Miguel Weber hat für seine MAS Thesis Corporate Finance 2026 die Anlageergebnisse von PKs überprüft: Konnten Schweizer Pensionskassen im Zeitraum 2000 bis 2025 nach Kosten systematisch Mehrwert gegenüber passiven Referenzportfolios generieren?
Sein Fazit: Unsere Pensionskassen vernichten Wert – im Vergleich zu einer einfachen Alternative.
Weber, selber Vorsorgekommissionsmitglied einer PK, ging davon aus, dass die Schweizer Pensionskassen die besten Vermögensverwalter des Landes beschäftigten. Und ihre Leistung daher klar besser sein sollten als passive Alternativen. Seine Untersuchung hat aber gezeigt: Jedes einzelne passive Portfolio lag vorn – und in keinem einzigen von 193 Zehn-Jahres-Fenstern schlugen die Profis alle Alternativen.


Seine Konklusion: Schweizer Pensionskassen konnten im Zeitraum 2000 bis 2025 nach Kosten keinen systematischen Mehrwert gegenüber den konstruierten passiven Referenzportfolios nachweisen. Sie erzielten zwar gegenüber aktienlastigen Portfolios eine stabilere Entwicklung, erreichten Generieren Schweizer Pensionskassen Mehrwert gegenüber passiven Alternativen? 87 aber weder auf absoluter Renditebasis noch über die gesamte Bandbreite risikoadjustierter Kennzahlen eine systematische Überlegenheit.
Auf seiner Homepage werden die Ergebnisse kurz und knackig interpretiert: Alle neun passiven Portfolios lagen vorn. Der Stabilitäts-Mythos wird entlarvt. Und auch bei den rollierenden Renditen haben die PKs eine Zwei auf dem Rücken.
Webers Handlungsempfehlungen:
Auf passive Anlagen setzen, Kosten und Stabilität im Auge behalten.
Fazit: PK’s fahren in der Regel nicht so hohe Aktienquoten, selbst der Branchenprimus Profond liegt nur knapp über 50%. Wieviele PK’s bereits auf passive Anlageinstrumente setzen, geht nicht aus der Arbeit hervor. Ausserdem wurden die anderen Anlageklassen wie Immobilien, Alternative Investments und Private Equity nicht berücksichtigt, ebenso wenig wie ein (vermuteter) Cash-Anteil von 1 – 5%. Die Ergebnisse dürften gleichwohl zu anregenden Diskussionen führen und hoffentlich auch weiterführende Studien initieren, die zB detailliertere Benchmark-Konstruktion berücksichtigen.

