Und wer kann unabhängig beraten?
Fragen, die individuell geklärt werden müssen.

Immer mehr Schweizer entscheiden sich für den Kapitalbezug aus der Pensionskasse. 2024 bezogen bereits 45 % ausschliesslich Kapital, 36 % ausschliesslich eine Rente und 19 % eine Kombination aus beidem. Aktuelle Zahlen werden vermutlich noch höher ausfallen.

Die Gründe sind nachvollziehbar: mehr Flexibilität, eigene Anlagemöglichkeiten und bessere Vererbbarkeit. Doch genau hier lauern Risiken – insbesondere dann, wenn Beratung und Verkauf von Finanzprodukten zusammenfallen.

«Wenn ein Finanzunternehmen Beratungsgespräche mit Kunden führt und gleichzeitig eine Vermögensverwaltung betreibt, ist die Schwelle zum Interessenkonflikt rasch erreicht», sagt Lukas Müller-Brunner Direktor des Schweizerischer Pensionskassenverband ASIP, dazu. Um die Pensionskassen in der Beratung der angehenden Pensionäre zu unterstützen, hat der ASIP das Tool «Rentenkompass» lanciert:

Link zum Rentenkompass des ASIP

Entscheidend sind deshalb nicht Renditeversprechen oder Steuerargumente, sondern die ganz persönliche Lebenssituation: Wie hoch ist der Grundbedarf? Wie lange reicht das Vermögen? Welche Risiken kann ich tragen? Und was passiert bei einem Börsencrash oder einem sehr langen Leben?

Aufschlussreiche Recherche im  NZZ Artikel von Michael Ferber

Mein Fazit: «Die Rente finanziert das lange Leben, das Kapital finanziert die Freiheit. Wer bei der Pensionsplanung Interessenkonflikte vermeiden will, wählt eine absolut unabhängige Beratung, bei der keine Finanzprodukte vermittelt werden. Denn Pensionsplanung ist keine Produktberatung. Sie ist Lebensplanung mit finanziellen Konsequenzen.»