20.10.2026

«Geld anlegen mit ETFs – so investieren Sie richtig fürs Alter» 

Laut VZ-Pensionierungs-Barometer 2026 sind die Renten aus AHV und Pensionskasse seit 2002 im Schnitt um einen Fünftel gesunken – wer seinen Lebensstandard im Alter halten will, muss selbst vorsorgen. «Viele unterschätzen ihre Lebenserwartung und überschätzen ihre eigene finanzielle Kompetenz», warnt Reto Spring, Geschäftsführer des Vereins Vorsorgeforum, mit dem Resultat: «Am Ende des Geldes ist noch viel Leben übrig.»

Der Artikel wurde von der Journalistin Nicole Krättli schon früher publiziert, aber aufgrund der grossen Nachfrage aktualisiert und erneut im «Beobachter» veröffentlicht.

Als einfachen Einstieg empfiehlt der Artikel ETFs, die günstig, transparent und breit diversifiziert sind und sich mit einer Buy-and-hold-Strategie ideal für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Spring plädiert für einen prognosefreien Ansatz: «ETFs sind die einzig sinnvolle Wahl, wenn man evidenzbasiert investieren will», denn es sei wissenschaftlich erwiesen, dass aktive Trader den Markt langfristig nicht schlagen können. «Privatanleger machen mehr Fehler, reagieren emotional und nehmen unnötige Risiken in Kauf», so Spring, mit einem breit gestreuten ETF-Portfolio könne man solche Risiken minimieren.

Oft genüge ein einzelner Welt-ETF: «Für viele reicht das völlig aus», sagt Spring, «denn mit einem einzigen Produkt ist man global aufgestellt und vermeidet unnötige Komplexität.» Vor einem reinen SMI-ETF warnt er wegen des Klumpenrisikos, da die fünf grössten Titel rund 65 Prozent des Index ausmachen, und empfiehlt als Alternative den SPI mit rund 200 Firmen, wobei «die ‹big five› allerdings auch hier rund 45 Prozent» ausmachen. Von einem überladenen Depot rät Spring klar ab: «Zu viele Positionen führen dazu, dass man das grosse Ganze aus den Augen verliert», und wer sein Portfolio nicht mehr verstehe, treffe am Ende oft falsche Entscheidungen.

Praktische Tipps des Artikels: eine TER unter 0,4 Prozent, ein Fondsvolumen über 100 Millionen Franken, Zurückhaltung bei Themen-ETFs und Währungsabsicherung sowie digitale Vermögensverwalter oder Neobanken statt teurer klassischer Banken. Zu Onlinebrokern wie Swissquote oder Saxo sagt Spring: «Wer über einen Broker investiert, muss alles selbst machen: Auswahl, Gewichtung, Rebalancing, Steuerdokumente» – dafür seien die Gebühren tief, ideal für Fortgeschrittene.

Der Artikel «Anlegen mit ETF’s – so investieren Sie richtig fürs Alter» bezieht sich explizit aufs Alterssparen in der privaten Vorsorge (3a und 3b) – bei einer drohenden Ersatzquote von unter 50% erhält die private Vorsorge zunehmend mehr Relevanz.

Quelle: «Der Beobachter» gilt als meistgelesenes Bezahlmagazin der Schweiz und erscheint alle 14 Tage mit einer verbreiteten Auflage von 116’570 Exemplaren und einer Print-Leserschaft von 459’000. Der Artikel erschien zudem online auf beobachter.ch, dessen Reichweite in diesen Zahlen nicht enthalten ist.