ende 2009. Für die privat-rechtlichen Pensionskassen stagnierte der vermögensgwichtete Deckungsgrad. So lag er per Ende 2009 bei 104,7 und Ende 2010 bei 104,5%. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den öffentlich-rechtlichen Kassen. Ende 2009 lag der Deckungsgrad bei 92,1% Ende 2010 bei 91,8%.
2010 konnten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen eine durchschnittliche, vermögensgewichtete Rendite von 2,0% erzielen. Dabei handelt es sich um eine konservative Renditeschätzung, da die Berechnung auf der Vermögensallokation der Vorsorgeeinrichtungen per 31.12.2009 basiert. Das Marktumfeld hat im vierten Quartal nur unwesentlich zu einer besseren Performanceentwicklung bei den Vorsorgeeinrichtungen geführt. Die 2010 erzielte Rendite ist gemessen an der Sollrendite zu klein. Die Sollrendite zeigt an, wie viel Performance erzielt werden muss, um den Deckungsgrad konstant zu halten.
Insgesamt hat sich der Anteil der Kassen in Unterdeckung seit Jahresbeginn nur leicht reduziert. So befinden sich per 31. Dezember 2010 noch 15% der privat-rechtlichen Kassen in Unterdeckung bei den öffentlich-rechtlichen sind es rund 60%.
Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor beruht auf den Daten des AWP/Complementa Risiko Check-up und der Swisscanto Pensionskassen-Umfrage. Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 31. Dezember 2010 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2009 von 420 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt CHF 400 Mia. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2010 gewählten Anlagestrategie.
D: Renditeflaute hilft Beteiligungsfonds
Die niedrige Verzinsung bei Staatsanleihen mit guter Bonität und die schwachen Renditen bei Tagesgeldern erhöhen den Handlungsdruck bei institutionellen Investoren. Sie müssen sich abseits der etablierten Kapitalmärkte stärker bei sogenannten alternativen Anlagen engagieren, um ihre versprochenen Garantieverzinsungen für die Kunden erwirtschaften zu können.
Laut einer Blitzumfrage der Beratungsgesellschaft Mackewicz & Partner für das Handelsblatt wollen fast zwei Drittel der Versorgungswerke, Pensionskassen, Versicherungen, Banken und Family-Offices in Deutschland im laufenden Jahr mehr Mittel in das Segment Infrastruktur investieren. Hoffnungen auf einen höheren Mittelzufluss könnten sich aber auch Beteiligungsfonds (Private Equity) und Hedge-Fonds machen, hier planen 53 Prozent beziehungsweise 44 Prozent der befragten Kapitalmanager höhere Anlagesummen ein.
Modest Gains in Global Pension Funding Levels in 2010
According to a new analysis from Aon Hewitt, global pension funding levels ended the year slightly up, despite a roller coaster year.
Aon Hewitt monitors and analyzes daily pension funding levels of U.S., U.K., Continental European and Canadian companies in the S&P 500, FTSE 350, DJ Euro Stoxx 50 and TSX, through its Pension Risk Tracker tool. The analysis found that the funded status of global pension plans were 87 percent at the end of 2010, up slightly from 86 percent at the beginning of the year. According to Aon Hewitt’s estimate, global pension assets increased by 8 percent during the year, while pension liabilities increased by 7 percent over the same period.
In Continental Europe, asset values remained relatively flat, outstripped to an extent by faster liability growth. Average funded ratios fell from 75 percent to 71 percent over the year. However, significant volatility in asset markets and bond markets (driving liability values) saw funding levels fall as low as 64 percent in August, before reaching a peak of 73 percent just before the December holiday season. Europe saw a marked increase in fourth quarter funding levels as a result of rising bond yields. This volatility was demonstrated in the full percentage point fall in funding level seen on the last trading day of the year.
UBS PK-Barometer: Jahresrendite 2010 von 2,68%
Die Schweizer Pensionskassen haben 2010 eine Jahresrendite von +2.68% erzielen können und damit den BVG-Mindestzinssatz leicht übertroffen. Schweizer Aktien, CHF-Obligationen und Immobilien sind hauptsächlich verantwortlich für das Gesamtjahresresultat. Nach einem schwachen November konnte im Dezember nochmals eine leicht positive Rendite von +0.26% erwirtschaftet werden.
Die Performance aller Pensionskassen seit 2006 beträgt +6.8%. Auch im Dezember haben die grossen Pensionskassen besser abgeschnitten als die mittleren und kleinen Vorsorgeeinrichtungen. Ihre kumulierte Performance seit 2006 beläuft sich damit auf +8.7% und ist somit höher als die Rendite der mittleren (+6.6%) bzw. kleinen Pensionskassen (+6.0%).
Im Dezember verzeichneten Aktien sowie Immobilien positive Renditen. Obligationen CHF hingegen waren leicht und Obligationen FW sowie Hedge Funds deutlich negativ. In der Jahresbetrachtung ist bemerkenswert, dass Schweizer Anlagen (Obligationen, Aktien und ein wesentlicher Anteil der Immobilien) äusserst lohnend waren. Obligationen FW und Hedge Funds mussten 2010 jedoch Verluste hinnehmen, im wesentlichen auch verursacht durch die oftmals fehlende Fremdwährungsabsicherung gegenüber dem stärker gewordenen CHF.
NZZ: Sparpotenzial in der zweiten Säule
NZZ: Pensionskassen 2010 im Plus
Laut Berechnungen der UBS und der Credit Suisse haben Schweizer Pensionskassen 2010 Renditen von 2,68% bzw. 2,93% erzielt. Die Vorsorgeeinrichtungen setzten stärker auf Immobilien und Aktien.
