Tausende Menschen in der Schweiz arbeiten unfreiwillig Teilzeit – oft, weil ihnen grössere Pensen verwehrt bleiben. Für die Betroffenen bedeutet dies nicht nur finanzielle Unsicherheit, sondern auch eine zunehmende psychische Belastung. CHSS schreibt:

Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) arbeiten in der Schweiz rund 220 000 Personen unfreiwillig Teilzeit (Hümbelin und Strazzeri 2025: 60). Das «Barometer Gute Arbeit», für das die Berner Fachhochschule jährlich im Auftrag des Gewerkschaftsdachverbandes Travail Suisse 1500 Erwerbstätige befragt, kommt zum Schluss, dass jede siebte Arbeitskraft gerne mehr Stunden arbeiten möchte – jedoch keine entsprechende Stelle findet (Fischer 2023: 16). Der grösste Anteil davon sind Frauen.

In den öffentlichen Debatten um Teilzeitarbeit bleiben die sogenannten Unterbeschäftigten oft unsichtbar. Dabei ist ihre Zahl in den letzten 15 Jahren gestiegen. Unterbeschäftigung nimmt nicht nur in der Schweiz zu. Seit der Finanzkrise von 2008 zeigen grosse Teile Europas und die USA erhöhte Unterbeschäftigtenzahlen (Bell und Blanchflower 2021).

More