Der Gewerkschaftsbund fürchtet die 10 Millionen-Initiative der SVP und fängt schon jetzt mit der Gegenpropaganda an. In einer Mail warnt Chefökonom Lampart: «Haben Sie das gewusst? Die extreme SVP-Initiative («keine 10-Millionen-Schweiz»), über die wir im Juni abstimmen werden, hätte gravierende Folgen für unsere Altersrenten.»

Die Altersrenten scheinen ein sicherer Wert, wenn es um politische Propaganda geht, auch wenn der Zusammenhang eher weit hergeholt ist. Welche negativen Konsequenzen die ungebremste Zuwanderung hat, blendet Lampart dafür sicherheitshalber aus, bspw. die gravierenden Folgen für die Mieten. Die Argumentation in seinem «Modell» ist denkbar dürftig. Lampart schreibt: 

Wir haben analysiert, welche Folgen diese Initiative für unsere Renten hätte. Und ich muss sagen: Die Resultate sind wirklich besorgniserregend:

AHV und Pensionskassen geraten massiv unter Druck. Es gäbe deutlich weniger Erwerbstätige, die in die AHV einzahlen. Gleichzeitig würde der Anteil der Rentnerinnen und Rentner steigen. So fehlen Milliarden an Einnahmen für unsere Sozialwerke mittelfristig. Hinzu kommen Anlage-Risiken, niedrigere Renditen und damit weniger Zinsen auf unsere Vorsorgeguthaben. 

Die Renten der heute älteren Arbeitnehmenden würden um rund 1100 Franken sinken. Bei heute jüngeren Arbeitnehmenden summiert sich das. Sie müssten mit 10 Prozent tieferen Renten rechnen – das wären Stand heute rund 2500 Franken weniger Rente pro Jahr.

Und dazu kommen noch weitere Effekte. Zum Beispiel: weil bei einem Ja das durchschnittliche Alter der Bevölkerung steigt, werden die Krankenkassen-Prämien für alle teurer. Das ist nur ein Beispiel von vielen. 

Ruedi Studer schreibt im Blick dazu:

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