Handelszeitung: “Die Säule der Verzweiflung”
“Die tiefen Zinsen treiben die 2. Säule in eine gefährliche Renditefalle. Die Kassenmanager kürzen Leistungen – und pumpen immer grössere Summen in riskante Anlagen”, schreibt dramatisierend die Handelszeitung. Weiter heisst es: “Schon jetzt können die Kassen ihre Leistungsversprechen kaum noch aufrechterhalten. So sind die obligatorischen Minimalleistungen nur durch Einschnitte im freiwilligen, überobligatorischen Teil finanzierbar.
«Sollen überobligatorische Leistungen nicht weiter gekürzt werden, sind über kurz oder lang höhere Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge nötig», erklärt Patrik Schaller, der bei Ernst & Young den Vorsorgebereich leitet. «Den Pensionskassen fehlt nämlich der dritte Beitragszahler.» Es fehlen attraktive Finanzanlagen, die mit lukrativen Erträgen die Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ergänzen. Im Schnitt benötigen Pensionskassen Kapitalerträge von knapp 4 Prozent, um die Leistungen im bisherigen Umfang weiter zu garantieren.”
CS PK-Index: Rendite 2010 von 2,9%
Die ersten Berechnungen des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index, der das Anlageverhalten von rund 100 Schweizer Pensionskassen seit dem Jahr 2000 berücksichtigt, zeigen für das 4. Quartal sowie das Anlagejahr 2010 ein erfreuliches Resultat.
Im Berichtsquartal legte der Index um 1,19 Punkte resp. 0.96 % zu und lag per 31. Dezember 2010 bei 125,24 Punkten. Zum Resultat haben der Oktober mit 1,27 % und der Dezember mit 0,38 % beigetragen, während der November ein Minus von 0,68 % zu verzeichnen hatte. Die BVG-Mindestverzinsung stieg im Berichtsquartal um 0,5 % resp. 0,67 Punkte auf den Stand von 136,71. Die Differenz verringerte sich dadurch auf 11,47 Punkte.
Für das Anlagejahr 2010 wurde eine Rendite von 2,93 % verzeichnet. Somit wurde die BVG-Vorgabe um 0,93 % übertroffen. Die annualisierte Rendite des Index seit 1. Januar 2000 beträgt per Quartalsende 2,07 %. Demgegenüber steht die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, welche 2,88 % beträgt.
In der Anlageallokation per 31. Dezember 2010 fällt auf, dass die Liquiditätsquote (7,3 %) erneut gesenkt wurde. Ebenfalls abgebaut wurden die Engagements in Schweizerfrankenobligationen (26,1 %). Aufgebaut wurden die Engagements in Aktien Schweiz (12,7 %) und Aktien Ausland (17,1 %), sodass sich ein Aktienengagement von total 29,80 % ergibt. Der Schweizer Franken wurde im Berichtsquartal abgebaut und befindet sich auf dem Niveau per Ende 2009 (78,2 %).
Die detaillierte Auswertung des Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index für das 4. Quartal 2010 wird in rund zwei Wochen publiziert.
Pensions bypass funds as direct investment grows
More big pension funds are opting to go it alone and invest directly in infrastructure assets in the hope they will offer better returns in the long run than specialist funds of the same kind.
The trend, which has gained traction in Canada, is seeing more interest from UK and European pension funds that have the resources to locate and manage such assets.
And advisers expect the attractions of this investment style will only increase as pension and sovereign wealth funds and family offices continue to struggle to find stable long-term investment vehicles offering decent yields.
“Buying infrastructure assets directly is one of the most interesting new trends in corporate finance,” notes George Bilicic, a senior banker with Lazard. “These assets generate good risk-adjusted returns, frequently in the 10-14 per cent range. More managers will start to invest directly or if they don’t have the capability to do this strictly on their own, to co-invest.”
IPE: AFIAA takes profits from Canadian investments
AFIAA, the foundation owned by 20 Swiss pension funds, has sold three assets in Canada as part of an optimisation of its global real estate portfolio, IPE reports. The international property investor has sold three "non-strategic" assets in Toronto, Calgary and Mississauga, providing an 8% annual return on its capital since 2005. The AFIAA will reinvest the profits in larger, newer properties in major cities in North America, Asia Pacific and Europe.
The organisation said the assets were "fairly small properties" requiring "relatively high expenditure on management". But it added that it would continue to focus on new or recently built assets in top locations distinguished by construction quality and sustainability standards.
The aim of the investment strategy is to continue increasing the internal value of the portfolio and, in the medium term, achieve a continuous cash-flow yield of more than 6.5% (compared with 5.7% today). Last year, the AFIAA acquired the Quartermile 2 office development in Edinburgh and revealed that it was looking to make investments in Japan and India.
Le Temps: 100 d’histoire financière et des rendements suffisants
«L’analyse des marchés au travers des 110 dernières années de l’histoire financière nous montre que l’on peut dégager sans problème une performance annuelle nominale moyenne de 5% et réelle de 3%.» Pour déterminer si les marchés permettent un rendement suffisant sur le très long terme, le directeur de la société de conseils aux institutions de prévoyance Fundo, Jacques Grivel, a mené un travail de bénédictin. Sa société a reconstitué les performances des indices LPP Pictet à partir de 1900, alors que la banque genevoise ne les a lancés qu’en 1970.
