Auf dem Geldblog des TA wird auf die Frage nach Hypotheken von Pensionskassen eingegangen. Martin Spieler schreibt:

Für die Kreditnehmer haben Pensionskassen den Vorteil, dass sie meist tiefere Zinsen anbieten als Banken. Denn anders als für die Banken, für die Hypotheken ein Kerngeschäft bilden, sind diese für sie nur ein Nebengeschäft zur Anlage der Versichertengelder. Auch Versicherungen machen den Banken aus den gleichen Gründen im Hypothekargeschäft vermehrt Konkurrenz. Tatsächlich sind die 0,5 Prozent Zins der St. Galler Pensionskasse für eine Hypothek mit Laufzeit fünf Jahre günstiger als eine Saron-Hypothek bei den meisten Banken.

Hier bezahlt man derzeit lediglich die Marge der Bank, da sich der Saron im Minusbereich bewegt. Die Bankmarge liegt bei vielen Instituten zwischen 0,6 und 0,85 Prozent. Bei der St. Galler Pensionskasse bekommen Sie hingegen für vergleichbare Zinsen nicht eine kurzfristige Geldmarkthypothek, sondern eine Festhypothek mit sieben Jahren Laufzeit für 0,6 Prozent und mit zehn Jahren Laufzeit für 0,75 Prozent. Allerdings sind dies nur Richtwerte und können je nach Kunde variieren.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Die Pensionskassen und Versicherungen sind bei der Vergabe von Hypotheken sehr selektiv und wählen sich ihre Kunden genau aus. Sie wollen nur Kreditnehmer mit bester Bonität und guter Objektqualität. Bei der St. Galler Pensionskasse etwa gilt, dass sie auf selbst bewohnten Wohnliegenschaften in der Deutschschweiz nur eine Belehnung von maximal 65 Prozent des Liegenschaftenwertes gewährt.

Auch die Tragbarkeit muss problemlos gegeben sein. Damit ist klar, dass nicht alle eine Hypothek erhalten würden. Wer als Kreditnehmer über eine gute Bonität verfügt, sollte für seine Hausfinanzierung auch Offerten von Pensionskassen und Versicherungen einholen. Diese sind oft günstiger als Banken.

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