compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) schliesst das Jahr 2020 mit einer Performance von 5,22 %. Das Vermögen beläuft sich insgesamt auf 38’543 Mio. Franken, verglichen mit 36’440 Mio. Franken Ende 2019. Die Ungewissheit über die Mittelzuflüsse führten dazu, dass die Anstalt den Liquiditätsanteil erhöhte.Dadurch verfügte compenswiss stets über genügend flüssige Mittel, um ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Gemäss STAF-Entscheid flossen im Jahr 2020 zum ersten Mal zusätzliche Mittel in der Höhe von rund 2 Mrd. Franken in den AHV-Fonds.
Compenswiss
Rekordjahr für compenswiss
compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) hat das Anlagejahr 2019 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Die Nettorendite beträgt 10.22 %. Insgesamt erreichte das Vermögen 36.4 Milliarden Franken gegenüber 34.3 Milliarden Franken Ende 2018. Im Mai 2019 haben die Schweizer Stimmberechtigten das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) angenommen. Der positive Ausgang verschafft dem AHV-Fonds etwas Luft. Die zusätzliche Finanzierung von rund 2 Milliarden Franken pro Jahr ab 2020 wird die Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen während ungefähr 4 Jahren schliessen.
Ausgleichsfonds im Minus
Compenswiss schreibt zu den Anlageresultaten für 2018:
Die Ausgleichsfonds AHV/IV/EO haben das Anlagejahr 2018 im Minus abgeschlossen. Die Nettorendite betrug -4.22 % oder -1.5 Milliarden Franken. Insgesamt ging das von compenswiss verwaltete Vermögen um 2.5 Milliarden Franken auf 34.3 Milliarden Franken zurück.
Dieses Resultat ist einerseits auf die rückläufige Entwicklung der Finanzmärkte und andererseits auf das negative Umlageergebnis, insbesondere des AHV-Fonds, zurückzuführen. Anders als in den zwei Vorjahren kann die im 2018 erwirtschaftete Rendite das negative Umlageergebnis des AHV-Fonds, als Folge der demografischen Entwicklung und der Alterung der Bevölkerung, nicht kompensieren.
Das Ungleichgewicht zwischen Aufwand und Ertrag nimmt weiter zu und die absehbare Entwicklung der AHV-Finanzen gibt für die kommenden Jahre Anlass zur Sorge.
Travail Suisse reagierte auf die Mitteilung mit der Forderung nach zusätzlichen Mitteln für die AHV:
Die Zusatzeinnahmen der AHV sollen hauptsächlich über die Erhöhung der Lohnbeiträge und über eine Mehrwertsteuererhöhung erfolgen: Die Lohnbeiträge garantieren, dass Arbeitgeber und gut Verdienende einen grossen Beitrag an die AHV liefern. Die Mehrwertsteuer stellt sicher, dass die ganze Bevölkerung und nicht nur die Erwerbstätigen einen Beitrag leisten.
Angesichts der speziellen Situation der AHV sind auch zusätzliche Finanzierungsquellen zu prüfen. Travail.Suisse schlug im Rahmen der Vernehmlassung zu AHV 21 vor, einen Solidaritätsbeitrag sehr wohlhabender Rentner/innen zu prüfen.
NZZ berichtet über die Pressekonferenz von compenswiss:
Manuel Leuthold, der Präsident der öffentlich-rechtlichen Anstalt, resümierte, mit einer negativen Performance von 4,22% nach Absicherungskosten habe man den Benchmark insgesamt leicht übertroffen.
Weiter wurde dargelegt, nunmehr würden wegen des chronisch negativen Umlageergebnisses Monat für Monat Wertschriften im Umfang von rund 125 Mio. Fr. verkauft. Die laufenden AHV-Renten überstiegen die Einnahmen eben um rund 1,5 Mrd. Fr. im Jahr. Im goldenen Börsenjahr 2017 hatte diese strukturelle Schwäche mit einer Performance von 7,11% noch übertüncht werden können.
AHV-Fonds mit negativer Rendite
Eine wenig überraschende Aussage machte Compenswiss-Präsident Manuel Leuthold gegenüber der “Schweiz am Wochenende”. Derzeit sehe es danach aus, dass der AHV-Fonds auf sein Anlagevermögen eine klar negative Rendite haben werde. Genaueres wisse man zwar erst, wenn das Jahr tatsächlich abgeschlossen sei. Allerdings werde das Minus nicht nur ein Prozent betragen, führte Leuthold weiter aus. Das Minus soll «etwa in der Grössenordnung von drei bis vier Prozent» liegen, sagte er.


